Ich werde es nie vergessen. Briefe sowjetischer Kriegsgef.

Hier könnt Ihr Bücher vorstellen, die Ihr gelesen habt und über die Ihr diskutieren möchtet. Russlandbezug sollte natürlich wie immer vorhanden sein.

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Ich werde es nie vergessen. Briefe sowjetischer Kriegsgef.

Beitrag von Saboteur » Mittwoch 18. Januar 2012, 22:04

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hiermal ein Buch welches geschichtlich und menschlich interessant ist. Der Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. bringt regelmäßig die sogenannten Freitagsbriefe heraus. Das sind Briefe ehemaliger sowjetischer Gefangene. Eine Auswahl ist in diesem Buch abgedruckt. Viele viele andere findet man auf der Webseite.Es sind interessante Berichte und Briefe mit ganz persönlichen Blick auf die oft unbekante bzw. kaum bekannte größte Opfergruppe der Deutschen nach den Juden die bewusst und kalkuliert im verhungert sind bzw. anders zu Grunde gerichtet wurden.

aus http://www.kontakte-kontakty.de


Etwa 20 000 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene stellten Anträge auf „kompensaciya“ – Kompensation für geleistete Zwangsarbeit zugunsten der deutschen Kriegswirtschaft. Sie erhielten gleich lautende, amtliche Schriftstücke mit Verweis auf deutsches Recht, § 11 Abs. 3 StiftG: „Kriegsgefangenschaft begründet keine Leistungsberechtigung“.

Später erhielten sie von KONTAKTE-KOHTAKTbI einen freundlichen Brief mit der Ankündigung, sie würden als Geste der Anerkennung für erlittenes Unrecht eine Spende von 300 Euro bekommen.

Sie wurden zugleich ermuntert, uns ihre Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit zu schicken.
Tausende antworteten uns. Im Bewußtsein, etwas zur Geschichtsaufklärung in Deutschland leisten zu können, schrieben viele ausführliche Berichte.

Wir übersetzen ständig neue Briefe der Spendenempfänger und verbreiten sie wöchentlich in den „Freitagsbriefen“. Wir danken der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ für die freundliche Unterstützung!


aus Amazon.de

Kurzbeschreibung

Sowjetische Kriegsgefangene wurden im NS-Regime noch weit schlechter behandelt als andere Kriegsgefangene. Ihr Tod durch Hunger oder Erschießen war zynisch geplant. Zwischen 1941 und 1945 starben mehr als drei Millionen der 5,7 Millionen sowjetischen Gefangenen, also über die Hälfte. Nach dem Krieg wurde ihr Schicksal weitgehend verdrängt - in der Sowjetunion galten die Zurückkehrenden als Vaterlandsverräter, in Deutschland blieb das Eingeständnis von Schuld problematisch. Noch im Jahr 2000 schloss die Bundesrepublik die ehemaligen Kriegsgefangenen per Gesetz von Entschädigungszahlungen aus, obwohl sie unter völkerrechtswidrigen und unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit geleistet hatten. Der Verein KONTAKTE - KOHTAKTbI stellt hier eine Auswahl von Briefen vor, in denen ehemalige Kriegsgefangene aus der Ukraine, aus Russland und Weißrussland von den Schrecken ihrer Inhaftierung sowie über ihr späteres Leben berichten.
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...



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