Im Alter von 51 nach Russland auswandern?????

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bmasi25
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Re: Im Alter von 51 nach Russland auswandern?????

Beitragvon bmasi25 » Montag 27. März 2017, 08:57

@Saboteur das bezog sich auf Deutschland, keines ihrer Abschlüsse wird anerkannt, aber der Syrer hinter hier bekam alles
also nicht unbewusst sonder selber erfahren, und in unserer Firma wurden vom Amt solche Kandidaten dann zugeteilt
alles damit die Zahlen stimmen wie toll hier integriert wird.
Es geht ja gar nicht um den akademischen Grad, aber als völlig ungelernt da stehen kann es auch nicht sein

Leider hat sich das nun so wie so erledigt, das war´s mit der Ehe

egal ob ich in Russland etwas finde oder nicht, zurück kommt sie nicht und wenn ich hier bleibe ist es ihr egal



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Re: Im Alter von 51 nach Russland auswandern?????

Beitragvon bella_b33 » Montag 27. März 2017, 09:43

bmasi25 hat geschrieben:egal ob ich in Russland etwas finde oder nicht, zurück kommt sie nicht und wenn ich hier bleibe ist es ihr egal

Sorry, aber das liest sich für mich, als ob Ihr Eure Beziehung egal geworden ist und sie das nur als Grund genommen hat um nach Ru zurück zu gehen...

Gruß
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Re: Im Alter von 51 nach Russland auswandern?????

Beitragvon Evgenij » Montag 27. März 2017, 10:25

@bmasi25

Oje.., tut echt Leid solche Geschichten zu hören.

Sie sollten jetzt aber auf keinen Fall den Kopf hängen lassen!!
..und wenn ich hier bleibe ist es ihr egal

..glaube nicht, dass es ihr wirklich egal ist – manchmal wollen sie durch ihr "Tun" gerade das Gegenteil erreichen..

So wie ich Ihre Geschichte wahrnehme – kann ich sehr wohl nachvollziehen, dass sie nun (als eine kluge und selbstbewusste, sprich gestandene Frau – bei einer Moskauerin dürfte es sogar noch einen Tick mehr Bedeutung haben/spielen) in ihrem "Selbstwertgefühl" verletzt sieht, falls es sich das Ganze so zugetragen haben soll, wie Sie es geschildert haben.

Ich kann da auch nur bestätigen/Ihnen Recht geben, dass es heutzutage für eine mit Migrationshintergrund in Deutschland lebende Person immer schwieriger sein dürfte (generell auch für Jeden – bis auf wenige Ausnahmen - außerhalb seiner eigenen Heimat zu wohnen), normal (ohne diskriminiert zu werden) zu leben. Für manche Länder trifft es mehr zu, für andere wiederum weniger..

Mag auch sein, dass ihre Reaktion "schnell Koffer zu packen" etwas übertrieben war.., kann aber auch nur an ihrem Temperament liegen ;)

Vielleicht hätte sie sich (nach der nicht bestandenen Prüfung), sofern die Diskriminierung wirklich vorlag, von Ihnen mehr "Aktion" gewünscht. Sie hätten da bspw. die Ergebnisse wenigstens anfechten sollen/müssen.

Leider hat sich das nun so wie so erledigt, das war´s mit der Ehe

Ich würde an Ihrer Stelle keine so voreiligen Schlüsse ziehen..

Fahren Sie doch mal zu ihr schnellstmöglich hin (auch wenn nur für kurze Zeit und/oder unangemeldet), um das Ganze nochmal in Ruhe miteinander zu bereden/bereinigen.

Auch falls Sie sich (nach gemeinsamer und reifer Überlegung) zum Auswandern nach RUS entscheiden sollten, kann mir gut vorstellen, dass sie ihrerseits Ihnen den (nötigen) Rückhalt bieten kann/wird..
Zuletzt geändert von Evgenij am Freitag 31. März 2017, 18:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Im Alter von 51 nach Russland auswandern?????

Beitragvon Bluewolf » Montag 27. März 2017, 15:50

Ich fürchte Bmasi25 hat durchaus recht mit seiner Befürchtung. Wir waren kurz vor der gleichen Situation, aber meine Frau hat dann mental doch noch die Kurve bekommen. Allerdings steckt sie selbst nach 6 Jahren in Deutschland noch in Phase 4 mit gelegentlichen Rückfällen in 3.

Der sogenannte Kulturschock:

(aus: Interkulturelle Kompetenz, Jürgen Bolten)

1.Euphorie: Freude auf das Neue herrscht vor, Reaktionen auf das Neue sind über-schwänglich, weil nur das (positiv) Erwartete wahrgenommen wird.
2.Missverständnisse: Die Normalitätsregeln der Zielkultur werden teilweise nicht erkannt, das erzeugt Missverständnisse, die Schuld weist sich der Neuankömmling jedoch selbst zu.
3.Kollisionen: Die Ursachen der Missverständnisse bleiben verborgen, die Schuld wird den anderen zugewiesen, teilweise wird resigniert und man/frau neigt zu einer starken Aufwertung der eigenen Kultur.
4.Unterschiede werden akzeptiert und Widersprüche ausgehalten. Man/frau bemüht sich um ein Verstehen.
5.Akkulturation: Die Unterschiede werden weitgehend verstanden und die Tendenz geht in Richtung Übernahme fremdkulturspezifischer Verhaltensmerkmale.

Die Phasen 2 und 3 treten üblicherweise meist so nach 1,5 bis 3 Jahren ein, wenn die Schmetterlinge nur noch in Teilzeit arbeiten. Und daher ist alleine schon die Frage, ob eine Übersiedlung nach Russland Sinn macht, falsch. Das wäre dann nur eine Umkehrung der Situation mit dem Ende, dass beide Partner stecken bleiben.

Mein einziger Rat in dieser Situation ist zu versuchen ob Distanz nicht vielleicht wieder Nähe erzeugt. Wenn es der Frau tatsächlich egal ist gibt es auch keine gemeinsame Basis um den Reset Knopf zu drücken. Ansonsten sieht man ja ob es einen Unterschied macht, wenn man sich z. B. nur alle zwei Monate sieht und ob man sich dann vermisst.

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Re: Im Alter von 51 nach Russland auswandern?????

Beitragvon bmasi25 » Montag 27. März 2017, 19:15

@Evgenij
ich hatte keine Chance zu reagieren, heute Prüfung verpatzt, morgen früh schon im Flieger mit dem Satz ich komme wieder,
nach zwei weiteren Wochen war sie in Moskau auf Jobsuche und inzwischen dichtet sie mir ein Verhältnis mit einer Person an die ich nicht kenne.
Angeblich hat meine Frau sogar mit ihr gesprochen, das begann als ich von Kollegen gestern zum grillen eingeladen wurde.
Ziemlich Kindisch und letzte Aussage , ich komme nicht zurück, ich habe Angst vor Dir.
Das ist der Kracher, als ob ich jemals in meinem ganzen Leben einer Frau etwas angetan hätte.
Treue ist für mich etwas heiliges, und Respekt und Wertschätzung auch. Ich denke es wird immer neue Gründe geben nur eine Wiederholung der Prüfung nicht.



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Re: Im Alter von 51 nach Russland auswandern?????

Beitragvon Evgenij » Montag 27. März 2017, 21:21

Wie sah denn ihr soziales Umfeld aus – hatte sie jemanden zur Seite (etwa Freundinnen/auch Russischsprachige darunter?)
mit denen sie austauschen/über ihre Probleme reden konnte..?

Habe in einem der vorigen Beiträge lesen können, dass sie sich Mühe gegeben hat sich zu integrieren (kein Rus-TV etc.).
Hat sie nun auch alle Kontakte in dieser Hinsicht unterbrochen/oder erst keine aufgebaut..?

Was könnte sie noch für Gründe gehabt haben, die sie zur eiligen Abreise bewogen haben?
Mir schweben da z.B. u.a. folgende vor:
- Hat sie Kinder (aus vorheriger Ehe), wenn auch Erwachsene, die nun "plötzlich" starke Bindung zu ihrer Mutter verspüren/verspürt haben.
Kann aber auch gut sein, dass die Kinder krank geworden sind.
- Wie eng/stark ist die Bindung zu ihren eigenen Eltern (sind die schon in betagtem Alter, womöglich auch krank/ges. Zustand verschlechtert?)

Ist ja bei den Russen i.A. ganz üblich, dass die Bindungen zu den Kindern/Eltern/Großeltern etwas stärker ausgeprägt sind als bei Anderen..

Hat(t)e sie selbst irgendeine Krankheit (muss nicht genannt werden) oder diese Ihnen (gefühlt) verheimlicht .. etc. pp.

…dichtet sie mir ein Verhältnis mit einer Person an die ich nicht kenne…

Sonst würde das ebenfalls so sehen, als ob sie nun versucht (bei bewusster Erkenntnis ihrer eigenen "unschönen" Tat mit der Abreise) eine Rechtfertigung zu finden, nicht mehr nach D zu reisen (wobei, wie gesagt die wahren "Hintergründe" werden für Sie vermutlich nicht endgültig zu klären sein).

Dem berechtigten Einwand von Bluewolf mit "zu versuchen ob Distanz nicht vielleicht wieder Nähe erzeugt" stimme ich zu.

So oder so hielte ich eine Reise zur ihr dennoch für angebracht, auch wenn’s da für die Ehe keine Rettung mehr gäbe, denn aus Distanz diese zu beenden etwas "unschön" wäre.
Zuletzt geändert von Evgenij am Freitag 31. März 2017, 18:48, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Im Alter von 51 nach Russland auswandern?????

Beitragvon bmasi25 » Montag 27. März 2017, 21:35

Als erstes recht herzlichen Dank an Euch alle für Tipps und Radschläge.
sie hatte hier einige russische Kontakte aus dem ersten deutsch Kurs. Die rissen aber irgendwann ab, danach waren es eher die Kontakte die sie in allem bestärkten das hier alles Schei...... ist.
Wenn sich in Tagen Meinungen ändern bis ist mir egal oder du gehst fremd, dann denke ich nicht das die Distanz Nähe schafft.
Für September war eine gemeinsame Moskau Reise geplant , da ich aus beruflichen Gründen nicht vorher frei bekomme, auch in der jetzigen Situation nicht. Es gibt eine 27 Jährige Tochter die als Kiefern und Gesichtschirog in Kasan lebt. Die beiden sehen sich etwa 3 bis 4 mal im Jahr.
Das wäre aber ein logischer Verständlicher Grund gewesen, dazu muss man nicht solche zicken machen, zumal das in den letzten jahren geregelt war.
Hauptsächlich DANK an Euch alle

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Re: Im Alter von 51 nach Russland auswandern?????

Beitragvon Norbert » Montag 10. April 2017, 12:46

Leider wird von vielen Paaren vorab unterschätzt, wie schwer es ist, seine Heimat für einen einzelnen Menschen zu verlassen. Eine Liebe muss schon verdammt stark sein, um das auszuhalten. Meist reicht eben eine relativ frische Skype-Freundschaft nicht als Basis, wenn reelle Hürden auftauchen. Ob diese Hürden gerecht oder ungerecht sind, ist dabei völlig egal.

Zum Glück sind hier keine Kinder hin- und hergerissen worden, wie bei anderen Fragestellern.

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Re: Im Alter von 51 nach Russland auswandern?????

Beitragvon bmasi25 » Montag 10. April 2017, 20:14

Leider war es mehr als eine Skype Bekanntschaft, wir besuchten uns gegenseitig regelmäßig und hatten uns auch in Deutschland kennen gelernt.
Von dem Gedanken das ich in Moskau arbeiten soll, ist sie leider noch nicht abgerückt, aber die Situation tut ihr inzwischen sehr Leid.
Interessiert sich mehr für Angelegenheiten rund um die Wohnung in DE in der sie wörtlich von unserer spricht.
Meinte auch das sie auch ohne Titel jederzeit zurück kommen kann. Aktuell warte ich (jetzt) auf die Antwort ob sie nun Ostern kommt.
Muss frei bekommen für Ostermontag, die Reise ist immer noch gebucht. Will versuchen mit ihr Auge in Auge alles zu bereden.
Hätte auch kompromisse als Vorschlag, zum Beispiel ein Ort in BW wo viele Russen leben und es auch russische Firmen gibt. Dort hin ziehen, dort leben.

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Re: Im Alter von 51 nach Russland auswandern?????

Beitragvon zimdriver » Montag 10. April 2017, 21:36

... ich traf kürzlich einen Deutschen, der genau aus diesem Grund wieder weg von Deutschland und nach Riga gezogen ist. EU und gleichzeitig mit Russisch gut zu schaffen (auch wenn früher oder später die Landessprache dazu kommen muss). Vielleicht ist das eine Alternative?




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