Neuling

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Re: Neuling

Beitrag von Bobsie » Montag 24. Februar 2020, 16:21

Wladimir30 hat geschrieben:
Montag 24. Februar 2020, 15:57
Also per Anhalter in RUS an der Tagesordnung halte ich für ausgemachten Blödsinn. Das hat nix mit deutschem Denken zu tun, sondern ist eine im Laufe der Jahre empirisch belegte Tatsache.
Dann fahre mal die 65 km zwischen Taganrog und Rostow am Don hin oder auch zurück, da sind an jedem Stadtausgang bekannte Plätze, auf denen die Anhalter stehen und auch mitgenommen werden.



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Re: Neuling

Beitrag von Wladimir30 » Montag 24. Februar 2020, 17:01

M1009 kann uns sicher genauer sagen, um wieviel Male das Strassennetz länger ist 65 km.

Aber bitte, wenn Du meinst, dass dieses Stück repräsentativ ist, so dass Du gleich sagen sagen kannst, dass es "in Russland an der Tagesordnung" ist....
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Re: Neuling

Beitrag von Bobsie » Montag 24. Februar 2020, 17:06

Wenn Du Klugscheisser das so meinst, dann ist das wohl so.

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Re: Neuling

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Montag 24. Februar 2020, 18:03

Können wir uns bitte - persönliche Animositäten hin oder her - darauf einigen, dass zum Thema Anhalter mitnehmen, wenn am Straßenrand jemand tatsächlich oder scheinbar Hilfe benötigt anhalten, doch viele auf unterschiedlichen Erfahrungen und Überlegungen basierende Standpunkte herrschen? Risiken wurden hinreichend dargelegt. Das mit den "versehentlich im Auto des Mitnehmenden fallen gelassenen Drogen" oder anderen verbotenen Dingen kann übrigens mit jedem anderen Anhalter auch außerhalb der Grenzposten, z. B. bei einer Razzia, passieren, und zwar weltweit.

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Re: Neuling

Beitrag von m1009 » Montag 24. Februar 2020, 18:12

Was an Trassen ab und zu auffällt, sind die Mitglieder vom ПЛАС (Петербургская Лига Автостопа). Zu erkennen an den quitschgelben Overalls mit Reflektionsstreifen. Augenkrebsgruen hab ich auch schon gesehen, scheinen also einige richtige sich in Russland zu tummeln. In den Sommermonaten halt mehr, in Winter sehr sehr selten. Die wuerde ich als klassische Tramper/Anhalter bezeichnen. Ich hab einmal in der Nacht bei Regen in Hoehe V. Novgorod einen aufgesammelt und mit nach Piter genommen.

Ansonsten. Ausfahrt MKAD bei Km 0 in Richtung M7. Rosnefttanke gleich an der Auffahrt zur M7. Dort sind die Woche ueber immer wieder Leute zu sehen, die Pappschilder und manchmal Ueberfuehrungskennzeichen in der Hand halten, mit der Region, in die sie wollen. Des Raetsels Loesung, es sind Fahrer von Neufahrzeugen, die sie aus den Regionen 16, 52 und 63 in die Hauptstatt brachten. Manchmal ist auf den Pappschildern ein Summe vermerkt, die sie bereit sind, zu zahlen.

Und dann halt die Kurzstreckenmitfahrer. Bus nicht gekommen, dringende Besorgung in der Stadt usw. Aus dem Dorf oder unserer Kirche nehm ich die Leute mit, falls welche winkend an der Haltestelle stehen. Die meisten haben beim Einsteigen schon einen Schein in der Hand, wollen bezahlen. Ob das nun Avtostop ist? Eher "ловить попутку".



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Re: Neuling

Beitrag von bella_b33 » Montag 24. Februar 2020, 18:13

Bobsie hat geschrieben:
Montag 24. Februar 2020, 16:21
da sind an jedem Stadtausgang bekannte Plätze, auf denen die Anhalter stehen und auch mitgenommen werden.
JA, ich erinnere mich tatsächlich, daß am Ortsausgang von Saransk in Richtung Ulyanovsk die Leute Mitte der 2000er an der Bushaltestelle halb auf der Straße standen und auf Mitfahrgelegenheiten gewartet haben, aber das sind alles schwarz-Taxis, also nicht traditionell Anhalter. Auf dem 50km entfernten Dorf, wo ich arbeitete gab es auch einen Platz......das war aber nie so diese klassische "per Anhalter" Geschichte sondern eher, Fahrer hält an: "Hallo, ich nehme 4 mit und jeder zahlt mir jetzt nen guten Preis, damit ich mir heute abend die Locken am Hintern neu eindrehen lassen kann"(Billiger als Taxi, deutlich teurer als Bus).
In Zeiten von BlaBlaCar und online Taxis zu Dumpingpreisen ist das aber schon lange hier aus dem Weltbild verschwunden.

Klugs...was? Ich trau mich das gar nicht zu zitieren, Bobbels....Wortwahl überdenken, bitte!
Magdeburg-Moskva hat geschrieben:
Montag 24. Februar 2020, 15:46
m Grenzposten ist das Risiko ausgeraubt zu werden, relativ gering.
An der Grenze würde es mir auch ehrlich nur darum gehen, was der "Mitfahrer" hat und was er nicht hat.....und was davon passt und was davon uns allesamt lebenslang in den Knast bringen würde.
Magdeburg-Moskva hat geschrieben:
Montag 24. Februar 2020, 15:46
nachts um 3:00 Uhr......da ist dann wirklich jemand liegen geblieben.
Ja genau, mein ich auch. Man hält an, man fragt nach. Aber so pure Anhalter aus Jux.....nope.
Hast Du mal das Video von der Bordkamera der beiden Polizisten mit relativ normalem Gast auf der Rückbank gesehen, die jetzt nicht mehr leben....war vor ein paar Jahren. Ich finde es auf die Schnelle nicht aber würde es auch hier nicht verlinken wollen.....sowas macht nachdenklich und schafft einfache Regeln, wenn man für sich selber 1 und 1 zusammenzählt.

Genauso würde ich z.B. nie mit viel Gepäck in Moskau(oder sonstwo) durch die Metro bzw. mit der Bahn Platzkart fahren nur um 20Eur zu sparen....oder Leuten, die allzu interessiert Fragen stellen irgendwas erzählen(hatte schon nen Einbruchsversuch vor einigen Jahren).

Man wird misstrauischer.....und ein gesundes Misstrauen hat noch Keinem geschadet IMHO.

Gruß
Silvio
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"Es gibt keinen Haken..."

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Re: Neuling

Beitrag von Wladimir30 » Montag 24. Februar 2020, 18:18

@M-M .... was auch tatsächlich aus meiner Erfahrung her stimmt. Die Hilfsbereitschaft, wenn jemand am Steassenrand mit seinem Fahrzeug Hilfe braucht, ist in der Tat enorm. Egal, bei welchen Wetterbedingungen, aber geholfen wird stets.

Es ging ja darum, ob man als Fussgänger die Möglichkeit hat, die Grenze per Anhalter zu überqueren. Hier halte ich die Aussage, dass das in Russland ganz und gar üblich sei, für geeignet, ungerechtfertigte Hoffnungen aufgrund von unzureichender Verallgemeinerung zu wecken.

Sprich ich würde von dieser Idee der Grenzüberschreitung abraten.
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Re: Neuling

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Montag 24. Februar 2020, 18:46

Wladimir30 hat geschrieben:
Montag 24. Februar 2020, 18:18
Es ging ja darum, ob man als Fussgänger die Möglichkeit hat, die Grenze per Anhalter zu überqueren. Hier halte ich die Aussage, dass das in Russland ganz und gar üblich sei, für geeignet, ungerechtfertigte Hoffnungen aufgrund von unzureichender Verallgemeinerung zu wecken.

Sprich ich würde von dieser Idee der Grenzüberschreitung abraten.
Ja, die Diskussion ist abgedriftet.

Ansonsten zum Zitat von dir: Fully ack.

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Re: Neuling

Beitrag von Packerowski » Dienstag 25. Februar 2020, 13:41

Wladimir30 hat geschrieben:
Montag 24. Februar 2020, 18:18
Sprich ich würde von dieser Idee der Grenzüberschreitung abraten.
Eine Alternative könnten Mitnahmedienste wie Blablacar sein. Dort sind Strecken wie Gdansk-Kaliningrad regelmäßig im Angebot. Wenn es bei dem Fußmarsch ums Prinzip geht, kann man sich wahrscheinlich auch irgendwo in Grenznähe verabreden und sofort hinter dem Kontrollpunkt auf russischer Seite aussteigen.

Der Grenzübergang Kurische Nehrung ist für Wanderer/Fußgänger definitiv nicht geöffnet. Mit Fahrrad würde es dort aber wohl gehen.

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Re: Neuling

Beitrag von m1009 » Dienstag 25. Februar 2020, 15:24

Packerowski hat geschrieben:
Dienstag 25. Februar 2020, 13:41
Mit Fahrrad würde es dort aber wohl gehen.
OT.... Von Бурачки weiss ich es definitiv. Bin von Fussgaengern dort schon angesprochen worden, zu Fuss verboten. Bekannte konnten mit dem Rad problemlos passieren....



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