FZF Erfahrungen?

Geheiratet - und wie weiter? Wie kommt der Ehepartner nach Deutschland? Oder vielleicht besser in die Gegenrichtung, Übersiedlung nach Russland? Dürfen die Kinder mitkommen?

Moderator: Dietrich

SAK23
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FZF Erfahrungen?

Beitrag von SAK23 » Samstag 27. Juli 2019, 19:14

Hallo zusammen,

nachdem im April diesen Jahres, nach unfassbar viel Bürokratie, die Hochzeit in Russland geschlossen wurde soll nun die FZF folgen.

Mich würden mal die bisherigen Erfahrungen damit interessieren und in wie weit dort Probleme auftreten. Wir sind ein normales Paar und liegen vom Alter nicht weit auseinander. Den A1 Test wird Sie auch im August abschließen und dann haben wir alle Unterlagen zusammen.

Was habt ihr für Erfahrungen? Was für Probleme können kommen? Gibt es Fälle wo der Antrag abgelehnt wurde? Wenn ja warum?

Vielen Dank für eure Feedbacks!

Viele Grüße



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Re: FZF Erfahrungen?

Beitrag von paramecium » Samstag 27. Juli 2019, 23:36

Bei uns lief die Familienzusammenführung 2013 absolut problemlos. Sowohl die deutsche Botschaft in Sankt Petersburg als auch die Ausländerbehörde in Deutschland waren sehr kooperativ. Allerdings wurde die Heirat zuvor nicht in Russland sondern in Deutschland geschlossen. Nach nochmaliger Ausreise meiner Frau nach Russland wurde anschließend das nationale Visum zur Familienzusammenführung beantragt.

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Re: FZF Erfahrungen?

Beitrag von SAK23 » Sonntag 28. Juli 2019, 02:10

Vielen Dank für deine Rückmeldung!

Ich habe jetzt mal ein bisschen bei der Botschaft geschaut was für Unterlagen benötigt werden.

In dem Merkblatt steht das alle Dokumente in die deutsche Sprache übersetzt sein müssen?

Ich habe die Übersetzungen noch wegen dem Ehefähigkeitszeugnis bei mir. Aber ist es tatsächlich nötig das sie mit der Übersetzung vom Pass etc. in die Botschaft muss?

Ich dachte bisher das die Unterlagen auch in Deutschland abgegeben werden können oder liege ich damit falsch?

Ebenso verhält es sich mit meiner Meldebescheinigung und meinem Pass. Muss ich das tatsächlich erst alles kopieren und wieder per Post hinschicken oder verstehe ich da was falsch?

Die Dauer der Bearbeitung wäre natürlich auch interessant. Wie lange so etwas ungefähr dauert?

Viele Grüße

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Re: FZF Erfahrungen?

Beitrag von Bobsie » Sonntag 28. Juli 2019, 09:45

So wiet ich mich erinnere, benötigt Deine Frau für das nationale Visum Eure Heiratsurkunde, den A1 Nachweis deutsche Sprache und noch ein Kopie Deines Reisepasses. Ein ausgefüllter Visumsantrag in deutscher Sprache und das war es dann. Wenn Du Zweifel hast, kannst Du bei der Visastelle der deutschen Botschaft / Konsulat anrufen, sie erteilen auch Auskünfte, sogar in deutscher Sprache ;)

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Re: FZF Erfahrungen?

Beitrag von Marco » Sonntag 28. Juli 2019, 12:11

Genrell gilt: Nicht lange darüber nachdenken, sondern einfach die Unterlagen liefern, die iim Merkblatt gefordert werden
SAK23 hat geschrieben:
Sonntag 28. Juli 2019, 02:10
Vielen Dank für deine Rückmeldung!

Ich habe jetzt mal ein bisschen bei der Botschaft geschaut was für Unterlagen benötigt werden.

In dem Merkblatt steht das alle Dokumente in die deutsche Sprache übersetzt sein müssen?


Ich habe die Übersetzungen noch wegen dem Ehefähigkeitszeugnis bei mir. Aber ist es tatsächlich nötig das sie mit der Übersetzung vom Pass etc. in die Botschaft muss?
In dem Merkblatt steht alle russischsprachigen Dokumente müssen übersetzt werden oder meinst du die Leute in der AUsländerbehörde können kyrillisch lesen? Alle Unterlagen gehen an die ABH.
Der Reisepass ist ja auch in Englisch und braucht sicherlich nicht übersetzt zu werden
SAK23 hat geschrieben:
Sonntag 28. Juli 2019, 02:10
Ich dachte bisher das die Unterlagen auch in Deutschland abgegeben werden können oder liege ich damit falsch?

Ebenso verhält es sich mit meiner Meldebescheinigung und meinem Pass. Muss ich das tatsächlich erst alles kopieren und wieder per Post hinschicken oder verstehe ich da was falsch?
Die Botschaft prüft, ob die grundsätzlichen Voraussetzungen vorliegen (Ehegatte deutsch, wohnt in D und Ehegattin zieht nach). In Deutschland werden ggf. weitere Unterlagen angefordert. Meldebescheinigungen brauchte man früher nicht, aber anscheinend ist es jetzt notwendig geowrden, wahrscheinlich weil einige so manche Sachen bei der FZF falsch verstehen und unabsichtlich falsche Angaben machen
SAK23 hat geschrieben:
Sonntag 28. Juli 2019, 02:10
Die Dauer der Bearbeitung wäre natürlich auch interessant. Wie lange so etwas ungefähr dauert?
Das hängt davon ab, wie lange deine ABH braucht. Gerade in größeren Städten sind die ABHs oftmals überlastet


Ansonsten gilt auch: Bei Unklarheiten zu den Unterlagen die Visastelle direkt per Mail/Kontaktformular anschreiben. Wenn man freundlich und sachlich bleibt, erhält man eigentlich immer eine fundierte Antwort zurück



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Re: FZF Erfahrungen?

Beitrag von SAK23 » Sonntag 28. Juli 2019, 15:52

Danke nochmal für euer Feedback!

Wir werden auf jeden Fall penibel alle Unterlagen vorbereiten und entsprechend abgegeben. Ist wahrscheinlich das beste nicht weiter darüber nachzudenken und einfach alles so abzugeben wie es dort steht.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich etwas verunsichern lassen habe. Ich habe jetzt so viele Dinge gelesen, insbesondere was Ablehnungen angeht das ich da jetzt einfach etwas verunsichert bin. Es lässt sich leider so nicht wirklich immer ableiten warum es bei anderen gescheitert ist aber oftmals liest man eben den Verdacht der Scheinehe oder sonst was. Und mir ist dabei nie ersichtlich gewesen wie einfach der Antrag abgelehnt werden kann aufgrundessen das jemand diesen Verdacht äußert. Es sagen die betroffenen ja immer das alles normal ist.

Bei uns z.b ist es eben auch eine ehrliche Ehe und wir haben wir es denke ich üblich ist Unmengen an Fotos, Fotos aus der Freizeit, von der Hochzeit, von der Feier, wir wissen alles übereinander einfach so wie es sein sollte aus meiner Sicht...

Ich glaube ich habe da einfach zu viel gelesen und vermutlich genau die paar Prozente bei denen es nicht geklappt hat...

Viele Grüße

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Re: FZF Erfahrungen?

Beitrag von Bobsie » Sonntag 28. Juli 2019, 17:05

SAK23 hat geschrieben:
Sonntag 28. Juli 2019, 15:52

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich etwas verunsichern lassen habe. Ich habe jetzt so viele Dinge gelesen, insbesondere was Ablehnungen angeht das ich da jetzt einfach etwas verunsichert bin. Es lässt sich leider so nicht wirklich immer ableiten warum es bei anderen gescheitert ist
In den Foren wird in der Regel über das "hat nicht geklappt" berichtet, jeder Furz wird da durchgekaut. Schreibt jetzt einer "Bei mir hat allses anstandslos geklappt" ist das uninteressant und es wird sofort mit irgendwelchen an den Haaren hebeigezogenen Beispielen versucht, das alles zu widerlegen.
Auch wir haben in Russland geheiratet, ich begleitete meine Frau bei der ganzen Prozedur für das nationale Visum. Die Unterhaltung mit der Dame und meiner Frau auf der Visastelle in Moskau war auf deutsch und dauerte keine 10 Minuten, das Visum selbst gab es 2-3 Tage später.

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Re: FZF Erfahrungen?

Beitrag von SAK23 » Sonntag 28. Juli 2019, 17:25

Bobsie hat geschrieben:
Sonntag 28. Juli 2019, 17:05
SAK23 hat geschrieben:
Sonntag 28. Juli 2019, 15:52

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich etwas verunsichern lassen habe. Ich habe jetzt so viele Dinge gelesen, insbesondere was Ablehnungen angeht das ich da jetzt einfach etwas verunsichert bin. Es lässt sich leider so nicht wirklich immer ableiten warum es bei anderen gescheitert ist
In den Foren wird in der Regel über das "hat nicht geklappt" berichtet, jeder Furz wird da durchgekaut. Schreibt jetzt einer "Bei mir hat allses anstandslos geklappt" ist das uninteressant und es wird sofort mit irgendwelchen an den Haaren hebeigezogenen Beispielen versucht, das alles zu widerlegen.
Auch wir haben in Russland geheiratet, ich begleitete meine Frau bei der ganzen Prozedur für das nationale Visum. Die Unterhaltung mit der Dame und meiner Frau auf der Visastelle in Moskau war auf deutsch und dauerte keine 10 Minuten, das Visum selbst gab es 2-3 Tage später.

Ja das ist sicherlich auch richtig... Aber was euren Fall angeht ist das natürlich super gelaufen, Glückwunsch!

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Re: FZF Erfahrungen?

Beitrag von Bobsie » Sonntag 28. Juli 2019, 20:32

Ist aber auch schon 14 Jahre her. Meine Frau, Deutschlehrerin wollte erst einmal nicht, das man in ihrer Schule mitbekommt, dass sie heiratet. Nun war der Termin Freitag, der 13.5., ein Tag des Aberglaubens in Russland. Und so stand das regionale Fernsehen vor dem Standesamt und wollte sehen. wer an solchem Tag heiratet. Und wir waren die Beute:
Bild
Ein Interwiev. Und am Abend, in den 19 Uhr Nachrichten, lief das über den Sendern, auch im Lokal wurde der Feernseher angemacht und wir bekamen grossen Applaus.
Das war ein lustiger Vorfall am Rande unserer Hochzeit.

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Re: FZF Erfahrungen?

Beitrag von Marco » Sonntag 28. Juli 2019, 21:08

SAK23 hat geschrieben:
Sonntag 28. Juli 2019, 15:52
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich etwas verunsichern lassen habe. Ich habe jetzt so viele Dinge gelesen, insbesondere was Ablehnungen angeht das ich da jetzt einfach etwas verunsichert bin. Es lässt sich leider so nicht wirklich immer ableiten warum es bei anderen gescheitert ist aber oftmals liest man eben den Verdacht der Scheinehe oder sonst was. Und mir ist dabei nie ersichtlich gewesen wie einfach der Antrag abgelehnt werden kann aufgrundessen das jemand diesen Verdacht äußert. Es sagen die betroffenen ja immer das alles normal ist.
Scheinehe ist auch mehr oder weniger der einzige Grund, weswegen FZF zu einem deutschen Ehegattenm verweigert werden kann. War ja wieder vor kurzem in den Nachrichten,wenn auch im Zusammenhang mit EU Bürgern
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitge ... ei-leipzig

Das sollte aber bei euch kein Problem sein. IdR läuft alles relativ problemlos. Lasst euch nur nicht wild machen.

Für Scheinehe braucht die Botschaft/ABH auch Anhaltspunkte. Die reine Behauptung , es sei eine Scheinehe wird vor keinem Gericht Bestand haben

EDIT: Und anbei die Visa Statistik für 2017. Von 7756 Anträgen für nationale VIa wurden gerade mal 550 abgelehnt und nationale Visa umfasst ja alle Arten von längerfristigem Aufenthalt (also Arbeitsvisum etc)
Also kein Grund zur Sorge
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