auf dem Motorrad an die Seidenstrasse

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Re: auf dem Motorrad an die Seidenstrasse

Beitrag von Anelya » Montag 20. Februar 2017, 17:03

Ich würde mich auch erkundigen, wieviel ein Cargo-Transport per Bahn für die Räder kosten würde. Evt. ist das günstiger und einfacher zu organisieren, als ein Jahresvisum für Kirgistan, Registrierung, Übersetzungen, "Handgeld" für Mittelsmänner etc.pp. zu bezahlen. Zumal ihr die Räder ja auch nicht 9 Monate auf der Straße stehen lassen wollt (hoffe ich), man müsste also auch jemand ein wenig Geld geben, dass er die 9 Monate im (überdachten) Hof o.ä. abstellt.
Hier die Seite der Eisenbahn: http://www.kjd.kg/ru/

Außerdem kann man (das geht aber meist nur sehr kurzfristig) bei LKW-Speditionen anrufen und nach Zuladungen fragen. Das ist meist sehr günstig und vielleicht fährt eine Fuhre in Richtung Osteuropa/Deutschland.

Meine Überlegungen zum Jahresvisum: Ein "echtes" Jahresvisum (also 365/365 Tage) wird ohne Kontakte u.U. schwierig bzw. sehr teuer, da das unter keinen Umständen mehr als Touristenvisum bzw. "einfaches" Businesvisum laufen wird.



mzungu21
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Re: auf dem Motorrad an die Seidenstrasse

Beitrag von mzungu21 » Montag 20. Februar 2017, 19:21

Danke, da mags du mit dem Jahres-Visa für Kirgisien recht haben obwohl ich das noch gar nicht so richtig versucht habe... Was auch enorm erscherend kommt ist ja auch noch die geplante Rückreise in 2018 über China, Pakistan, Iran, Türkei, Griechenlad usw... Schon alleine China macht es einem sehr schwer ins Land zu kommen und dort braucht man (Vorschrift) einen Begleiter, in Pakistan muss man i.d.R. escortiert werden und wie es bis dahin im Iran aussieht, kann man heute auch nicht sagen. Bin momentan am Plan B dran, der dann heissen würde; weiterreisen durch Kazachstan bis Omsk und von dort dann mit der Bahn weiter, wobei die Mopeds wohl separat mit einer Spedition nach Moskau reisen und wir dann mit der Transsib (oder ähnlich), von Moskau dann zurück über Land... Wie gesagt, ist es nur Plan B, aber wahrscheinlich der deutlich besser absehbare...
Mal gucken, was noch so kommt...
Beste Grüße von Leo

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m1009
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Re: auf dem Motorrad an die Seidenstrasse

Beitrag von m1009 » Montag 20. Februar 2017, 21:31

Außerdem kann man (das geht aber meist nur sehr kurzfristig) bei LKW-Speditionen anrufen und nach Zuladungen fragen. Das ist meist sehr günstig und vielleicht fährt eine Fuhre in Richtung Osteuropa/Deutschland.
Grenzüberschreitender Versand ist nur moeglich, wenn bei der Aus/Einfuhr der Fahrzeuglenker persoenlich anwesend ist.

In Bisckkek auf einen LKW laden und in Berlin in Empfang nehmen. Das klappt nicht. Alternativ Luftfracht, dann erfolgt die "Ausfuhr" am Flughafen.

Das mit dem quer durch Land schicken... Kontaktiert im Vorfeld eine Spedition bzw. RZD... Wir wollten seinerzeit einen Sprinter mit Motorschaden aus Sibirien in Richtung Moskau transportieren. Das war legal nur moeglich, wenn der Inhaber der Zollerklaerung persoenlich beim Transport anwesend ist, um Probleme bei Kontrollen durch GAI und Transportministerium vorzubeugen.

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Re: auf dem Motorrad an die Seidenstrasse

Beitrag von mzungu21 » Montag 20. Februar 2017, 21:42

Habe heute schon eine deutsche Spedition, die wöchentlich Transporte von Bischkek durchführt, angemailt... Bin mal auf die Antwort gespannt...

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Re: auf dem Motorrad an die Seidenstrasse

Beitrag von Anelya » Dienstag 21. Februar 2017, 12:41

m1009 hat geschrieben:
Außerdem kann man (das geht aber meist nur sehr kurzfristig) bei LKW-Speditionen anrufen und nach Zuladungen fragen. Das ist meist sehr günstig und vielleicht fährt eine Fuhre in Richtung Osteuropa/Deutschland.
Grenzüberschreitender Versand ist nur moeglich, wenn bei der Aus/Einfuhr der Fahrzeuglenker persoenlich anwesend ist.

In Bisckkek auf einen LKW laden und in Berlin in Empfang nehmen. Das klappt nicht. Alternativ Luftfracht, dann erfolgt die "Ausfuhr" am Flughafen.
Vielen Dank für die Info! Wurde das erst vor kurzem geändert? Ich meine, dass einige Goethe-Sprachassistenten (also ohne Diplomatenstatus) das noch vor einigen Jahren so gehandhabt haben. Aber ich kann mich auch irren.



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Re: auf dem Motorrad an die Seidenstrasse

Beitrag von m1009 » Dienstag 21. Februar 2017, 13:01

Nein, das ist schon immer so.

Sonderregelungen gibt es, z.b. fuer den ADAC. Ich hab an der Grenze mal mit dem Fahrer eines ADAC Transporter gesprochen. Der meinte, es gibt immer irgendwelche Probleme an der Grenze, manchmal mit tagelangen Wartezeiten, teilweise muessen die Eigentuemer zur Grenze reisen. So die muendliche Aussage.

Auch die Jungs die vor Jahren nach Alaska wollten, haben Ausnahmegenehmigungen bekommen, da die Fahrzeuge irgendwo bei Uelen festsitzen.

Wie machen die das vom Goethe Institut? Schippern alle 365 Tage das Fahrzeug ueber die Grenze?

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Re: auf dem Motorrad an die Seidenstrasse

Beitrag von Anelya » Dienstag 21. Februar 2017, 13:08

m1009 hat geschrieben:Nein, das ist schon immer so.

Sonderregelungen gibt es, z.b. fuer den ADAC. Ich hab an der Grenze mal mit dem Fahrer eines ADAC Transporter gesprochen. Der meinte, es gibt immer irgendwelche Probleme an der Grenze, manchmal mit tagelangen Wartezeiten, teilweise muessen die Eigentuemer zur Grenze reisen. So die muendliche Aussage.

Auch die Jungs die vor Jahren nach Alaska wollten, haben Ausnahmegenehmigungen bekommen, da die Fahrzeuge irgendwo bei Uelen festsitzen.

Wie machen die das vom Goethe Institut? Schippern alle 365 Tage das Fahrzeug ueber die Grenze?
Das ist ja interessant, vielen Dank für die Info!
Den Fall, den ich kannte, war einfach - Sprachassistenten von DAAD und Goethe sind meist eh nur für ein Jahr im Land, das ist also problemlos.

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Re: auf dem Motorrad an die Seidenstrasse

Beitrag von m1009 » Dienstag 21. Februar 2017, 13:34

Es kann natuerlich sein, das es ueber Vor/Nachverzollung funktioniert. D.h. der geschlossene LKW wird an der Grenze verplombt, die eigentliche voruebergehende Einfuhr erfolgt erst auf dem Zollhof des Ziel-Zollamtes. Umgekehrt genauso..... Aber, das ist nur eine Annahme. Eine solche Moeglichkeit wurde uns nie offeriert.

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