Familienzusammenführung vor Geburt des (unehelichen) Kindes

Geheiratet - und wie weiter? Wie kommt der Ehepartner nach Deutschland? Oder vielleicht besser in die Gegenrichtung, Übersiedlung nach Russland? Dürfen die Kinder mitkommen?

Moderator: Dietrich

Alex7733
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Re: Familienzusammenführung vor Geburt des (unehelichen) Kin

Beitrag von Alex7733 » Dienstag 26. Juli 2011, 20:55

Hallo zusammen,

hier mal ein detaillierter Zwischenstand:

1. Die Vollmacht ist nach manuchkas Vorlage geschrieben und notariell beglaubigt worden. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank! Selbst der Notar war beeindruckt ;) (wenn mir jemand erklärt, wie man hier Bilder hochladen kann, stelle ich die Vollmacht gern ein, quasi als Beispiel für die FAQ) Kostenpunkt 22,61 €

2. Heute habe ich die notariell beglaubigte Vollmacht zum Landgericht gebracht. Dort wird sie apostilliert. Mit etwas Glück bekomme ich sie bereits morgen gegen 13 Uhr. Kostenpunkt 10,- €

3. Sobald ich die apostillierte Vollmacht habe, schicke ich sie sofort per DHL in die Ukraine. Wenn jemand von euch eine bessere/schnellere/sicherere/günstigere Variante des Express-Versands kennt - immer her damit... ;)

4. Nach dem ich fast ein Dutzend Kanzleien und Firmen in der Ukraine angeschrieben habe, die mit Urkunden-Beschaffung aller Art und Apostillen zu tun haben sollen, antworteten die meisten gar nicht, zwei, dass sie mir nicht helfen können und nur eine hat sich die Mühe gemacht, meine Anfrage an den richtigen Menschen weiterzuleiten - die UKRAINE CONSULTING, in Person von Sven Henniger (DANKE!). Dieser hat mein Anliegen an die Industrie- und Handelslammer Lemberg (IHK Lviv) weitergeleitet.

Der dort zuständige Mensch ist Herr Didevych. Dieser hat mich fast schon in Echtzeit angeschrieben und mich gebeten, ihm meine Telefonnummer zu senden. Dies tat ich auch, konnte aber nicht ans Telefon gehen, als er kurz darauf anrief. Als ich etwas später zurückrief, bat er mir als allererstes an, aufzulegen um mich sogleich aus der Ukraine anzurufen, damit ich Telefongebühren sparen kann!!! RESPEKT! Das nenne ich Service! [sensationell]

Danach stellte er sich zunächsteinmal vor und erklärte mir ganz ohne Hast den weiteren Verlauf der Dinge - persönlich und in wirklich gutem Deutsch! Der Mann scheint sich nicht nur bestens mit diesem Prozedere auszukennen, scheinbar weiß er auch, wer grad, oder demnächst, wie lange im Urlaub, oder krank ist, und wie ich trotzdem, ohne allzu großen Zeitverlust, schnellstens an meine Geburtsurkunde komme. Er erklärte mir, der Grund dafür, dass ich die Vollmacht auf gleich drei Personen ausstellen soll, wäre simpel - einfach nur dafür, dass die fertige Apostille tatsächlich sofort abgeholt werden könnte, unabhängig davon, ob einer oder zwei krank werden würden, bzw. anderweitig verhindert. Er wollte also auf Nummer sicher gehen, um meine Interessen zu wahren! Kurzum - überaus beeindruckend! Ich hoffe mal, das geht so weiter. Mein Gefühl ist aber sehr gut!!!

5. Meine Kleine hat bereits die eidesstattliche Versicherung bei einem Notar in Irkutsk abgegeben, dass sie noch niemals verheiratet war. Diese befindet sich bereits auf dem Weg zu mir.

So, das war's erst einmal. Sobald es etwas Neues gibt, erfahrt ihr es als erste!

LG, auch von der Lütten unbekannter Weise...

Danke und bis sehr bald...

Alex



Alex7733
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Re: Familienzusammenführung vor Geburt des (unehelichen) Kin

Beitrag von Alex7733 » Mittwoch 27. Juli 2011, 17:48

Hallo zusammen,

apostillierte, vom Notar beurkundete Vollmacht abgeholt und per DHL-Express in die Ukraine geschickt. Laut Dame am Schalter soll der Brief schon morgen im Laufe des Tages ankommen. Moderne Zeiten... Kostenpunkt 51,90 €

Bis bald...

Alex

arghmage
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Re: Hallo zusammen,...

Beitrag von arghmage » Donnerstag 28. Juli 2011, 02:21

Zeppelin hat geschrieben:
arghmage hat geschrieben: ... Also mal ganz einfach aus eben gemachter Erfahrung gesagt, es geht auch ohne Kopfstaende im Sauseschritt.
Wir hatten das Visum zur Eheschliessung nach nur 2 Tagen! Wir dachten erst, die Mail von der Botschaft, das Visum ware fertig, ist ein Witz ... war sie aber nicht :D
Die Botschaft hatte von sich aus angeboten, die Zustimmung der ABH per Mail einzuholen und die waren sehr fix, nach nur 2 Tagen war alles im Lot :lol:
Schön für Euch. Doch wer sprach von Kopfständen... ?
Deine Zeitangabe ist schlecht nachvollziehbar. Ab welchem Zeitpunkt sind denn die zwei Tage berechnet? Vermutlich zwischen Abgabe des Visaantrages incl. aller erforderlichen Anlagen bist zu dem Aufkleber im Pass? Das wäre ja nichts Ungewöhnliches.
Doch das wäre es. Bei einem nationalen Visum muß die ABH zustimmen. Dazu werden die Unterlagen normalerweise per Post ans Bundesverwaltungsamt gesendet, von dort zur ABH und die stimmt dann (hoffentlich) zu. Unter zwei Wochen geht da erfahrungsgemäß nix. Bei germany.ru gibts Threads, da sind die Wartezeiten fein säuberlich aufgelistet und zwei Tage ohne Vorabzustimmung ist Rekord.
Zeppelin hat geschrieben:
arghmage hat geschrieben:Also ganz ohne Buecklinge und Puderzucker blasen gehts auch, anscheinend weiss man mittlerweile von der Existenz des Mediums Mail/Internet ;)
Auch von den deinerseits verwendeten Termini war hier bislang nichts zu vermerken. Nur frage ich mich, weshalb Du ausgerechnet mich zitert hast, um dergleichen zu suggerieren.
Aber was soll's?!
Ich habe dich nur zitiert, weil du etwas von Beschleunigung geschrieben hast, ohne zu sagen, wie. Ich wollte nur aufzeigen, daß es auch ohne Beschleunigung innerhalb kürzester Zeit und ohne Vorabzustimmung geht.
Und eine Vorabzustimmung zu bekommen ist im Prinzip ein "Bückling", da man eben kein Anrecht darauf hat und so darum bitten muß. Natürlich kann man durch Freundlichkeit viel erreichen aber zu freundlich sein ist auch nicht gut (wird gerne mal als Kriecherei ausgelegt). Aber mit gesundem Menschenverstand findet man schon das richtige Maß, auch hinter dem Schreibtisch sitzt "nur" ein Mensch (auch wenn es ein Beamter ist ;) bin ja selbst einer)
Zeppelin hat geschrieben:Ich bin jedenfalls der Meinung, dass vor allem möglichst präzise und konkrete Informationen hilfreich sind, um in hier oft angefragten Situationen mit Bedacht zu beraten. Reine Ergebnisse halte ich hingegen für wenig hilfreich, wenn nicht ge-/erklärt wird, wie zustande gebracht wurden.
Bekannlich liegt der "Teufel" stets im Detail. ;)
Jo gerade bei Visumfragen läuft fast jeder Fall anders, und das bei unserer deutschen Bürokratie.
Bei uns: erstes Aufkreuzen auf dem Standesamt am 01.Juni, Termin in der Botschaft am 12. Juli ... das hätte auch noch früher gehen können aber ich wollte mir das dort auch mal ansehen und so kamen dann noch meine Visaformalitäten dazwischen (sonst wäre es nochmal ein paar Wochen schneller gegangen), Visum genehmigt 14.Juli, Einreise meiner Frau ab 05. August. Also alles in allem 2 Monate. Wenn man da manche Berichte liest, daß allein das Verfahren beim OLG Monate dauern kann ... aber ok meist stechen die schlechten Berichte raus und die positiven melden sich gar nicht erst.
Wäre auf jeden Fall wünschenswert, daß die Zustimmung der ABH in Zukunft standardmäßig elektronisch bzw. per Mail geht, das würde viel Kosten und auch Nerven sparen.
Aber da hakts halt in unserem korrekten Bürokratiestaat an einer (behördenübergreifenden) elektronischen Zeichnungsmöglichkeit, noch ist hier Mail unverbindlich und beliebig manipulierbar (die Zustimmung hätte ich auch schreiben können :lol:). Bei eGovernment hängen wir Deutschen um Lichtjahre hinterher, da ist ja Österreich mit seiner Bürgerkarte schon weiter. ... aber gut, deswegen setzen wir auch schon fleißig österreichische Software ein ;) aber es sind halt alles nur "Insellösungen", bis wir wirklich mal brauchbares eGovernment haben, wird es noch Jahre dauern (bei uns sind das größte Hindernis die "unwilligen"/überforderten Bearbeiter).

Alex7733
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Re: Familienzusammenführung vor Geburt des (unehelichen) Kin

Beitrag von Alex7733 » Donnerstag 28. Juli 2011, 19:35

Also wenn das mal nicht "wie geschmiert" läuft...! Ich muss sagen, ich bin wirklich begeistert von dem Service, der mir gerade aus/in der Ukraine geboten wird. WAHNSINN! Dieser Herr Didevych ist anscheinend zu 100% hinterher. Nicht nur, dass er mir vorhin die eMail (s. u.) geschickt hat, und grad noch einmal angerufen hat, nur um mitzuteilen, dass bislang bedauerlicherweise noch nichts angekommen sei, er aber fest davon ausgeht, dass der Brief spätestens morgen da ist und deshalb vorsichtshalber schon einen Termin für morgen beim Notar reserviert hat! Nein, er hat bereits die Vollmacht, die sich gerade erst auf dem Postweg zu ihm befindet, von der ich ihm aber bereits ein scan gemailt habe, schon ins Ukrainische übersetzt!!! Service auf höchstem Niveau! Hut ab!

Sehr geehrter Herr S.,

vielen Dank für Ihre e-mail und den Anruf !

Anbei übersende ich Ihnen die von mir angefertigte Übersetzung der Vollmacht aus dem Deutschen
ins Ukrainische. Ich bin Jurist und Diplomübersetzer, für die Übersetzung der Vollmacht erheben wir Ihnen gegenüber
keine zusätzlichen Kosten.

Diese Übersetzung werde ich nach dem Erhalt des Originals der Vollmacht beim Notar beglaubigen
und anschließend einen Antrag auf Erteilung der Zweitausfertigung Ihrer Geburtsurkunde beim
städtischen Standesamt beantragen.

Die genauen Gebühren für die Beantragung der Zweitausfertigung der Geburtsurkunde teile ich Ihnen später mit.
Sie betragen ca. 51,-UAH.

Über alle von uns bezahlten Gebühren bei den ukrainischen Behörden erhalten Sie eine Kopie o. Original
der Rechnung.

Die von uns bezahlten Gebühren bei den ukrainischen Behörden würde ich, wie bereits in der ersten e-mail erwähnt,
Sie bitten, durch eine zweite Rechnung zu begleichen. Wir erhalten diese erst nach dem Ende des Verfahrens.

Danach gehe ich zum Standesamt des Lviver Gebiets, dort soll die Apostillierung durchgeführt werden.
Die Anträge auf Apostillierung können allerdings nur Di. und Do. gestellt werden, von 10 - 13 Uhr.
Die Apostillierungsgebühren betragen 305,- UAH (2 Wochen), 405,- UAH (1 Woche)

Die Dauer ist deswegen so lang, weil man die Unterlagen zur Apostillierung nach Kiew ins Justizministerium
schickt.

Sie haben auch den Wunsch geäußert, dass wir Ihnen die Unterlagen per Post zusenden, haben Sie einen
gewünschten Postanbieter o. soll es wieder per DHL zu Ihnen geschickt werden ?

Teilen Sie uns bitte auch mit, auf welche Adresse Sie die Unterlagen zugeschickt bekommen möchten?

Mit freundlichen Grüßen,
Yuriy Didevych


P.S: Der Kurier ist jetzt immer noch nicht angekommen (12:42 Ukr. Zeit), falls Sie die Telefonnummer von Kurier haben,
teilen Sie sie uns bitte mit, dann werden wir ihn kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Yuriy Didevych


Ich habe ihm nicht nur mitgeteilt, dass ich die etwas teurere, dafür schnellere Variante bevorzuge, ich gab ihm auch grünes Licht, die Sache gern auch inoffiziell zu beschleunigen, falls er die Möglichkeiten dazu hat. Die "Sondergebühren" übernehme ich natürlich sehr gern ;-))

Wie gesagt - es läuft!

Bis bald,

Alex
Zuletzt geändert von Alex7733 am Samstag 10. September 2011, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Familienzusammenführung vor Geburt des (unehelichen) Kin

Beitrag von Alex7733 » Freitag 29. Juli 2011, 20:30

Da ist er wieder, der Alex. Mit den neusten Neuigkeiten:

Also, meine apostillierte Vollmacht ist heute in der Ukraine angekommen, ungefähr zweienhalb Stunden nach der Zustellung bekam ich folgende E-Mail:

Sehr geehrter Herr S.,

ich war schon auf dem Weg zum Notar, sobald ich Ihre Vollmacht per DHL
bekommen hatte (um 12:30).

Hiermit übersende ich Ihnen den Scan Ihrer Geburtsurkunde.

Ich habe sie heute gleich nach dem Notarbesuch bei städtischen Standesamt beantragt, die Gebühren bezahlt
und beim städtischen Standesamt abgeholt.

Normalerweise würde ich sie erst am Dienstag bekommen.

Was nicht ganz in Ihrem Sinne ist, weil Dienstags und Donnerstags von 10 - 13 Uhr ist das Oblaststandesamt
geöffnet, wo ich die Apostillierung Ihrer Geburtsurkunde beantragen werde.

So konnte ich das Verfahren etwas beschleunigen.

Vielen lieben Dank für Ihr Geschenk !!! :)

Mit freundlichen Grüßen / With best regards / З повагою

Yuriy Didevych, LL.M.
_________________________________

Jurist
Diplomübersetzer für die deutsche Sprache
CIM-Experte

INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMER L'VIV
14, Stryiskyi Park
UA 79011 Lviv, Ukraine

M +38 067 583 73 03
T +38 032 225 69 13
F +38 032 297 07 49
E-mail: didevych@cci.lviv.ua
www.lcci.com.ua


Also ich weiß ja nicht viel, aber eins weiß ich - ich habe ein felsenfestes Gefühl, dass dieser Herr Didevych sich zu vollen 100% um mich und meine Angelegenheiten kümmert! Ein sehr entspannendes Gefühl, muss ich zugeben.

So wie ich verstehe, wird die Geburtsurkunde jetzt nur noch apostilliert und danach an mich verschickt - und ich Idiot war schon drauf und dran, da runter zu fahren, um mich selbst darum zu kümmern... [depp]

Sobald sich etwas tut, werdet ihr's erfahren...

Alex



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Re: Familienzusammenführung vor Geburt des (unehelichen) Kin

Beitrag von Zeppelin » Freitag 29. Juli 2011, 21:51

Alex7733 hat geschrieben:... und ich Idiot war schon drauf und dran, da runter zu fahren, um mich selbst darum zu kümmern... [depp]
:D Also, als Idioten würde ich Dich nicht gerade bezeichnen.
In Deiner Situation überlegt wohl jeder, wie man am besten tun kann, was geht.
Dass es aber so reibungslos und schnell geht, hätte selbst ich nicht gedacht.

Wie ist denn eigentlich der Stand der Dinge beim Standesamt? Fehlt nur noch Deine Geburtsurkunde, damit die Unterlagen ans KG gehen können?

Wenn ja, seid ihr bald wieder zusammen. Da bin ich ganz zuversichtlich. :D

Viel Glück!
Zeppelin
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Re: Familienzusammenführung vor Geburt des (unehelichen) Kin

Beitrag von Alex7733 » Freitag 29. Juli 2011, 22:14

Hallo Zeppelin,

eben - dass es derart voran geht, ist für mich eine wundervolle Überraschung. Ich nehme an, ich hätte viel weniger erreicht (und es hätte länger gedauert), wenn ich selbst runter gefahren wär... Dieser Mensch dort, Herr Didevych, scheint ausser den nötigen Fachkenntnissen auch noch die richtigen Kontakte zu haben. Mich freut's... ;)

Ausser meiner Geburtsurkunde fehlt noch die vom russischen Notar beglaubigte eidesstattliche Versicherung meiner Süßen, dass sie noch niemals verheiratet war. Diese befindet sich aber auch bereits auf dem Postweg zu mir - von daher kann's wohl wirklich bald losgehen!

Ich danke Dir!

Bis bald, und allen ein schönes WE...

Alex

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Re: Familienzusammenführung vor Geburt des (unehelichen) Kin

Beitrag von Alex7733 » Samstag 10. September 2011, 19:38

Wunderschönen guten Tag alle miteinander!

Sorry, hab mich lange nicht mehr gemeldet. Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, überschlagen sich die Ereignisse bei uns, weshalb ich echt viel zu tun hatte. Ich werde euch jetzt aber über die voran geschrittene Entwicklung informieren.

Kurz nach meinem letzten post erreichten mich per Brief sowohl die eidesstattliche Versicherung Ksenias, dass sie noch nie verheiratet war, als auch die Zweitausführung meiner Geburtsurkunde aus der Ukraine. Damit bin ich dann sofort zum Standesamt gegangen. Die Beamtin fertigte ebenfalls sofort die Unterlagen für's Kammergericht und schickte sie ab (am 08.08.).

Zwei Tage später (am 10.08.) erreichten mich zwei Briefe von der HU und der FU, die beide darüber informierten, dass Ksenia für den jeweiligen Studiengang angenommen wurde. Ausserdem enthielten die Briefe auch Fristen, während derer Ksenia sich immatrikulieren muss!

Weitere zwei Tage später (am Fr., 12.08.) erreichte mich ein Brief des Kammergerichts, dass die Unterlagen dort eingegangen sind, und dass man darum bittet, sich weder telefonisch, noch sonst wie nach dem Stand der Dinge zu erkundigen, da solche Erkundigungen die Sache definitiv noch hinauszögern würden. Die Bearbeitungszeit dauere mindestens drei Wochen, in Einzelfällen ruhig auch mal sechs Wochen!!!

Am Montag, 15.08. bezahlte ich die Gebühr im Kammergericht und wollte mit dem Beamten reden. Dieser war nicht anwesend. Am Dienstag, 16.08. habe ich ihn wohl auch um lediglich wenige Momente verpasst.

Also hatte ich keine Wahl und schrieb dem bearbeitenden Beamten einen sehr netten Brief, in dem ich unsere aussergewöhnliche Situation (insbesondere bezogen auf die Uni-Fristen) schilderte und ganz höflich fragte, ob es nicht eventuell in seiner Macht stünde, unseren Vorgang ein wenig zu beschleunigen. Diesen Brief erhielt er am Donnerstag, den 18.08.

Am Montag, den 22.08. erhalte ich folgende E-Mail von dem zuständigen Beamten des Kammergerichts:

Sehr geehrter Herr S.,

die von Ihrer Verlobten Frau Ksenia M. begehrte Befreiung wurde erteilt.

Sie haben mitgeteilt, das Sie die Unterlagen als Bote hier abholen und unverzüglich dem Standesbeamten vorlegen wollen. Die Unterlagen liegen in der hiesigen Geschäftsstelle deshalb für Sie für die Abholung bis Mittwoch (24.8.2011) bereit.

Mit freundlichen Grüßen

XXXXXXXXXXXXXX
Sachbearbeiter im Dezernat für familienrechtliche Angelegenheiten bei der Präsidentin des Kammergerichts
Telefonnummer: 9015 XXXX
Telefax: 9015 XXXX


"WOW! Besser geht's nicht!", dachte ich mir!.

Ich hab sofort die Unterlagen abgeholt und sie anschliessend zur Standesbeamtin gebracht, die natürlich überaus verwundert reagierte. Sie stellte daraufhin die Unterlagen aus, dass der Eheschliessung nichts mehr im Wege steht und der Eheschliessungstermin somit definitiv feststeht.

Diese Unterlagen habe ich dann noch am selben Tag per DHL nach Irkutsk zu Ksenia geschickt, weil sie am 01.09. einen Termin im Generalkonsulat in Nowosibirsk hatte. Somit haben wir "fristgerecht" alle notwendigen Unterlagen gesammelt bekommen, die sie für den Antrag auf ein Visum zur Eheschliessung benötigt.

Ksenia war also am 01.09. In Nowosibirsk, wo sie alle Unterlagen abgegeben hat, mit dem Verweis darauf, dass die Ausländerbehörde Berlin (mit präziser Nennung der entsprechenden Beamtin) darauf wartet, dass ihr diese Unterlagen umgehend zugefaxt werden.

Und siehe da - am 07.09. erhalte ich einen Brief der Ausländerbehörde Berlin, in dem steht, dass Ksenia ein Visum zur Eheschliessung beantragt hat, dass die Bearbeitung acht bis 12 Wochen dauert, dass ich Nachricht bekomme, sobald das Verfahren abgeschlossen ist und dass man mich eventuell zu einem persönlichen Gespräch einladen wird.

Natürlich werde ich auch in diesem Fall nichts unversucht lassen. Am Montag werde ich mich zur Ausländerbehörde begeben, die Unterlagen von den Unis mitnehmen und versuchen, über die Beamtin, die bereits von Anfang an so "lieb" zu uns war, irgendeine Beschleunigung des Verfahrens zu erreichen.

Ich muss dabei noch nicht einmal lügen oder Süßholz raspeln - es reicht einfach die Wahrheit zu sagen, dass ich nämlich Ksenia derartig vermisse, dass es förmlich schmerzt!!!

Wie bereits geschrieben - ich verstehe nichts von solchen Sachen. Und ich war bislang noch nie auf die deutsche Bürokratie angewiesen. Aber was ich erlebt habe, in den letzten acht Wochen - das verschlägt mir fast die Sprache. Ausschliesslich im positiven Sinn! Ich muss mich immer wieder selbst daran erinnern - es sind wirklich erst acht Wochen (und nicht acht gefühlte Monate) seit Ksenias Abreise vergangen. Dafür haben wir wirklich ganz schön viel erreicht.

Also ihr Lieben, noch einmal sorry, dass ich mich lange nicht mehr gemeldet habe, aber es gab sooooo viiiiiel zu tun... Alles ist soooo aufregend ;)

Danke. Einfach DANKE.

Bis bald,

Alex.

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Re: Familienzusammenführung vor Geburt des (unehelichen) Kin

Beitrag von manuchka » Sonntag 11. September 2011, 01:29

:blumen2:
Du erntest, was du säst.

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Re: Familienzusammenführung vor Geburt des (unehelichen) Kin

Beitrag von Alex7733 » Dienstag 13. September 2011, 01:08

Vielen Dank für die Blumen, manuchka,

bedauerlicherweise gab es heute aber einen kleinen Dämpfer. Ich war bei der Ausländerbehörde und habe direkt mit dem Menschen gesprochen, der mir den Brief geschickt hatte, in dem steht, dass Ksenia ein Visum zur Eheschliessung beantragt hat..... (s. meinen vorherigen post)

Dieser war auch wieder (wie bislang ALLE beteiligten Beamten) sehr nett, konnte mir aber nur bedingt weiterhelfen. Somit konnte ich in Erfahrung bringen, dass ich diesen Brief erhalten habe, nicht etwa weil die Unterlagen Ksenias aus dem Generalkonsulat Nowosibirsk angekommen sind, sondern weil die Ausländerbehörde stets vorab vom GK elektronisch informiert wird. Und die informierten daraufhin mich.

Ausserdem erfuhr ich, dass der Beamte, der mich anschrieb "nur eine Zwischenstation" ist. Sobald die Unterlagen ankommen (bis dato waren sie noch nicht in der dafür bereits angelegten Akte) wird ein anderer Beamte sie bearbeiten.

Aber - er versteht die Situation und den Grund für die Eile, so dass er jetzt öfter in die Akte schauen wird, und den Brief, den ich unwissender Weise an ihn gerichtet habe, wird er selbst dem zuständigen Beamten weiterreichen. Dieser hat zwar ganz normal seinen Stapel abzuarbeiten, aber man kann ja mal höflich nachfragen, was er auch tun wird... ;)

Das war's vorerst. Theoretisch. Praktisch werde ich selbstverständlich am Donnerstag noch einmal persönlich in der Ausländerbehörde erscheinen, weil ich ganz zufälligerweise vergessen habe, eine Information einzuholen. Bei dieser Gelegenheit bietet es sich auch an, gleichzeitig mal nachzufragen, ob die Unterlagen bereits angekommen sind... ;)

Ja ja, so sind's die Frechen - gute N8 allerseits und bis bald...

Alex



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