Adoption Russland

Für alle die nicht in Russland leben. Hier können Susi und Klaus über die weißen Nächte in Petersburg sinnen, die russische Seele aus der Ferne transzendieren oder die nächste Russendisko in Sindelfingen planen.

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OlegOleg
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Re: Adoption Russland

Beitragvon OlegOleg » Sonntag 7. April 2013, 14:12

Aragon hat geschrieben: Ist Perm nicht dabei ?

Perm-Region ist tatsächlich nicht dabei.
Oben auf der Seite ist eine Anzahl der Kinder, die in der Datenbank gespeichert sind. Oben rechts braun Anzahl der Kinder, mit wem momentan evtl. künftige Eltern im Kennenlernen sind



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GIN
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Re: Adoption Russland

Beitragvon GIN » Montag 8. April 2013, 01:40

Aragon hat geschrieben:Lieber Herr Henrich, wie oben geschrieben dürfen wir uns gemäss Vertrag mit der Vermittlungsstelle nicht direkt an einen regionalen Operator wenden, um den Status des jeweiligen Kindes zu erfragen (die von Ihnen reinkopierte Textstelle kannten wir bereits in computer-generierter Übersetzung). Trotzdem besten Dank.


Vielleicht haben wir unsere Frage unklar formuliert: Hat jemand Erfahrungen mit der Website http://www.usynovite.ru/db/ und der Aktualität/dem Gesundheitszustand der Kinder, sodass wir abschätzen können, ob wir unsere Vermittlungsstelle in Bezug auf eines der Kinder anfragen können/sollten (oder ob dies nur kontraproduktiv ist und die Vermittlungsstelle nervt)?

Besten Dank im Voraus.


Ich kenne mich hier überhaupt nicht aus, doch mit Dienstleistungen nach Russland würde ich aufpassen. Ich bezahle bei Körperschaften in der Schweiz Dienstleistungen nur auf ein schweizerisches Sperrkonto. Jede normale Agentur würde so etwas verstehen. Erst nach Leistungsnachweisen kann die Firma auf das Geld zurückgreifen. Ich würde jetzt ganz schnell Leistungsnachweise von der Argentur verlangen, falls diese Nachweise nicht kommen, so empfehle ich die sofortige Betreibung am Sitzt dieser Firma in der Schweiz ohne vorherige Mahnung, rechtlich ist das kein Problem

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Re: Adoption Russland

Beitragvon Anelya » Montag 8. April 2013, 09:10

Eine Adoption ist ja leider nicht nur ein "normaler" Geschäftsvorgang, sondern die Partei steht unter großem Druck: Wird sie der Agentur zu unbequem, gibt es eben kein Kind. Oder nur mit großer Verzögerung. Ich würde hier behutsam vorgehen - das Ziel sollte es nicht sein, "Recht" zu haben, sondern eben das ersehnte Kind adoptieren zu können.

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Re: Adoption Russland

Beitragvon OlegOleg » Montag 8. April 2013, 11:22

Anelya hat geschrieben:Wird sie der Agentur zu unbequem, gibt es eben kein Kind. Oder nur mit großer Verzögerung. Ich würde hier behutsam vorgehen - das Ziel sollte es nicht sein, "Recht" zu haben

Behutsam mit wem, mit der Agentur? Sonst wird es kein Kind geben?! Das hört sich schon erpresserisch an... Ich habe genug Erfahrungen mit den russischen Firmen ukrainischer Herkunft gesammelt. Sobald das Geld übergeben ist, wird man der Agentur sofort "zu unbequem" :lol:

Ich weiß nicht, was mit diesem Beitrag gemeint wurde, dies bestätigt nur meine These über Kompetenz mancher Agenturen: wenn eine "Agentur" mit solchen schlauen Gereden in russischen Behörden erscheint, dann wird die Sache hoffnungslos vermasselt

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Re: Adoption Russland

Beitragvon Anelya » Montag 8. April 2013, 11:57

Oleg,

ich glaube, du kannst dir nicht vorstellen, unter welchem Druck die potentiellen Eltern stehen. Es geht hier nicht um den Kauf von 10 Tonnen Stahl und lustigen Verhandlungen mit Wodka, sondern um eine Auslandsadoption, die auch ohne die verschärften Gesetze in Russland heikel genug wäre. Für eine Auslandsadoption entscheidet man sich nicht mal eben nach dem Sonntagsfrühstück, dieser Entscheidung gehen oft langwierige vergebliche Jahre der Familienplanung voraus, gescheiterte Versuche um Inlandsadoptionen, Überprüfungen der beteiligten Behörden nach Adoptionseignung etc.pp. Eine Auslandsadoption ist für die potentiellen Eltern oft die allerletzte Chance auf eine Familie und eben keine harte Verhandlungsrunde, bei der man damit pokert, dass man bei Nichteinigung seinen Stahl eben in Südkorea einkauft statt in Russland.

Natürlich nutzen mache Agenturen die oft verzweifelte Lage der Kunden aus - das hilft aber den Antragstellern nicht weiter. Wenn du konstruktive Ideen oder so tolle Kontakte zu allen möglichen Stellen hast, helfe den Anfragenden doch mit deinen Kontakten weiter! Du kannst ihnen ja eine persönliche Nachricht schicken und alles in die Wege leiten. Aber einfach so Hoffnung wecken und den Anschein machen, als könne man mal mir-nicht-dir-nicht in Russland ein Kind adoptieren, finde ich unfair. Und nun die Agentur pauschal als unfähig abzustempeln, ist auch kontraproduktiv - die potentiellen Eltern haben doch momentan gar keine andere Wahl, als der Agentur zu vertrauen! Klar kann und sollte man nachfragen, was da wie läuft. Aber eben in einem Ton, der das Ziel (--- die Adoption eines Kindes ----) nicht aus den Augen verliert.



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Re: Adoption Russland

Beitragvon OlegOleg » Montag 8. April 2013, 17:33

Anelya hat geschrieben:Natürlich nutzen mache Agenturen die oft verzweifelte Lage der Kunden aus - das hilft aber den Antragstellern nicht weiter. Wenn du konstruktive Ideen oder so tolle Kontakte

Also, die Agenturen runter zu machen, war nicht das Ziel meiner Beiträge hier. Ich wollte den Leuten nur näher bringen, dass allein eine Agentur mit solchen Anliegen beauftragt zu haben, bedeutet bei weitem nicht alles paletti. Je nach persönlichen Skills kann man einiges selbst vielleicht besser erledigen als manche Agentur. Man soll sich nur mehr zutrauen. Alles ist bewegbar.

Natürlich habe ich tolle Kontakte in Russland. Das nützt aber nichts, denn Russland ist groß und ein Kontakt in Vologda ist z.B. in Perm-Region gar nicht zu gebrauchen. Außerdem ist "Kein Kontakt" kein konstanter Parameter. Die kann man auch knüpfen.... Vor Ort und prompt :-) Ich wollte hier keine Werbung von mir machen und geholfen habe ich schon. Z.B. Link zu Datenbank; deutsche Auslandsvertretungen, deutsche Vereine im Ausland...

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Re: Adoption Russland

Beitragvon Nelli » Mittwoch 11. Juni 2014, 17:08

Hallo, ich bin eine Mutter von 2 Kindern 11 und 1 Jahr alt, habe von einem Jungen aus dem Waisenhaus über sein Schicksal erfahren. Da ich selber in einer ehrenamtlichen Selbsthilfegruppe für schwerstkranke Kinder tätig bin, habe ich zu nächst sein Schicksal nur verfolgt, dann finanziell unterstützt, und jetzt möchte ich adoptieren oder als Pflegekind in unsere Familie aufnehmen.
Das Problem ist aber folgend, das Kind ist 13 Jahre alt, und liegt in Wachkoma, seine Neurologische Situation ist noch unklar da die Ärzte in Russland keine konkreten Untersuchungen beim Kind durchgeführt haben.
kurz zu seiner Geschickte: mein Kind heißt Stas ist 13 Jahre alt, er lebt in einem Waisenhaus seit 2010. Sein Vatter ist ein schwerer Alkoholiker, seine Mutter ist 2010 gestorben er hat aber eine 21 jährige Schwester. Der Vatter und die Schwester sind nicht erziehungsberechtigt. Deshalb ist er ein Waise.
Zur zeit befindet er sich in einem Kinderkrankenhaus in Vladivostok in der russischen Föderation.
Wie kam es zu Wachkoma:
Die Schwester von Stas hat ihm versprochen das sie ihn zum Weihnachten zu sich nach Hause holt, aus irgendwelchen Gründen hat sie das nicht getan, Stas war sehr enttäuscht und wollte aus dem Waisenhaus fliehen, was er auch mit Paar Kameraden aus dem Waisenhaus gemacht hat, die anderen waren in der Nähe vom Waisenhaus und wurden wider zurückgebracht, Stas aber hat bis zum Haus seiner Schwester geschafft zu fliehen. Es war Winter, Temperaturen -30°C, er war vier Tage unterwegs, er hat nichts gegessen und wenig getrunken. Doch er kam an. Als er angekommen war, hat ihm die Schwester abgewiesen und verstoßen aus Verzweiflung wollte er sich umbringen, er zerschlug ein Feuerzeug in einer Tüte und hat das Propangas eingeatmet, er hatte einen Kreislaufzusammenbruch und lag ohne Bewusstsein auf dem Boden als die Schwester wider nach dem Einkaufen nach Hause kam, sie hat den Sanka gerufen, Reanimation hat 26 Minuten gedauert, er wurde wiederbelebt, er kam auf die Intensivstation und war in Koma fast 3 Monate lang. In dieser Zeit hat er schwere Kontrakturen bekommen, Spitzfuß und wurde die ganze Zeit mit Hilfe von Nasensonde ernährt.
Da ich und meine Familie aus normalen Verhältnissen kommen, und Durschnittsverdiener sind wurde mir heute gesagt das eine Adoption nahe unwahrscheinlich ist, ich müsste vermögen sein um mir leisten zu können nicht mehr arbeiten gehen zu müssen.

Die Adoption soll in einer 5 stelligen Summe liegen und so weiter.
Hat jemand Erfahrungen bezüglich Auslandsadoption und was muss ich wissen, was muss ich beachten, und welche konkreten Kosten kommen auf mich und meine Familie zu.
L.G. Nelli

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Re: Adoption Russland

Beitragvon Norbert » Donnerstag 19. Juni 2014, 10:24

Wir sind hier leider alle keine Spezialisten für Adoptionen. Insofern kann ich nur raten, wirklich eine Beratung in einer Agentur oder bei einem entsprechenden gemeinnützigen Verein zu vereinbaren. Dort bekommt man vermutlich eher brauchbare Tipps.

Achtung auch wegen der verschärften Adoptionsregeln in Russland ... den letzten Stand habe ich leider nicht im Kopf.

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Re: Adoption Russland

Beitragvon Nelli » Freitag 20. Juni 2014, 12:49

Kennen Sie verleiht irgend welche Agenturen oder Vereine die sich darauf spezialisiert haben???


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