Flucht vor dem deutschen Bildungssystem

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bella_b33
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Re: Flucht vor dem deutschen Bildungssystem

Beitrag von bella_b33 » Dienstag 17. November 2015, 22:09

m5bere2 hat geschrieben:Und jetzt entscheide ich selbst, wann ich arbeite und woran
Willkommen im Club ;)
m1009 hat geschrieben:Meine Erfahrung.... Wenn der momentane Lebenspartner Dich als Berufsreisenden kennen lernt, hat die Beziehung eine laengere Halbwertzeit.
Jein....es gibt auch auf diesem Weg welche, die nie drauf klarkommen werden und dich alle 2 Min anrufen, wie scheisse Dein Job doch ist....

Bei meiner Frau ist es aber auch so, wir kennen es beide nicht anders und es ist eben so. Ich schrub ja auch, daß ich nicht mehr ganz so viele Arbeitstage hab ;)
“Wow, eine superleichte Profi-Angel für 10Euro! Wo ist der Haken?"
"Es gibt keinen Haken..."



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Re: Flucht vor dem deutschen Bildungssystem

Beitrag von saransk » Samstag 21. November 2015, 12:21

Dann will ich Dich auch mal hier begrüßen.
inorcist hat geschrieben:Auch wenn ich die gewählte Überschrift "Flucht vor dem deutschen Bildungssystem" irgendwie ein wenig krass finde.
Klingt auf jeden Fall interessant, auch wenn ich , wie viele andere bestimmt auch, erst an etwas anderes gedacht habe.
Für meine Teil würde ich sogar das Gegenteil behaupten.
Einer der Gründe, welcher uns daran hindert endgültig rüberzuziehen ist das russische Bildungssystem.
Mein "großer" kommt nächstes Jahr in die Schule, und ich möchte ihm nicht alle zukünftigen Wege verbauen.
Denke mal, daß er mit einem deutschen Schulabschluß bessere Chancen hat irgendwo etwas interessantes zu lernen oder zu studieren als mit dem russischen. Wozu braucht er Kenntnisse in russischer Geschichte und russische Literatur, wenn vor allem erstgenannte poltisch indoktriniert unterrichtet wird.
Jetzt gibts bestimmt wieder einen bösen Kommentar von ...

Gruß
Christoph

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Re: Flucht vor dem deutschen Bildungssystem

Beitrag von m5bere2 » Samstag 21. November 2015, 14:26

saransk hat geschrieben:Einer der Gründe, welcher uns daran hindert endgültig rüberzuziehen ist das russische Bildungssystem.
Mein "großer" kommt nächstes Jahr in die Schule, und ich möchte ihm nicht alle zukünftigen Wege verbauen.
Ich würde behaupten, dass meine Studenten in Nowosibirsk meinen ehemaligen Studenten in Berlin und Jena einiges voraus haben. Meiner Erfahrung nach können sich die Produkte des russischen Bildungssystems zumindest in Mathematik und den Naturwissenschaften weltweit sehen lassen (was sie dann auch tun, weil sie im Ausland oft besser bezahlt werden, aber mir ist die bessere Bezahlung es nicht wert, die Familie zu opfern).

Solange man etwas "hartes" studiert, ist man hier gut aufgehoben. Jetzt können wir natürlich die alte Schlammschlacht "Humanitärwissenschaften" gegen "Naturwissenschaften" beginnen. ;-)
saransk hat geschrieben:Wozu braucht er Kenntnisse in russischer Geschichte und russische Literatur, wenn vor allem erstgenannte poltisch indoktriniert unterrichtet wird.
Was die ganzen "Weichwissenschaften" betrifft: die sind in jedem Land Verarsche, in Russland wie in Deutschland.

Nun ist meine Schulzeit in Deutschland noch nicht superlange her: insbesondere der Geschichts- und Politikunterricht war da fern jeder Neutralität. Die USA und NATO sind in der jüngeren Geschichte ausschließlich die Guten. Von zahlreichen der NSA inszenierten Putsches, die mittlerweile ja sogar offiziell veröffentlicht sind, war nie die Rede. Bei der Besprechung der Kubakrise auch die Invasion in der Schweinebucht erwähnen? Fehlanzeige. Der böse Russe hat einfach den armen Amerikanern seine Atomraketen auf Kuba hingestellt, usw...

Zum Politikunterricht: da ist die EU die demokratischste Institution der Welt. Da wird nicht erwähnt, dass das EU-Parlament, immerhin das einzig demokratisch gewählte Organ der EU, in allen wesentlichen Fragen lediglich Empfehlungen abgeben darf und alles Wesentliche von der nicht gewählten EU-Kommission entschieden wird... es gab für ein Halbjahr einen Solzialkundelehrer, der solche Sachen ansprach, der musste die Schule nach dem halben Jahr verlassen.

Zum Ethikunterricht: wenn ein Schüler fragt, warum Menschen Schweine essen aber es verpönt ist, Katzen zu essen, wird er von der ganzen Klasse samt Lehrer geächtet. Jegliches Denken ab der etablierten Normen wird unterbunden.

Zur Literatur: da finde ich die russische besser als die deutsche. ;-)

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Re: Flucht vor dem deutschen Bildungssystem

Beitrag von Wladimir30 » Samstag 21. November 2015, 16:05

m5bere2 hat geschrieben:Solange man etwas "hartes" studiert, ist man hier gut aufgehoben. Jetzt können wir natürlich die alte Schlammschlacht "Humanitärwissenschaften" gegen "Naturwissenschaften" beginnen. ;-)
Keine Schlammschlacht, sicher nicht. Ich finde es nur nicht gut, ehrlich gesagt sogar etwas überheblich, das so zu titulieren. Linguistik, wenn sie ernsthaft betrieben wird, ist sicherlich nicht was Weiches. Auch Literaturwissenschaft (die etwas völlig anderes ist als Textanalysen wie in der Schule oder solche saublöden Fragen wie "Was wollte der Autor uns sagen") ist nichts Weiches, sondern ebenso rein faktenorientiert wie Naturwissenschaften. Das ist z.B. für Germanistikstudenten oft der Schock, wenn sie in der Schule wohlfeil über Texte fabulieren konnten und denken, dass das an der Uni so weiter geht, und nun auf einmal ein Text nach wissenschaftlichen Maßstäben analysiert werden soll.
Was die ganzen "Weichwissenschaften" betrifft: die sind in jedem Land Verarsche, in Russland wie in Deutschland.
Wenn Du Geschichte, Politik und ähnliches meinst, dann stimmt das ohne Wenn und Aber. Deine Beispiele, die Du bringst, kenne ich auch noch zur Genüge. Zu den Humanitärwissenschaften zählen aber z.B. auch Fremdsprachen.
Zur Literatur: da finde ich die russische besser als die deutsche.
Freut mich zu hören. Welche Werke denn? Und was genau gefällt Dir besser?
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Re: Flucht vor dem deutschen Bildungssystem

Beitrag von m5bere2 » Samstag 21. November 2015, 16:35

Wladimir30 hat geschrieben:Linguistik, wenn sie ernsthaft betrieben wird, ist sicherlich nicht was Weiches.
Ja, da gebe ich dir Recht. Zu Literaturwissenschaften außerhalb der Schule kann ich allerdings nicht urteilen.
Freut mich zu hören. Welche Werke denn? Und was genau gefällt Dir besser?
Ich kann leider nicht sagen, was mir genau an der russischen Literatur besser gefällt. Fakt ist,
* dass ich in meinem Leben mehr russische Bücher (auf russisch) gelesen habe als deutsche Bücher,
* ich eine ganze Liste von russischen Büchern habe, die ich gerne noch lesen möchte,
* ich mich mit einer Antwort schwer tue, wenn meine Frau mich fragt, was sie Interessantes auf deutsch lesen könnte. ;-)

Für mich sind einfach die Themen und Probleme in der russischen Literatur interessanter. Meine Lieblingsbücher auf russisch waren
* Угрюм-река von Schischkow, ein Muss für Sibirier ;-), ich weiß gar nicht, ob es eine deutsche Übersetzung gibt.
* Der Idiot von Dostojewski,
* die weiße Garde von Bulgakov (ich fühlte mich durch die aktuelle Ukrainekrise viel an das Buch erinnert),
* Die Lady MacBeth von Mzensk von Leskov (wobei seine железная воля über den Deutschen in Russland auch nett ist),
* Puschkins Выстрел (super Idee, den anderen erst zum Duell zu fordern, wenn es ihm auch wehtut ;-) )
* Повесть о декабристе Петре Муханове ... scheint relativ unbekannt, hat nichtmal ne ISBN, ist in den 80ern in irgendeinem Nowosibirsker Verlag erschienen, verstaubte bei meiner Schwiegertante in Tomsk im Regal. :-)

Was sind deine Empfehlungen?

In der deutschen Literatur gefällt mir am ehesten Wolfgang Borchert, aber der hat zu wenig in seinem kurzen Leben geschrieben. Dürrenmatts Besuch der alten Dame und die Physiker sind auch gut. Aber die deutschen Klassiker konnten mich wenig begeistern, auch wenn es zur Pflicht des guten Thüringers gehört, zu erwähnen, dass Göthe und Schiller lange in Thüringen gelebt haben. ;-) Und natürlich wollte auch Napoleon schon Jena erobern, weil es dort so schön ist. ;-)



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Re: Flucht vor dem deutschen Bildungssystem

Beitrag von saransk » Samstag 21. November 2015, 16:51

m5bere2 hat geschrieben: Was die ganzen "Weichwissenschaften" betrifft: die sind in jedem Land Verarsche, in Russland wie in Deutschland.
Mit der Reife des Alters http://forum.aktuell.ru/images/smilies/icon_lol.gif stimme ich Dir da zu.

Ich habe halt die "klassische" Schiene gemacht. Realschule, Ausbildung und danach Studium auf dem zweiten Bildungsweg.
Sehe aber das Problem von beiden Seiten. Mein Schulabschluß, aber auch meine berufsabschlüsse werden in Russland nicht anerkannt.
Ebensowenig wie Schul- und Studienabschluß meiner Frau in Deutschland für Begeisterungsstürme sorgten.
Ihr wurde als Anerkennung für Ihr Diplom (Ökonomin) der deutsche Realschulabschluß angeboten (Kultusministerium RLP). Deutsches Abitur der großen wurde aber letztes Jahr sowohl in Russland als auch in anderen Ländern anerkannt.
Insofern müsste ich meine Kinder auf die (kaum finanzierbare) Deutsche Schule in Moskau schicken, um nach jetzigem Stand einigermaßen Gewissheit zu haben, Ihnen keinen allzu großen Stein in den Weg gelegt zu haben.

Und im Grunde ist doch vieles was gelernt wird sowoso für die Katz, und nur das eventuell verwertbar, was in Richtung Beruf/Studium geht. Ich rede hier jetzt nicht von den Grundkenntnissen, sondern von Sozialkunde, Musik, Geschichte etc.
Muss aber auch hinzufügen, daß ich von den humanistischen Grundlagen der Klasse 5-7 (gemeinsame Orientierungsstufe mit einem altsprachlichen Gymnasium) auch heute noch profitiere. jedenfalls mehr als von Biologie oder Chemie und Sozialkunde

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Re: Flucht vor dem deutschen Bildungssystem

Beitrag von Wladimir30 » Samstag 21. November 2015, 17:09

m5bere2 hat geschrieben: ich mich mit einer Antwort schwer tue, wenn meine Frau mich fragt, was sie Interessantes auf deutsch lesen könnte.
Hängt natürlich davon ab, was sie überhaupt gerne liest. Romane, Krimis, ...?
Was sind deine Empfehlungen?
Wenn ich das so richtig einschätze, was Du schreibst, empfehle ich Dir noch Schukschin. Seine Kurzgeschichten (рассказы) sind oft sehr witzig, und zeichnen oft schöne Landschaften. Er kommt glaub ich auch aus Sibirien, zumindest wirkt das auf mich so "sibirisch".

Gefällt mir übrigens sehr gut, Deine Auswahl, sowohl was die deutsche als auch was die russische Literatur betrifft.
Göthe

Au backe, wenn Norbert das sieht, gibt's Ärger.
Und natürlich wollte auch Napoleon schon Jena erobertn, weil es dort so schön ist. ;-)
Ähem. Wirklich? Bin ich mir gar nicht so sicher.
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Re: Flucht vor dem deutschen Bildungssystem

Beitrag von m5bere2 » Samstag 21. November 2015, 17:26

saransk hat geschrieben:Mein Schulabschluß, aber auch meine berufsabschlüsse werden in Russland nicht anerkannt.
Ebensowenig wie Schul- und Studienabschluß meiner Frau in Deutschland für Begeisterungsstürme sorgten.
Es gibt da so eine Datenbank, wo drin steht, welcher Abschluss von welcher russischen Uni in Deutschland wie anerkannt wird: http://anabin.kmk.org/

Mit wechselseitiger Anerkennung von Promotionen gibt es anscheinend die wenigsten Probleme. Meine Frau konnte als russischer Kandidat in Deutschland genau so problemlos als Doktor rumlaufen wie ein deutscher Doktor in Russland als Kandidat. Etwas unfair ist, dass ein französischer Doktor in Russland gleich als Doktor statt Kandidat rumlaufen darf, weil es in Frankreich keinen höheren Abschluss gibt. Obwohl ein französischer Doktor sicher nicht schwieriger ist als ein deutscher (sofern er überhaupt irgendwie schwierig ist, bei den vielen Betrugsfällen...)
Ihr wurde als Anerkennung für Ihr Diplom (Ökonomin) der deutsche Realschulabschluß angeboten (Kultusministerium RLP).
Das ist ja direkt eine Beleidigung. Aber es ist in der Tat wohl so, dass in der obigen Datenbanken die Diplome in Naturwissenschaften und Mathematik in Deutschland gerne anerkannt werden, während es bei den anderen Fächern schwierig ist.
Insofern müsste ich meine Kinder auf die (kaum finanzierbare) Deutsche Schule in Moskau schicken, um nach jetzigem Stand einigermaßen Gewissheit zu haben, Ihnen keinen allzu großen Stein in den Weg gelegt zu haben.
Oder in obige Datenbank gucken und ein ideologie- und sprachneutrales Fach studieren. ;-)

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Re: Flucht vor dem deutschen Bildungssystem

Beitrag von m5bere2 » Samstag 21. November 2015, 17:51

Wladimir30 hat geschrieben:Hängt natürlich davon ab, was sie überhaupt gerne liest. Romane, Krimis, ...?
Auf russisch mögen wir ungefähr die gleichen Bücher. Warum ich ihr zum Geburtstag aber ein Buch über Krieg geschenkt habe (von Borchert), hat sie nicht verstanden. ;-)

Obwohl ihr z.B. судьба человека von Шолохов gefallen hat. Den müsste ich auch noch lesen, тихий дон und поднятая целина. Irgendwann habe ich sicher Zeit dafür, die Bücher haben aber viel so südrussische Sprache, weswegen sie nicht ganz einfach sind. So wie diese ganzen Dialoge von kaum russisch sprechenden sibirischen Urvölkern in Угрюм-река.
Wenn ich das so richtig einschätze, was Du schreibst, empfehle ich Dir noch Schukschin. Seine Kurzgeschichten (рассказы) sind oft sehr witzig, und zeichnen oft schöne Landschaften. Er kommt glaub ich auch aus Sibirien, zumindest wirkt das auf mich so "sibirisch".
Ich werde schauen. Die Sibirien-Aufzeichnungen von Tschechow finde ich auch lustig, wo er z.B. beschreibt, dass Leute in Sibirien nicht sagen "таракан ползёт" sondern "таракан бежит" ... oder dass man damals wohl in Sibirien "реветь" zu "rufen" sagte. Und da standen sie dann am Ufer eines Flusses, die Fähre war weg, und der Kutscher schlägt Tschechow vor "давайте, Ваше благородие, реветь!". Hab ich mich beeiert...

Ansonsten kriegt man bei Tschechows Sibirienaufzeichnung den Eindruck, es hätte sich in 100 Jahren kaum was geändert. Besonders was Straßen betrifft. ;-)

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Re: Flucht vor dem deutschen Bildungssystem

Beitrag von scandec » Samstag 21. November 2015, 23:29

bella_b33 hat geschrieben:
m5bere2 hat geschrieben:
makarios hat geschrieben: Also, bei Thüringern denke ich eher an Bratwürste als an Klöße... mmhh
Auf die Würste kann ich gut und gerne verzichten. Aber ein paar Klöße mit Roulade und Rotkraut, das fehlt mir hier schon. :-D
Bei mir ist es eher anders herum. Klöße, Schweinebraten, Eisbein, Gans...mit sowas kann man mich eh nur jagen. Eine schöne Bratwurst, das vermisse ich immernoch, denn dauernd nur Schaschlik aufm Grill muss ich auch nicht haben. Ich hab aber schon interessante Dinge für den Grill gefunden, die gar nicht so schlecht schmecken.
Hier ist noch ein Thüringer, der beim Wort Thüringen natürlich sofort die Bratwurst denkt - und an den legendären Born-Senf aus Erfurt (wo ich aufgewachsen bin). Hier in Stockholm kriegt man das verständlicherweise auch nicht - aber wenn man zwei Drittel Schweinefleisch und ein Drittel Speck durch den Fleischwolf haut und mitsamt paar Eiern und den nötigen Gewürzen in Naturdarm füllt, hat man original Thüringer Roster! Das machen wir immer im Winter.
Die Gewürzmischung gibts im Netz und die anderen Zutaten überall. Eure Freunde und Nachbarn werden euch nach der nächsten Grillparty aus der Hand (fr)essen!



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