Camping in Georgien

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Re: Camping in Georgien

Beitragvon Magdeburg-Moskva » Samstag 1. Juli 2017, 16:31

Es hilft immer vorher höflich zu fragen, ob mein Gegenüber eine mir geläufige Sprache spricht. Mein Gegenüber ist nicht verpflichtet, eine Fremdsprache zu sprechen.

Im Elsass half mir: "Moi permitez parler allemand" * stets weiter und wurde meist mit: "Natürlich" beantwortet.

* Diejenigen, die die französische Sprache im Gegensatz zu mir wirklich beherrschen, bitte ich um Entschuldigung für dieses Radebrechen.

Wahrscheinlich war auch nicht die russische Sprache an dem kleinen Debakel in Tallinn Schuld. Du hast das falsche Getränk gewählt: Kristallkümmel wäre wohl besser gekommen.



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Camping in Georgien

Beitragvon Tonicek » Samstag 1. Juli 2017, 17:04

Wahrscheinlich war auch nicht die russische Sprache an dem kleinen Debakel in Tallinn Schuld. Du hast das falsche Getränk gewählt: Kristallkümmel wäre wohl besser gekommen.


Nein, es war einzig u. allein die russische Sprache, die Sprache der ehemal. Besatzer. Die Esten sind da sehr eigen, die Letten nicht ganz so doll, da sie einen wesentlich höheren russ. Bevölk.-anteil haben.
Wir waren dort mit 21 WoMo's, und ich war der Einzige, der russisch sprach, außer der litauischen Reiseleitung. Also hatte ich die ungeschriebene Aufgabe, für alle Anderen Reiseteilnehmer zu helfen u. zu übersetzen, auch bei Einkäufen, z.B., bei den alten babushkas, die am Straßenrand saßen mit eimerweise Obst u. Gemüse anboten.

Und das bestellte Getränk, der Rigaer Balsam, vergleichbar mit einem Fernet, ist eine originale Spezialität, ob nun in EST auch oder nicht, sei dahingestellt.
Zuletzt geändert von Tonicek am Samstag 1. Juli 2017, 19:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Camping in Georgien

Beitragvon zimdriver » Samstag 1. Juli 2017, 17:30

... im Baltikum, besonders in EE, ist es schon etwas seltsam mit dem Russischen. In Ostestland, Narva, geht ohne Russisch gar nichts mehr.
Am einfachsten ist, jedes Gespräch mit einem höflichen Hinweis zu beginnen, auf Englisch, dass man leider die Landessprache nicht, dafür aber Englisch und Russisch beherrscht. Wie Norbert schreibt, entscheidet meist das Alter, welche dann gewählt wird.
In Tallinn einen Schwarzen Balsam zu bestellen ist dasselbe wie in Berlin in der Eckkneipe ein Kölsch zu ordern. Will sagen, du hattest wohl die denkbar falscheste Kombination gewählt.
Ist aber auch kein Weltuntergang. Es gibt sogar Sprachschulen, die Russischkurse in Riga anbieten ...

Die beschriebene Strecke ab SPb nach Murmansk und weiter nach Norwegen habe ich auch gefahren, mit Abzweigung nach Kizhi und Solowetski- Inseln. Die ist bestens ausgebaut und keine Last für das Auto.

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Beitragvon Tonicek » Samstag 1. Juli 2017, 19:55

zimdriver hat geschrieben: . . .In Tallinn einen Schwarzen Balsam zu bestellen ist dasselbe wie in Berlin in der Eckkneipe ein Kölsch zu ordern. Will sagen, du hattest wohl die denkbar falscheste Kombination gewählt.

Bin ich anderer Meinung, erst einmal ist es kein Schwarzer Balsam, sondern der Name ist RIGA BALZAMS - Untertitel: BLACK BALSAM,
zum Anderen kein Vergleich mit KÖLSCH in BERLIN - im äußersten Falle könnte man sagen: Einen italienischen Fernet in DE bestellen. Nach 40 Jahren im internationalen Hotelfach tätig, glaube ich, ich weiß, wovon ich rede. Außerdem, selbst wenn es eine "denkbar falscheste Kombination " wäre, was hat das mit der Sprache zu tun, in der man eine Bestellung bei einem Kellner aufgibt? Ich glaube, wenn ich mich in meinen 40 Jahren internat. Hotelfach so verhalten hätte wie dieser Kellner . . . Ich wage nicht, darüber nachzudenken.-

Mit Narva hast Du recht, von 59000 Einwohner hat es 88 % Russen, war oft dort, gegenüber am anderen Ufer des Flusses Narva ist die schon russische Stadt Ivangorod mit dem Riesen-Schloß.

Allgemein bin ich nach unzähligen Besuchen des gesamten Baltikums der Meinung, daß hier russisch keine angesehene Sprache ist, das kann man wahrhaben wollen oder nicht - Leute, die in RUS leben, sehen das vielleicht anders. War aber auch nicht das Thema, und das Restaurant im 20. Stock des Talliner Fernsehturms besuche ich ohnehin nicht mehr, weil es schlicht zu weit von der Stadt entfernt ist u. Tallin im Zentrum einen wesentlich Besseren Platz für WoMo's hat als diesen abgewrackten neben dem Fernsehturm.
https://www.campercontact.com/de/estlan ... llinn.aspx
Die beschriebene Strecke ab SPb nach Murmansk und weiter nach Norwegen habe ich auch gefahren, mit Abzweigung nach Kizhi und Solowetski- Inseln. Die ist bestens ausgebaut und keine Last für das Auto.


Stimmt, ausgebaut ist sie gut, kann man ja auch von einer M-Straße = Magistrala, erwarten, führt auch an den meisten Ortschaften vorbei - nichtsdestotrotz sind es Betonplatten, die teils cm-breite Ritzen haben, die man im großen, schweren Wohnmobil schon merkt. "Keine Last für das Auto" - stimmt auch, kommt aber auf das Auto an. Daß diese Magistrale Riesen-Bodenwellen hat, natürlich zu 90 % ohne Vorwarnungen, wirst Du sicher nicht bestreiten.
Vielleicht ist jetzt auch alles neugemacht . . .

Aber jetzt werde ich mich erst mal wieder um Georgien / Armenien / Bergkarabach kümmern, plane da mal eine 3-5 Monate lange Tour ein.

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Re: Camping in Georgien

Beitragvon zimdriver » Samstag 1. Juli 2017, 21:07

Tonicek hat geschrieben:......
Bin ich anderer Meinung, erst einmal ist es kein Schwarzer Balsam, sondern der Name ist RIGA BALZAMS - Untertitel: BLACK BALSAM,
... Ich glaube, wenn ich mich in meinen 40 Jahren internat. Hotelfach so verhalten hätte wie dieser Kellner . . . Ich wage nicht, darüber nachzudenken.-
..... daß hier russisch keine angesehene Sprache ist, das kann man wahrhaben wollen oder nicht - Leute, die in RUS leben, .....



... um es ganz genau zu machen, das Getränk heisst Rīgas Melnais Balzams, zu deutsch Rigaer Schwarzer Balsam.

Hier kann man mehr darüber lesen Live Riga

... das wird den Kellner auch nicht interessieren, was ein Gast, der auf Russisch in Tallinn Balsam ordert statt Vana Tallinn, denkt. Kellner sind auf der ganzen Welt recht ähnlich.

... sagte ich, dass ich in Russland lebe?

... gute Reise und viele gute Erlebnisse im Kaukasus.



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Beitragvon Tonicek » Samstag 1. Juli 2017, 21:48

... das wird den Kellner auch nicht interessieren, was ein Gast, der auf Russisch in Tallinn Balsam ordert statt Vana Tallinn, denkt. Kellner sind auf der ganzen Welt recht ähnlich.

Wenn das den Kellner nicht interessiert, hat er seinen Beruf verfehlt, und bei einem solchen Desinteresse wäre es in der gehobeneren Gastronomie auf westeuropäischer Ebene ein Kündigungsfrist - aber so etwas gab's sicherlich nicht in der Sowjetunion . . . schon klar.

Bei uns war der Gast, bzw. der Passagier auf den 5*-Kreuzfahrtschiffen, auf denen ich 24 jahre arbeitete, KÖNIG - da hatte es uns nicht zu interessieren, was und wie und in welcher Sprache der Passagier bestellte, egal ob Vana Tallin, Fernet, oder Balsam, der Wunsch, egal in welcher Sprache vorgetragen, war uns Befehl . . .

Also, was das betrifft, sind die Kellner eben nicht recht ähnlich auf der ganzen Welt - da liegen Mentalitäten, Ausbildungsunterschiede und ganze Welten dazwischen . . .

Hier mal meine Arbeitsstelle in Cape Town, Mitte der 1980er Jahre:

Hier herrschte ein etwas anderer Wind als auf einem estnischen Fernsehturm, weitab jedem Weltniveaus.
Noch mal: Hätte ich so auf einen Passagier auf dem Schiff reagiert, wie der Fernsehturmkellner mir und weiteren Gästen am selber Tisch gegenüber, hätte ich im nächsten Hafen das Heimflugticket bekommen . . .

Damit ist für mich das Thema BALZAM & russisch sprechen in EST erledigt, jetzt versuche ich erst einmal herauszubekommen, ob ich den MILITARY HIGHWAY von Kazbegi Richtung Vladikavkas im Nov. noch befahren kann - ist momentan etwas wichtiger als der Fernsehturmkellner . . .
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Re: Camping in Georgien

Beitragvon Norbert » Sonntag 2. Juli 2017, 13:26

Zur Sprache: In geschichtlich heiklen Ländern ist es ist immer hilfreich, zuerst auf Englisch anzufragen und dann Deutsch oder Russisch anzubieten. Damit bin ich auch in Tschechien immer ideal gefahren.

Tonicek hat geschrieben:Also, dieses http://www.oasisclubudabno.com/ gefällt mir ja schon mal sehr gut, genau das Richtige für mich. Was mich befremdet: Es ist in der Steppe oder DEMIS Dessert, also halbe Wüste, von Batumi 450 km auf einer E-Straße entfernt. Jetzt muß ich erst mal herausfinden, ob ich in dieser Halbwüste mit dem Mobil ankomme - aber wenn es eine E-Straße ist, müßte es klappen.

Bis zu diesem Ort ist die Straße asphaltiert. Sicher nicht ideal, aber gut befahrbar. Selbst weiter bis Dawid Garechi kommt man, wenn auch ohne Asphalt.

Tonicek hat geschrieben:Das Kazbegi-Rooms-Hotel ist sehr teuer, 150 $ - diese Hotels lassen Mobilisten meist nicht auf den Paekplatz, das ist denen zu billig - und meist sind sie auch sauer, weil man kein Zimmer nimmt, hab' da schon meine Erfahrungen in der Preisklasse.

Unter "Camping" verstand ich ein Zelt. Das lassen sie rein, weil das ausreichend hip ist. Aber Wohnmobil wird sicher kompliziert.

Tonicek hat geschrieben:Jetzt versuche ich erst einmal herauszubekommen, ob ich den MILITARY HIGHWAY von Kazbegi Richtung Vladikavkas im Nov. noch befahren kann.

Warum nicht? Das ist die wichtigsten Transitstraße von Russland nach Armenien - da geht alles drüber. In den letzten Jahren war ab und zu der Grenzbereich von Geröllabgängen verschüttet - das wird dann aber immer so schnell wie möglich wiederhergestellt. Wenn man aber Pech hat, dauert das eine reichliche Woche (wie vergangenes Jahr).

Die Straße ist ideal asphaltiert und gut ausgebaut. Einige Abschnitte haben einen optionalen Tunnel bei Lawinengefahr, man kann aber auch an der frischen Luft fahren. Die Aussichten am Pass sind traumhaft.
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Beitragvon Tonicek » Sonntag 2. Juli 2017, 14:36

Vielen Dank, Norbert, f. d. Info's.
Zur georg. Heerstraße fand ich das, allerdings von 2013: http://www.spiegel.de/reise/europa/kauk ... 02594.html

Ja, mit Zelt war vor 40 Jahren, jetzt mit diesem hier, leider "nur" Frontantrieb, 4,5 to, also etwas schwerer:

ARTO ganz neu (Kopie).JPG

Hab' in der Kiste alles drin, brauche keinen eigentlichen Camping, Strom + Wasser + Gas genügend vorhanden, also der einfachste Parkplatz ist völlig ausreichend, u. einen Wasserhahn findet man gewühnlich an jeder Tankstelle.

Jetzt werde ich mir erst mal neue Reiseführer ordern und diese studieren.

Bis jetzt hab' ich diese, der von RKH ist uralt, von 2011, also nichte mehr wert.


Danke für alles . . . u. schönen Sonntag aus einem der letzten böhmischen Dörfer: http://www.obec-nova.ves.cz
[obec = tschechisch = Dorf = derevnija]
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Re: Camping in Georgien

Beitragvon Jens » Dienstag 4. Juli 2017, 17:08

Hallo Tonicek und alle anderen Georgieninteressierten,

da ich in diesem Forum viel Hilfe für meine Touren nach/durch Russland bekommen habe, möchte ich natürlich Georgien betreffend auch hilfreich zur Stelle sein. :)

Was die Sprache betrifft, sollte man einfach fragen, was das Gegenüber spricht. In allen Altersschichten gibt es deutsch-, engisch- und russischsprachige. In Armenien ist es statt deutsch dann französisch. Da sowohl georgisch, als auch armenisch nicht wirklich verbreitet sind und mit keiner anderen Sprache näher verwandt, sind diese Völker in der Regel Sprachtalente, die teilweise 3 oder 4 Sprachen gut genug sprechen um einen Abend mit Gästen rumzubringen.

Was die Straßen betrifft, wird es sicher langweiliger als erwartet. ;)
Von der Türkei kommend via Batumi, Kutaissi, Gori nach Tbilisi führen überwiegend gut ausgebaute Landstraßen und Autobahnen. Lediglich kurze Stücke sind holprig bzw. sehr kurvig. Manchmal ist die Verkehrsführung etwas eigen, aber steckenbleiben wirst du nicht. Weiter von Tbilisi nach Yerevan sind die Straßen nicht mehr ganz so gut, aber trotzdem befahrbar. Auch von Tbilisi nach Vladikavkaz ist der Zustand der Straße bis zum Wintereinbruch Mitte/Ende Dezember erschreckend langweilig. Klar kurvig, aber der Asphalt wird jedes Jahr geflickt, aktuell sind sie fertig damit, das bleibt bis zum Winter so. Nur im Frühjahr bis April/Mai, wenn der Schnee grad weg ist, sieht die Straße aus wie ein Schweizer Käse.

Die schon erwähnten Erdrutsche gibt es fast jedes Jahr im Herbst ... kann man nix machen, dann ist die Strecke halt dicht. Mal brauchen die Russen länger, mal die Georgier. Da es die einzige offene Landverbindung zwischen Russland und Armenien ist, kannst du davon ausgehen, dass sich alle Beteiligten bemühen, die Straße so schnell wie möglich wieder frei zu machen.

Den Bericht vom Spiegel aus dem Jahr 2013 kannst du von deiner Festplatte löschen, der ist Müll. Erstens ist er schlecht recherchiert, der Krieg war 2008 und alles andere stimmt nicht mehr. Wie gesagt, die Straßen sind asphaltiert, der Tourismus boomt, es gibt überall Gästhäuser, Restaurants und Hotels und um ein Foto von der Kirche ohne andere Touris zu machen, musst du direkt nach dem Sonnenaufgang dort sein, zu der Zeit wird der Mönch aber noch schlafen. :D

Dieser Oasis Club in Udabno wird von Polen betrieben, die haben genug Platz, da kannst du sicher auch ne Nacht stehen bleiben. Wie Norbert schon sagte, bis dahin ist die Straße gut, danach geschottert, aber auch mit deinem Auto machbar. Polnisch ist dem russischem ziemlich nahe, und englisch können die dort auch, alles easy. :) Spätestens in Udabno sollte man sich dann mit Wasser eindecken, wenn man einen Ausflug nach David Gareja plant, dort gibt es nämlich nix zu kaufen und im Sommer ist es sehr heiß.

Für Stepantsminda würde ich mal beim Easy Hotel anfragen, die sind in dem Dreieck unten im Zentrum, wo sich die Straße teilt. Da bin ich mit englisch nicht weitergekommen, weil die Wirtin nur deutsch+georgisch sprach. :P Der Wirt ist Deutscher. ;)
Die haben eigentlich Platz auf dem Hof, vielleicht kann man da für ein-zwei Nächte bleiben, wenn man immer schön in deren Restaurant zum Essen geht. Einfach mal fragen, kostet nix.

Camping ist hier tatsächlich eher unüblich, da es überall Gästhäuser gibt und die meisten Touristen mit dem Flugzeug kommen. Nicht desto trotz kannst du dich im Prinzip überall hinstellen. Wenn das Land bewohnt ist, fragst halt vorher kurz nach, ansonsten schaust du dir die Umgebung genau an. Gefährlich sind hier nur die Hunde(Kaukasier) der Schäfer, die sind auf Krawall gebürstet und nehmen ihren Job ernst.

Südossetien ist für Ausländer nicht zugänglich und Abchasien nur zu Fuss von georgischer Seite. Bergkarabach dagegen ist einfach, allerdings ist Azerbaidjan danach tabu.

Wenn du von Türkei kommst und sowieso nach Poti willst, fahr doch weiter bis Mestia, das ist spektakulär. :) Auch diese Straße ist recht gut befahrbar, nur wegen Steinschlag muss man ein bisschen aufpassen, dass man sich die Reifen nicht kaputt macht. Und immer schon langsam durch die Tunnel. Als wir letztes Jahr da waren, war die Straße vor und nach dem Tunnel frisch asphaltiert und drinnen (dunkel) waren noch riesige Löcher, wahrscheinlich haben sie die Asphaltmaschine nicht in den Tunnel bekommen. :D

Was die Grenzkontrollen betrifft, die Türken sind manchmal komisch, die Georgier eher langweilig und die Armenier gucken gar nicht richtig. In Armenien musst du dein Auto deklarieren, die Grenzer glänzen nicht gerade durch Freundlichkeit, aber sie schaffen es, dir klarzumachen wohin du gehen musst und was sie von dir wollen. Bisschen Geld mitnehmen, die verlangen eine Gebühr (Ecotax oder so) für ausländische Fahrzeuge. Ganz wichtig, nach der Grenze eine Versicherung für Armenien kaufen, ohne wird es teuer. Preise bei Verkehrskontrollen sind verhandelbar ;) Alle armenischen Polizeiautos haben eine Radarkamera auf dem Armaturenbrett, die dich und deine Geschwindigkeit schon erfasst, bevor du das Polizeiauto siehst und bremsen kannst. Bei der Wiedereinreise nach Georgien hatte ich bisher immer den gleichen deutschsprachigen Zöllner, der freut sich auf deutsch zu reden und man fühlt sich gleich wieder Willkommen. :)

Anbei von mir auch noch ein paar Fotos, wenn noch Fragen offen sind, nur zu. :)
20170404_141934 (Small).jpg

20160318_150856 (Small).jpg

IMG_1285 (Small).JPG
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Camping in Georgien

Beitragvon Tonicek » Samstag 8. Juli 2017, 20:48

Guten Tag, Jens - da bin ich wieder. War paar Tg in DE beim Dr und habe getrödelt.
Vielen lieben Dank für all Deine Tipps + Hinweise, ist ja Brauchbares dabei.
Bin jetzt weiterhin am Schmökern, irgendwann hatte ich mal so etwas wie ein Georgia-Forum gefunden, weiß aber nicht mehr, wo. - Auch habe ich jetzt geguckt, ob es ein Touristenbüro in DE gibt, scheint nicht der Fall zu sein.
Diese Seite fand ich: http://www.geocamp.ge/english - scheint aber auch nicht das Richtige zu sein.

Sei es, wie es sei, bis jetzt hab' ich immer etwas gefunden, muß ja kein Camping sein. Tankstellen, Hotelparkings, bewachte avtostojanka - alles kann man in Betracht ziehen u. auch finden.

Nichts gefunden habe ich bezüglich der GEORG. HEERSTRAßE - vor allem, ob die im Winter befahrbar ist oder zugeschneit.
Das Risiko, daß Lawinen den Weg blockieren, möchte ich nicht eingehen, dann schon eher mal zu einem späteren, passenderen Zeitpunkt.

Wenn ich alles richtig verstanden habe, komme ich aus Richtung POTI nicht nach Abchasien?
Da stellt sich mir die Frage, ob es eine Schiffsverbindung von Batumi nach Sotschi gibt, und von Sotschi könnte ich dann via Adler mit E-Visum nach Abchasien weiter. Doppeltes RUS-Visum ist dann die Voraussetzung. Von Sotschi auf dem Landweg nach Europa dürfte kein Problem sein.

Wenn Du in Tiflis wohnst, kennst Du sicher einen bewachten Parkpl., auf dem ich paar Tg stehen könnte?
Ein Hotelparkpl. wäre natürlich besser, essen gehe ich mindestens abends sowieso immer, da es mir im Wohnmobil zu langweilig ist. Schätze mal, daß die Restaurantpreise moderat sind, Alk trinke ich sowieso nicht, also wird es passen.
Mein Frühstück sieht meist so aus - eine Bäckerei ist immer nahe zu finden . . .
199. Mein Frühstück (Kopie).jpg


In der Planung ist natürlich auch Armenien, wenn ich einmal da bin, liegt es nahe. Mit dem "Visa on arrival" wird es ja keine Probleme geben - Versicherung ist selbstverständlich.- Weiterreise nach Bergkarabach habe ich schon recherchiert, dort über die Grenze fahren, dann in die Haupstadt Stepanakert, sich für paar € das Visum in den Paß holen. - Glaube kaum, daß es hier besondere Bedingungen zu beachten gilt.

Vielen, vielen Dank für alles - und wenn Du in Tiflis bist, wenn ich komme, lade ich gerne mal zum Essen ein [wenn möglich das gute Schaschlik !]

Wenn alles klappt, fliege ich am 16.08. nach Almaty, Bekannte besuchen, von dort weiter nach Kirgistan an diesen See Issyk Kul mit der Marschrutka, muß aber vom Dr erst noch genehmigt werden, Ampel steht noch auf gelb. . .

P.S.: Ach ja, bin 23 Jahre mit OH gefahren, hab' in Bad Schwartau gewohnt, bis ich in die CZ zog . . . Jetzt ist dort nur noch die Autowerkstatt + der Steuerberater.
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