Chodorkowski - Mein Weg

Hier könnt Ihr Bücher vorstellen, die Ihr gelesen habt und über die Ihr diskutieren möchtet. Russlandbezug sollte natürlich wie immer vorhanden sein.

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bella_b33
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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von bella_b33 » Dienstag 16. Oktober 2012, 15:51

Jochen hat geschrieben:Hoffentlich kommt der nie wieder raus.
Wieso? Ist er schlimmer als Wowa? Entschuldige meine Frage, ich hab ihn nicht gekannt.
Dumm sein ist wie tot sein: Man selber merkt nichts, schlimm ist es nur für die Anderen!



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Dietrich
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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von Dietrich » Dienstag 16. Oktober 2012, 17:13

Weil er gegen Wowa ist und deshalb ein Russlandhasser. Da hat er es nicht besser verdient.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)

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Axel Henrich
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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von Axel Henrich » Sonntag 27. Januar 2013, 01:44

Am 23. Januar wurde “Mein Weg” in Berlin vorgestellt.
"Als ich 2011 seit acht Jahren das erste Mal mit meinem Vater telefonierte, hatte ich Angst, dass ich die Stimme eines Menschen höre, den ich nicht kenne. Aber ich hörte den selben Klang und dieselben Witze, die ich in der Erinnerung hatte. Das hat mir bewiesen, dass sich mein Vater nicht verändert hat", so Pawel Chodorkowski in dem überfüllten Saal des Martin-Gropius-Baus am Donnerstag in Berlin.
[...]
Wie es weiter geht, wenn Michail Chodorkowski höchstwahrscheinlich im Oktober 2014 die Haft verlässt, ist aber auch dem Sohn nicht hundertprozentig klar. Pawel Chodorkowski glaubt, dass sein Vater nicht in die Politik geht, sondern seinen Weg dort fortsetzt, wo er ihn vor seiner Haft aufgehört hat. „Er werde sich damit beschäftigen, Bausteine für eine neue demokratische Gesellschaft zu schaffen, damit in der Zukunft neue Führungspersönlichkeiten mit demokratischen Format heranwachsen können".
-ан-

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zimdriver
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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von zimdriver » Sonntag 27. Januar 2013, 09:30

Axel Henrich hat geschrieben:Am 23. Januar wurde “Mein Weg” in Berlin vorgestellt.
".... „Er werde sich damit beschäftigen, Bausteine für eine neue demokratische Gesellschaft zu schaffen, damit in der Zukunft neue Führungspersönlichkeiten mit demokratischen Format heranwachsen können".
-ан-
Ich habe dies Interview auch gelesen. Weshalb nur muss ich an den Rummel denken, als Ded Hasan uns verliess? Ein Bandit weniger und alle Medien stehen Kopf.
Chodorkowski und die Demokratie, das wird lustig.

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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von Axel Henrich » Sonntag 27. Januar 2013, 23:44

zimdriver hat geschrieben:Rummel, als Ded Hasan uns verliess? Ein Bandit weniger und alle Medien stehen Kopf.
Naja, beides ziemlich schillernde Persoenlichkeiten, aber doch schon noch ein Unterschied, Oppa Hasan und Chodorkowski ... ;)
zimdriver hat geschrieben:Chodorkowski und die Demokratie, das wird lustig.
Yep, was ein Vorbild - naja, ein Dummer ist er sicher nicht ...
Aber ich denke jeder Prophet findet seine Juenger, nur in Ru werden es wohl nicht allzu viele sein. Aber so als AntiPutin fuer das Ausland ... Ich bin aber tatsaechlich gespannt, was sich da alles ergibt und wie sich das mal entwickelt nach seiner Entlassung.


-ah-



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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von Dietrich » Montag 28. Januar 2013, 11:56

Also von seinem Oligarchen-Status mal abgesehen, kann ich mich da nicht an viele Dinge erinnern, die jetzt bei Khodorkovsky irgendwie explizit antidemokratisch gewesen wären.
Wieso er also weniger demokratisch sein soll als Putin und Co., erschliesst sich mich mir so ohne Weiteres nicht.

Aber vielleicht klärt mich da ja jemand auf.

Ich glaube schon, dass es Khodorkowsky als einer der Wenigen schaffen kann, die Opposition mehr oder weniger zu einen. Und außerdem ist er unbestritten ein kluger mensch. Und das macht ihn auf jeden Fall gefährlich für die jetzigen Machthaber (ich will das nicht immer nur auf Putin begrenzen, den er ist es ja nicht alleine). Wir werden also sehen, ob er nicht noch ein drittes Mal für das gleiche "Verbrechen" verurteilt wird.

Wenn es mit dem Ansehen Russland als Rechtsstaat weiter so bergab geht, dann kann man sich das Ende des Jahres locker leisten, ohne international noch mehr Porzellan zu zerbrechen. ...weil so und so keins mehr da ist.

Das Verbot von homosexueller Propaganda wird in der nächsten Zeit den Weg dazu bereiten.
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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von zimdriver » Montag 28. Januar 2013, 19:18

Dietrich hat geschrieben:Also von seinem Oligarchen-Status mal abgesehen, kann ich mich da nicht an viele Dinge erinnern, die jetzt bei Khodorkovsky irgendwie explizit antidemokratisch gewesen wären.....
... war er denn explizit demokratisch, abgesehen von der Stilisierung zum Freiheitshelden durch den Westen? Hat er nicht einfach nur Pech gehabt bei der Beurteilung des Möglichen, war vielleicht gar überheblich aus seiner Oligarchen- Position heraus?
Sorry, nur weil er im Gefängnis sass für etwas, für das vermutlich die halbe heutige Elite Russlands sitzen könnte, ist er für mich noch lange kein Demokrat.

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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von Dietrich » Montag 28. Januar 2013, 19:53

zimdriver hat geschrieben:Sorry, nur weil er im Gefängnis sass für etwas, für das vermutlich die halbe heutige Elite Russlands sitzen könnte, ist er für mich noch lange kein Demokrat.
Darum ging es nicht. Es ging hier um die Behauptung:
zimdriver hat geschrieben:Chodorkowski und die Demokratie, das wird lustig.
bzw. Axels Kommentar dazu
Yep, was ein Vorbild
Beides Aussagen, die Khodorkovsky explizit die demokratische Eignung absprechen wollen.

Beides Aussagen, für die mich eben die Begründung interessiert hätte.

Ich sehe es eher so, dass fehlende Demokratie und vor allem fehlende Rechtstaatlichkeit (selektive Justiz) dafür gesorgt haben, dass er im Knast saß. Vielleicht, so meine Hoffnung, bewegt ihn das dazu, selber aktiv für diese Dinge einzutreten. Zusammen mit einer gewissen Hoffnung (von Seiten Khodorkovskies) das nach einer demokratischen Neuordnung dann die Leute im Gefängnis landen, die ihn zweimal für das gleiche Verbrechen verurteilt haben, bzw. die, die du als "halbe heutige Elite Russlands" bezeichnest.
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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von manuchka » Montag 28. Januar 2013, 20:10

Dieses Verbot unterstütze ich. Was jeder in seinem Schlafzimmer macht, ist mir egal, und wer meint, als Mann einen Mann ehelichen zu wollen, ok, das ist ihre private Angelegenheit. Aber ich möchte keine aktive Propaganda eines homosexuellen Lebensstils in der Öffentlichkeit.
Du erntest, was du säst.

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Re: Chodorkowski - Mein Weg

Beitrag von GastroService » Montag 28. Januar 2013, 20:46

manuchka hat geschrieben:..... Aber ich möchte keine aktive Propaganda eines homosexuellen Lebensstils in der Öffentlichkeit.
Du kennst die Quoten des Geldausgebens dieser "Spezies" wohl nicht, da wird sich die Werbebranche ihren Teil schon aus der Wirtschaft holen
Gastfreundlichkeit ist keine Schande Гостеприимство - это не стыд



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