Nationalität und Staatsbürgerschaft

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KavkazWolf
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Re: Nationalität und Staatsbürgerschaft

Beitragvon KavkazWolf » Donnerstag 5. Oktober 2017, 15:27

Tschetschenen sind Nakh/Wainachen. Ähnlichkeit haben sie nur mit Inguschen. Tschetschenen gab es schon seit 10k bc ewig lange bevor es Russen gab. Russen stammen von den Kiewer Ukrainer ab.



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Re: Nationalität und Staatsbürgerschaft

Beitragvon Cska » Donnerstag 5. Oktober 2017, 18:34

Kenne nur die Kiewer Rus und das war der "Vorläufer" des heutigen Russlands, der Ukraine und der Weißrussen.
Die Russen stammen von Ostslawischen Völker ab.

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Wladimir30
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Re: Nationalität und Staatsbürgerschaft

Beitragvon Wladimir30 » Donnerstag 5. Oktober 2017, 22:42

Das wird jetzt ein richtig großes Fass. Wollt Ihr das wirklich aufmachen? Da gehen dann historisch belegbare Fakten und tagespolitisch opportun erscheinende Deutungen Hand in Hand mit Dichtung und Halbwissen, das mit Wikipediaartikeln (einige bevorzugen die Youtube Variante, ganz Schlaue kombinieren beides) angeblich untermauert wird.

Cska hat im Großen und Ganzen recht. Tschetschenien und Russen in einem Topf und dazu gleich noch Kiewer Ukrainer als Vorfahren der heutigen Russen (Quatsch mit ganz viel Soße). Ein tödliches Gebräu.
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Re: Nationalität und Staatsbürgerschaft

Beitragvon m1009 » Freitag 6. Oktober 2017, 09:37

Cola? Chips? :D

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Re: Nationalität und Staatsbürgerschaft

Beitragvon Dietrich » Freitag 6. Oktober 2017, 10:38

Soll ich den Thread schon mal vorsichtshalber in die "Politik" verschieben?

Kann den hier mal jemand in die Standard-Smilies übernehmen, bitte?
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W. Churchill (1940)



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Re: Nationalität und Staatsbürgerschaft

Beitragvon Wladimir30 » Freitag 6. Oktober 2017, 10:59

Würde ich noch mit warten mit dem Verschieben. Vielleicht, wenn es denn doch ausufert, das Thema teilen und dann verschieben?

Der smily ist hervorragend!!!
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Re: Nationalität und Staatsbürgerschaft

Beitragvon Jenenser » Freitag 6. Oktober 2017, 11:16

Wladimir30 hat geschrieben:Cska hat im Großen und Ganzen recht. Tschetschenien und Russen in einem Topf und dazu gleich noch Kiewer Ukrainer als Vorfahren der heutigen Russen (Quatsch mit ganz viel Soße). Ein tödliches Gebräu.
Ich melde mich mal als TE. Da traf ich doch letzte Woche in DE einen Mann, der mit Akzent deutsch sprach. Auf die Frage, woher er kommt, antwortete er, aus Russland, und konkret aus Kirgisien. Er wohnt in DE jedoch schon 40 Jahre.

Wenn ich mich an den Publizisten Scholl-Latour erinnere, der seine Gesprächspartner auch optisch einordnete, würde ich sagen, ja, es könnte ein Russe sein.

Ich komme nochmal auf meine Anfangsfragen zurück.

Wie erfolgte nach dem Ende des Staates Sowjetunion die Vergabe der neuen Staatsbürgerschaften in den nun unabhängigen Republiken?
Welche Nachweise mussten zur Beantragung eines neuen Passes des jeweiligen Staates vorgelegt werden? Nach welchen Voraussetzungen erfolgte 1991 die Einteilung in Russe, Ukrainer, Weißrusse? Bestand die Möglichkeit einer doppelten Staatsbürgerschaft, zum Beispiel bei einem in Kirgisien geborenen und lebenden Russen?

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Re: Nationalität und Staatsbürgerschaft

Beitragvon Wladimir30 » Freitag 6. Oktober 2017, 13:05

Hier müsste ich mal genau nachfragen, wobei ich nicht sicher bin, dass ich belastbare Aussagen zu dieser Frage in den anderen ehemaligen Sowjetrepubliken bekommen werde. Was ich nur weiß, ist, dass es hierbei mehrere Jahre lang ein heilloses Durcheinander gegeben hat. Das hat z.B. dazu geführt, dass noch Anfang der 2000er Jahre selbst bei Vorliegen eines russischen Inlands- und/oder Reisepasses (für den das Vorliegen der russischen Staatsbürgerschaft ja Voraussetzung ist, diese also irgendwie nachgewiesen oder zumindest anerkannt worden war) zur Ausreise an der Grenze DRINGENST angeraten wurde, zusätzlich zum Reisepass noch eine extra Bescheinigung beim Passamt zu beantragen, deren einziger Text lautete, dass hiermit bestätigt wurde, dass diese Person Staatsangehöriger der Russischen Föderation ist. Nur bei Vorliegen dieser Bescheinigung wurde bei der Ausreise der Reisepass als gültiges Dokument anerkannt.
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Re: Nationalität und Staatsbürgerschaft

Beitragvon m5bere2 » Freitag 6. Oktober 2017, 15:23

Wer welche Staatsbürgerschaft bekommen hat, das haben die einzelnen Republiken in ihren lokalen Gesetzen entschieden. In Estland und Litauen haben z.B. nur die Nachfahren der vor 1942 dort lebenden Leuten die Staatsangehörigkeit bekommen. Deswegen sind da ein Drittel der Einwohner staatenlos, dürfen nicht wählen und keine öffentlichen Ämter bekleiden.

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Re: Nationalität und Staatsbürgerschaft

Beitragvon Dietrich » Freitag 6. Oktober 2017, 16:45

m5bere2 hat geschrieben:Deswegen sind da ein Drittel der Einwohner staatenlos, dürfen nicht wählen und keine öffentlichen Ämter bekleiden.
Haben aber im Normalfall die Möglichkeit, auch die Staatsbürgerschaft anzunehmen. Das geht natürlich über der Erlernen das Landessprache, aber das ist ja auch z.B. in Russland nicht anders.
Natürlich ist es für einen 60-jährigen nicht mehr soo einfach, die Landessprache zu lernen wie für einen jungen Menschen. Aber mal ehrlich - unmöglich ist das nicht. Zumindest dann nicht, wenn ich in dem Land lebe und auch dort in Zukunft leben nöchte.

Leute "einzubürgern", die kein Wort der Landessprache sprechen ist eine eher schlechte Idee. Sieht man hier in D zum Teil ja auch....

Hier ein Bericht zu dem Thema, der die Sache etwas differenzierter sieht:
http://www.baltikum-blatt.eu/baltikum-s ... niert.html
Ich weiß allerdings nicht, wie "objektiv" der ist. Aber als Gegenpol zu der russischen Sicht auf die "baltischen kleinen Stinker", wie sie meine Frau manchmal gerne nennt, kann man ihn ruhig mal zitieren.
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