Kindesnachzug

Geheiratet - und wie weiter? Wie kommt der Ehepartner nach Deutschland? Oder vielleicht besser in die Gegenrichtung, Übersiedlung nach Russland? Dürfen die Kinder mitkommen?

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Thomas1070

Re: Kindesnachzug

Beitragvon Thomas1070 » Freitag 3. September 2010, 17:11

Ja haben schon mit dem Auswärtigen Amt gesprochen. Die Antwort war: Wir müssen die Dokumente vorlegen, die von der Botschaft gefordert werden.
Nun versuchen wir es über den Härtefall zu erledigen. Man kann doch ein 3-jähriges Kind das bei der Mutter aufgewachsen ist, nicht der Mutter nehmen. Absolut undenkbar!



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harald63
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Re: Kindesnachzug

Beitragvon harald63 » Freitag 3. September 2010, 17:15

Thomas1070 hat geschrieben:Ja haben schon mit dem Auswärtigen Amt gesprochen. Die Antwort war: Wir müssen die Dokumente vorlegen, die von der Botschaft gefordert werden.
Nun versuchen wir es über den Härtefall zu erledigen. Man kann doch ein 3-jähriges Kind das bei der Mutter aufgewachsen ist, nicht der Mutter nehmen. Absolut undenkbar!

Wer will der Mutter das Kind wegnehmen?

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Re: Kindesnachzug

Beitragvon wolk0815 » Freitag 3. September 2010, 17:29

Thomas1070 hat geschrieben:Ja haben schon mit dem Auswärtigen Amt gesprochen. Die Antwort war: Wir müssen die Dokumente vorlegen, die von der Botschaft gefordert werden.
Nun versuchen wir es über den Härtefall zu erledigen. Man kann doch ein 3-jähriges Kind das bei der Mutter aufgewachsen ist, nicht der Mutter nehmen. Absolut undenkbar!
Aber es kann nicht sein, dass in Moskau das eine, in SPb das andere gefordert wird. Noch dazu, wenn etwas gefordert wird, was es so fast nie gibt. Da müssen die vom AA schon entweder die Info von SPb oder die von Moskau für falsch erklären. Soooo an das russische Behörden-Lokalkolorit dürfen sich die Herren und Damen dann doch nicht anpassen.
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Re: Kindesnachzug

Beitragvon kaktus » Freitag 3. September 2010, 17:51

hier ist eine Interessante Diskussion! Vielleicht verbirgt sich auch eine Lösung darin!!
http://www.info4alien.de/cgi-bin/forum/ ... 557420/0#0
aber vorerst Klarheit
http://www.info4alien.de/cgi-bin/forum/ ... 913212/2#2
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Re: Kindesnachzug

Beitragvon Ramenia » Samstag 4. September 2010, 12:20

Hi Hallo

Was würde denn passieren , wenn man das Kind erst in Russland adoptiert?
Wenn es denn so ohne weiteres möglich ist....

Sylvio
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m.i.n.d.e.S.w.m.s.s.f.S.h. :-)



franzik
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Re: Kindesnachzug

Beitragvon franzik » Mittwoch 25. Januar 2012, 21:08

Guten Abend aus St. Petersburg, liebe Forumgemeinde,
meine russische Frau und ich sind seit einigen Wochen gluecklich verheiratet. Wir wollen unseren gemeinsamen Wohnsitz in Deutschland nehmen
und befinden uns momentan im Stadium der Beantragung des Visums zur Familienzusammenfuehrung zum Ehepartner. Es fehlt nur noch A 1 Zertifikat.
Natuerlich soll der 5 jaehrige Sohn meiner Frau nachkommen , der jetzt noch mit seiner Mutter in St. Petersburg wohnt.
Der Kindesvater ist ukrainischer Staatsangehoeriger und lebt auch in der Ukraine, und hat seinen Sohn zuletzt vor einem Jahr gesehen.
Bekanntlich ist bei bestehendem gemeinsamen Sorgerecht eine notariell beglaubigte Einverstaendniserklaerung des Kindesvaters zur Ausreise und staendigen Wohnsitznahme des Kindes in Deutschland erforderlich )mit Apostille in Kiew). Dann natuerlich Uebersetzung ins Deutsche.
Weiss jemand, ob es fuer diese Einverstaendniserklaerung einen Vordruck gibt oder geht das mit einem formlosen Schreiben ?
Meine weitere Frage ist, ob der Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis fuer das Kind bzw. der Visa Antrag auch vom Kindesvater mit
unterschrieben werden muss ? Muss er auch apostilliert werden ? bzw. nur die Unterschrift.
Wahrscheinlich kommt ein Kindernachzug nur im Rahmen einer Ermessensentscheidung gem. 32 Abs. 4 AufenthGesetz in Betracht, die sog. Haertefallentscheidung.
Vielen Dank im voraus fuer Eure Antwort. Viele Gruesse aus SPB Franz alias franzik

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Re: Kindesnachzug

Beitragvon Norbert » Donnerstag 26. Januar 2012, 06:26

Bitte frage direkt beim Konsulat an, was sie genau fordern. E-Mails werden im Normalfall zügig bearbeitet!

Für die Härtefallregelung wird in jedem Fall eine Menge geprüft, wobei es in Eurem Fall sicher schon hilfreich ist, dass der Vater auch nicht in St. Petersburg lebt.

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Re: Kindesnachzug

Beitragvon franzik » Donnerstag 26. Januar 2012, 22:52

Norbert hat geschrieben:Bitte frage direkt beim Konsulat an, was sie genau fordern. E-Mails werden im Normalfall zügig bearbeitet!

Für die Härtefallregelung wird in jedem Fall eine Menge geprüft, wobei es in Eurem Fall sicher schon hilfreich ist, dass der Vater auch nicht in St. Petersburg lebt.


Hallo Norbert, danke fuer Deine Antwort.
Ich habe mich heute per email an das Generalkonsulat in SPB gewandt und auch umgehend Antwort erhalten. Das Konsulat weist darauf hin,
dass die ABH der Einverstaendniserklaerung des Kindesvaters zumindest skeptisch gegenueberstehen duerfte, wenn alleiniges Sorgerecht des
nachzugsberechtigten Elternteils besteht.
Andererseits sei die Erlangung des alleinigen Sorgerechts in Russland an sehr hohe Huerden geknuepft, die unter normalen Umstaenden kaum
ueberwindbar seien.
Wahrscheinlich wird wohl die Haertefallregelung zum Zuge kommen. Also werden wir uns mal mit der hiesigen Auslaenderbehoerde auseinander
setzen muessen. Argumente gibt es genug, auf in den Kampf !!
Gruesse aus St. Petersburg von franzik

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Re: Kindesnachzug

Beitragvon Mencey » Samstag 17. März 2012, 23:16

Super Thread!!

Nachdem ich letzten Samstag, den 12.03.2012 glücklich meine jetzt ehemalige Verlobte auf dem ZAGS4 in Moskau geheiratet habe, besteht für die Beantragung des "Visums für Familienzusammenführung" bei uns das gleiche Problem:
Mein jetzt "Stiefsohn" ist knapp 9 Jahre alt, spricht so gut Deutsch, das ich mich über einfache Dinge des Lebens unterhalten kann und war auch schon mal bei mir in Deutschland zu Besuch.

Also:
Der Kindsvater hat eine 22 DIN-A4-Seiten lange Erklärung in Beisein meiner Frau bei einem beeidigten Notar abgegeben, daß meine Frau allein handlungsbefugt in allen Dingen, welche das Kind betreffen, ist.
Das sollte im Normalfall ja auf dem Konsulat ausreichen, denkt man!?
Nach einem persönlichen Anruf durch mich auf dem Konsulat, wurde ich zwischen einer russ. sprechenden "Beamtin" und einem deutschen Konsularmitarbeiter hin- und her verbunden. Der "Deutsche" wußte schon mal von nichts, welche Dokumente genau benötigt werden ( Erklärung des Kindsvaters oder der Gerichtsbeschluss auf das alleinige Sorgerecht).
Die russ."Beamtin" verwies mich auf den gerichtsbeschluß und "hackte" die ganze Zeit darauf rum, denn "ohne diesen geht es nicht"..sagte sie!!
In den Merkblättern des Konsulats in Moskau steht, dass eine notarielle Erklärung des Kindsvaters ausreicht, weiter unten, auf demselben Blatt, steht dann: "Nur mit alleinigem Sorgerecht", also der Mutter.

WAS WOLLEN DIESE TYPEN DENN NUN GENAU VON MIR????

In St.Petersburg steht es wieder "so" auf ihren Merkblättern und in Novosibirsk steht es wieder "anders"...

Auf Nachfrage meiner Frau auf ihrem "Familiengericht" in Moskau, ist dieses Gericht gar nicht befugt, so eine "Abtretung des Sorgerechts an einen Elternteil" auszustellen.
Das heißt für mich: Es wird etwas verlangt, was es mal wieder nicht gibt...
Sicherlich liegt der Verdacht nahe, dass meine Frau sich im schlimmsten Fall von mir scheiden lassen könnte und dann ihren Exmann (der auch neu verheiratet ist) auch nach Deutschland nachholt...oder denke ich da falsch?? Aber wer macht denn sowas?? Beide Partner trennen sich, heiraten neu und sagen sich: In fünf Jahren wohnen wir wieder als Familie zusammen in Deutschland...vorausgesetzt, wir lassen uns von unseren neuen Partnern scheiden!? Shizophren, oder nicht??

Der Kindsvater hat auch kein Interesse nach Deutschland zu gehen und dieses würde er auch nochmal neu beim Notar zu Papier bringen!
Noch eine Theorie meinerseits: Der Kindsvater "tritt" alle Sorgerechte ab, das Kind kommt aber nach zwei jahren auf die Idee, bei Papa in Moskau zu wohnen. Der Vater hat aber sein Sorgerecht an die in Deutschland verbliebene Mutter "abgetreten"...und dann muß mein Stiefsohn in ein russisches Kinderheim??

Sorry, aber am Donnerstag ist schon Konsulatstermin zwecks Abgabe der Dokumente. Manchmal ist der kopf halt zu voll, um einen klarengedanken zu fassen oder sich vernünftig zu artikulieren.
Aber ich denke, man versucht es erstmal mit dieser notariellen Erklärung beim Konsulat...eigentlich hat ja meine Ausländerbehörde da auch ein Wörtchen mitzureden, oder nicht??

Was habt ihr noch für eine Idee??? Vielleicht einen persönlichen Brief an das Konsulat schreiben, den meine Frau dann mitnimmt??

Danke für eure,wie immer, schnelle und kompetente Hilfe!
Gruß
Mencey

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Re: Kindesnachzug

Beitragvon franzik » Sonntag 18. März 2012, 11:50

Hallo Mencey,

ich kann nicht verstehen, dass bei den verschiedenen Konsulaten unterschiedliche Auffassungen zum Kindernachzug bestehen.
In der Info des Generalkonsulates St. Petersburg steht, dass bei gemeinsamen Sorgerecht - das ist generell der Fall - eine notariell beglaubigte
Einverstaendniserklaerung des nicht mit ausreisenden aber weiterhin sorgeberechtigten Elternteils - also des Kindesvaters -
zur Ausreise und staendigen Wohnsitznahme des Kinders in Deutschland vorliegen muss.
Da aber laut Auskunft des Konsulates die Erlangung des alleinigen Sorgerechtes in Russland an sehr hohe Huerden geknuepft ist, die unter
einigermassen normalen Umstaenden kaum ueberwindbar sind, geben sich die Auslaenderbehoerden meist mit der Einverstaendniserklaerung
zufrieden.
Du musst aber damit rechen, dass Deine Auslaenderbehoerde dieser Erklaerung des Kindesvaters zumindest skeptisch gegenuebersteht.
Diese Behoerde in Deinem Heimatort ist also die entscheidende Stelle.
Gemaess Paragraph 32 Absatz 4 Aufenthaltsgesetz muss eine besondere Haerte nachgewiesen werden. Dann liegt es im Ermessen dieser
Behoerde, ob das Kind einreisen darf oder nicht. Ich wuensche Dir und Deiner Frau viel Erfolg.
Ich werde in dieser Woche in unserer Angelegenheit selbst bei meiner zustaendigen Behoerde vorsprechen.
Viele Gruesse, Franz
Ich wuerde Dir empfehlen, das Konsulat per e-mail zu kontaktieren




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