Deutschrussen auf die Krim?

Die Krim hat eine Fläche von 26.844 Quadratkilometern und 2.353.100 Einwohner (2014) und wird laut Putin ab sofort zum russischen Staatsgebiet dazugerechnet. Aber vielleicht sieht das ja irgendjemand ganz anders ...
    
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Wladimir30
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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitragvon Wladimir30 » Mittwoch 11. Oktober 2017, 12:58

Dietrich hat geschrieben:Wir kennen auch einige Russen die hier in Wiesbaden in Klarenthal quasi genau so leben, wie sie es in einer russischen Großstadt tun würden. Mit russischen Geschäften, russischen Freunden, etc. Bis auf die Arbeitsstelle haben manche dort gar nicht mal so viel Kontakt zu "Deutschland".

Das halte ich an sich für nicht verwerflich. Gleich und gleich gesellt sich gern. Wenn es ihnen dadurch besser geht, warum nicht? Wen stören sie dabei? Es ist ja auch nicht ungesetzlich oder sonstwie.

Probleme entstehen dann, wenn eben dieser Kontakt zu Deutschland dann doch erforderlich wird. Hier könnte es ja sein, dass man sich in dieser Enklave gegenseitig hilft, was ja durchaus positiv zu beurteilen wäre. Hier liegt es dann an jedem individuell, inwieweit er Hilfe erbittet, annimmt oder sie umgekehrt selber anbietet.

Sprich unterm Strich halte ich dieses Zusammenglucken für ok. Ich fühle ich mich auch wohl, wenn ich in DEU bin und in diesen Kreisen verkehre. Es liegt dann an jedem einzelnen, inwieweit er versteht, dass er in einem anderen Land lebt, das da eben Deutschland heißt, und dass es bestimmte Regeln gibt, die in Deutschland nun mal gelten und die sich unterscheiden von den Regeln, die in Russland gelten.
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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitragvon m5bere2 » Mittwoch 11. Oktober 2017, 14:02

Dietrich hat geschrieben:Wir kennen auch einige Russen die hier in Wiesbaden in Klarenthal quasi genau so leben, wie sie es in einer russischen Großstadt tun würden. Mit russischen Geschäften, russischen Freunden, etc. Bis auf die Arbeitsstelle haben manche dort gar nicht mal so viel Kontakt zu "Deutschland".


So habe ich als Deutscher in Berlin-Charlottenburg auch gelebt. :lol:

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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitragvon Berlino10 » Mittwoch 11. Oktober 2017, 15:10

saransk hat geschrieben:Habe ich heute in der FAZ gefunden, welche eigentlich doch für eine eher Russland-freundliche Berichterstattung bekannt ist.


Wie kommt man nur zu so einer solchen Einschätzung?? :shock:

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Dietrich
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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitragvon Dietrich » Mittwoch 11. Oktober 2017, 15:11

Wladimir30 hat geschrieben:Sprich unterm Strich halte ich dieses Zusammenglucken für ok. Ich fühle ich mich auch wohl, wenn ich in DEU bin und in diesen Kreisen verkehre. Es liegt dann an jedem einzelnen, inwieweit er versteht, dass er in einem anderen Land lebt, das da eben Deutschland heißt, und dass es bestimmte Regeln gibt, die in Deutschland nun mal gelten und die sich unterscheiden von den Regeln, die in Russland gelten.
Das sollte nicht heißen, dass es nicht "O.K." ist. Aber es bringt eben auch Probleme. Und das besonders für Menschen, die sich eben nicht überall blitzschnell anpasse können.
Und wenn es wirklich die einzige Umgebung ist, die man kennt und man sich mit Gewalt dagegen wehrt, auch einen Einblick in das Leben der restlichen Bevölkerung zu erhalten, dann ist das wirklich schade.
Und dann fragt man sich, warum diese Leute dann hier überhaupt leben, wenn sie am Leben um sich herum nicht teilnehmen. Man muss ja nicht von allem begeistet sein, aber man sollte es wenigstens kennen und akzeptieren.

Aber ich gebe Dir recht... wenn sie damit niemandem schaden, sollen sie ruhig so leben.
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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitragvon Wladimir30 » Mittwoch 11. Oktober 2017, 15:47

Dietrich hat geschrieben:Und dann fragt man sich, warum diese Leute dann hier überhaupt leben, wenn sie am Leben um sich herum nicht teilnehmen. Man muss ja nicht von allem begeistet sein, aber man sollte es wenigstens kennen und akzeptieren.

Das können die natürlich selber am besten beantworten.

Mir wurden prinzipiell zwei Gründe genannt. Entweder kam als Argument (unverhohlen), dass es in DEU materiell wesentlich besser und sicherer sei (man weiß, dass man auch morgen sein Geld kriegt, und als Renter hast Du später auch ein erkleckliches Auskommen) oder es kam, dass es den Kindern mal besser gehen solle.

Ich will das explizit nicht bewerten, nur als Argumente, die mir genannt wurden, weitergeben.
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