Als Deutsche Gast in der Kaliningrader Oblast

Wer nicht wie ein Elefant ins Glashaus trampeln möchte, hat hier die Möglichkeit dezent auf sich aufmerksam zu machen. (ist keine Pflichtveranstaltung) Herzlich Willkommen!
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Ingaz
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Als Deutsche Gast in der Kaliningrader Oblast

Beitrag von Ingaz » Dienstag 16. Dezember 2014, 21:23

Hallo an Russen und Deutsche! [welcome]
Seit 1994 besuche ich Dörfer um Kaliningrad.

Grund meiner Anmeldung hier im Forum ist die Sorge um Kinder und Familien in der aktuellen finanziellen Situation.
Mich interessiert, ob es bei weiter steigenden Preisen irgendwelche zusätzlichen Hilfen für Rentner, Kinderreiche Familien und Kranke gibt.
Kennt sich jemand der Forumsmitglieder damit aus?
Dann freue ich mich mich über Eure Infos.

Inga
Zuletzt geändert von Ingaz am Mittwoch 17. Dezember 2014, 02:08, insgesamt 1-mal geändert.



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m1009
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Re: Als Deutsche Gast in der Kaliningrader Oblast

Beitrag von m1009 » Dienstag 16. Dezember 2014, 23:27

Kennt sich jemand der Forumsmitglieder damit aus?
20:00/21:00 ist Nachrichtenzeit. IMO Pflichtveranstaltung momentan.

Die Grundnahrungmittel sollen stabil bleiben. So zumindest die Aussagen von kleinem Bruder.

OT. War heut Abend in einem Perekrostok. Und war von den Socken. Z.b. Eier gut 20Rub teurer (zwischen 65 und 78 Rub), Schnittkaese ab 150 Rub (normal um die 90 - 120), Nivea Deo 175 Rub (normal 105 bis 120 Rub). Finster.
Denken ist wie googeln, nur krasser!

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Re: Als Deutsche Gast in der Kaliningrader Oblast

Beitrag von Bluewolf » Mittwoch 17. Dezember 2014, 16:06

Hallo Ingaz,

willkommen im Forum, wenn auch unter denkbar ungünstigen Umständen.
Die Situation ist in der Tat zur Zeit erschreckende und Besserung nicht abzusehen, insbesondere leider für Kranke und Rentner. Speziell diese beiden Gruppen sind seit jeher unsichtbar, wenn es um das Thema soziale Unterstützung geht.
Ich fürchte wenn Du da jemand bestimmten im Auge hast, geht das nur über private Initiative und Unterstützung.

Liebe Grüße
Uwe

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Ingaz
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Re: Als Deutsche Gast in der Kaliningrader Oblast

Beitrag von Ingaz » Mittwoch 17. Dezember 2014, 17:11

hi Uwe,
jemand bestimmten im Auge
, das ist richtig, - aber nicht nur Jemanden - sondern viele Bestimmte. Seit 1994 helfe ich in Dörfern mit Unterstützung meiner deutschen Nachbarn und Leuten, die meine Zeitungsartikel gelesen haben. Anfänglich habe ich z.B. für 15 Feldscherstationen sterile Spritzen und Ähnliches gekauft, fürs Kinderkrankenhaus Puder, Creme und Medikamente und Mein Womo mit mehreren 100kg Kleidung vollgepackt (zu lesen hier: parnehnen-hilfe.org)
Nun wurde alles anders. Das "Dom Kultura" ist im wahrsten Sinne zusammengebrochen , die Bibliothek mit vielen von mir gekauften russischen Büchern aufgelöst, die Leute haben Kühe und Hühner abgeschafft, weil sie Arbeit und Geld hatten. (Jetzt kann niemand von der armen Dorfbevölkerung wieder eine Kuh anschaffen, aber sie würden sie brauchen)
4 mal im Jahr bin ich früher selbst für mehrere Wochen dort gewesen, hatte bis vor 1 Jahr eine kleine, gemütliche Wohnung und viel Besuch von Nachbarn und Kindern.
Aus gesundheitlichen und Altersgründen gehts nicht mehr so oft und so lange.
2 meiner besten Freunde und Helfer dort sind innerhalb der letzten 2 Jahre mit 45 und 51 Jahren plötzlich verstorben, ein Dritter, der teilweise Wäsche und Geld für mich verteilt, wenn ich nicht selbst vor Ort sein kann, ist seit Wochen im Krankenhaus.
Wenn ich an ihn Geld überweise, müßte ich z.Zt. für jede Abhebung (nur noch 5000 Rubel, also 50 Euro) 6, Euro = 12% Bearbeitungsgebühr bezahlen. (Ich habe jetzt einen zuverlässigen Boten für Euro nach dort, aber nicht für jedes Mal.) Für kinderreiche bedürftige Familien, für Kranke und Alte, auch für einige Operationen an einem Kind in Moskau schicke ich Geld.
Gut könnte ich Hilfe brauchen, manchmal für eine komplizierte Übersetzung, für Mitnahme von größeren Paketen mit Kleidung, für Beratung, wenn es um REnten oder Sozialhilfefragen geht. Sollte ich evtl. bei Interesse an anderer Stelle ein entsprechendes Thema eröffnen, oder gibt es schon ähnliche Fragen?

Danke für Rat und Tat.

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Re: Als Deutsche Gast in der Kaliningrader Oblast

Beitrag von Bluewolf » Mittwoch 17. Dezember 2014, 17:24

Hallo Ingaz,

ich kenne mich leider in der Oblast Kaliningrad nicht aus, aber evtl. wäre es möglich über Umwege etwas Hilfe oder zumindest Ansprechpartner zu bekommen.
Eine Freundin hat in Nischni Novgorod schon vor einiger Zeit das Women Crisis Center gegründet, eine Anlaufstelle für Frauen und Kinder die unter häuslicher Gewalt leiden. Da sie auch für die WHO arbeitet und in dieser Funktion des Öfteren mit Hilfsorganisationen auf der ganzen Welt zu tun hat, ist sie dementsprechend gut vernetzt. Wenn Du ihr Dein Anliegen schildert hat sie ja vielleicht eine Idee.
Bei Interesse schicke mir einfach eine PM. ich gebe Dir dann die Kontaktdaten, vorab kannst Du Dich auf Facebook informieren https://www.facebook.com/anastasia.ermolaeva.56?fref=ts Keine Ahnung ob der Link so funktioniert, wenn nicht suche nach Anastasia Ermolaeva.
Ich würde sie dann vorher noch informieren wie Du auf sie kamst ;-)



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