Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

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leonidas
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Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon leonidas » Montag 23. November 2015, 19:03

Stalingrad in der Ära Adenauer


Traumatisierte Soldaten. Es gab einen gewaltigen Unterschied in der Verarbeitung und Beschreibung von Kriegserlebnissen in der DDR und in der BRD.

In der DDR hatten die Beschreibungen zumeist gesellschaftskritischen Hintergrund und auch Zweck . Hier sind die Autoren Welz , Franz Führmann, Willi Brendel zu nennen, naturlich auch Erich Weinert als deutscher Politruck.

Eine Gloifizierung, Heroisierung der Wehrmacht fand in der DDR nicht statt, kein „Opfergang“ der 6. Armee in Stalingrad, wie es in der BRD hieß.

Anders in der BRD, wo die Heroisierung der Wehrmacht in großen Teilen der Bevölkerung das Bild der Wehrmacht prägte (und bis heute prägt, .durch Hörensagen im eigenen gesellschaftlichen Umfeld , trotz Wehrmachtsausstellung)

Hier zu nennen Friedrich Lenz (der verlorene Sieg) v. Manstein (verlorene Siege)

In der Ära Adenauer war „Stalingrad“ ein zentrales Synonym der Erinnerung der BRD an den 2. Weltkrieg . In der populären Literatur fanden Bücher, die Stalingrad thematisierten eine große Leserschaft, Verfilmungen der Bücher waren Kassenschlager, erreichten ein großes Publikum.
Beschrieben wurden trotz der Niederlage der Armee immer wieder wie mit kleinen „Husarenstücke“ einzelner Soldaten immer wieder kleine Siege erkämpft wurden, , damit die Überlegenheit und Schläue der deutschen Soldaten über die Russen demonstriert wurde..

Im Fordergrund standen später die Leiden der Soldaten . Das ließ allerdings die Frage danach, warum die Soldaten an die Wolga marschiert sind, in den Hintergrund rücken.
Der einfache Soldat erschien als doppeltes Opfer: der Aggression der menschenverachtenden Sowjetmacht , die auch wieder der Feind im Kalten Krieg war, wie auch des Verrates der Naziführung an diesen Soldaten .


Konsalik (Der Arzt von Stalingrad,) war darum auch eines der am meistgelesenen Bücher der Nachkriegszeit,
Es beschreibt das Zusammenleben von Deutschen und Russen in einer Krankenstation eines Kriegsgefangenenlagers bei Stalingrad. Die Darstellung bleibt weitgehend den alten Schemata verhaftet. Die Russen sind mehrheitlich primitive Sklavenseelen, ihre Vorgesetzte brutal und böse. Nur Außenseiter wie Vertreter der vorkommunsitischen Zeit sowie Frauen erhalten auch positive Charakterzüge.(oft mit sexuellen Attributen gewürzt)
Die jederzeit willige Russin als amoralisches sexuelles Attribut bis heute nicht ganz ausgeräumt, willige Gespielin postsowjetischer Oligachen.

Die Deutschen dagegen tragen generell positive Charaktereigenschaften, erbringen medizinische Höchstleistungen und bleiben auch unter den schweren Bedingungen des Lager standhaft und pflichtbeswußt.. Die Beschreibung der „Asiaten“ entspricht der Terminologie der nationalsozialistischen Rasseideologie

Hier ein kleiner Textauszug:

…“ und dann stürmten Sie, wie Ameisen , erdbraun gefärbt , krochen sie aus ihren Löchern und Bunkern, aus den Trümmern und verbogenen Stahlgerüsten. Uuuurääääh, schrien sie, dieses schreckliche Uuuuuräääh , das bis in Mark geht, Tartaren und Mongolen, Kirgisen und Kalmüken,, … sie stürmten auf uns zu und schrien beim Laufen, während unsere Maschinengewehre sie umtobten“


In der Debatte um die Wiederbewaffunung der BRD unter Adenauer wurde die deutsche Niederlage von den Kritikern der Wiederbewaffnung als abschreckendes Beispiel in Erinnerung gerufen. So hatte darum auch die Bundeswehr ihre Probleme mit der Erinnerung an die Schlacht. Dem Stalingrad Film „ Hunde, wollt ihr ewig leben“ unterstellte man gar Wehrkraftzersetzung.

Als das Fernsehen zum 20. Jahrestag der Niederlage das Fernsehspiel „Stalingrad“ ausstrahlte, erklärte der Generalinspekteur der Bundeswehr Friedrich Foertsch in einer Instruktion an die Truppe, das die Tendenz der Darstellung kommunistischen Propagandathesen entspreche, weil dort die militärische Führung als unfähig und korrupt , soldatischer Gehorsam aber als „Wahnsinn“ bezeichnet wird.
In einer zeitgleich mit der Ausstrahlung des Fernsehspiels angesetzten nächtlichen Alarmübung durch General Foertsch sollten die Soldaten behindert werden, das Stück zu sehen.

General Foertsch war erst nach 1955 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück gekehrt, weil bis 1955 nur noch diejenigen dort waren, denen man Kriegsverbrechen nachweisen konnte, der dann durch das Wort Bulganins an Adenauer mit anderen entlassen wurde.

Vielleicht wollte sich Foertsch auch nur gegenüber seinem Dienstherrn in Rhöndorf, Adenauer erkenntlich zeigen. Foertsch, früher der Kampf gegen den Kommunismus mit der Waffe , nun gegen kommunistische Propaganda mittels Schreiben an die Truppe.

Im kleinen war es dann nicht zuletzt die Bildzeitung, die im Oktober 1955 titelte: Unter 24 Generalen saß einer abseits: „General von Seydlitz muss Farbe bekennen“ v. Seydlitz damit als Verräter diskriminiert wird.
(Bitte googeln wer Gen. von Seydlitz war)

DAS war das Klima in der BRD in der Zeit der Rückkehr der meisten Soldaten aus der russischen Kriegsgefangenschaft zwischen 1949 und 1955. Und in diesem Klima sollten sich die Soldaten zurechtfinden, ihre Erlebnisse verarbeiten ?
Ic h kann mich noch gut an Gespräche mit ehemaligen russischen Kriegsgefangenen erinnern, mein erster Schwiegervater war einer von Ihnen.
"wir kommen hier in ein Land mit einem ausgeprägten Antikommunismus zurück, wofür haben wir eigentlich jahrelang in russischer Kriegsgefangenschaft gesessen ? "

„ Im Zeichen eines im Westen wieder hochaktuellen Antikommunismus, der nun freilich im Gewand des demokratischen Anti-Totalitarismus auftrat , erledigte sich nicht allein die Frage nach Legitimität und Sinnhaftigkeit des nationalsozialistischen Krieges – eine Frage, die die Alliierten in Nürnberg durchaus aufgeworfen und eindeutig beantwortet hatten – vielmehr erschient Stalingrad ( als exemplarisches Beispiel für den Ostfeldzug) nun gerade wie ein vorweg genommener Blutzoll, die die unerledigte Gefahr des Bolschwismus gefordert hat“

-----------------

Wie sich doch die Zeiten gleichen, im zeichen eines im Westen wieder hochaktuellen Antirussimus wird Russland wieder als den Weltfreiden bedrohende Macht dargestellt, die es zu bekämpfen gilt.



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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon CSB_Wolf » Dienstag 24. November 2015, 03:50

leonidas hat geschrieben:
In der DDR hatten die Beschreibungen zumeist gesellschaftskritischen Hintergrund und auch Zweck . Hier sind die Autoren Welz , Franz Führmann, Willi Brendel zu nennen, naturlich auch Erich Weinert als deutscher Politruck.

Eine Gloifizierung, Heroisierung der Wehrmacht fand in der DDR nicht statt, kein „Opfergang“ der 6. Armee in Stalingrad, wie es in der BRD hieß.

Anders in der BRD, wo die Heroisierung der Wehrmacht in großen Teilen der Bevölkerung das Bild der Wehrmacht prägte (und bis heute prägt, .durch Hörensagen im eigenen gesellschaftlichen Umfeld , trotz Wehrmachtsausstellung)



Glaubst Du tatsächlich den Unsinn den Du hier schreibst :roll: Die grössten Nazis, Faschisten und Militaristen gab es doch in der Ostzone, das Thema 2. Weltkrieg wurde bis zur Wiederveinigung von denen gar nicht, oder fast nicht aufgearbeitet im Gegensatz zur BRD. Auch mit der Wehrmacht wurde sich intensiv auseinander gesetzt. Informiere dich zuerst mal richtig bevor Du hier so einen Unsinn von dir gibst. Ich war lange genug bei der Bundeswehr und das Thema Stalingrad warum weshalb und warum war nie ein Thema und das ist es auch heute nicht.

Gruss
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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon leonidas » Dienstag 24. November 2015, 15:37

CSB_Wolf hat geschrieben:
leonidas hat geschrieben:
In der DDR hatten die Beschreibungen zumeist gesellschaftskritischen Hintergrund und auch Zweck . Hier sind die Autoren Welz , Franz Führmann, Willi Brendel zu nennen, naturlich auch Erich Weinert als deutscher Politruck.

Eine Gloifizierung, Heroisierung der Wehrmacht fand in der DDR nicht statt, kein „Opfergang“ der 6. Armee in Stalingrad, wie es in der BRD hieß.

Anders in der BRD, wo die Heroisierung der Wehrmacht in großen Teilen der Bevölkerung das Bild der Wehrmacht prägte (und bis heute prägt, .durch Hörensagen im eigenen gesellschaftlichen Umfeld , trotz Wehrmachtsausstellung)



Glaubst Du tatsächlich den Unsinn den Du hier schreibst :roll: Die grössten Nazis, Faschisten und Militaristen gab es doch in der Ostzone, das Thema 2. Weltkrieg wurde bis zur Wiederveinigung von denen gar nicht, oder fast nicht aufgearbeitet im Gegensatz zur BRD. Auch mit der Wehrmacht wurde sich intensiv auseinander gesetzt. Informiere dich zuerst mal richtig bevor Du hier so einen Unsinn von dir gibst. Ich war lange genug bei der Bundeswehr und das Thema Stalingrad warum weshalb und warum war nie ein Thema und das ist es auch heute nicht.

Gruss
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nein ich glaube nicht das, was ich schreibe, ich weiss es.
Und was Du nicht verstehst, weil nicht kennst, ist damit Unsinn. Darum bist Du heute immer noch die gerechte Beute jener Indoktrination, mit der Euch bei der Bundeswehr zum Angriff auf den Osten geblasen wurde, Thema: Vorwärtsverteidigung
Auch gab es keine Ostzone, es war die DDR, Ostzone ist Springer -Jargon, der Jargon des Kalten Krieges.
Es war der Jargon der Leute in Bonn, die Atomwaffen forderten.
Atomwaffen von den Nationen, denen es 20 Jahre vorher mit Mühe und Not gelungen war, dieses Land Deutschland niederzuringen.

Es hat sowohl in der DDR als auch in der BRD alte Nazis gegeben, die dann wieder in öffentlichen Ämtern waren, auch war der Anteil ehemaliger Nazis im Bundestag mit dem Anteil ehemaliger Nazis in der Volkskammer vergleichbar, aber der Anteil ehemaliger Nazis war bei der CDU erheblich höher als bei der SPD.
Das hat natürlich Gründe, mach Dich einfach nur kundig über die Rolle des Zentrums, dem politischen Vorgänger der CDU, das der Steigbügelhalter Hitlers war. (Abstimmverhalten bei Ermächtigungsgesetz)

Immerhin war es nur in der BRD unter Adenauer/CDU möglich, dass dessen Intimus, Hans Globcke, Staatsekret#är, Chef des Bundeskanzleramtes wurde , Kommentator der Nürnberger Rassegesetze.
oder: Minister Öberländer
oder: Ministerpräsiedent Filbinger/CDU, der noch im April 1945 als Marinerichter für den Endsieg seines Führers richtete
oder: Bundeskanzler Kiesinger, der im Propaganda-Ministeriums von Goebbels für die rechte Aufklärung des
Volkes stand.

Auch ich war bei der Bundeswehr, 546 Tage, schon lange her,
Meine erste Dizi bekam ich, als ich beim Marsch vom Bahnhof Odenburg nach Putlos "aus dem Glied" austrat und meinem Kompaniechef laut und deutlich für Umstehende sagte, dass ich keine Nazi-Lieder singen werde.(Westerwald und Ahnliches und von dem Mädchen in dem Polenstädchen)

Nach der, der Vereidigung folgenden Kompaniebelehrung habe ich dann vor der Kompanie meinen Kompaniechef
gesagt, dass mich sein Stechschritt nach der Vereidigung doch an die Wehrmachtssoldaten erinnert, als diese zum 50 zigsten ihres Führers auf der Siegesallee in Berlin paradierten oder "parodierten" - so muss man es wohl ausdrücken.

Unbewusst scheibst Du es ja selber, siehe oben markiert, Stalingrad war nie ein Thema.
Stalingrad hätte für die Bundeswehr aber ein Thema, ein warnendes Beispiel sein sollen, dass man sich 1.) nicht mit den Russen militärisch anlegen soll, 2.) Hybris gegenüber Russen fehl am Platz ist.

Ist es Unsinn, als Adenauer/CDU diese lächerliche Posse im Bundestag abzog, als er meinte, dass sich Sowjetrussland hüten sollte, die Bundesrepublik anzugreifen ? Die Rote Armee hätte Kleinholz aus uns gemacht, wäre es nach dem Willen Adenauers gegangen, der dann, russgeschwärzt auf den Ruinen seines Befehlsbunkers gesessen, nur noch gestammelt hätte:"Das habe ich alles nicht gewollt"

Dir sind viele Dinge unbekannt, so z.B. vieleicht auch, dass Adenauer die USA nach dem Bau der Mauer 2 x aufgefordert hatten, eine Atombombe entweder über einem russischen Übungsplatz in der DDR oder, against no target , über der Ostsee vor der russischen Küste abzuwerfen.
Ich weise darum auf diesen militärischen Aspekt aufgrund des Themas hin.
Die Männer um Adenauer und auf der Hardthöhe hatten es bis in die 70 Jahre nicht verdaut, den Krieg gegen ein Land verloren zu habe, das ihnen in ihrer Ausbildung als minderwertig dargestellt worden war.

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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon CSB_Wolf » Dienstag 24. November 2015, 16:24

leonidas hat geschrieben:
Dir sind viele Dinge unbekannt, so z.B. vieleicht auch, dass Adenauer die USA nach dem Bau der Mauer 2 x aufgefordert hatten, eine Atombombe entweder über einem russischen Übungsplatz in der DDR oder, against no target , über der Ostsee vor der russischen Küste abzuwerfen.


Davon weiss ich nichts, das Adenauer viel Unsinn gesagt hat das stimmt, er hat immer vor den bösen Russen geschwafelt. Ich war schon viel mal in Russland und auf dem Papier bin ich immer noch mit einer Russin verheiratet und meine Sympathie habe ich nach wie vor zu Russland, schon wegen der Herzlichkeit der Menschen, auch wenn ich schon länger nicht mehr dort gewesen bin.

Gruss
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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon Gunnar » Freitag 27. November 2015, 19:54

Interessantes Thema, aber was genau ist die These?
Dass die Bundeswehr (angeblich) der Wehrmacht zu ähnlich gewesen sei? Nach dem Krieg war die gesamte Deutsche Gesellschaft den Nazis zu ähnlich. Das liegt in der Natur der Sache denn sie waren es selbst.

Während in Westdeutschland dann aber die Biologie so langsam die letzten Diktaturfanatiker dahingerafft hat wurden in der DDR halt noch 40ig Jahre lang weiter welche gezüchtet. Die sterben aber auch irgendwann aus.

In Russland ist das Problem, dass ein neuer Diktator die Zügel in die Hand bekommen hat, bevor die von der Diktatur imprägnierten Alten ausgestorben sind. Mir scheint das wie bei den Alkoholikern zu sein. Einmal Alkoholiker immer Alkoholiker. Nach 20 Jahren einen verbotenen Schluck und schwups ist man rückfällig und die Hirnwaschmaschinerie läuft geschmiert wie in alten Tagen.



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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon CSB_Wolf » Freitag 27. November 2015, 21:17

Gunnar hat geschrieben:Interessantes Thema, aber was genau ist die These?
Dass die Bundeswehr (angeblich) der Wehrmacht zu ähnlich gewesen sei? Nach dem Krieg war die gesamte Deutsche Gesellschaft den Nazis zu ähnlich. Das liegt in der Natur der Sache denn sie waren es selbst.


Keine Ahnung wegen der These, auf jeden Fall sind die Bundeswehr und die Wehrmacht 2 Welten. Bei der Bundeswehr wurde auch nicht mehr im Stechschritt maschiert um ja ein eventuellen Vergleich zur Wehrmacht zu vermeiden. Die Paraden der NVA haben mir persönlich viel besser gefallen mit Stechschritt und kleiner Reithose, als die der Bundeswehr. Da war alles veramerikanisiert, auch die Ausbildung obwohl wir zum Teil noch Ausbilder von der alten Wehrmacht hatten. Die Musik, also Militärmusik, war bis auf einige Ausnahmen die gleiche wie früher bei der Wehrmacht und der alten Reichswehr. Die Russen spielen auch heute noch diverse Musikstücke aus dem gemeinsamen Bündnis während den Begfreiungskriegen.

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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon leonidas » Freitag 27. November 2015, 23:15

CSB_Wolf hat geschrieben:
Gunnar hat geschrieben:Interessantes Thema, aber was genau ist die These?
Dass die Bundeswehr (angeblich) der Wehrmacht zu ähnlich gewesen sei? Nach dem Krieg war die gesamte Deutsche Gesellschaft den Nazis zu ähnlich. Das liegt in der Natur der Sache denn sie waren es selbst.


Keine Ahnung wegen der These, auf jeden Fall sind die Bundeswehr und die Wehrmacht 2 Welten. Bei der Bundeswehr wurde auch nicht mehr im Stechschritt maschiert um ja ein eventuellen Vergleich zur Wehrmacht zu vermeiden. Die Paraden der NVA haben mir persönlich viel besser gefallen mit Stechschritt und kleiner Reithose, als die der Bundeswehr. Da war alles veramerikanisiert, auch die Ausbildung obwohl wir zum Teil noch Ausbilder von der alten Wehrmacht hatten. Die Musik, also Militärmusik, war bis auf einige Ausnahmen die gleiche wie früher bei der Wehrmacht und der alten Reichswehr. Die Russen spielen auch heute noch diverse Musikstücke aus dem gemeinsamen Bündnis während den Begfreiungskriegen.

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Also, ich schrieb schon von einem eklat mit meinem Kompaniechef, der nach der Vereidigung im Stechschritt den Neumünster Heldenhain verließ, was mich an das Defilee der Wehrmacht vor Hitler erinnert hat.
Ab dato zuckte mein Kompaniechef jedes Mal zusammmen, wenn ich mich bei einer Kompaniebelehrung zu einer Frage gemeldet habe, es war köstlich

Nie werde ich bei der Mordlust der Wehrmacht begreifen, wie man diese Gruppe auch nur andeutungsweise positiv beurteilen kann, wie Du es machst.

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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon klaupe » Samstag 12. Dezember 2015, 22:42

leonidas hat geschrieben:Also, ich schrieb schon von einem eklat mit meinem Kompaniechef, der nach der Vereidigung im Stechschritt den Neumünster Heldenhain verließ, was mich an das Defilee der Wehrmacht vor Hitler erinnert hat.
War der vorher bei der NVA oder hat der nur zuviel russisches TV gesehen?
Nie werde ich bei der Mordlust der Wehrmacht begreifen, wie man diese Gruppe auch nur andeutungsweise positiv beurteilen kann, wie Du es machst.
Begreife ich auch nicht, aber die Wehrmacht hatte -- wie uns die Geschichte lehrt -- kein Monopol auf Mordlust.
Das haben sogar nach dem WK II Andere kopiert, wenn gottseidank auch nicht immer so "erfolgreich".

Was ich generell nicht verstehe: wie kann ein ganzes Volk -- und das ist kein Privileg der Deutschen -- auf einen blutrünstigen Oberknallkopf hereinfallen?

Gerade im Moment ist es wieder in hitziger Debatte im Zusammenhang mit IS.
Zu Recht regt man sich auf und verurteilt es, aber wenn man einschreiten soll, dann gibt es ert mal lange und komplizierte Diskussionen.
Wenn es weit weg ist und das betroffene Land auch nicht wertvolle Rohstoffe liefert, dann sind diese Verbrechen nicht mal eine Schlagzeile wert.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon leonidas » Sonntag 13. Dezember 2015, 23:40

@ klaupe
nein, der Mann, Oberleutnant Winckelmann Kompaniechef der 4. Kompanie FM Battaillon fand die Segnungen der Wehrmacht faszinierend.
deutsche Mordlust. wird gerne mit dem Hinweis auf die Mordlust andere Völker relativiert.
Blutrünstige Oberknallkopf, meinst Du Adenauer, der liebend gerne die Deutschen gen Osten getrieben hätte, hört man seine Reden.
Hitler als Oberknallkopf zu bezeichnen ist, geht an der Mitverantwortung der Deutschen vorbei.

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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon klaupe » Dienstag 15. Dezember 2015, 13:23

leonidas hat geschrieben:Hitler als Oberknallkopf zu bezeichnen ist, geht an der Mitverantwortung der Deutschen vorbei.
Wieso? RICHTIG lesen!
Der Oberknallkopf war nun der Führer einer Masse von Knallköpfen, die entweder mitjubelten oder einfach die Augen zu machten und schwiegen.

Ein Widerstand war zwar da, aber leider nicht ausreichend.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.




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