Familienzusammenführung

Welche Unterlagen werden für ein Visa nach Russland benötigt, was ist eine Migrations-Karte, Probleme mit der Registrierung ... Hilfe findest Du hier.

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rhoe1709
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Familienzusammenführung

Beitrag von rhoe1709 » Freitag 16. März 2018, 13:38

Ich wollte mal Erfahrungswerte sammeln.

Meine Ehefrau hat für sich und Ihrem noch 15 jährgen Sohn ein Visum bei der deutschem Botschaft in St.Petersburg zur Familienzusammenführung beantragt( Unterlagen und A1 Goethe Kurs sind alle komplett) Ich wurde jetzt ca 3,5 Wochen später von der Ausländerbehörde mit einem Termin angeschrieben und muss alles Vorweisen( Mietvertrag, Einkommen 12 Monate, Rentenverlauf u.s.w) Ich dachte Einkommen spielt keine Rolle, habe aber dann im Internet herrausgefunden, dass es dabei um das Kind geht und nicht um meine Ehefrau.Jetzt habe ich das Gefühl, dass mein Einkommen zu gering ist, da ich nur knapp 1095 € Netto( ohne Miete und allem) zur Verfügung habe und das Visum kann abgelehnt werden, da wir natürlich am Anfang eine Hilfe durch den Jobcenter haben müssten, bevor meine Frau arbeitet findet und mein Einkommen dann nicht für 3 Personen reichen würde. Das würde dann bedeuten, Sie müsste mit dem Kind in Russland bleiben bis er 18 Jahre alt ist. ( Meine Frau ist 50 Jahre und ich bin 53 Jahre alt, daher keine Scheinehe, falls die Frage kommt)

Har jemand eine Idee was man tuen könnte. Wäre ich besser dran eine Frau mit Sozialhilfe und 5 Kindern in Deutschland als Deutscher zu heiraten, denn dann würde das Jobcenter ja helfen müssen? ( kleine Ironie)

danke einmal vorab für alle Infos oder Erfahrungswerte



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saransk
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Re: Familienzusammenführung

Beitrag von saransk » Freitag 16. März 2018, 14:40

Kann man pauschal so nicht sagen.
Es kommt immer auf die Situation vor Ort, bzw auch die Laune des Menschen bei der Ausländerbehörde an.
Hält er sich an die Regeln, könnte es eng werden. Aber es zählt ja nicht das bereinigte Netto, sondern das Bruttoeinkommen.
Habe im Januar noch eine Einladung für die Schwiegermutter gemacht. Die wollten gar keine Gehaltsnachweise (lassen sie stecken!).
Laut Berechnung hätte ich nämlich auch zuwenig, weil die drei erwachsenen Kinder wegen Studiums noch Kindergeldberechtigt sind, auch wenn diese längst nicht mehr bei uns leben. Diese werden bei jemand, der dies eng sieht, ebenfalls mit einem Pauschalbetrag vom Brutto abgezogen, und dann würde nach Abzug von Miete, Frau (fast genau so ein dicker Brocke wie die Miete) und minderjährigen Kindern zu wenig für den Eingeladenen übrig bleiben.
Geh einfavh mal zum Amt, und versuche gefühlsmäßig herauszubekommen, wie konsequent der Sachbearbeiter arbeitet. Auch der ist nur ein Mensch.

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Re: Familienzusammenführung

Beitrag von bella_b33 » Freitag 16. März 2018, 17:10

Mal zum Thema Ehefrau mit Kind und A1 Check....war da nicht irgendwas, daß man das dann nicht mehr braucht, wenn man ein gemeinsames Kind hat?
Erst wenn der Subwoofer die Katze inhaliert, fickt der Bass richtig übel!
-Wolfgang Amadeus Mozart, Österreichischer MC (1756-1791)

rhoe1709
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Re: Familienzusammenführung

Beitrag von rhoe1709 » Freitag 16. März 2018, 17:19

Kind ist nicht gemeinsames Kind. Er ist noch keine 16 jahre, daher braucht er es nicht, erst ab 16 Jahre. Meine Frau braucht es und hat den Test auch absolvieren müssen.

Marco
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Re: Familienzusammenführung

Beitrag von Marco » Samstag 17. März 2018, 00:02

1. Das Kind braucht keinen Sprachtest auch über 16, wenn es zusammen mit der Mutter kommt. Wenn es irgendwann nach der Mutter nachzieht und dann über 16 ist, braucht es nicht A1 sondern eher B2
2. Dein Gehalt wird nicht reichen. Du musst mind. 1034 Euro netto ohne Miete etc nachweisen(Stand 2016). siehe auch http://www.jurati.de/downloads/Sicherun ... haltes.pdf
Der Lebensunterhalt ist nach § 2 Abs. 3 AufenthG bereits dann nicht gesichert, wenn ein Anspruch auf (aufstockende) Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II besteht. Ob die Leistungen tatsächlich in Anspruch genommen werden, ist nach dem gesetzgeberischen Regelungsmodell unerheblich. Dies lässt sich zwar nicht schon aus dem Wortlaut der Vorschrift herleiten. Denn die Formulierung, der Ausländer müsse seinen Lebensunterhalt ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel bestreiten "können". Es ergibt sich aber aus dem Sinn und Zweck der Vorschrift in Verbindung mit den Gesetzesmaterialien und der systematischen Stellung im Rahmen des Aufenthaltsgesetzes. Der Sinn und Zweck der Regelung besteht darin, neue Belastungen für die öffentlichen Haushalte zu vermeiden (BVerwG, U. v. 26.08.2008 – 1 C 32.07 – BVerwGE 131, 370).
mehr siehe https://www.migrationsrecht.net/komment ... erung.html
3. Verpflichtungserklärung != Aufenthaltserlaubnis. Bei der Verpflichtungserklärung wird nie so genau hingeguckt, weil der Erklärende doch sehr selten in Anspruch genommen wird. Bei der Aufenthaltserlaubnis schon, da die Sicherung des Lebensunterhalts lt. Gesetz nachgewiesen werden muss und Hartz IV ANspruch eben keine Sicherung des Unterhalts darstellt
4. Nun wird es kompliziert: NAchzug kann trotzdem erlaubt werden. Da muss eine Abwägung seitens der ABH wegen Familie/Kinderwohl durchgeführt werden. Für so eine Konstellation bist du aber im falschen Forum. Schau bei http://www.info4alien.de vorbei. Da gab es schon viele Fälle wie deinen und ggf. können sie dir weiterhalfen



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Re: Familienzusammenführung

Beitrag von Norbert » Dienstag 20. März 2018, 11:18

Marco hat absolut Recht, bei info4alien können dazu eher Tipps gefunden werden!

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