Chodorkowski - Mein Weg

Hier könnt Ihr Bücher vorstellen, die Ihr gelesen habt und über die Ihr diskutieren möchtet. Russlandbezug sollte natürlich wie immer vorhanden sein.

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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von manuchka » Montag 28. Januar 2013, 21:36

Das ist mir wurscht...
Du erntest, was du säst.



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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von Saboteur » Montag 28. Januar 2013, 21:44

Aber ich möchte keine aktive Propaganda eines homosexuellen Lebensstils in der Öffentlichkeit.
was bedeutet das denn? ich kann mir nix darunter vorstellen ehrlich gesagt...
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...

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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von Saboteur » Dienstag 29. Januar 2013, 03:07

hier ein Link zu einem Interview mit seinem Sohn von Deutschlandradio:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/drad ... 2245d7.mp3

Textversion:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ ... w/1989037/
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...

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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von Sibirier » Dienstag 29. Januar 2013, 07:49

Dietrich hat geschrieben:Also von seinem Oligarchen-Status mal abgesehen, kann ich mich da nicht an viele Dinge erinnern, die jetzt bei Khodorkovsky irgendwie explizit antidemokratisch gewesen wären.
Dietrich hast Du vergessen, dass er Inhaber und Vorstandsvorsitzender einer Bank war, die so massiv an Geldwäscherei, Schmiergelder usw. beteiligt war, dass westliche Banken abgesagt haben mit dieser Bank zu arbeiten. Ist es demokratisch, Vorstandsvorsitzer einer Gasgesellschaft zu sein, dort jedoch nicht vollständiger Eigentümer zu sein, deswegen verkauft man die Waren unter Marktpreis an einer Firma, wo man 100% Anteile hat und macht mit dieser Firma riesen Gewinne und die anderen Aktionäre der Gasgesellschaft gehen davon leer aus?

Also, wenn das nicht antidemokratisches Verhalten ist.... [gaehn]
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....

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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von Dietrich » Dienstag 29. Januar 2013, 12:08

Sibirier hat geschrieben:Dietrich hast Du vergessen, dass er Inhaber und Vorstandsvorsitzender einer Bank war, die so massiv an Geldwäscherei, Schmiergelder usw. beteiligt war, dass westliche Banken abgesagt haben mit dieser Bank zu arbeiten. Ist es demokratisch, Vorstandsvorsitzer einer Gasgesellschaft zu sein, dort jedoch nicht vollständiger Eigentümer zu sein, deswegen verkauft man die Waren unter Marktpreis an einer Firma, wo man 100% Anteile hat und macht mit dieser Firma riesen Gewinne und die anderen Aktionäre der Gasgesellschaft gehen davon leer aus?
Also, wenn das nicht antidemokratisches Verhalten ist.... [gaehn]
Also für mich geht es hier um Demokratie als eine Staatsform. Eine Bank ist aber kein Staat und aus dem Grund mag das Verhalten als gegen das Gesetz oder sogar antimoralisch gennant werden. Aber doch nicht antidemokratisch!
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)



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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von bauplan » Dienstag 29. Januar 2013, 12:22

Dietrich hat geschrieben: Also für mich geht es hier um Demokratie als eine Staatsform. Eine Bank ist aber kein Staat und aus dem Grund mag das Verhalten als gegen das Gesetz oder sogar antimoralisch gennant werden. Aber doch nicht antidemokratisch!
Dann doch die Wiederwahl von Jelzin 1996 an der Chodorkowsky Mitdrahtzieher war.
An der war ja nun nichts mehr demokratisch. Da sind die putinschen Wahlen eine weltweite Musterdemokratie gegen.
Schon vergessen?

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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von Dietrich » Dienstag 29. Januar 2013, 12:42

bauplan hat geschrieben:Dann doch die Wiederwahl von Jelzin 1996 an der Chodorkowsky Mitdrahtzieher war.
An der war ja nun nichts mehr demokratisch. Da sind die putinschen Wahlen eine weltweite Musterdemokratie gegen.
Kannst du das näher ausführen, was da speziell am Einsatz Khodorkovskys antidemokratisch war?
Oder fällt das wieder mal unter die Rubrik "Also wenn du DAS nicht weisst, dann kapiert du es eh nicht und ich mache mir erst gar nicht die Mühe"?
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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von bauplan » Dienstag 29. Januar 2013, 13:03

Dietrich hat geschrieben:
bauplan hat geschrieben:Dann doch die Wiederwahl von Jelzin 1996 an der Chodorkowsky Mitdrahtzieher war.
An der war ja nun nichts mehr demokratisch. Da sind die putinschen Wahlen eine weltweite Musterdemokratie gegen.
Kannst du das näher ausführen, was da speziell am Einsatz Khodorkovskys antidemokratisch war?
Oder fällt das wieder mal unter die Rubrik "Also wenn du DAS nicht weisst, dann kapiert du es eh nicht und ich mache mir erst gar nicht die Mühe"?

Also nun nochmal ganz in kürze.

Anfang 1996
Jelzin hatte 2% zustimmung in der Bvölkerung
Sjugarnov hat eine sehr sozialdemokratische Rede in Davos gahalten
Investoren waren angetan
Beresowsky und Gusinsky, denen alle Massen-Medien gehörten und die eigentlich als Konkurenten Feinde waren haben noch direkt nach der Rede sich überlegt, wie sie Jelzin retten können.
Der Club der 7 Bänker war auch mit dem damals berüchtigsten und reichsten Bänker besetzt, Chodorkowski!
Der Club versprach Jelzin die Wiederwahl unter der Bedingung, dass alle Personalentscheidungen über den Clubtisch zu gehen haben.
Jelzin gewann ( muss ich das jetzt auch noch ausführen wie und warum? Oder ist wenigstens das klar ) und der Club hatte seinen Selbstbedienungslladen.

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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von Sibirier » Mittwoch 30. Januar 2013, 08:38

Dietrich hat geschrieben:Also für mich geht es hier um Demokratie als eine Staatsform. Eine Bank ist aber kein Staat und aus dem Grund mag das Verhalten als gegen das Gesetz oder sogar antimoralisch gennant werden. Aber doch nicht antidemokratisch!
Na, ich weiß nicht, was dann antidemokratisch. In jeder Demokratie gibt es mehr oder weniger ein Gesetz gegen Geldwäsche, welches ja auch die Kriminalität erschweren bzw. vermeiden soll. Und wenn ich gegen ein solches Gesetz verstosse, Mutwillig und aus Habgier, mir egal ist, ob das Geld aus einem Auftragsmord, Verkauf von Menschen (Prostituierte usw.), frage ich mich, ob ich dann nicht gegen das Gesetz und die Demokratie verstosse, sondern ja auch Verstösse gegen Menschenrechte fördere!

Nee, sorry, ich sehe jedenfalls in Chodorkowski einen antidemokratischen Menschen....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....

Jochen
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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von Jochen » Donnerstag 31. Januar 2013, 15:14

Problem ist, dass man heutzutage sofort mit den "das-ist-in-der-heutigen-zeit-völlig-normal" und "sei-doch-mal-tolerant" Totschlagargumenten konfrontiert wird.
Plenken ist eine seltsame Sache . Es machen seltsame Leute , die große Angst haben , dass ihre Satzzeichen übersehen werden oder stolz darauf sind , überhaupt welche zu verwenden . Daher trennen sie dieses stets mit einem Leerzeichen vom Wort .



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