Alte Bauten in Kaliningrad.

Ausrichterstadt der Fußballweltmeisterschaft 2018
    
leonidas
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Alte Bauten in Kaliningrad.

Beitragvon leonidas » Sonntag 8. November 2015, 16:11

Nun gibt es eine viele Gründe, Kaliningrad in der Oblast zu besuchen, unberührte Natur, besonders auf der Kasa, der hohe Himmel im Sommer, und die starken Winter, chaqun a son gout.. Auch cherchez la femme mag Grund sein, und nicht der schlechteste.

Nun gibt es Zeitgenossen, die aus Unkenntnis darüber fabulieren, dass es z.B in Kaliningrad keine nennenswerte Zeugen aus "deutscher Zeit" gäbe,
Das ist natürlich ein ziemlicher Unsinn. Denn auch diese ehemalige "deutsche Zeit" gehört zur Geschichte der Stadt.
Man baute ja z.B. in Polscha auch die alten deutschen Gotteshäuser wieder auf, die auch zur Geschichte einer Stadt gehören.

Es soll sogar Zeitgenossen geben, die Revanchismus wittern, wenn von Konigsberg gesprochen wird.

Es gibt z.B. in Europa keine Stadt, die mit einem noch fast intakten Ring ehemaliger Fortifikation umschlossen ist. 14 ehemalige Forts aus preußischer Zeit, entgegen dem Uhrzeigersinn umschließen sie die Stadt, teilweise begehbar, mit alten Namen.
Im Stadtgebiet selber als Museum, als In-Bar, als Restaurant aufgebaut.

In der direkten City ist nun wenig an alten Bauten übrig geblieben, außer Börse, dem wiederaufgebauten Dom , den Stadttoren oder auch die ehemalige Bersteinmanfaktur , wer aber offenen Auges durch die Stadt geht, findet interessante Zeugen der Vergangenheit, hier Beispiele: Verkehrsinseln früherer Straßenbahnhaltestellen, gußeiserne Gully-Deckel mit den Herstellerfabriken, fast surealistisch in einer russischen Stadt .
Außerhalb des Innenstadtringes ist die alte bürgerlichr Bebauung der Stadt fast gänzlich erhalten, Jugendstilvillen.

Fährt man in die Umgebung, so findet man an Häusern immer wieder zutage kommende Inschriften, Werbung auf die frühere Nutzung des Gebäudes.
Auch in den alten Badeorten : Selenogradsk, Svedlogorsk, alte Gründerzeit- Villen, renovierte alte Pensionen, ja auch in den anderen Städten der Oblast, Sovjetsk, Tschernakovsk gut erhaltene alte Architektur, die sich augengefällig von den sowjetischen Plattenbauten unterscheidet.

Ja selbst in dem Internet Offerten-Portal "is ruki we ruki" von der Hand in die Hand, wird bei Immobilienanzeigen oft darauf hingewiesen , das es sich bei dem Angebot z.B um ein "deutsches Haus" handelt. (diese als kleiner Tip für Leute, die nach Kaliningrad auswandern wollen)

Kaliningrad ist schon eine Reise wert.



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Re: Alte Bauten in Kaliningrad.

Beitragvon domizil » Sonntag 8. November 2015, 22:18

... na, das ist ja mal angenehm zu lesen, dass jemand über Kaliningrad informiert. Darf ich fragen leonidas, in welcher Beziehung Sie zu Kaliningrad stehen? Wohnen/arbeiten Sie dort oder interessieren Sie sich einfach nur für die verschiedenen russischen Regionen und sind nun mal "zufällig" in der geographisch westlichsten Region gelandet?

Was die Immobilienproblematik anbelangt ... Die Betonung "deutsche Bausubstanz" in Verkaufsanzeigen bedeutet leider kein Kompliment mehr an ehemals deutsche Immobilienqualität. Mit dieser Erwähnung weist man dezent darauf hin, dass die Immobilie sehr alt ist und demzufolge ausreichend Mängel zu erwarten sind. Sollte sich jemand für den Kauf einer altdeutschen Villa interessieren, sollte er sich aber vorher über deren Status informieren, denn sehr viele dieser Gebäude haben "Denkmalschutz" und dann wird die Instandsetzung nicht nur teuer sondern auch sehr kompliziert. Davon kann u.a. das deutsche Generalkonsulat in Kaliningrad ein Liedlein singen.

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Re: Alte Bauten in Kaliningrad.

Beitragvon domizil » Montag 9. November 2015, 20:31

... wir weichen aber ein wenig ab vom eigentlichen Thema und das ging ja um "Kaliningrad". Bekanntlich wohne/arbeite ich in Kaliningrad und freue mich über jeden Beitrag hier im Forum, der von jemand verfasst wird und der sich um Kaliningrad dreht. Deshalb hatte ich auch die Frage gestellt, was "leonidas" mit Kaliningrad verbindet. Wohnen und arbeiten Sie in Kaliningrad oder interessieren Sie sich nur allgemein für die Regionen in der Russischen Föderation und sind somit mehr oder weniger zufällig in Kaliningrad gelandet? Was war die Motivation für die Eröffnung dieses neuen Themas?

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Re: Alte Bauten in Kaliningrad.

Beitragvon leonidas » Dienstag 10. November 2015, 14:36

zurück zu Kaliningrad , das wirklich eine Reise wert ist.
Noch mehr, wenn im Zuge der Weltmeisterschaft ggf. der Visa-Verkehr abgeschafft wird, was die Ukraine vor dem Songcontest und der Fuss-Ball Euopa-Meisterschaft machte.

Nun ist es nicht Jedermanns Sache, von Deutschland 450 km quer durch Polen übers Wochenende nach Kaliningrad zu fahren, Denkbar wäre aber ein Hotelvoucher, das an der Grenze die Einreise, ggf. sogar auf einer separaten Spur erleichtern würde, wenn man schon mit Auto kommt.
Auch ein Flug von Berlin hin und rück dürfte heutzutage nicht mehr als 200 Euro kosten. Kombiniert mit einem Gutschein für eine Taxenfahrt zum Hotel und Voucher für Hotel, wäre das sicher eine gute Lösung.

Und wer nicht mit dem Auto kommt, ist leider auf eine Flugverbindung angewiesen, nachdem die PKK, die polnische Eisenbahn - natürlich völlig ohne Hintergedanken, um Gottes Willen, honi soit qui mal y pense - den Bahn-Kurswagenverkehr ab Berlin nach Kaliningrad gekanzelt hat, um den Reiseverkehr aus Deutschland nach Kaliningrad , wenn nicht zu unterbinden, aber zu erschweren, in eine Stadt, die nach dem historischen Verständnis der allermeisten Polen ohnehin urpolnischer Boden ist, und dem Land Polen von den perfiden Russen 1945 vorenthalten wurde.

Theroretisch kann man zwar mit dem Zug dann von Warschau nach Danzig fahren, aber Umsteigen in Warschau Glowny morgens ist schon grenzwertig.
Ab Danzig dann bis Braniewo mit 2 maligem Umsteigen, um dann den Zug von Braniewo nach Kaliningrad zu erreichen, der 1 x täglich hin und rück fährt und nur für den kleinen Grenzverkehr gilt.
Die entwürdigende Behandlung der russischen Reisenden durch die polnischen Grenzorgane, die Reisenden werden auf dem Bahnhof Braniewo durch ein Spalier mit automatischen Waffen Bewaffneter getríeben, ist unglaublich, Früher trugen solche Bewacher wohl Runen auf dem Revers und einen Totenkopf auf der Mütze.

Und diese Anfahrt dauert dann sicher 2 Tage, weil aufgrung der Zugverbindungszeiten auch Überanchtungen eingeplant werden müssen.

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Re: Alte Bauten in Kaliningrad.

Beitragvon Norbert » Dienstag 10. November 2015, 15:53

Da zur Olympiade die Visapflicht nicht abgeschafft wurde, glaube ich auch für die Fußball-WM nur begrenzt daran. Oder hatte ich da etwas verpasst?



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Re: Alte Bauten in Kaliningrad.

Beitragvon domizil » Dienstag 10. November 2015, 16:01

... soweit ich informiert bin, wird Russland zur Fußball-Weltmeisterschaft die Visapflicht temperär aufheben.

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Re: Alte Bauten in Kaliningrad.

Beitragvon zimdriver » Dienstag 10. November 2015, 18:30

domizil hat geschrieben:... soweit ich informiert bin, wird Russland zur Fußball-Weltmeisterschaft die Visapflicht temperär aufheben.

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... wenn die Fussball- WM überhaupt stattfindet und nicht wegen irgendwelcher Doping- Vorwürfe im Schachspiel abgesagt wird. Aber träumt mal schön weiter von Visafrei bis Hawai Barnaul

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Re: Alte Bauten in Kaliningrad.

Beitragvon Norbert » Donnerstag 12. November 2015, 07:18

Das gesamte Thema Evroremont findet Ihr nun hier: viewtopic.php?f=20&t=18383.

Alle persönlichen Streitereien des Threads habe ich ferner in der Kaffeebar umgelagert: viewtopic.php?f=28&t=18384, wo es irgendwann verschwinden wird. Dort sind dabei auch einige echte Argumente dieser zwei "brauchbaren" Themen gelandet. Bitte wiederholt diese ggf. in den zwei echten Threads.

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