Camping in Georgien

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Tonicek
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Camping in Georgien

Beitragvon Tonicek » Freitag 30. Juni 2017, 12:49

Guten Morgen,

weiß nicht, ob ich in diesem Abschnitt richtig bin?
Mir geht es um das Thema: Camping & Campingplätze o.ä. in Georgien.
Plane momentan eine längere Reise mit dem Wohnmobil nach Georgien, evtll. noch weiter nach Armenien.
Visumspflicht existiert ja nicht mehr, wie ich gelesen habe, für Armenien gibt's das Visum an der Grenze in Form eines Einreisestempels. Ob und wie es dann weitergeht nach Bergkarabach, weiß ich noch nicht, habe daran aber großes Interesse.
Mir ist bekannt, daß ich dann nicht weiterreisen kann nach Aserbaidshan, bzw. dazu meinen Zweitpaß benutzen könnte, was aber evtll ein Risiko darstellt, wenn die Grenzer + Zöllner in meiner Tasche den zweiten Paß zufällig finden würden.

Mein Hauptaugenmerk liegt aber auf Georgien + Armenien.
Als Strecke hab' ich mir ausgesucht: CZ - SK - H - RO - BG - TR - GEORGIEN - ARMENIEN.
Die Strecke bis in die TR und weiter nach CY [Nord- & Südteil der Insel] bin ich schon mehrfach gefahren, stellt kein Problem dar.

Auch Camping's + bewachte Parkplätze, wie Autohöfe, Tankstellen usw. sind mir aus Sicherheitsgründen wichtig.
[Strom- & Wasserversorgung lasse ich außen vor, da nicht unbedingt nötig]

Habe Reiseführer vom https://www.reise-know-how.de/de/shop?populate=Georgien und auch vom http://shop.lonelyplanet.com/georgia/ge ... l-guide-5/ - allerdings steht überall, daß es keine Campingplätze gibt, ja, daß Camping völlig unbekannt sei.

Hat jemand Hinweise, Tipps + Ratschläge für mich diesbezüglich?

[Abchasien + Ossetien klammere ich völlig aufgrund der Besonderheiten völlig aus]

Danke für alle Hilfen . . .



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Norbert
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Re: Camping in Georgien

Beitragvon Norbert » Freitag 30. Juni 2017, 13:34

Auf dem Gelände vom https://roomshotels.com/kazbegi/ in Stepandsminda darf man Zelte aufstellen, was aber niemand macht. (Ein sensationelles Hotel, aber das nur nebenbei. Leider teuer.)

Ebenso ist es sicher kein Problem, mit seinem Fahrzeug auf dem Gelände vom Hostel https://www.facebook.com/Jalabauri/ in Shatili zu stehen.

Dasselbe für das Hostel http://www.oasisclubudabno.com/ nahe Dawid Geretschi.

In Batumi ist mir nichts passendes aufgefallen, ebenso in Borjomi und Tblissi. Aber ich würde es überall so machen: Hostels suchen, in Google Maps schauen, ob sie etwas Grün drumherum haben und dann anfragen ...

Tonicek hat geschrieben:Mir ist bekannt, daß ich dann nicht weiterreisen kann nach Aserbaidshan, bzw. dazu meinen Zweitpaß benutzen könnte, was aber evtll ein Risiko darstellt, wenn die Grenzer + Zöllner in meiner Tasche den zweiten Paß zufällig finden würden.

Wieso sollten Sie Dich durchsuchen? Mir ist ein einziges Mal eine Durchsuchung an einer Grenze passiert - bei der Ausreise aus Israel nachdem wir zugegeben hatten, auch Kontakt zu Palästinensern gehabt zu haben. Und da war es auch nur aus Gründen der Sicherheit, dass uns keine Bomben untergeschoben wurden. Also nicht wegen rechtlicher Aspekte.

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Camping in Georgien

Beitragvon Tonicek » Freitag 30. Juni 2017, 14:20

Danke, Norbert, für die aufschlußreichen, kompetenten Zeilen. Werde mir alle Links genau ansehen.
In der regel mache ich es in mir unbekannten Gegenden so:

Durch die Gegend, Städte, fahren, nach Hotels mit Parkpl. kucken, ebenso bevorzuge ich große, beleuchtete Tankstellen, 24 h geöffnet, aber auch Polizeiwachen m. Parkpl. usw. etc. Gefunden habe ich immer etwas. - In Murmansk sagte mir ein Wächter eines bewachten Avtostojanka, mit DE-Nummernschild kostet es das Doppelte, 100 Rub, alles klar. Auch sagte er zu mir, nach Mitternacht darf ich aus dem Mobil nicht mehr herauskommen, der Cobaka läuft frei herum u. wird mir in meinen dicken Hintern beißen. Morgens saß der Hund vor meinem geöffneten Fenster u. fragte nach einem Stück Bockwurst, die ich gerade heiß machte.

In Israel hatte ich ganz große Probleme: Mußte zwei Mal 800 € "Hafengebühr" bezahlen - bin mit dem Frachter von Italien nach Haifa gefahren, 5 Tg auf See, via Slowenien - Ägypten - Zypern. Für 500 m Asphaltstraße im Hafengebiet 800 € Gebühr - wie ich jetzt über Juden denke, kann man sich vorstellen. War dort im Nahen Osten 6 Wo., incl. Jordanien. Den Sinai / Ägypten habe ich weggelassen, kein Carnet de Passage, hatte auch keine Lust mehr. IL-Kontrollen auch sehr penibel, Spiegel unter's WoMo, Gepäck alles kontrolliert, Sonde in den Tank gesteckt usw.
Nochmal werde ich den Nahen Osten sicher nicht bereisen. Auch wegen der israel. Stempel fahre ich immer mit 2 Pässen.

[Ähnliche Kontrollen wie in IL gab es nur noch an der rumän. Grenze, als ich aus Albanien kam - Verdacht auf Rauschgift vom Balkan !!! - Ich wußte zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal, wie man opium + Haschisch schreibt !!!]

Mal sehen, wie alles kommt, der Kaukasus interessiert mich wahnsinnig.

Im Aug./ Sept. fliege ich mit meiner Bekannten nach Almaty S) , sie kommt von dort [Russin - geb. in der UdSSR: Kazachische Sowjetrepublik, jetzt KZ-Paß, permanet resident in CZ] Von Almaty nach dem Pflichtbesuch der buckligen Verwandtschaft (O, Gott, daß ich das noch erleben muß :reiter: !!!) fahren wir mit Marschroutka nach Bischkek, Kirgistan interessiert mich auch wahnsinnig.

das war's in aller Kürze, entschuldige meine längeren Ausführungen . . .

P.S.: Würde viel lieber mit dem Wohnmobil nach Zentralasien - geht aber aus Zeitgründen nicht.

FOTOS:
1. Toni in Ashkelon Cappuchino trinkend
2. Eilat - Strand- "Camping"
3. Tel Aviv - Strand
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Re: Camping in Georgien

Beitragvon zimdriver » Freitag 30. Juni 2017, 16:30

... hält dein Mobil diese Strassen durch? Ich traf mal eine weiße Karawane in Uzbekistan, die bei jedem Stop die gelockerten Anbauteile kontrollieren mussten. Oder deren Verlust protokollierten ...

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Camping in Georgien

Beitragvon Tonicek » Freitag 30. Juni 2017, 18:46

Hallo, zimdriver, kann ich so nicht sagen. In Albanien und Rumänien, wo vor 25 Jahren noch bierfaßgroße Löcher in den Straßen waren, hat es geklappt mit dem Durchhalten.- Kann mir aber schon vorstellen, daß von der türk. Grenze nach Batumi + weiter nach Norden, dann weiter nach Tblissi die Straßen einigermaßen o.k. sind, andere Camper sind jedenfalls ohne Beschwerden zurück gekommen. Irgendwo, Richtung Armenien von Tblissi aus gesehen, soll ein berühmtes Kloster sein, zugänglich mit extrem schlechten Straßen.- Ein "Steinekucker" und Kloster-Besichtiger bin ich schon lange nicht mehr, dafür hab' ich rund um die Welt zuviel gesehen - muß ich nicht mehr haben. mehr interessieren mich Land + Leute, möglichst kleine bis mittelgroße Städte, wo man abends auch gut essen kann und beim Sitzen auf Terrassen-Restaurants Leute beobachten - ich reise ja alleine. Das WoMo ist zum Schlafen u., wenn man will, zum Kochen gedacht. Die Tatsache, daß die Restaurants in diesen Ländern weit unter dem westeuropä. Preisniveau liegen, läßt mich oft das Kochen vergessen, vom Frühstück abgesehen. - Auch nehme ich mir für schlechte Straßen viel Zeit - Reisen dieser Art dauern meist mehrere Monate. - Alleine die Strecke von Lettland - St Petersburg - ladoga See - Petrozawodsk mit Polarzirkel kreuzend, Rep. Karelia - Kem mit der Insel, wo ein Gulag war u. nur ein Boot übersetzt - Kandalakscha - Belomorsk - Murmansk - hab' ich ewig gebraucht - die M 18, die da hoch führt, ist auch nicht doll in Schuß, zentimeterbreit klaffende Lücken zwischen den Betonplatten [kein Asphalt!], sowie gewaltige, unangekündigte Bodenwellen, erschwerten das Vorankommen.
Wenn ich all das nicht mag u. nicht abkann, mu´ich zu Hause bleiben u. möglicht 2 x / jahr zum Ballermann fliegen, das will ich aber auch nicht . . .

Vor meinem "richtigen" Wohnmobil haben wir in der Clique solche Reisen gemacht, siehe Fotos, das war auch nicht ohne:
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Beitragvon Tonicek » Freitag 30. Juni 2017, 19:00

Ich traf mal eine weiße Karawane in Uzbekistan, die bei jedem Stop die gelockerten Anbauteile kontrollieren mussten.


Ja, kenne ich auch, war sicher eine geführte, organisierte Reise von http://www.mir-tours.de [ehemals PERESTROIKA TOURS] Mit denen bin ich auch viel gefahren, nach Yalta, Krim, Odessa, Goldener Ring usw., will ich aber nicht mehr, ist nichts individuelles dabei, alles unter Gruppenzwang und viiiiieeeel zu teuer. - Die Reise von PL nach Peking in 150 Tg wollte ich mal mitmachen, hab's dann aber gelassen. - Mutterseelenallein kann zwar auf's Gemüt schlagen, aber die persönliche Freiheit [= auf 4 Rädern] ist unbezahlbar, und wenn man ein wenig kommunikativ veranlagt ist, lernt man schnell Leute kennen, manchmal sogar angenehme Bekanntschaften. - Nehme auch mal an, daß die Georgier + Armenier russisch sprechen, viele wollen es zwar nicht, aber wenn der Gegenüber kein georgisch kann, bleibt keine Alternative - und wenn jemand absolut nicht russisch sprechen will, die Sprache der ehemaligen Besatzer, kann ich's auch nicht ändern, solche Leute brauch' ich nicht. - Kommunikation ist keine Einbahnstraße, es ist immer ein Geben + Nehmen, aber nicht einseitig, sondern in beide Richtungen.

Das war's in aller Kürze, werde mal neue Bücher sichten, auch eine Straßenkarte bestellen, nehme meist die von Freitag aus Österreich.

Übrigens, hier ist noch ein Stuhl abzugeben, allerdings gegen Selbstabholung, Westsahara, Düne 19:

Foto 1: Toni in Libyen, Sabratha
Foto 2: Ein guter Freund
Foto 3: Stuhl günstig abzugeben
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Re: Camping in Georgien

Beitragvon Norbert » Freitag 30. Juni 2017, 19:19

Die junge Generation in Georgien spricht Englisch, die ältere Generation Russisch. Wer ebenso beide Sprachen kann, kommt prima voran. Vorbehalte haben wir diesbezüglich nirgends gespürt.

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Re: Camping in Georgien

Beitragvon m5bere2 » Freitag 30. Juni 2017, 19:23

Wir hatten in Georgien auch eine junge Frau, wohl Studentin, getroffen, die sich sehr gefreut hat, dass sie mit uns Touristen russisch sprechen konnte. Die fand es schade, dass alle nur noch auf englisch getrimmt werden.

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Re: Camping in Georgien

Beitragvon Norbert » Freitag 30. Juni 2017, 19:32

Wir haben gefühlt 90 % Russisch gesprochen. Außer im oben genannten Rooms-Hotel, wo aber eben mehrheitlich auch englischsprachige Gäste sind - da konnten einzelne Mitarbeiter nur Englisch. Aber auch da meist beides.

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Camping in Georgien

Beitragvon Tonicek » Freitag 30. Juni 2017, 19:40

Na, toll, dann klappt das ja ganz gut. - Habe in Tallin Probleme mit dem Kellner bekommen, als ich mir einen Riga Balzam u. ein Bier auf russisch bestellte - er schloß die Schotten, donnerte mich zusammen, dann folgte "Dienst nach Vorschrift", kein Lächeln, nichts. - Am Stadtrand Tallins steht ein Fernsehturm, mit einem Restaurant im 20. Stock, dort war das. Neben dem Turm ein alter Camping, wo das WoMo stand. -
Zu Hause, hier in Böhmen, sprechen wir zu 50 % englisch, 30 % russisch und 20 % tschechisch. Wenn meine Bekannte anfängt, schnell russisch zu sprechen, steht die Gefahrenampel auf gelb = Haussegen fängt an zu wackeln. Kasachisch kann sie gar nicht, hat sie bei den Sowjets zu UdSSR-Zeiten nicht gelernt. Studiert hat sie in Moskau Philologie.

Also, dieses http://www.oasisclubudabno.com/ gefällt mir ja schon mal sehr gut, genau das Richtige für mich.
Was mich befremdet: Es ist in der Steppe oder DEMIS Dessert, also halbe Wüste, von Batumi 450 km auf einer E-Straße entfernt.
Jetzt muß ich erst mal herausfinden, ob ich in dieser Halbwüste mit dem Mobil ankomme - aber wenn es eine E-Straße ist, müßte es klappen.
Auch Gori + Poti + Kazbegi beginnen mich zu interessieren . . .
Das Kazbegi-Rooms-Hotel ist sehr teuer, 150 $ - diese Hotels lassen Mobilisten meist nicht auf den Paekplatz, das ist denen zu billig - und meist sind sie auch sauer, weil man kein Zimmer nimmt, hab' da schon meine Erfahrungen in der Preisklasse.

Noch paar Schlafplätze:

1. Kleines Motel in Sevlievo / BG
2. Schlafen an der schönsten Basilika im griech. Zypern
3. Schlafen unter Atatürk's wachenden Händen - türk. besetztes Nordzypern

UND: Genau solche Plätze suche + brauche ich zum Nächtigen, so einfach wie möglich. Strom + Wasser + Lebensmittel nicht nötig . . . Sicherheit = wichtig, unangemeldete Besuche mag ich nicht ganz so gerne; manchmal ist aber auch ein zweibeiniges Rehlein willkommen, die Langeweile zu vertreiben . . . [ole]
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