Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?

Hier findest Du Insiderinformationen zum mittel- oder langfristigen Aufenthalt in Russland die Dir helfen das Leben in Russland zu meistern. Du lebst (noch) nicht in Russland? Dann könnte dieses Unterforum für Dich besonders interessant sein, damit Du von unseren Erfahrungen profitierst. Expats are welcome!
    
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m1009
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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?

Beitragvon m1009 » Montag 30. Oktober 2017, 23:28

weil man beispielsweise schon beim ersten leichteren Schlaganfall/Herzinfarkt eine Stunde auf den Krankenwagen warten musste.


Ein guter Freund erleidet innere Verletzungen. Rettungswagen braucht 1 h bis zum Einsatzort Er stirbt auf der Fahrt in die Klinik.

Wo? A19. Deutschland.

12.11.2016. Moskauer Oblast. Herzanfall. Der Rettungswagen braucht 15 min. Steht vor verschlossener Tuer. Genau. Diese tausendmal gesicherten einbruchssicheren russischen Tueren. Der herbeigerufene МЧС ist 15 min spaeter da, braucht weitere 30 min um die Tuer zu oeffnen. Zu spaet.

Treffen kann es einen ueberall.



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Saboteur
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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?

Beitragvon Saboteur » Montag 30. Oktober 2017, 23:37

Also bei uns ist die Konstellation, dass wir uns aus unterschiedlichen Gründen für Deutschland entschieden haben und hier soweit ganz glücklich sind. Jeder der Deutschland und Russland kennt weiß doch wo was besser und wo was schlechter läuft. Man trifft dann eine Entscheidung auf Grund seiner persönlichen Umstände und seiner eigenen persönlichen Priotitäten. Und das ist doch völlig okay so! Jeder hat halt (wahrscheinlich) nur ein Leben und soll damit machen was er oder sie für richtig und gut hält. Ob der Arzt nun wärmer oder kälter ist, nen festen Händedruck oder weichen Stuhl hat spielt dabei doch nun wirklich kaum eine Rolle oder? Der allgemeine Zustand des Gesundheitssystems vielleicht schon eher - aber doch auch nur als ein Aspekt von Vielen. Ausserdem werden doch tendenziell sowieso eher die Argumente gesehen/gewichtet/akzeptiert die für die eigene Entscheidung sprechen und die dagegen eben nicht so. So ist das nunmal bei uns Menschen.

In eurem Fall verstehe ich eins nur nich so genau: "Ich vermisse Menschen, mit denen man offen und ehrlich reden kann.". Das kann ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen, also das empfinden. Aber muss ich ja vielleicht auch nicht.

Im Allgemeinen ist deine Überlegung überhaupt nicht blöd. Allerdings sind die Mentalitäten und Landstriche in Deutschland ja shcon sehr verschieden. Ich würde in bestimmten Landstrichen Deutschlands auch nicht zurecht kommen. Aber wenn das Vogtland für euch nichts ist - dann nicht. Sche*** drauf und ab nach Russia ! :)

Aber nicht so schnell... wenn bei euch älteren Jobtechnisch alles in Sack und Tüten ist, würde ich wahrscheinlich wegen der Größeren noch etwas bleiben - sie aber auf jeden Fall in die Entscheidung einbeziehen. Je nachdem welcher Schulabschluss es werden soll würde ich dann weitergucken welche Perspektive sie für sich sieht. Das man das allerdings schon mit Anfang 20 hat bezweifele ich.
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...

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bella_b33
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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?

Beitragvon bella_b33 » Dienstag 31. Oktober 2017, 00:34

m1009 hat geschrieben:Geerbter Bluthochdruck. Vorm Jahreswechsel gings mir ein bisschen komisch.

Mir gings im Mai vom Kostromskaja Oblast heimwärts kurz vor Nizhniy Novgorod blutdrucktechnisch quasi durch die Decke. Weiterfahrt(als Beifahrer) nur noch mit vielen Pausen und langsamer Geschwindigkeit möglich....frag besser nicht. Das war quasi auf dem Weg zu meinem Krankenhausaufenthalt. Da hatte ich mir kurzerhand in Bor ein Krankenhaus gegoogelt und saß da wirklich nach 4min beim Chef der Kardiologie(einem symphatischen jungen Mann) auf der Pritsche mit nem Karidogramm in der Hand.....neues Medikament und etwas Wartezeit verordnet und später in relativ gutem Zustand weiter gefahren. Das ganze Schauspiel hat die Fahrt vllt. um 30min verzögert.

In DE ging es meiner besseren Hälfte mal nicht so gut....also ab nach Erfurt ins Klinikum, dort hat man uns von 11 bis 16 Uhr warten lassen, dann gesagt, wir sollen am nächsten Tag nochmal wieder kommen. Am nächsten Tag dann nochmal 3h, für eine 5 minütige Untersuchung und ein Urteil(vielleicht hat sie sich das in Russland eingefangen), wo ich mich echt zusammenreißen musste. Egal....hauptsache 100Eur auf den Tisch gelegt, ohne das fangen wir erst gar nicht an(damals hatten wir noch rus. RKV genutzt...nicht nochmal).....und dann nach nem dreiviertel Jahr ne Mahnung geschickt, daß wir die 100Eur nicht gezahlt hätten :lol: :lol: :lol:.
Aber als mein Sohn einmal Fieber hatte, hatten wir mal in EF nen total netten Kinderarzt, der, nachdem er die tausend Dokumente von der russischen RKV per Fax bekam, alles weggeschmissen hat und den Kleinen kurzerhand kostenlos begutachtet hat.

Dann hatte ich mal sehr schweren Husten, über längere Zeit. Kaum ein Medikament brachte dauerhafte Besserung. Bin dann nach einigen Monaten, als es mir aber auch schon etwas besser ging, in DE zu meinem ehemaligen Hausarzt und ihm alles aufgelistet, was man mir verordnet hat. Seine Antwort: "Alles richtig gemacht soweit, hätte ich nicht anders behandelt".

Man sieht, es gibt hier und da gute sowie bescheidene Fälle...., da kann sicher jeder sein eigenes Liedchen singen.
Erst wenn der Subwoofer die Katze inhaliert, fickt der Bass richtig übel!
-Wolfgang Amadeus Mozart, Österreichischer MC (1756-1791)

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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?

Beitragvon olexpert » Dienstag 31. Oktober 2017, 03:03

An alle zusammen,

ich habe mich sehr gefreut, dass ich hier so schnell, ehrlich und realistisch viele Meinungen zu meinem "PROBLEM" lesen konnte. Ja, ich denke zum Schluss wird es in zwei oder drei Jahren eine sehr emotionale Entscheidung werden. Rational kann man immer wieder Punkte auf der einen oder anderen Seite zusammentragen und trotzdem immer wieder bei fifty-fifty landen. Hat mein Vati immer gern gesagt .... :)

Besonders die hier ausführlicher diskutierte Frage der medizinischen Versorgung ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Meine Frau hört immer wieder und erzähl mir natürlich schreckliche Geschichten, aber erlebt habe ich anderes. Eine wundervolle Begleitung bei der Entbindung, unsere Tochter ist ja in Kaliningrad geboren. Meine Frau hatte nach einer Gallen OP hier in D Schwierigkeiten. In Kaliningrad für 50 EUR vom Prof. einer Privatklinik nachuntersucht und alles ok. Die Beispiele, dass auch in D vieles daneben gehen kann, habt ihr ja hier auch geschrieben.

In einer Antwort war zu lesen, dass sich Russland ja seit 2013 auch verändert hat. Ja, dass ist sicher richtig. Da meine Schwiegermutter ja weiter in Kaliningrad lebt, sind wir mit der Familie mehrmals im Jahr und meist auch im Urlaub dort. Und da sage ich gern, die Herzlichkeit, Offenheit und ehrliche Freundlichkeit ist nicht verloren gegangen. Das wird sie auch in den nächsten (100) Jahren nicht. Und das ist es, was mir jetzt so fehlt. Ich brauch nicht das aufgesetzte oder angeordnete Lächeln an der Lidl-Kasse. Dafür überlebe ich den steinernen Blick an der Viktoria-Kasse in Kaliningrad (Supermarkt, weiß nicht ob es den auch anderswo gibt). Da weiß ich, dass es eben kein Super-Job ist, dort 8 Stunden am Tag für 18000 im Monat zu sitzen.

Ich werde in den nächsten Monaten weiter beide Entscheidungswege verfolgen. Und hier immer mal was schreiben, wen es interessiert.
Frank

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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?

Beitragvon m5bere2 » Dienstag 31. Oktober 2017, 05:24

Noch zwei Krankheitsgeschichten:

- Berlin: ich habe starke Allergien. Solange ich noch gut genug atmen kann, dass ich keinen Notarzt brauche, hilft mir dort niemand. Sämtliche Allergologen nehmen nur noch Privatpatienten. Auf meine Aussage hin, ich wisse ja schon, welches Medikament ich brauche und ich vertrage, kam nur der Vorschlag, ich solle zu dem Arzt gehen, der es mir immer schon verschrieben hat. Dummerweise hat der mir das verschrieben, als ich noch in Jena wohnte, also soll ich wegen einem Rezept nach Jena fahren oder, Zitat, meine Krankenkassenkarte da hin schicken und er schickt mir das Rezept zurück. Wenn ich mal einen Allergologen fand, der auch Kassenpatienten fand, dann war der hoffnungslos überfüllt und verschrieb nach mehreren Stunden warten ein Medikament, von dem ich schon wusste, dass es mir nicht hilft.

Kurzum: Ich habe es all die Jahre in Berlin nicht geschafft, ein Rezept für meine Medikamente zu kriegen... selbst wenn ich an der Rezeption sagte, wie schlecht es mir geht und ich nachts nur mit Rasseln in der Lunge atmen kann, kamen dumme Sprüche wie "Sie sehen doch noch gut aus!". Ich musste sie wie in besten DDR- und Sowjetklischees immer über Bekanntschafften zu Krankenschwestern besorgen wie ein Halbkrimineller... In Russland ist das Medikament frei verkäuflich. Das Beste jedoch: hier brauche ich es nicht, denn statt 5 Monaten habe ich hier nur 2 Wochen im Jahr Allergien, und das deutlich schwächer als in Deutschland.

- Nowosibirsk: Kollege mit Lungenkrebs und Metastasen. Alle inklusive er selbst hatten ihn schon abgeschrieben. Jetzt geht er auf die 70 zu, gilt als geheilt, ist sehr produktiv und raucht fröhlich auf anderthalber Lunge weiter. Bei Krebs, so scheint es, brauchen Ärzte mehr Glück als Verstand...



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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?

Beitragvon domizil » Dienstag 31. Oktober 2017, 12:13

... und auch wir können uns bei JEDEM Ihrer Aufenthalte in Kaliningrad treffen und über das tägliche Leben sprechen. Es tut sich gegenwärtig sehr viel in Kaliningrad - im Zusammenhang mit dem neuen Gouverneur. Gerade die vielen Veränderungen, gerade dieses "Unfertige" gibt doch vielen die Chance sich einzubringen und ein interessantes Leben zu gestalten und nach Möglichkeiten zu suchen, Geld zu verdienen.

Warum sollte die ältere Tochter nicht Medizin auch in Russland studieren? Wir haben an der Kant-Universität eine medizinische Fakultät. Mediziner werden in Kaliningrad gegenwärtig auf Händen getragen: finanzielle Starthilfe, kostenlose Wohnung ... der Bedarf ist riesig. Auch als Privatarzt kann man in Kaliningrad reich werden - es gibt nämlich so gut wie keine.

IT-Spezialisten können sich als Residenten der Wirtschaftssonderzone registrieren lassen. Für eine lächerliche Investitionssumme ist man dann sechs Jahre von allen Steuern befreit und für weitere sechs Jahre von mindestens der Hälfte der Steuern. Auch hier gibt es Möglichkeiten weiterhin zu helfen. Es gibt Strukturen die auf Aktivisten warten ...

Naja, wir kennen uns ja ... meine Türen sind offen.

Uwe Niemeier
http://www.kaliningrad-domizil.ru
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N. Ostrowski 1930

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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?

Beitragvon Packerowski » Dienstag 31. Oktober 2017, 21:21

Das ist ja mal eine spannende Diskussion über ganz grundsätzliche Dinge...

Ich glaube, ein Stück weit lässt es sich gar nicht vermeiden, dass Menschen, die das Leben in beiden Kulturen kennen, immer etwas vermissen werden, egal wo sie wohnen. Ja, auch ich ärgere mich oft über die Oberflächlichkeit vieler Leute in Deutschland, so, wie ich mich früher über den Fatalismus vieler in Russland geärgert habe. Ich vermisse hier die Spontanität der Freunde im Osten, so, wie ich mich früher geärgert habe, dass dieselben Menschen so selten mal auf die Idee kamen, ihr Leben wenigstens mal ansatzweise zu planen. Ich finde übertriebene Politische Korrektheit doof, so, wie früher den überheblichen Hurra-Patriotismus. Das Problem lässt sich also durch einen Umzug wahrscheinlich nie lösen.

Alles in allem gibt es, denke ich, ganz gute Gründe, die für einen Lebensmittelpunkt in Deutschland sprechen. Das Klima zum Beispiel und eine - bei aller Kritik - insgesamt doch recht bürgerfreundliche Bürokratie. Ich zumindest wäre schon sehr glücklich, wenn ich nie wieder eine russische Ausländerbehörde von innen sehen müsste. Aber wer andere Schwerpunkte setzt, kann natürlich auch zu anderen Ergebnissen kommen. Es gibt da so einen schönen Schnack, angeblich vom alten Marc Aurel: "Überall, wo man leben kann, kann man auch gut leben."

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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?

Beitragvon m5bere2 » Mittwoch 1. November 2017, 07:08

Packerowski hat geschrieben:Alles in allem gibt es, denke ich, ganz gute Gründe, die für einen Lebensmittelpunkt in Deutschland sprechen. Das Klima zum Beispiel

Das spricht für mich gerade gegen Deutschland. Da ist der ganze Winter feucht, grau und dunkel. Und dann (für mich) noch Allergien von Dezember bis Mai... Hier: von November bis März mit Sicherheit kein Regen, Sonne kommt von oben und von unten (Schneereflexion), Allergiezeit nur zwei Wochen im Mai, und der Sommer ist klimatisch nicht schlechter als in Schland.

Ich zumindest wäre schon sehr glücklich, wenn ich nie wieder eine russische Ausländerbehörde von innen sehen müsste.

Da hat sich allein in den letzten 2 Jahren einiges getan, es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ganz ehrlich, ich gehe da mittlerweile schon gerne hin! Im Internet einen Termin gebucht und gut, die Mitarbeiter kennen mich, erinnern sich an mich und sind überrascht, wenn ich früher als zum Ablauf des Jahres komme... ;)

Also wenn ich mich so erinnere... als wir 2013 den Pass meiner Frau neu machten, das war ein Schock, wie die Bürokratie selbst mit den eigenen Staatsbürgern umgeht. Wie ich 2015 den RWP gemacht habe, das war auch ein Horror, aber schon deutlich angenehmer als die Passerneuerung meiner Frau 2013. Immerhin wurde ich 2015 auf dem Amt nicht mehr angebrüllt. Als ich 2016 den Vid gemacht habe, war es schon deutlich angenehmer, die medizinischen Untersuchung alle inklusive HIV konnte man in 40 Minuten abhaken, fast ohne Schlangen. Und jetzt, direkt angenehm, Termin im Internet machen und fertig... Finanzamt ist auch super, die Chefin ruft auch schon mal an, wenn sie zu der Steuererklärung ne Frage hat, und dann geht das ratz fatz. Und die Fragen stellt sie in angenehmer Art, nicht pampig oder brüllend.

Wenn ich allerdings russische Migrationsforen so lese, sind unsere FMS-Mitarbeiter aber auch wahre Engel im Vergleich zu denen in Moskau.

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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?

Beitragvon m1009 » Mittwoch 1. November 2017, 16:28

D
a ist der ganze Winter feucht,


Genau... als Kleinkind hatte ich eine schwere Bronchitis... wers kennt weiss, der Husten von Herbst bis Fruehjahr laesst einen das gesamte Leben nicht mehr los....

Hier... nix... 5 Tage Herbstwetter in DE.... der Husten geht wieder los....

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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?

Beitragvon saransk » Donnerstag 2. November 2017, 11:50

Packerowski hat geschrieben:Ich glaube, ein Stück weit lässt es sich gar nicht vermeiden, dass Menschen, die das Leben in beiden Kulturen kennen, immer etwas vermissen werden, egal wo sie wohnen.

Das ist nun einmal so, da ja auch beide Kulturen und Mentalitäten mit in die Beziehung einfließen.
Packerowski hat geschrieben:Das Problem lässt sich also durch einen Umzug wahrscheinlich nie lösen.

Nein, es verlagert sich nur in das jeweilige Land, und wird dort durch die herschende Kultur gerieben und bearbeitet.
Wir von Packerowski bereits angedeutet gibt es eine Vielzahl von Gründen, die bei jedem anders gewichtet werden, wo letztendlich am Ende eine Entscheidung gefällt werden sollte.
Bei den meisten bestimmt wohl der Beruf den Lebensmittelpunkt, oder man akzeptiert wie Packerowski oder bella wiederkehrende oft monatelange Trennungen von der Familie. Dies mag gehen, wenn die Frau ihre Verwandtschaft in der Nähe hat. Aber allein in einem anderen Land und der Partner ist vielleicht drei Monate auf Montage. Die Krise ist vorprogrammiert.
Hinzu kommen je nach eigenem Alter und auch dem Alter der Kinder die Punkte Schule, Ausbildung und medizinische Versorgung. da sezt jeder andere persönliche Schwerpunkte.
Ich kann nur für mich sprechen. Die Bürokratie in Rusland ist zwar lästig und zeitraubend, kann ich aber ertragen, weil ich ja auch ein bestimmtes Ziel habe. Die Freundlicjkeit, welche m5bere2 erlebt hab, ist aber noch nicht bis Saransk vorgefrungen. Da bin ich im Sommer noch im Kasernenhofton angeschnauzt worden. Die freundlichkeit der Polizia hat sich aber auch dort merklich verbessert, zumindesz so lange, wie man nur nach dem Weg fragt. Bei einem Rotsünder konnten sie aber auch da noch ganz anders. War in dem Moment ne ganz arme Socke.

Aber investieren würde ich in Russland nicht mehr. Dazu fehlt mir eine gewisse Rechtssicherheit in Bezug auf Eigentum, welche vielleicht in Kaliningrad eher gegeben ist.

Vielleicht sollte unser Fragender wirklich noch etwas Zeit ins Land gehen lassen. Ich sehe hier wirklich die Schule der Kinder und deren Perspektiven als zur Zeit wichtigsten Entscheidungsgrund.




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