Ein Kölner in Moskau

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Sibirier
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Re: Ein Kölner in Moskau

Beitrag von Sibirier » Donnerstag 3. Juli 2014, 00:42

Liebe Mods, könnt Ihr bitte ab Seite 2 abtrennen und in die Kaffeebar verschieben? Danke im Voraus!
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....



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Alex KA
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Re: Ein Kölner in Moskau

Beitrag von Alex KA » Donnerstag 3. Juli 2014, 03:42

Also ich kaufe in Russland normalerweise nur einen Typ von Brot - "ржаной обдирной" als frisch gebacken könnte man dieses Brot nur in Soviet Union Zeiten kaufen, und einige Jahre danach.. Damals hatten wir noch sowjetische Brot-Läden wo frische Brot mit spezialisierten LKW-s angeliefert war.. Heute so-was lohnt es sich nicht mehr, zu teuer oder so..
Die Talg für "ржаной обдирной" wird nicht mit Hefe gemacht aber mit Milch Bakterien, das dauert länger.. Heutzutage liegt er in Supermarkt schon geschnitten und längst erkältet, vielleicht mischt man auch etwas in Talg damit Brot länger frisch bleibt, davon wird er auch nicht besser.. aber ich kaufe ihn trotzdem, gebraten auf Pfanne oder getrocknet ist er auch gut..
"ржаной обдирной" kriegen sie in keine хлебопечка gebacken, dafür braucht man richtige Stamm von Bakterien und dauert zu lange..

kamensky
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Re: Ein Kölner in Moskau

Beitrag von kamensky » Donnerstag 3. Juli 2014, 06:36

m1009 hat geschrieben:
Sibirier hat geschrieben:Diese Ofenfrische Brote in der RF kannst vergessen. ALLE.
was ihr immer habt..... MUSS immer alles so sein wie in DE ? Kann man nicht das Gegebene geniessen? Immer nur Meckern und Schimpfen... :roll:

Besonders bei kamensky hab ich den Eindruck, man ist nur unter Zwang und Druck in der RF.... Sowieso alles nur Mist und Schei...e....

Вам сдес не места ....
@m1009

Dem ist nicht so, doch eine REGIERUNG im Gesamten sollte mehr Fähigkeiten besitzen, als nur die eigene geringe Staatsverschuldung und Finanzreserven in`s Licht zu rücken, doch rundherum und wo man hinschaut von der Bildung angefangen bis................... zu weiss nicht Gott was ist alles nahezu wie Sie selbst erwähnt haben "Sche...e"! Das ewige RIESEN BLA BLA vom Zaren zu Moskau bestätigt doch exakt, dass er und seine Hampelmänner seit 2003 selbst NICHTS im wirtschaftlichen und innovativen Bereich auf die Reihe gekriegt haben. Fängt ja beim Brot schon an. Als Bsp. erinnere ich an den Auszug aus den Wahlmanifest 2003 von ER: "2006 wird jeder Arbeit in seinem Beruf haben." 83% der Ausgebildeten (Lehr- bzw. Uniabgänger ) fanden letztes Jahr keinen Arbeitsplatz in ihrem angestammten Beruf. Beschämend für die Kremlidioten in Moskau und zugleich traurig für die Betroffenen.
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Re: Ein Kölner in Moskau

Beitrag von m1009 » Donnerstag 3. Juli 2014, 06:53

Dem ist nicht so,
Da bin ich aber beruhigt ... ;)
Denken ist wie googeln, nur krasser!

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Re: Ein Kölner in Moskau

Beitrag von kamensky » Donnerstag 3. Juli 2014, 07:21

Sibirier hat geschrieben:....Und als ich das tippte, hatte ich Brathering von Stockmans und das leckere Graubrot vom Obninckoe Helebnokombinat, welches bei uns verkauft wird. Dazu ein Bier. ;) Jetzt warten noch frische Erdbeeren aus dem eigenen Garten auf mich. Natürlich mit Schlagsahne von Stockmans. ;)
Hmm, lecker! Sie Feinschmecker :D
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Alex143
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Re: Ein Kölner in Moskau

Beitrag von Alex143 » Donnerstag 3. Juli 2014, 14:48

Dietrich hat geschrieben:
Alex143 hat geschrieben:Den Russen fehlt da einfach die Technologie
Was ist es, was da fehlt? Technologie?
Was meinst du damit? Knetmaschinen? Waagen? Ofen?

Also "Know-How" könnte ich ja noch verstehen... aber wieso sollten die Russen nicht in der Lage sein, einfach die gleichen Maschinen zu kaufen, die auch in deutschen Bäckereien stehen?
Mit Technologie meine ich das grundlegene Verständis was passiert mit meinem Teig/ Mehl wenn ich dies und das, oder das nicht mache, warum muss ich das machen, warum gerade jetzt, und und und, Warum muss ich den Teig versäuern, warum benötige ich hier besondere Enzyme, warum muss das Wasser bei den Teig kalt sein, warum hier warm, warum muss ich das eine Mehl 12h vorher einweichen, warum kann ich das andere Mehl direkt verarbeiten, und und und ....

Köntte so ewig weitermachen, die Maschienen sind teilweise auch nicht so der Hit.

Es fängt halt beim Personal an, die gute bewährte Deutsche Ausbildung (3 Jahre) fehlt hier einfach komplett. Ist ja nicht nur im Bäckerhandwerk so, sondern auch bei vielen anderen Dingen im Ausland. Aber so kann man sich ja gut ergänzen, der Russische Markt bietet halt viel mehr potenzial als der Deutsche, man wird in der Zukunft schon einen weg finden :)

Gruss Alex

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Re: Ein Kölner in Moskau

Beitrag von Dietrich » Donnerstag 3. Juli 2014, 15:37

Alex143 hat geschrieben:Mit Technologie meine ich das grundlegene Verständis was passiert mit meinem Teig/ Mehl wenn ich dies und das, oder das nicht mache, warum muss ich das machen, warum gerade jetzt, und und und, Warum muss ich den Teig versäuern, warum benötige ich hier besondere Enzyme, warum muss das Wasser bei den Teig kalt sein, warum hier warm, warum muss ich das eine Mehl 12h vorher einweichen, warum kann ich das andere Mehl direkt verarbeiten, und und und ....
Also doch genau das, was ich als Know-How" bezeichnet hätte. Plus Sorgfalt und Identifikation mit seinem Produkt.
Alex143 hat geschrieben:Es fängt halt beim Personal an, die gute bewährte Deutsche Ausbildung (3 Jahre) fehlt hier einfach komplett. Ist ja nicht nur im Bäckerhandwerk so, sondern auch bei vielen anderen Dingen im Ausland. Aber so kann man sich ja gut ergänzen, der Russische Markt bietet halt viel mehr potenzial als der Deutsche, man wird in der Zukunft schon einen weg finden :)
Dann solltest du dir mal anhören, wie abschätzig hier viele über diese Ausbildung urteilen.
Wenn ich meine Frau zu dem Thema höre, dann ist der Ausbildungsberuf entweder total unnütz, weil es in Russland eher ein Studium ist - z.B. Krankenschwester. Oder er ist vollkommen überzogen. Warum muss eine Verkäuferin 3 Jahre lernen? Das kann doch jeder.... Und die russischen Handwerker sind auch viel besser... **hust**

Wie ihre Meinung zu Bäckern ist.... keine Ahnung.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)

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Re: Ein Kölner in Moskau

Beitrag von Alex143 » Donnerstag 3. Juli 2014, 16:09

Dann solltest du dir mal anhören, wie abschätzig hier viele über diese Ausbildung urteilen.
Wenn ich meine Frau zu dem Thema höre, dann ist der Ausbildungsberuf entweder total unnütz, weil es in Russland eher ein Studium ist - z.B. Krankenschwester. Oder er ist vollkommen überzogen. Warum muss eine Verkäuferin 3 Jahre lernen? Das kann doch jeder.... Und die russischen Handwerker sind auch viel besser... **hust**

Wie ihre Meinung zu Bäckern ist.... keine Ahnung.
Auf welchem Standpunkt bist du ? lebst du in Russland oder in Deutschland ? Ist deine Frau Deutsche oder Russin ?

Also, das problem ist das ein Studium keine Praxis bietet, und eine 3 Jährige ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin ist in meinem Augen auch berächtigt.

Gruss Alex

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Re: Ein Kölner in Moskau

Beitrag von Dietrich » Donnerstag 3. Juli 2014, 16:40

Alex143 hat geschrieben:Auf welchem Standpunkt bist du ? lebst du in Russland oder in Deutschland ? Ist deine Frau Deutsche oder Russin ?
Also, das problem ist das ein Studium keine Praxis bietet, und eine 3 Jährige ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin ist in meinem Augen auch berächtigt.
Gruss Alex
Meine Frau ist Russin. Wir leben in D.
Meine Frau hat genau so ein Studium als Krankenschwester vor 20 Jahren in RU abgeschlossen und danach eine zeitlang als Krankenschwester (in RU) gearbeitet. So wie sie es darstellt, war es eine (fast) gleichberechtigte Arbeit zwischen den Ärzten und den Krankenschwestern.
Jetzt arbeitet sie seit 2 Jahren hier wieder als Krankenschwester.... verteilt hauptsächlich Medikamente, wäscht Patienten und füttert die, die nicht mehr selbst essen können. Irgendwann ist dann Visite und die "Götter in Weiß" kommen. Die Studierten! Die Wissenden! Die Fehlerlosen! ;-)
Den Rest kann man sich denken.....

Zwischen 1995 und 2005 hatte meine Frau als Verkäuferin gearbeitet. Erst Modeschmuck, dann Werbung. Niedriges Fixgehalt, hohe Provisionen. Angenehme Arbeitszeiten.
Ohne 3-jährige Ausbildung kann sie in Deutschland vielleicht Regale einräumen. Oder eben eine Lehre machen. 3 Jahre....

Da kann man einen gewissen Frust schon verstehen. Und vielen (russischen) Freundinnen in Deutschland geht es ähnlich.
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Re: Ein Kölner in Moskau

Beitrag von Alex KA » Donnerstag 3. Juli 2014, 17:15

ich habe in Deutschland nur Brot in Supermarkt gekauft, verschiedene Sorten probiert, die waren definitiv nicht besser als das was wir in Russland haben.. und manche Sorten waren in De nicht verhangen.. BIO Brot habe ich nicht probiert, der kostete so teuer wie Fleisch.. nur deswegen.. ist wirklich so gut?



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