Tag des Sieges - wie lange und wie feiern?

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m1009
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Re: Tag des Sieges

Beitragvon m1009 » Mittwoch 10. Mai 2017, 21:56

Jeder zieht sich die Jacke an, die Ihm passt..... Stimmts?

Schuld ist unsere Generation sicher nicht am 2. Weltkrieg. An die Fehler Deiner und meiner Grosseltern zu denken, zu ueberlegen.... daraus zu lernen und zu handeln.



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Re: Tag des Sieges

Beitragvon bella_b33 » Mittwoch 10. Mai 2017, 22:09

Wladimir30 hat geschrieben:Ja, gerade bei diese Wetter sind es schon wirklich echte Helden

auf jeden Fall! Bei uns im Kostromskaja Oblast wurde gestern die Parade abgesagt in der Stadt....okay, ich wäre allein ohne Familie eh nicht hingegangen.

Bild
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Re: Tag des Sieges

Beitragvon m1009 » Mittwoch 10. Mai 2017, 23:37

Uij.... Brrrr.

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Re: Tag des Sieges

Beitragvon Norbert » Donnerstag 11. Mai 2017, 06:16

In Novosibirsk ist es leider so absurd, dass die Parade nur direkt auf dem Platz zu sehen ist, auf den aber nur Ehrengäste gelassen werden. Würden sie wenigstens 1000 Meter weiter vorn losmarschieren - die Fläche ist vorhanden - hätten auch das Fußvolk etwas davon. Aber so sehen nur die Ehrengäste, die teilweise nicht einmal groß Lust darauf haben, die Parade.

Wenn man einfach mal auf die Raketenwerfer schauen möchte, stellt man sich lieber an jene Straße, über welche dann später alles wegfährt.

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Re: Tag des Sieges

Beitragvon m5bere2 » Donnerstag 11. Mai 2017, 10:20

Norbert hat geschrieben:Wenn man einfach mal auf die Raketenwerfer schauen möchte, stellt man sich lieber an jene Straße, über welche dann später alles wegfährt.

Die mobilen Raketenabschusssrampen kann man auch vor der Parade ganz in Ruhe anschauen. Die stehen aufgereiht auf dem roten Prospekt zwischen Lenin und Rechnoj.



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Re: Tag des Sieges

Beitragvon Dietrich » Donnerstag 11. Mai 2017, 10:27

m1009 hat geschrieben:Schuld ist unsere Generation sicher nicht am 2. Weltkrieg. An die Fehler Deiner und meiner Grosseltern zu denken, zu ueberlegen.... daraus zu lernen und zu handeln.
Genau das.
Und das bedeutet, dass wir wachsam sein müssen, wenn sich bei uns aber auch irgendwo anders diktatorische und faschistische Tendenzen abzeichnen.
Und das bedeutet eben nicht, dass wir in Bezug auf Russland und den Kurs der russischen Regierung die Schnauze zu halten haben, wenn genau dort sich eben eine solche Tendenz abzeichnet. Wenn Nachbarländer überfallen werden, nur weil sie sich lieber neue Handelspartner suchen wollen. Wenn mit Prozessen wie sie auch 1940 in D hätten geführt werden können oder einfach schlichter Gewalt eine echte Opposition verhindert wird, jegliche freie Meinungsäußerung in Form von Demonstrationen bereits im Keim erstickt wird und man trotzdem Wahlen an allen Ecken und Enden fälscht.
Wenn das TV so voll mit Propaganda ist, dass selbst Göbbels anerkennend den Hut gezogen hätte.

Was du also so beleidigt als "antirussische Lügen und Heuchelei der Qualitätspresse" bezeichnest, ist gerade ein wichtiger Teil dieses "denken, überlegen, daraus lernen und handeln".

Aber wenn für dich "echte" Qualitätspresse eher RT, TASS oder MK ist, dann reicht für dich als Handlungsempfehlung wahrscheinlich wirklich vollkommen "Liebe Russland und äußere dich nie nie nie kritisch, egal was da gerade politisch abgeht. Und verehre die aktuelle Wiedergeburt des Zaren, V.V. Putin"

Es gibt auch andere Leute die Russland und den Russen gegenüber positiv eingestellt sind. Und die gerade deshalb scharf kritisieren, was da gerade durch die Führungsriege mit dem Land gemacht wird. Und die sich wünschen würden, dass es allen Russen endlich möglich ist, ein Leben zu führen, welches dem Stadnard in Europa und auch Teilen von Asien des 21. Jahrhunderts entspricht. (allen Russen, nicht nur der schmalen Mittelschicht in den großen Städten).
Mit dem Reichtum an Ressourcen müsste es den Russen eigentlich fast genau so gehen, wie z.B. den Norwegern. Komischerweise hört man recht wenig von norwegischen Milliardären mit den neusten und tollsten Protzyachten, sondern eher von tollen und gewagten Straßen- und Tunnelprojekten, die den norwegischen Bürgern das Leben leichter machen sollen.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
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Re: Tag des Sieges

Beitragvon bella_b33 » Donnerstag 11. Mai 2017, 10:34

m1009 hat geschrieben:Uij.... Brrrr.

Am späten Nachmittag war alles weg....aber doch schon ein leichter Schock, als ich Dienstag morgen die Gardinen öffnete :lol:
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Re: Tag des Sieges

Beitragvon Dietrich » Donnerstag 11. Mai 2017, 10:48

Zusatz:
Ich habe einfach keine Lust, mir von jemandem implizit vorwerfen zu lassen, ich würde alleine durch meine Kritik an der russischen Regierung die Lehren aus dem 2. Weltkrieg mit Füßen treten.

Von jemandem, der unkritisch einer Regierung gegenübersteht, die auf dem besten Weg ist, zumindest einen Teil der Dinge zu wiederholen, die Europa vor fast 80 jahren ins Chaos gestürzt hat. Zu Hitler fehlt da zugegebenermaßen und glücklicherweise noch ein riesiges Stück. Aber wenn ich mir eine der vielen Defintionen von Faschistisch in der Wikipedia anschaue, ("„Faschismus“ war innerhalb des europäischen linken und linksliberalen Lagers die übliche Bezeichnung für die verschiedenen militant nationalistischen Bewegungen und [...] für die nun aufkommenden nationalistisch-autoritären Regime."), dann ist Russland defintiv nicht so antifaschistisch, wie es sich immer gerne darstellt.

"Antifaschistisch" in Russland bedeutet einfach "Die Nachkommen derer, die damals den Faschismus in Deutschland besiegt haben.", was ja auch am 9. Mai jedes Jahr entsprechend gefeiert wird.

Alle anderen Defintionen von antifaschistisch verfehlt man mit dem was man heute tut und denkt allerdings leider um Längen.
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Re: Tag des Sieges

Beitragvon Norbert » Donnerstag 11. Mai 2017, 10:51

Dietrich, ich gebe Dir ja soweit Recht. Das Problem ist, dass der gewöhnliche - auch gebildete - Russe dennoch lieber nur ein Viertel vom durchschnittlichen Amerikaner verdient, wenn er dafür seinen eigenen Weg gehen darf. Und sei der eigene Weg ein kurz geratener Glatzkopf mit einem korrupten Apparat und propagandatriefenden Fernsehsendern.

Ich hatte die Diskussion mehrfach in meiner Familie.

Diese Wahrheit muss man auch anerkennen, dass für einen durchschnittlichen Russen nicht der materielle Wohlstand oder die freie Demokratie im Vordergrund stehen, sondern der Stolz.

Ja, wir Deutschen ticken da anders. Und ich bin froh, dass wir da anders ticken.

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Re: Tag des Sieges

Beitragvon Norbert » Donnerstag 11. Mai 2017, 10:53

Frage: Thema in Politik und 9. Mai auftrennen oder hier in der Kaffeebar lassen, wo es eh drei Tage nach dem letzten Posting runtergespült wird?




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