Als Russe in Deutschland?

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m1009
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Re: Als Russe in Deutschland?

Beitrag von m1009 » Samstag 22. Januar 2011, 00:41

Eine Freundin der Familie ist (mir Ihrem deutschen Mann) Mitte 2010 nach Deutschland gezogen. In Russland war sie Deutschlehrerin, darf jetzt auch in Deutschland (Mecklenburg und Berlin/Brandenburg) als Deutschlehrerin arbeiten.

@justmee

Bei Interesse, melde Dich bitte per PM.
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herlit
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Re: Als Russe in Deutschland?

Beitrag von herlit » Samstag 22. Januar 2011, 22:21

m1009 hat geschrieben:Eine Freundin der Familie ist (mir Ihrem deutschen Mann) Mitte 2010 nach Deutschland gezogen. In Russland war sie Deutschlehrerin, darf jetzt auch in Deutschland (Mecklenburg und Berlin/Brandenburg) als Deutschlehrerin arbeiten.

@justmee

Bei Interesse, melde Dich bitte per PM.
Das ist erstaunlich! Und das ohne jede Prüfung? In Meck-Pom kann ich mir das vorstellen, aber in Berlin und Brandenburg?Ich kenne russische Deutschlehrerinnen in Russland, die Kindern und Erwachsenen ein sehr schlechtes Deutsch beibringen. Eine Russin als Deutschlehrerin in Deutschland und das mit einer in Russland erworbenen Qualifikation?! Nein, mein Lieber, das glaube wer will, ich jedenfalls nicht!

pippie

Re: Als Russe in Deutschland?

Beitrag von pippie » Samstag 22. Januar 2011, 22:52

herlit hat geschrieben: Das ist erstaunlich! Und das ohne jede Prüfung? In Meck-Pom kann ich mir das vorstellen, aber in Berlin und Brandenburg?Ich kenne russische Deutschlehrerinnen in Russland, die Kindern und Erwachsenen ein sehr schlechtes Deutsch beibringen. Eine Russin als Deutschlehrerin in Deutschland und das mit einer in Russland erworbenen Qualifikation?! Nein, mein Lieber, das glaube wer will, ich jedenfalls nicht!
Ich kann mir das auch beim besten Willen nicht vorstellen. Wenn ich an meinen Anerkennungsmarathon denke...
Ich kann nur zustimmen, in Berlin oder Brandenburg hätte das nie und nimmer geklappt. Und ehrlich, ich würde sie für meine Kinder lieber als Russischlehrerin haben wollen.

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Re: Als Russe in Deutschland?

Beitrag von m1009 » Sonntag 23. Januar 2011, 00:27

herlit hat geschrieben:Nein, mein Lieber, das glaube wer will, ich jedenfalls nicht!
Ich bin kein Lieber und Deiner schon gar nicht. ><
Und ehrlich, ich würde sie für meine Kinder lieber als Russischlehrerin haben wollen.
[sensationell]

Setzt Euch in eine Ecke, trinkt einen Matetee , und kommt runter von der Palme. ;)

Hab ich einen Satz von Behoerdengaengen, Schulbank druecken, Pruefungen, WO sie unterrichten darf (Nachtrag) etc. geschrieben? Nein. :roll:
Warum? Genau, weil ich keine Details kenne. Halt das, was man in einem kurzem Gespraech erfahren kann.

Wenn ich naeheres weiss, meld ich mich auch bei Euch noch einmal. Es darf nicht sein was .... usw.... ;)
Zuletzt geändert von m1009 am Sonntag 23. Januar 2011, 02:01, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Als Russe in Deutschland?

Beitrag von Sibirier » Sonntag 23. Januar 2011, 00:33

Obwohl manche Russen ein besseres Deutsch sprechen als viele Deutsche..... ;)

Vielleicht unterrichtet sie aber auch Deutsch an der VHS für Ausländer...Dort sind die Aufnahmekriterien nicht so hoch....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....



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Re: Als Russe in Deutschland?

Beitrag von CSB_Wolf » Sonntag 23. Januar 2011, 01:34

pippie hat geschrieben: Ich kann mir das auch beim besten Willen nicht vorstellen. Wenn ich an meinen Anerkennungsmarathon denke...
Bist Du auch Deutschlehrerin 8)

Gruss
wolf

PS: aber wie Sibirer schon schreibt, es gibt viele die Sprechen ein besseres Deutsch als deutsche.

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Re: Als Russe in Deutschland?

Beitrag von Aniki » Sonntag 23. Januar 2011, 12:21

In R studieren/ unterrichten Lehrer nur ein Fach, in D mindestens zwei Fächer. Außerdem gibt es in R kein Referendariat mit anschließender zweiter Staatsprüfung.
Andererseits werden z.Z. ganz händeringend von den Schulen Mathe-, Physik-, Lateinlehrer gesucht. Als Lehrer zumindest für Mathe oder Physik müßte man als Seiteneinsteiger schon Chancen haben. Eventuell muss man das Referendariat nochmal machen.

Übrigens gibt es ja auch Privatschulen, die viel pragmatischer einstellen als staatliche Schulen.

pippie

Re: Als Russe in Deutschland?

Beitrag von pippie » Sonntag 23. Januar 2011, 12:28

CSB_Wolf hat geschrieben:
pippie hat geschrieben: Ich kann mir das auch beim besten Willen nicht vorstellen. Wenn ich an meinen Anerkennungsmarathon denke...
Bist Du auch Deutschlehrerin 8)
Nein, aber jeder der in der ehemaligen Sowjetunion studiert hat, mußte seinen Studienabschluß in Deutschland als gleichwertig anerkennen lassen. Die Begründung dafür, dass man mir in Berlin mein Diplom nicht anerkennen wollte war, dass man in der SU ja schon nach der 10.Klasse zum Studium ging und somit angeblich kein Abitur nötig war, und überhaupt, in nur 4 Jahren kann man gar kein ordentliches Diplom machen. Ich habe dann nach längerem Kampf die Bestätigung bekommen, dass mein Diplom in Deutschland anerkannt ist, aber nicht materiell! Dh. im öffentlichen Dienst könnte ich damit max. in den gehobenen Dienst eingestellt werden und nicht in den höheren, wie Uniabsolventen in Deutschland. Aber damit konnte ich gut leben. Übrigens habe ich an der Uni auch an einem Ausbilderkurs zum Unterrichten der russischen Sprache in fakultativen Kursen teilgenommen und dieses Zertifikat wurde mir anerkannt. Ich darf also russisch für Ausländer an Volkshochschulen unterrichten, sowohl in hier als auch da. Aber ich hüte mich ;)
Sibirier hat geschrieben:Obwohl manche Russen ein besseres Deutsch sprechen als viele Deutsche..... ;)
Das ist bestimmt so, trifft aber sicher nicht auf deutsche Deutschlehrer zu.

Damit mich keiner mißversteht, wenn sie in Deutschland ihre Anerkennung bekommen hat, freu ich mich für sie. Sie mußte aber sicherlich noch einiges an Nachweisen bringen, ehe es soweit war.

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Re: Als Russe in Deutschland?

Beitrag von herlit » Sonntag 23. Januar 2011, 19:56

Aniki hat geschrieben:In R studieren/ unterrichten Lehrer nur ein Fach, in D mindestens zwei Fächer. Außerdem gibt es in R kein Referendariat mit anschließender zweiter Staatsprüfung.
Andererseits werden z.Z. ganz händeringend von den Schulen Mathe-, Physik-, Lateinlehrer gesucht. Als Lehrer zumindest für Mathe oder Physik müßte man als Seiteneinsteiger schon Chancen haben. Eventuell muss man das Referendariat nochmal machen.

Übrigens gibt es ja auch Privatschulen, die viel pragmatischer einstellen als staatliche Schulen.
Auch das kann ich mir nicht vorstellen. Privatschulen müssen sich ebenfalls an bundesdeutsche Gesetze halten. Eine Befähigung für deutsche Schulen ist schon nachzuweisen und eine solche kann mit Sicherheit in Russland nicht erworben werden. Ich denke aber, hier wurde etwas behauptet, das nicht den Tatsachen entspricht. Damit meine ich den Einsatz einer Russin als Deutschlehrerin in Deutschland.

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Re: Als Russe in Deutschland?

Beitrag von herlit » Sonntag 23. Januar 2011, 20:02

Sibirier hat geschrieben:Obwohl manche Russen ein besseres Deutsch sprechen als viele Deutsche..... ;)

Vielleicht unterrichtet sie aber auch Deutsch an der VHS für Ausländer...Dort sind die Aufnahmekriterien nicht so hoch....
Na ja, das einige Russen ein besseres Deutsch sprechen ist schon selten. Täglich stelle ich aber fest - auch hier im Forum - dass Deutsche vermehrt Probleme mit dem Schreiben haben.



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