Freundschaft mit Russland

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Bobsie
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Re: Freundschaft mit Russland

Beitrag von Bobsie » Montag 25. Februar 2019, 13:32

bella_b33 hat geschrieben:
Montag 25. Februar 2019, 12:49
DE Mediziner....echt?
Ich mein, die Lux-Bezahl-Polikliniken kenne und nutze ich. Aber jemand aus DE ist mir da noch nicht vor die Füße gekommen.
In einer dieser Luxuseinrichtungen hat man mir vor 10 Monaten eine graue Star Opration gemacht, erst einmal auf einem Auge, für 24000 Rubel / 330 Euro. :) In D kostet so eine OP 1800 - 3000 Euro
Ach so, Wartezeiten gab es auch keine, man fragte mich, wann es mir denn passen würde. :shock:



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Re: Freundschaft mit Russland

Beitrag von Norbert » Montag 25. Februar 2019, 14:02

Ja, es gibt aber leider auch die Gegenbeispiele, bei denen jemand an einer simplen Gangräne im Krankenhaus stirbt (in meinem Verwandtenkreis) oder nach einem Herzinfarkt der Notarzt im Stadtgebiet erst nach 45 Minuten, also zu spät, kommt (unter den Deutschen in Novosibirsk).

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Re: Freundschaft mit Russland

Beitrag von Berlino10 » Montag 25. Februar 2019, 15:00

Gefühlt und aus den Erzählungen meiner rus. Familie und Freunde rechne ich schon auch irgendwie damit,
dass ich in RUS in den nächsten 20-30 Jahren ein grösseres, vielleicht sogar 10%-Risko habe/hätte,
erhebliche Nachteile bis hin zum Tod wegen mangelhafter medizinischer Betreuung zu erleiden, die in DEU vermeidbar wären.

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Re: Freundschaft mit Russland

Beitrag von bella_b33 » Montag 25. Februar 2019, 18:33

Norbert hat geschrieben:
Montag 25. Februar 2019, 14:02
Ja, es gibt aber leider auch die Gegenbeispiele, bei denen jemand an einer simplen Gangräne im Krankenhaus stirbt
Ganz frische tragische Geschichte. Kumpel ist zum Doktor, weil es ihm wieder einmal nicht gut ging.....im Wartezimmer umgekippt, tot.

Das Ganze ist in Deutschland passiert. Man findet auf beiden Seiten schlecht gelaufene Geschichten.....gefühlt in Ru natürlich deutlich mehr.

Aber ja, RKW in RU kannste vergessen, da hast Du es im Notfall hinter Dir, bevor das Auto da ist. Ich habs in der Nachbarschaft schon erlebt, die haben dann die Kinder schnell zu uns gegeben und sind selber losgefahren.
Dumm sein ist wie tot sein: Man selber merkt nichts, schlimm ist es nur für die Anderen!

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Re: Freundschaft mit Russland

Beitrag von Wladimir30 » Montag 25. Februar 2019, 19:52

Berlino10 hat geschrieben:
Montag 25. Februar 2019, 15:00
Gefühlt und aus den Erzählungen meiner rus. Familie und Freunde rechne ich schon auch irgendwie damit,
dass ich in RUS in den nächsten 20-30 Jahren ein grösseres, vielleicht sogar 10%-Risko habe/hätte,
erhebliche Nachteile bis hin zum Tod wegen mangelhafter medizinischer Betreuung zu erleiden, die in DEU vermeidbar wären.
Meiner Meinung und Erfahrung nach lernt man in Russland (notgedrungen), mehr selbst auf seine Gesundheit zu achten und nicht (wie sehr oft in DEU) zu leben wie man gerade will mit dem Hintergedanken, dass das medizische System einem dann schon hilft.

Ein Ansatz, den ich gut finde.
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Re: Freundschaft mit Russland

Beitrag von paramecium » Montag 25. Februar 2019, 21:14

Wladimir30 hat geschrieben:
Montag 25. Februar 2019, 19:52
Berlino10 hat geschrieben:
Montag 25. Februar 2019, 15:00
Gefühlt und aus den Erzählungen meiner rus. Familie und Freunde rechne ich schon auch irgendwie damit,
dass ich in RUS in den nächsten 20-30 Jahren ein grösseres, vielleicht sogar 10%-Risko habe/hätte,
erhebliche Nachteile bis hin zum Tod wegen mangelhafter medizinischer Betreuung zu erleiden, die in DEU vermeidbar wären.
Meiner Meinung und Erfahrung nach lernt man in Russland (notgedrungen), mehr selbst auf seine Gesundheit zu achten und nicht (wie sehr oft in DEU) zu leben wie man gerade will mit dem Hintergedanken, dass das medizische System einem dann schon hilft.

Ein Ansatz, den ich gut finde.
Auf seinen Körper sollte man natürlich immer achten, egal in welchem Land man wohnt. Das hilft einem aber in vielen Fällen nicht weiter. Um nur ein paar Beispiele zu nennen:
- Die Säuglingssterblichkeit ist in Russland immer noch mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland.
- Kardiovaskuläre Erkrankungen bei denen man trotz guter Medikamenteneinstellung häufig plötzlich auf schnelle kompetente Hilfe angewiesen ist, sind ebenfalls doppelt so häufig in Russland. Eine der Folgen: Die Rate der Toten durch Schlaganfälle ist mehr als doppelt so hoch.
- Die Tuberkuloserate (davon mittlerweile viele Fälle antibiotikaresistent) ist mehr als 20 mal höher und somit auch das Risiko sich ungewollt anzustecken.

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Re: Freundschaft mit Russland

Beitrag von Berlino10 » Montag 25. Februar 2019, 21:38

paramecium hat geschrieben:
Montag 25. Februar 2019, 21:14
Auf seinen Körper sollte man natürlich immer achten, egal in welchem Land man wohnt. Das hilft einem aber in vielen Fällen nicht weiter. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: ...
Das hat aber oft nur bedingt etwas mit dem medizinischen sondern eher mit dem sozialen System zu tun.
So ist die Säuglingssterblichkeit in den USA in etwa so hoch wie in RUS. Auch das Krebsrisiko, Kardiovaskuläre Erkrankungen, oder Diabetes u.a. sind sehr oft zT doppelt so hoch wegen "Sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen" (wiki), in den USA ist diese Diskrepanz sehr gut dokumentiert zwischen Weißen und Latinos, Schwarzen, ...
Will damit sagen, dass man ggfls sozial, ernährungstechnisch, ... vorsorgen kann, um nicht den landestypischen Risikokategorien in RUS voll ausgesetzt zu sein.

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Re: Freundschaft mit Russland

Beitrag von Wladimir30 » Montag 25. Februar 2019, 21:40

Berlino10 hat geschrieben:
Montag 25. Februar 2019, 21:38
Will damit sagen, dass man ggfls sozial, ernährungstechnisch, ... vorsorgen kann, um nicht den landestypischen Risikokategorien in RUS voll ausgesetzt zu sein.
Genau das wollte ich damit ausdrücken!!!
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Re: Freundschaft mit Russland

Beitrag von m1009 » Dienstag 26. Februar 2019, 08:10

bella_b33 hat geschrieben:
Montag 25. Februar 2019, 12:49
DE Mediziner....echt?
In Nizhny und Saransk wohl eher nicht.... Die privaten Einrichtungen in Nizhny wuerde ich auch nicht als Lux bezeichnen.

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Re: Freundschaft mit Russland

Beitrag von Wladimir30 » Dienstag 26. Februar 2019, 10:17

Ist die Frage, was man als LUX überhaupt bezeichnet.

Für mich wäre die Qualifikation des medizinischen Personals und deren Einstellung zur Arbeit das Hauptkriterium für die Kategorisierung. Ob nun Einzelzimmer, Steak zum Mittagessen, u.ä. als Kriterium herangezogen werden soll, ist in meinem Qualitätskatalog nur von untergeordneter Bedeutung. Das Vorhandensein von teuren Geräten ist natürlich auch ein Argum,ent, die Frage ist nur, von wem es bedient wird.
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