Warum wird PUTIN so geliebt?

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Dietrich
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Re: Warum wird PUTIN so geliebt?

Beitragvon Dietrich » Freitag 9. September 2016, 16:07

m1009 hat geschrieben:
Ist das heute sooo viel anders?

Nein.
Steilvorlage ausgenutzt.... ;-)

Stimmt aber leider nicht... zum Computerspielen fehlt die Zeit.... :lol: :lol:
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Re: Warum wird PUTIN so geliebt?

Beitragvon lausi » Samstag 10. September 2016, 06:04

saransk hat geschrieben:Klingt zwar etwas abgedroschen, schreibe ich trotzdem nochmal. Hätte die "freie" Welt sich nicht auf bestimmte Prinzipien (westliche Demokratiewerte und Menschenrechte) berufen, wäre Deutschland 1945 nicht befreit worden.

Klingt wirklich abgedroschen und ist eine Geschichtsklitterung.
Deutschland wäre auch ohne die "freie Welt" befreit worden, allerdings sicherlich später und mit noch mehr Toten seitens der SU.
Schließlich hat sich die "freie Welt" erst am Krieg beteiligt, als der Sieg der SU absehbar war.
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Re: Warum wird PUTIN so geliebt?

Beitragvon Dietrich » Samstag 10. September 2016, 18:03

lausi hat geschrieben:Schließlich hat sich die "freie Welt" erst am Krieg beteiligt, als der Sieg der SU absehbar war.
So? War das so?
Die russische Gegenoffensive begann Ende 1942.
Die USA traten Anfang 1942 der Anti-Hitler-Koalition bei.
Frankreich und England waren da bereits mitten drin im Krieg gegen Deutschland.

Also Geschichtsklitterung mag schon sein... aber weniger bei Saransk.

P.S. Nein, es will niemand Russland seine wichtige Rolle beim Sieg über Hitlerdeutschland wegnehmen. Aber sie waren auch nicht die einzigen, die gegen die deutschen Faschisten gekämpft haben. Und nur weil sie die meisten eigenen Opfer zu beklagen hatten, macht sie das nicht zu den mit Abstand Wichtigsten.
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Re: Warum wird PUTIN so geliebt?

Beitragvon m5bere2 » Samstag 10. September 2016, 18:42

Dietrich hat geschrieben:Die russische Gegenoffensive begann Ende 1942.

Das klingt ja so, als hätte man sich vorher ein Jahr lang in Ruhe von Nazis erobern lassen...

Die USA traten Anfang 1942 der Anti-Hitler-Koalition bei.

Einer Koalition beitreten und aktiv was unternehmen sind ja zwei paar Schuhe. Fakt ist, dass eine Westfront erst 1944 eröffnet wurde. Und Fakt ist auch, dass der Plan der USA darin bestand, die schwächere Seite mit Waffen und finanziell zu unterstützen, damit der Krieg möglichst lange dauert. Die Anordnung liegt im russisch-deutschen Museum in Berlin-Karlshorst aus. Dementsprechend haben sie eben die Sowjetunion auch unterstützt...

Frankreich und England waren da bereits mitten drin im Krieg gegen Deutschland.

Frankreich war da schon längst besetzt, seit 1940.

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Re: Warum wird PUTIN so geliebt?

Beitragvon lausi » Samstag 10. September 2016, 23:47

Dietrich hat geschrieben:Also Geschichtsklitterung mag schon sein... aber weniger bei Saransk.

Auch bei dir. @m5bere2 hat dazu alles gesagt.

Dietrich hat geschrieben:...und nur weil sie die meisten eigenen Opfer zu beklagen hatten, macht sie das nicht zu den mit Abstand Wichtigsten.

Es geht nicht nur um die Opfer.
Ohne den absehbaren Sieg der SU hätte die "freie Welt" niemals eine 2. Front gestartet. Grund war nur die Angst, dass die Rote Armee bis zum Atlantik marschiert.
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Re: Warum wird PUTIN so geliebt?

Beitragvon Evgenij » Sonntag 11. September 2016, 15:43

m5bere2 hat geschrieben: Die Anordnung liegt im russisch-deutschen Museum in Berlin-Karlshorst aus.

Danke Dir, dass Du dieses Museum erwähnt hast..,
.. hatte schon vor langer Zeit (ca. vor einem Jahrzehnt) mir vorgenommen es zu besichtigen, nur kam es (noch) nicht dazu..,
und hab das auch irgendwie aus dem Fokus verloren.
War eben (auch sonst) bisher nur einmal so richtig "drinnen" in der Stadt 'Berlin' (natürlich Fälle wie: "auf der Durchreise", ausgenommen)

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Re: Warum wird PUTIN so geliebt?

Beitragvon saransk » Sonntag 11. September 2016, 23:37

lausi hat geschrieben:Klingt wirklich abgedroschen und ist eine Geschichtsklitterung.

Geschichtskittung ist das, was russischen Schülern teilweise über die eigene Geschichte beigebracht, bzw bewußt verschwiegen wird.
lausi hat geschrieben:Deutschland wäre auch ohne die "freie Welt" befreit worden, allerdings sicherlich später und mit noch mehr Toten seitens der SU.

Befreit? So wie diPolen und die Tschechoslowakei oder Ungarn.
Eine verbrecherische Diktatur währe nur durch die nächste abgelöst worden.
Nur linksfaschisten bestreiten so etwas immer noch. Oder sind die Menschen aus der DDR nur geflüchtet, weil die Fischbrötchen in Hamburg besser belegt waren als in Rostock?

Dietrich hat geschrieben:Hattest du Russland jetzt absichtlich rausgenommen? Ist das dort deiner Meinung nach anders?

Nach den Erfahrungen, die ich bisher machen konnte teilweise ja. Zumindest bis zur Pubertät. Ich gehe in Russland aus der Haustür und sehe den Spielplatz voller kleiner und größerer Kinder. Und rechts beim Nachbarhaus genauso wie links.
Bei uns im Neubaugebiet gibt es insgesamt sieben öffentliche und einige private Spielplätze. Egal zu welcher Tageszeit fast immer ohne Kinder. Und wenn doch, dann nur von oder mit russischen oder türkischen Eltern. Deutsche Kinder spielen hier nicht mehr draußen, die sitzen vor der Glotze oder am PC/Playstation etc.

Saboteur hat geschrieben:Wie kommst du denn darauf???

Eigene Erfahrung mit fünf eigenen Kindern, Jugendbetreuer in einem Modellbauclub und einem Sportverein sowie Schulelternsprecher.
Wenn ich beruflich die Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz bearbeite, und setze die Grenze bei zehn Rechtschreibfehlern in Anschreiben und Lebenslauf schon recht hoch, so kann ich trotzdem noch etwa 60 Prozent in die Tonne kloppen. Und die sind nicht unbedingt von Haupt- oder Realschülern. Der Kaugummi oder die Basecap im Vorstellungsgespräch ist dann noch ein weitere Grund.
Wenn Du willst kann ich es Dir auch noch näher erklären, wollte nach einem Kurzurlaub nur schnell eine Antwort raushauen.
Zuletzt geändert von saransk am Montag 12. September 2016, 02:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Warum wird PUTIN so geliebt?

Beitragvon lausi » Montag 12. September 2016, 00:04

saransk hat geschrieben:Geschichtskittung ist das, was russischen Schülern teilweise über die eigene Geschichte neigebracht, bzw verschwiegen wird.

Das war hier aber nicht Thema, sondern der Blödsinn, den du vorher von dir gegeben hast.
Da du darauf nicht eingehst und vom Thema ablenkst, siehst du wohl selbst ein, dass du im Unrecht bist?
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Re: Warum wird PUTIN so geliebt?

Beitragvon saransk » Montag 12. September 2016, 02:11

lausi hat geschrieben:Das war hier aber nicht Thema, sondern der Blödsinn, den du vorher von dir gegeben hast.
Da du darauf nicht eingehst und vom Thema ablenkst, siehst du wohl selbst ein, dass du im Unrecht bist?

Der getroffene Hund bellt, bzw. die russische Propagandamaschinerie läuft an.
Natürlich schweifen wir hier vom Thema ab.
Aber ist die Popularität Putins, von Liebe kann man ja nicht unbedingt reden, nicht auch zum Teil darin begründet, daß bewußt keine Aufarbeitung der russischen Geschichte mehr stattfindet, die Vergangenheit in der Sowjetunion (seit einigen Monaten auch besonders die Person Stalins) glorifiziert wird, und Putin von den Medien als der Präsident dargestellt wird, den sich das Volk von der Mentalität her wünscht und braucht? Personenkult par exellence.
Und immer sind nur die anderen schuld (Doping, Sanktionen, Syrien etc). Und der große Volksheld Putin bewahrt durch seine geistige Größe und sein Können das heilige Rußland vor der Verseuchung durch den schwulen Westen. Um das zu erkennen, reichen einige Folgen Perwie Kanal oder Kisseljew,

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Re: Warum wird PUTIN so geliebt?

Beitragvon lausi » Montag 12. September 2016, 04:52

saransk hat geschrieben:
lausi hat geschrieben:Das war hier aber nicht Thema, sondern der Blödsinn, den du vorher von dir gegeben hast.
Da du darauf nicht eingehst und vom Thema ablenkst, siehst du wohl selbst ein, dass du im Unrecht bist?

Der getroffene Hund bellt...

Meinst du dich?
saransk hat geschrieben:Natürlich schweifen wir hier vom Thema ab. Aber ist die Popularität Putins...

Das Thema war die Geschichtsklitterung, die du in Bezug auf den 2. Weltkrieg betreibst.
Darauf mit Geschichtsklitterung in russischen Schulen zu antworten... naja [gaehn]

Es geht eben nichts über ein einfaches Weltbild. Wenn man weiß, wer der Böse ist, hat der Tag Struktur, nicht wahr?
Auf den Gedanken, dass sich die Russen immer noch an die Zeit vor Putin erinnern können, kommst Du nicht?
An nicht gezahlte Löhne und Renten, leere Läden, Hunger?
Aber damals war ja alles sooo demokratisch, Rußland war auf dem richtigen Weg...

Der Personenkult in den Medien gefällt mir auch nicht.
Aber Fakt ist, dass Putin das Land wieder auf die Beine gebracht hat, und das danken ihm viele.
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