Tag des Sieges - wie lange und wie feiern?

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fugen
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Re: Tag des Sieges

Beitrag von fugen » Freitag 12. Mai 2017, 04:51

M5: zum aufreiben gibt es Pokémon Go ;-)



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saransk
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Re: Tag des Sieges

Beitrag von saransk » Freitag 12. Mai 2017, 11:38

m5bere2 hat geschrieben:In Deutschland wurde dem Kriegsende dieses Jahr allerdings deutlich zu wenig gedacht, in den Medien gab es am 8. Mai dazu fast nichts.
Warum auch. der Krieg war in den meisten Orten ja schon viel früher vorbei. Der 8. Mai war ja nur ein formeller Tag. Die Frage ist ja, wann man mal einen Schlußstrich unter dies alles ziehen sollte. Sonst müssten wir auch das Kriegsende 1918 und das Kriegsende 1871 und eventuell auch den ersten Pestfreien Tag 14XX noch feiern.
Wichtig ist doch die Lehren aus diesem Krieg und den auslösenden Faktoren zu ziehen, und das möglichst jeden Tag.
Sonst verkommt dieser tag auch irgendwann zu einer Art Muttertag. Einmal im Jahr ein paar Blümchen und das Geschirr abwaschen, aber an den anderen tagen weiter den Pascha raushängen lassen, und die Frau allein in die Küche verbannen und sich vielleicht noch die Flasche Bier bringen lassen.
Klingt vielleicht ketzerisch, aber die Soldaten aller Länder damals haben nur ihren Beruf bzw Ihre Verpflichtung erfüllt. Und der Beruf des Soldaten ist nun mal sein Land auch unter Einsatz seines Lebens zu verteidigen. sonst müssten auch die Busfahrer einen nationalen Feiertag bekommen, weil sie unfallfrei die Endhaltestelle erreicht haben.

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Dietrich
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Re: Tag des Sieges

Beitrag von Dietrich » Freitag 12. Mai 2017, 11:45

saransk hat geschrieben: eventuell auch den ersten Pestfreien Tag 14XX noch feiern.
Das ist mal 'ne Idee!
Da könnte man doch so eine Art Zombieumzug auf die Beine stellen.
Oder man legt es gleich auf den 31.10. und macht darauf eine Art Gegen-Halloween....

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Re: Tag des Sieges

Beitrag von m5bere2 » Freitag 12. Mai 2017, 12:49

saransk hat geschrieben: Wichtig ist doch die Lehren aus diesem Krieg und den auslösenden Faktoren zu ziehen, und das möglichst jeden Tag.
Ich verstehe deine Argumentation. Aber ohne den jährlichen Gedenktag würde es wohl eher dazu führen, das Ereignis zu vergessen und zu verdrängen, statt täglich Lehren zu ziehen.
Klingt vielleicht ketzerisch, aber die Soldaten aller Länder damals haben nur ihren Beruf bzw Ihre Verpflichtung erfüllt. Und der Beruf des Soldaten ist nun mal sein Land auch unter Einsatz seines Lebens zu verteidigen.
Und Deutschland musste man gleich zweimal in Belgien, im Donbass und vor Moskau verteidigen? Und in Norwegen, der Normandie, und im Kaukasus?

Also klar waren die deutschen Soldaten und die deutsche Bevölkerung in ihren Angriffskriegen auch arme Schweine. Aber es haben ja nicht alle auf deutscher Seite mitgemacht, es gab ja auch Überläufer.

Und ich denke, niemand weiß sicher, auf welcher Seite er selbst damals gestanden hätte und ob er damals nicht mitmarschiert wäre und im Stadion nicht auch Ja gebrüllt hätte. Und das ist schon auch die Schuld der Nachfolgegenerationen, dass sie vielleicht genau so gehandelt hätten, "als Soldat ihren Beruf gemacht hätten".

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Re: Tag des Sieges

Beitrag von Dietrich » Freitag 12. Mai 2017, 13:00

m5bere2 hat geschrieben:Und ich denke, niemand weiß sicher, auf welcher Seite er selbst damals gestanden hätte und ob er damals nicht mitmarschiert wäre und im Stadion nicht auch Ja gebrüllt hätte. Und das ist schon auch die Schuld der Nachfolgegenerationen, dass sie vielleicht genau so gehandelt hätten, "als Soldat ihren Beruf gemacht hätten".
Das muss es ja nicht einmal sein.
Gibt es hier im Forum irgendjemand, der sich wirklich sicher ist, dass er als Deutscher damals das sichere Erschießungskommando dem möglichen Überleben als Soldat vorgezogen hätte.
Bitte vortreten und sagen, wieso man so sicher ist, dass man für seine Überzeugung damals in den Tod gegangen wäre.

Du tust ja fast so, als seien damals alle deutschen Soldaten absolut überzeugte Nazis gewesen.....
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Re: Tag des Sieges

Beitrag von m5bere2 » Freitag 12. Mai 2017, 13:04

Dietrich hat geschrieben:Du tust ja fast so, als seien damals alle deutschen Soldaten absolut überzeugte Nazis gewesen.....
Nein, das möchte ich nicht behaupten.

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Re: Tag des Sieges

Beitrag von Dietrich » Freitag 12. Mai 2017, 13:15

Immerhin waren die deutschen Soldaten die "in Belgien, Donbass, vor Moskau, in Norwegen, der Normandie, und im Kaukasus" mitgemacht haben ja nicht alle Berufssoldaten, die sich den Beruf ausgesucht hatten, um mal ein paar ausländische Menschen umzubringen.

Das Problem der Nachfolgegeneration ist nicht, ob die dann "mitmachen würden", wenn es wieder so weit kommt, sondern es gar nicht erst so weit kommen zu lassen.
Wenn es erst mal zu spät ist, die Demokratie in Trümmern liegt und irgendein kleiner starker Mann und seine Presse zum gemeinsamen bewaffneten Kampf gegen irgendwelche ausgesuchten und ausgedachten Faschisten oder andere Untermenschen im Nachbarland aufruft, dann ist es bereits zu spät. Dann werden ihm erst die folgen, die sich von dieser Ideologie etwas versprechen. Aber wenn das nicht reicht, dann werden die anderen ebenfalls gezwungen zu folgen.
An dem Punkt hat man dann nur noch die Wahl zwischen dem sicheren Tod und dem mehr oder weniger wahrsheinlichen, wenn man sich nicht schon aus dem Staub gemacht hat.
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Re: Tag des Sieges

Beitrag von Berlino10 » Samstag 13. Mai 2017, 00:09

Dietrich hat geschrieben: Wenn Nachbarländer überfallen werden, nur weil sie sich lieber neue Handelspartner suchen wollen. Wenn mit Prozessen wie sie auch 1940 in D hätten geführt werden können oder einfach schlichter Gewalt eine echte Opposition verhindert wird, jegliche freie Meinungsäußerung in Form von Demonstrationen bereits im Keim erstickt wird und man trotzdem Wahlen an allen Ecken und Enden fälscht.
Wenn das TV so voll mit Propaganda ist, dass selbst Göbbels anerkennend den Hut gezogen hätte.
Ein Hitlerjunge schreibt über die Propaganda der anderen :lol:

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Re: Tag des Sieges

Beitrag von m1009 » Samstag 13. Mai 2017, 00:30

Es ist schon erstaunlich, wie die Leitmedien Menschen beeinflussen.

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Re: Tag des Sieges

Beitrag von Berlino10 » Samstag 13. Mai 2017, 00:40

m1009 hat geschrieben:Es ist schon erstaunlich, wie die Leitmedien Menschen beeinflussen.
Leider nicht nur beeinflussen, eher trocken spülen ...
... und es ist mir auch völlig gleich, ob das jetzt einige deplaziert oder sperrbedürftig finden, aber was dieser Möchtegern-Demokrat an Hetz-Propaganda-Dreck direkt aus der Göbbels-Springer-Schrott-Presse von sich gibt ... ist für denkende Menschen eine unerträgliche Zumutung.



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