Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

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leonidas
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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon leonidas » Dienstag 15. Dezember 2015, 15:03

@ klaupe

Ich halte es für einen Kardinalfehler bei der deutschen Aufarbeitungs-Nachkriegspolitik, , Hitler als Irren darzustellen, was er medizinisch nicht war.
Mit dieser Darstellung, auf einen Irren hereingefallen zu sein, relativiert man die eigene Mitverantwortung, einem Irren, Betrüger gefolgt zu sein, entschuldigt.
Hitler hat ja zweifelsfrei bemerkenswerte Leistungen und Erfolge aufzuweisen, wie z.B. das Wirtschaftswunder, zwar von seinen Vorgängern angeleiert aber dann doch konsequent durchgesetzt, zwar mit fragwürdigen Mitteln (Mefo-Wechsel) aber erfolgreich- zwar auf dem Rücken der Arbeiter . Lohnverzicht - aber es war erfolgreich.
Auch die Sozialisierung der Massen war ein Erfolg und die Ausrichtung der Wehrmacht auf eine Panzerwaffe, gegen die Meinung der Militärs, war ein Erfolg. Ich gebe hier bewusst keine Wertung ab.
Dem gegenüber stehen natürlich die Irrtümer und Fehler , denen Hitler aufgesessen ist und t natürlich die Verbrechen und der Verrat an unserem Land.
Darum ist es zu einfach, Hitler als Führer von Knallköpfen zu charakterisieren.
Wäre Hitler 1938 einem Attentat zum Opfer gefallen, die Deutschen hätten ihn anfangs als den größten Sohn ihr Geschichte angesehen, obwohl die Grundzüge seiner Vernichtungspolitik bereits offenkundig waren.
Es gab nur Wenige, die das erkannt hatten, einmal darum, weil die Informationswege damals doch andere waren, als die es heute sind, und auch die Vorurteile gegenüber als fremdartig empfundenen Anderen tief verwurzelt waren ("Eigenlich sind mir die Juden unsympathisch und einen kleinen Dämpfer haben sie schon verdient, aber umbringen wird man sie doch nicht gleich") Und zum anderen sonnte man sich gerne in dem Wissen, wieder in Europa als Machtfaktor zu gelten (Saarland 1935, Olympia 1936, Österreich 1938, München 1938)
All das muss die damaligen Volksgenossen besoffen gemacht haben., Ein Wort von damals über Misstände und bereits erkennbare Verbrechen: "Wenn das der Führer wüsste"



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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon klaupe » Dienstag 15. Dezember 2015, 17:37

leonidas hat geschrieben:Ich halte es für einen Kardinalfehler bei der deutschen Aufarbeitungs-Nachkriegspolitik, , Hitler als Irren darzustellen, was er medizinisch nicht war.
Richtig LESEN ist auch kein Makel! Einen Zusammenhang zwischen einem Irren ('medizinisch') und Knallkopf kann ich nicht erkennen.

Es gibt aber viele Parallelen: Stalins UdSSR, Nordkorea, Rumänien, Maos China usw. Die Liste könnte lang werden. Der zweifelhafte Jubel ist/war grenzenlos. Allenfalls kann man nach den angerichteten Schaden differenzieren.
... die Deutschen hätten ihn anfangs als den größten Sohn ihr Geschichte angesehen, obwohl die Grundzüge seiner Vernichtungspolitik bereits offenkundig waren.
Was mich viel mehr verwundert ist, dass die internationale Staatengemeinschaft brav den Kopf in den Sand gesteckt hat.

Ich ja fast so, wie jetzt mit dem IS. So lange die sich selbst den Kopf einschlagen (oder abhacken) belässt man es bei Empörung oder ignoriert es sogar, weil die Geschäfte ja gut laufen. Erst wenn es an die eigene Wäsche geht (siehe Paris), dann fangen die Debatten an, wie man da "helfen" kann. De facto geht es aber nur um das eigene Fell und nicht um die vor Ort betroffenen. Das sind ja auch nur Knallköpfe, die einem Ober-Knallkopf-Kalifen zujubeln.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon leonidas » Dienstag 15. Dezember 2015, 23:08

Ein Mindestmaß an Bereitschaft zur seriösen Diskussion muss ich schon voraussetzen gell ?
Knallkopf ? das ist mir doch zu sehr Viertklässler-Niveau.

Und so sehe ich auch die weiteren Argumente Deines Beitrages. Ein Hinweis auf die DDR hätte das ganze noch abgerundet.

Und die internationale Staatengemeinschaft (sicher nicht die, ) haben Hitler nicht machen lassen. Hitler war nur dann stark, wenn die frühere Entente schwach war. Sowie man Hitler die Stirn geboten hat, war es mit Hitlers Erfolgen vorbei. Hitlers Erfolge waren die Schwäche der früheren Entente, das sollte zu denken geben.

Was Deine Meinung zur ISIS/SI betrifft, so ist die Unterstützung der ISIS IN ihrem Machtbereich das Ergebnis jenes Kreuzzuges, zu dem GW Busch geblasen hat.
Nirgendwo jubeln dort Knallköpfe einem Ober-Knallkopf Kalifen zu.

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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon klaupe » Mittwoch 16. Dezember 2015, 00:46

leonidas hat geschrieben:Ein Mindestmaß an Bereitschaft zur seriösen Diskussion muss ich schon voraussetzen gell ?
Ich passe mich an
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Wehrmacht, Bundeswehr und Rote Armee

Beitragvon leonidas » Mittwoch 16. Dezember 2015, 00:51

klaupe hat geschrieben:
leonidas hat geschrieben:Ein Mindestmaß an Bereitschaft zur seriösen Diskussion muss ich schon voraussetzen gell ?
Ich passe mich an

es sind immer die gleichen dümmlichen Antworten, wenn man nichts Substantielles antworten kann.




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