Wie legt man am besten in Moskau Geld an?

Wer sich hier auskennt, kann eine Menge Geld sparen. Tips und Insider-Infos sind jederzeit willkommen.

Moderator: zimdriver

Benutzeravatar
Dietrich
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 7754
Registriert: Mittwoch 25. Februar 2004, 13:54
Wohnort: Wiesbaden

Re: Wie legt man am besten in Moskau Geld an?

Beitrag von Dietrich » Dienstag 27. November 2007, 10:07

fremantle hat geschrieben:Hab in der Petersburger Metro vorgestern eine Werbung einer groesseren lokalen Bank (Bank Sankt Petersburg) gesehen. Sie werben mit Festanlagen zwischen 0,5 und 2 Jahren in Rubel, Dollar und Euro, verzinst mit 8-12% p.a.
Sicherlich sind die Raten bei anderen Banken bzw. in Moskau aehnlich.
Ja, aber es lohnt sich immer ein seeehr genauer Blick ins Kleingedruckte. Oft gibt es noch tausende zusaetzlicher Gebuehren, etc. so dass von den 12% effektiv nur 5-6 uebrig bleiben. Genau wie bei den Krediten.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)



papasha

Re: Wie legt man am besten in Moskau Geld an?

Beitrag von papasha » Samstag 1. Dezember 2007, 15:06

Paulchen hat geschrieben:von den Renditen, die man in Moskau mit einer normalen Festgeldanlage erzielen kann träumen wir hier in Deutschland nur...Meine Frau hat ein Konto, da gibt es 10% p.a. Die Anlage wird übrigens nicht in Rubel sondern in Euro geführt, damit auch keine Abwertungsrisiko.
falsch.

wenn die knatter in rus angelegt wird, ist es dank 10% inflation ein nullsummenspiel.egal welche valuta.

ich hab seit längerem russ. staatsanleihen.hier in dt. das rockt schon mehr.8-9%p.a. no risk-no fun

Benutzeravatar
Simone
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 989
Registriert: Donnerstag 10. Juni 2004, 19:56
Wohnort: Moskau

Re: Wie legt man am besten in Moskau Geld an?

Beitrag von Simone » Samstag 1. Dezember 2007, 15:22

Wer sein Geld nicht anlegt und nur auf dem Girokonto "vergammeln" läßt, für den sind in der Tat 10% Inflation reine Geldentwertung. Deshlab anlegen!
Jedoch sind die Angaben zur Inflation auf einen Warenkorb zugeschnitten, den wohl die Expats unter uns eh nicht interessiert, weil die weder eine Eigentumswohnung hier kaufen, meist keine Miete oder/und Auto selbst zahlen müssen, etc. Hier ein paar Links:

CITI http://www.citibank.ru/russia/products/eng/deposits.htm
RAIBA http://www.raiffeisen.ru/retail/termdeposits/fix/
IMB http://www.imb.ru/personal/personal_finances/deposits/ (leider keine Angabe über Prozentsätze mehr vorhanden)

papasha

Re: Wie legt man am besten in Moskau Geld an?

Beitrag von papasha » Samstag 1. Dezember 2007, 16:14

Simone hat geschrieben: den wohl die Expats unter uns eh nicht interessiert, weil die weder eine Eigentumswohnung hier kaufen, meist keine Miete oder/und Auto selbst zahlen müssen, etc.
vielleicht gilt das für einen CEO oder mittl. management, mit sicherheit aber nicht für die masse. du bekommst dein gehalt und gut is.miete zahlst du ganz normal, dir wird höchstens schon die wohnung gesucht. private nutzung des dienstwagens(wenn überhaupt) muss auch bezahlt werden.

essen,trinken,konsum,ausgehen kostet auch. oder wird es den ach so tollen expats auch spendiert? wohl kaum. solange sich genug verrückte finden, die es für 1000euro nach moskau zieht(freiwillig!), werden sie auch schön ausgenutzt.

mir wurden auch 4000euro netto plus allem pipapo in moskau angeboten. habe dankend abgelehnt. bei 6000 fange ich an zu überlegen. aber nicht laut.

sandra101

Re: Wie legt man am besten in Moskau Geld an?

Beitrag von sandra101 » Montag 3. Dezember 2007, 03:54

papasha hat geschrieben:
Simone hat geschrieben: den wohl die Expats unter uns eh nicht interessiert, weil die weder eine Eigentumswohnung hier kaufen, meist keine Miete oder/und Auto selbst zahlen müssen, etc.
vielleicht gilt das für einen CEO oder mittl. management, mit sicherheit aber nicht für die masse. du bekommst dein gehalt und gut is.miete zahlst du ganz normal, dir wird höchstens schon die wohnung gesucht. private nutzung des dienstwagens(wenn überhaupt) muss auch bezahlt werden.

essen,trinken,konsum,ausgehen kostet auch. oder wird es den ach so tollen expats auch spendiert? wohl kaum. solange sich genug verrückte finden, die es für 1000euro nach moskau zieht(freiwillig!), werden sie auch schön ausgenutzt.

mir wurden auch 4000euro netto plus allem pipapo in moskau angeboten. habe dankend abgelehnt. bei 6000 fange ich an zu überlegen. aber nicht laut.
Da sieht man mal wie wenig Ahnung Du hast. Die 4000 Euro Jahresgehalt hätte ich an Deiner Stelle genommen. Mehr wirst Du nicht bekommen in Deiner Position. :-P



Benutzeravatar
Norbert
Vize Admin
Vize Admin
Beiträge: 11202
Registriert: Freitag 30. Juni 2006, 11:25
Wohnort: Nowosibirsk, Dresden
Kontaktdaten:

Re: Wie legt man am besten in Moskau Geld an?

Beitrag von Norbert » Montag 3. Dezember 2007, 08:30

papasha hat geschrieben:wenn die knatter in rus angelegt wird, ist es dank 10% inflation ein nullsummenspiel.egal welche valuta.
Verstehe ich dennoch nicht: Wenn ich mein Geld danach in Deutschland ausgeben will, wo keine 10 Prozent Inflation sind, dann ist eine Anlage vorher in Russland doch eine prima Idee?! (Mal vom Risiko abgesehen.)

Benutzeravatar
harald63
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1980
Registriert: Donnerstag 11. Mai 2006, 12:11
Wohnort: Karlsruhe

Re: Wie legt man am besten in Moskau Geld an?

Beitrag von harald63 » Montag 3. Dezember 2007, 11:05

Norbert_ hat geschrieben:
papasha hat geschrieben:wenn die knatter in rus angelegt wird, ist es dank 10% inflation ein nullsummenspiel.egal welche valuta.
Verstehe ich dennoch nicht: Wenn ich mein Geld danach in Deutschland ausgeben will, wo keine 10 Prozent Inflation sind, dann ist eine Anlage vorher in Russland doch eine prima Idee?! (Mal vom Risiko abgesehen.)
Wenn der Rubel nicht gegenüber dem Euro fällt, dann ja. Die 10% Inflation in Russland ist ja auch wohl eher einer Erhöhung der Preise durch Anpassung an reale Marktpreise geschuldet als einer Entwertung des Rubels.

Benutzeravatar
Norbert
Vize Admin
Vize Admin
Beiträge: 11202
Registriert: Freitag 30. Juni 2006, 11:25
Wohnort: Nowosibirsk, Dresden
Kontaktdaten:

Re: Wie legt man am besten in Moskau Geld an?

Beitrag von Norbert » Montag 3. Dezember 2007, 11:52

harald63 hat geschrieben:Wenn der Rubel nicht gegenüber dem Euro fällt, dann ja.
Genau das meine ich - er ist ja seit ein paar Jahren schon stabil - wenn vielleicht auch staatlich gestützt.
harald63 hat geschrieben:Die 10% Inflation in Russland ist ja auch wohl eher einer Erhöhung der Preise durch Anpassung an reale Marktpreise geschuldet als einer Entwertung des Rubels.
Die Marktpreise sind aber in einigen Bereichen auch schon deutlich überschritten. Die Produktionskosten spiegeln sich jedenfalls in einigen Bereichen nicht in den Preisen wieder.

Benutzeravatar
Dietrich
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 7754
Registriert: Mittwoch 25. Februar 2004, 13:54
Wohnort: Wiesbaden

Re: Wie legt man am besten in Moskau Geld an?

Beitrag von Dietrich » Montag 3. Dezember 2007, 12:17

Norbert_ hat geschrieben:Die Marktpreise sind aber in einigen Bereichen auch schon deutlich überschritten. Die Produktionskosten spiegeln sich jedenfalls in einigen Bereichen nicht in den Preisen wieder.
...sondern eher die Wahl des Autos des Besitzers der Firma....
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)

Paulchen

Re: Wie legt man am besten in Moskau Geld an?

Beitrag von Paulchen » Montag 3. Dezember 2007, 19:02

papasha hat geschrieben:
Paulchen hat geschrieben:von den Renditen, die man in Moskau mit einer normalen Festgeldanlage erzielen kann träumen wir hier in Deutschland nur...Meine Frau hat ein Konto, da gibt es 10% p.a. Die Anlage wird übrigens nicht in Rubel sondern in Euro geführt, damit auch keine Abwertungsrisiko.
falsch.

wenn die knatter in rus angelegt wird, ist es dank 10% inflation ein nullsummenspiel.egal welche valuta.
Wäre mir neu, dass sich der Euro in Russland nach den Regeln des Rubel und nicht denen des Euro entwertet. Die Inflation richtet sich nach dem Austauschverhältnis von Geld zu allen anderen Gütern des jeweiligen Währungsraumes. Und dieser Währungsraum bleibtbei allen umlaufenden Euronen (auch in Russland) der Euroraum.
Das einzige Risiko ist daher, wie gesagt, der fehlende Einlagensicherungsfond. Allerdings gibts jetzt bei einigen Banken in Russland so ein seltsamen Siegel mit angeblichen Staatsgarantien. Hat dazu jemand Erfahrung?



Antworten

Zurück zu „#Geldtransfer| #Banken | #Zahlungsverkehr“