Neuling

Wer nicht wie ein Elefant ins Glashaus trampeln möchte, hat hier die Möglichkeit dezent auf sich aufmerksam zu machen. (ist keine Pflichtveranstaltung) Herzlich Willkommen!
Ralf Dettler
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Neuling

Beitrag von Ralf Dettler » Sonntag 23. Februar 2020, 19:20

Hallo Gemeinde. Ich versuche mich kurz zu fassen. Mein Name ist Ralf ich komme aus Halle Saale.Ich bin 49 Jahre alt. Ich plane seit 2 Jahren einen Fußmarsch von (Visabedingt jetzt Ahlbeck) nach Sankt Petersburg. Am 01.04.2020 geht es los. am 07.07 2020 ( 50 Geburtstag ) Ankunft. Der Grund ist die Behinderung meines Sohnes aber auch einen Weg zu finden dies alles zu verarbeiten. Dies ist kein Scherz und alles gut geplant. Visum,Versicherungen alles fertig. Mich plagt jetzt nur die Frage des Übergangs von Polen nach Kaliningrad (Grenzübergang Gronowo). Kann ich zu Fuß da rüber ???? Ich habe hier Berichte gelesen, mit Datum 2012,die sagen "nur Mobil und nichts zu Fuß. Die Option von Danzig nach Kaliningrad mit dem Bus würde ich gerne vermeiden. Ich bedanke mich für hilfreiche Hinweide.



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Re: Neuling

Beitrag von Packerowski » Montag 24. Februar 2020, 02:33

Hallo Ralf, herzlich Willkommen im Forum. Ich schätze, Du hast da keine guten Chancen. Es gibt nur ganz wenige russische Grenzübergänge, an denen Fußgänger abgefertigt werden. Offizielle Infos zu Kaliningrad-Polen habe ich auf die Schnelle leider auch nicht gefunden. Erlaubt sind Fußgänger offenbar aber zumindest an der Königin-Luise-Brücke in Tilsit/Sowjetsk Richtung Litauen. Viel Glück bei Deinem Vorhaben!

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Re: Neuling

Beitrag von m1009 » Montag 24. Februar 2020, 05:56

An den Grenzen gibt es immer wieder Fussgaenger, die einen bitten, sie mit ueber die Grenze zu nehmen.

Von daher, zu Fuss an die Grenze, sich Zeit nehmen und auf einen freundlichen Autofahrer warten. Ein paar Worte Polnisch und Russisch im Vorfeld zu lernen, waehre sicher hilfreich.

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Re: Neuling

Beitrag von bella_b33 » Montag 24. Februar 2020, 10:14

Herzlich Willkommen und viel Glück sowie Erfolg bei Deinem Vorhaben Ralf!
m1009 hat geschrieben:
Montag 24. Februar 2020, 05:56
An den Grenzen gibt es immer wieder Fussgaenger, die einen bitten, sie mit ueber die Grenze zu nehmen.
Welche ich selbst nicht mitnehmen würde, wenn ich alleine in nem komplett leeren Auto drüberfahre. Man weiß nie, was man sich da aufhalst...dann wird der Anhalter an der Grenze lang gemacht und Du bist direkt mit dran...Abfahrt!
“Wow, eine superleichte Profi-Angel für 10Euro! Wo ist der Haken?"
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Re: Neuling

Beitrag von Bobsie » Montag 24. Februar 2020, 11:45

m1009 hat geschrieben:
Montag 24. Februar 2020, 05:56
An den Grenzen gibt es immer wieder Fussgaenger, die einen bitten, sie mit ueber die Grenze zu nehmen.
Welche ich selbst nicht mitnehmen würde, wenn ich alleine in nem komplett leeren Auto drüberfahre. Man weiß nie, was man sich da aufhalst...dann wird der Anhalter an der Grenze lang gemacht und Du bist direkt mit dran...Abfahrt!
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Der Anhalterverkehr ist in RUS noch an der Tagaesordnung. In diesem Fall musst Du das deutsche Denken ablegen. Aussedem ist in diesm Fall eine andere Situation, da sind im Grenzbereich immer andere Autos / Menschen in der Nähe, so dass da keine Gefahr für den Fahrer oder Mitfahrer besteht.



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Re: Neuling

Beitrag von bella_b33 » Montag 24. Februar 2020, 13:03

Bobsie hat geschrieben:
Montag 24. Februar 2020, 11:45
Du das deutsche Denken ablegen.
Ganz meine Meinung: russisch denken! Also: "каменные лицо", gerade aus schauen und weiter fahren" :lol: :D

Ich kenn nichtmal nen Russen in meinem Umfeld, der Anhalter mitnimmt :lol:. Ich nehme maximal nen Nachbarn, den ich persönlich kenne, kurz mit in die Stadt, wenn er vorn bei uns an der BuHa steht oder gerade dort hin läuft....evtl.
Anhalten tu ich bei Unfällen, wo noch keiner vor Ort ist, um erste Hilfe zu leisten oder Autos zurück auf die Straße zu zerren usw.....bei irgendwelchen Wegelagerern bleiben grundsätzlich alle Türen verschlossen. Das kann auch ganz schnell ins Auge gehen und dann steht(oder liegt) man da.
Der Anhalterverkehr ist in RUS noch an der Tagaesordnung.
Ich muss gestehen, ich sehe auf normalen Straßen Anhalter ungefähr so viele wie Radfahrer im Jahr....2-3 Stück, wenns hochkommt. Man muss sich da schon ein Kreuz im Kalender machen. Ich fahre etwas weniger M-Trassen, mehr so relativ lange Nord Süd Verbindungsstraßen. Letztens mal wieder ein paar km(vllt. 80) M7, von Nizhniy Novgorod bis Abfahrt Murom...da war ausser viel Winterdreck und Verkaufsautos mit Ne-zamirsaika auf dem Dach eigentlich auch nichts weiter am Strassenrand.
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Re: Neuling

Beitrag von Norbert » Montag 24. Februar 2020, 13:57

Ich habe in Russland zweimal versucht zu trampen. Es war im Vergleich zu Deutschland um ein Vielfaches mühsamer.

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Anhalter am Grenzübergang Re: Neuling

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Montag 24. Februar 2020, 15:46

Es ist eine doofe Situation, denn jeder kann mal auch solch eine Hilfe benötigen.

Im Grenzposten ist das Risiko ausgeraubt zu werden, relativ gering.

Dafür bekommen Fahrer und ggf. Insassen erhebliche Probleme, wenn der Anhalter nicht alle Papiere dabei hat (Stichwort illegale Einreise) oder verbotene Dinge dabei hat (Tütchen mit Drogen) oder diese in die Tür-Seitenablage fallen lässt. Letzteres bringt wenigstens Untersuchungshaft für alle und es wird schwer sein, sich da herauszuwinden.

Um an Bella anzuknüpfen - bei Hilfesuchenden am Straßenrand versuche ich die Situation einzuschätzen. Ich habe keine Bedenken nachts um 3:00 Uhr zwischen Narva und Tartu anzuhalten. Da wartet niemand auf einen dummen Deutschen, um diesen auszurauben, da ist dann wirklich jemand liegen geblieben.

In allen anderen Situationen, Türen verschließen, langsam vorbei fahren, versuchen, Überblick zu erlangen, dann entscheiden, ob weiter vorn angehalten wird oder nicht. Es gibt leider genug fingierte Unfälle, die nur zum Ausrauben dienen. Im Zweifelsfalle bis in die nächste Siedlung fahren und von dort aus Polizei verständigen: Da und da ist jemand vermutlich liegengeblieben, Situation unklar. Es ist wirklich ein Dilemma, man wankt zwischen der Selbstverständlichkeit, zu helfen und dem Schutz vor Überfällen.

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Re: Neuling

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Montag 24. Februar 2020, 15:56

Es gibt einen Vertrag zw. Polen und Russland, der besagt, dass die GÜST Fußgängergrenzen sind. Das wird aber wohl geflissentlich ignoriert oder ich habe die Vertragsänderung nicht gefunden.

Neben Anhalter kannst Du mit dem Bus von Braunsberg Bahnhof über die Grenze fahren und dich dann in Heiligenbeil vom Busfahrer im Stadtgebiet, meinetwegen bei Surgutneftegas (Tanke) absetzen lassen. Nicht an der ersten Ros&Neft- bzw. der gegenüberliegenden Lukoil-Tanke, da ist Grenzgebiet.

Die Grenzpassage zu Fuß müsste möglich sein in Tilsit an der Luisenbrücke, und in Narva/Iwangorod, entweder am Hauptübergang oder einem kleineren im Stadtgebiet. In Pillkoppen auf der Kurischen Nehrung habe ich da meine Zweifel, da vor der eigentlichen Grenzübergangsstelle ein recht großer Grenzgebietsstreifen ist.

Ich würde aber beim russischen Grenzschutz (Pogranitschnoje uprawlenije FSB) dazu per E-Mail anfragen.

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Re: Neuling

Beitrag von Wladimir30 » Montag 24. Februar 2020, 15:57

Bobsie hat geschrieben:
Montag 24. Februar 2020, 11:45
Welche ich selbst nicht mitnehmen würde, wenn ich alleine in nem komplett leeren Auto drüberfahre. Man weiß nie, was man sich da aufhalst...dann wird der Anhalter an der Grenze lang gemacht und Du bist direkt mit dran...Abfahrt!
Der Anhalterverkehr ist in RUS noch an der Tagaesordnung. In diesem Fall musst Du das deutsche Denken ablegen.
Also per Anhalter in RUS an der Tagesordnung halte ich für ausgemachten Blödsinn. Das hat nix mit deutschem Denken zu tun, sondern ist eine im Laufe der Jahre empirisch belegte Tatsache.

Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob Bella das Ausrauben meinte. Es reicht schon, wenn der Mitgenommene aus welchen Gründen auch immer festgenommen wird an der Grenze und Du dann in Sippenhaft gleich mit.
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