Begrüssung die Zweite.

Wer nicht wie ein Elefant ins Glashaus trampeln möchte, hat hier die Möglichkeit dezent auf sich aufmerksam zu machen. (ist keine Pflichtveranstaltung) Herzlich Willkommen!
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Tonicek
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Begrüssung die Zweite.

Beitrag von Tonicek » Montag 9. Juli 2018, 20:55

Wladimir30 hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 19:08
Nur so am Rande. Ich bin mit denen befreundet. Weder haben Sie auch nur eine Glühbirne gewechselt noch auch nur einen Stein gemauert.
Dazu fällt mir nur ein: "Wer solche Freunde hat - braucht keine Feinde!"
Wladimir30 hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 19:08
Glaub und denk was Du willst.
Das mach' ich sowieso - unnötig, mir solch unsinnige Ratschläge zu erteilen - ODER: Glaubst Du allen Ernstes immer noch, daß ich an den von Dir
geschriebenen Unsinn glaube?

P.S.: [welcome] = an Deine Elektriker + Maurer . . .



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Re: Begrüssung die Zweite.

Beitrag von Norbert » Dienstag 10. Juli 2018, 06:19

Jungs, haltet Euch mit Eurem Privatkrieg bitte etwas zurück.

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Re: Begrüssung die Zweite.

Beitrag von Wladimir30 » Dienstag 10. Juli 2018, 07:09

Ich hatte auch nicht vor, hier noch irgendwas weiter zu schreiben. Meine Beiträge waren als persönliche Ansichten zur gestellten Problematik gedacht und rein inhaltsbezogen. Jegliche Emotionalität von meiner Seite aus war charakterbedingt und nicht personenbezogen.
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Re: Begrüssung die Zweite.

Beitrag von m1009 » Dienstag 10. Juli 2018, 08:22

scandec hat geschrieben:
Sonntag 8. Juli 2018, 11:12
Wobei Deutsche im Ausland oft die Tendenz haben, nichts mit anderen Deutschen zu tun zu haben wollen.
Ob das an der Mentalität der Deutschen liegt?
Mir macht es nichts aus, nur alle Jubeljahre mal einen Deutschen zu sehen. Was meist nur beim Gluehbirnen (was im uebrigen LEUCHTMITTEL heisst, ihr Assis) -Tausch (ja lieber Waldi, Fakten!) suedlich von Vladimir beim Platzhirschtreffen des Promovierten passiert. Ja... Ihr habt es erfasst, ich bin der beschriebene Elektriker mit dem IQ unter Durchschnitt.

Ich hab einen ehemaligen Kollegen in Moskau. Seit 20 Jahren als Expat dort. Kaum Kontakt (ausser mit mir) zu Deutschen. Auch kein gesteigertes Interesse. Kompletter Freundeskreis besteht aus Russen. Inkl. nicht unwesentlichen Aktivitaeten nach Feierabend.

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Re: Begrüssung die Zweite.

Beitrag von Norbert » Dienstag 10. Juli 2018, 09:19

Was, vor sieben Jahren war ein ELEKTRIKER (ok, Leuchtmittel-Schrauber) bei mir zu Besuch?? Das hättest Du ja auch mal früher sagen können.

Ich denke das geringe Interesse an anderen Landsleuten ist auch in der Problematik begründet, dass die anderen Deutschen oft nach einiger Zeit wieder verschwinden. In meinen ersten Jahren in Russland war der Kontakt zu Diplomaten, Studenten, Praktikanten, Lektoren und so weiter noch sehr eng. Viele Freundschaften sind so entstanden, die leider aber größtenteils eingeschlafen sind. Irgendwann verliert man die Lust, sich immer wieder zu öffnen, um die gewonnene Freundschaft dann doch wieder zu verlieren.

Und dazu kommt, dass einen halt außer dem deutschen Pass nicht zwingend viel verbindet. Ich bin nun mal kein Fußballfan und auch kein Talent im Bowling. Klar schaut man mal gemeinsam ein WM-Spiel oder schubst mal ein paar Kegel vom Parkett. Aber es ist eben nicht die tiefe Freundschaft, die man zu jemandem entwickelt, der denselben Musikgeschmack hat, ähnliche Filme mag, gesellschaftlich in einer ähnlichen Ecke steht, etc. - diese Dinge sind für eine tiefe Freundschaft aber wichtiger, als der Pass und die Sprache.

Und die Leute, mit denen man sich vermutlich wirklich dauerhaft gut verstehen würde, wechseln leider Glühbirnen in Novogorod. (OK, betreuen Straßenbau-Firmen in der Tundra.)



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Re: Begrüssung die Zweite.

Beitrag von Wladimir30 » Dienstag 10. Juli 2018, 09:20

m1009 hat geschrieben:
Dienstag 10. Juli 2018, 08:22

Elektriker mit dem IQ unter Durchschnitt.
Wenn das von mir so rüber gekommen sein sollte, dann bitte ich um Verzeihung. Nichts läge mir ferner.
Norbert hat geschrieben:
Dienstag 10. Juli 2018, 09:19
Leuchtmittel-Schrauber
Eigentlich eher Strippenzieher dachte ich so?
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Re: Begrüssung die Zweite.

Beitrag von scandec » Dienstag 10. Juli 2018, 10:16

Wladimir30 hat geschrieben:
Dienstag 10. Juli 2018, 09:20
Eigentlich eher Strippenzieher dachte ich so?
Meine Herren, wie viele Elektriker plötzlich auftauchen :-)) - gestatten, ich auch. Wobei Strippenzieher eher der Ausdruck von den anderen Gewerken auf dem Bau war/ist (bin schon einige Jahre raus).

Übrigens, mein Ausbilder hat immer gesagt, es heisst Glühlampe, nicht birne, weil Birnen am Baum wachsen. Aber heutzutage erübrigt sich diese Diskussion bald, da dieses Leuchtmittel am Aussterben ist, zumindest in der EU.

Wie ist das, gibts in Russland nach wie vor das ganze Sortiment an Glühlampen zu kaufen? Hab zwar einiges an 60W gebunkert, aber auch die werden irgendwann mal zur Neige gehen.

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Re: Begrüssung die Zweite.

Beitrag von Norbert » Dienstag 10. Juli 2018, 10:21

scandec hat geschrieben:
Dienstag 10. Juli 2018, 10:16
Wie ist das, gibts in Russland nach wie vor das ganze Sortiment an Glühlampen zu kaufen? Hab zwar einiges an 60W gebunkert, aber auch die werden irgendwann mal zur Neige gehen.
Jep, es gibt noch alle Arten von Glühbirnen.

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Re: Begrüssung die Zweite.

Beitrag von Wladimir30 » Dienstag 10. Juli 2018, 10:30

So, wie Norbert das beschrieben hat, meinte ich das irgendwie auch. Freundschaften werden mit Menschen geschlossen, nicht mit Staatsangehörigen. Und, ja, absolut richtig, die Tatsache, dass einige kommen und bald wieder gehen, fördert auch nicht die Bereitschaft, sich auf tiefer gehende Beziehungen einzulassen.

Allerdings ist meine Erfahrung etwas anders als bei Norbert. Anfänglich hat mich doch viel an Deutschland gehalten. Anfang der 90er Jahre war z.B. das Internet noch sehr dünne hier, und mich hat es genervt, dass z.B. keine Nachrichten aus Deutschland verfügbar waren. Ich spürte, wie die Mentalitätsunterschiede doch größer waren, als ich trotz meiner vielen Besuche und längeren Aufenthalte zuvor schon erkannt hatte. Meine theoretische Beschäftigung mit dieser Frage noch während des Studiums half mir zwar, vieles schneller zu verstehen oder zumindest einzuordnen. Aber mir fehlte, dass man spontan über dasselbe lacht, ich spürte, dass die spontanen, also nicht bewußt gesteuerten Reaktionen unterschiedlich waren, dass mit anderen Worten die Wertvorstellungen andere waren, dass das Selbstverständnis der Leute anders war, das Verhalten untereinander anderen Gesetzen folgte. Zum Teil lag es sicherlich mit daran, dass ich aus dem Westen kam. Aber es ist eben doch eine z.T. völlig andere Sozialisation in Russland, die ich dann bei meinen Kindern später live erleben konnte.

In dieser Phase in den frühen 90ern waren sehr viele Deutsche in Russland, meist als "Aufbauhelfer" oder so. Jelzin hatte ja mit Kohl ein Hilfsprogramm ins Leben gerufen, und sehr viele Spezialisten aus DEU kamen, um beim wirtschaftlichen Übergang zu helfen (Sinn und Unsinn dieser Aktionen lassen wir mal hier außen vor). Hier war ich anfänglich ganz froh, mit Deutschen kommunizieren zu können, meist als Dolmetscher zudem direkt eingebunden in dieses Programm. Bis ich dann recht schnell merkte, was Norbert auch sagte. Ausser der Tatsache, dass wir einen deutschen Pass hatten, hat uns in den meisten Fällen wenig miteiander verbunden.

So festigte sich langsam, aber sicher die Einstellung, dass für mich das Vorhandensein einer bestimmten Staatsangehörigkeit für einen persönlichen Kontakt so ziemlich keine Rolle spielt.
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Re: Begrüssung die Zweite.

Beitrag von Okonjima » Dienstag 10. Juli 2018, 17:42

Eigentlich eher Strippenzieher dachte ich so?
machts nicht so kompliziert - das heißt Steckdosenkasper und fertig ;)


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