Suche Kontakt zu russischen Gartenfreunden.

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Udo
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Suche Kontakt zu russischen Gartenfreunden.

Beitrag von Udo » Freitag 22. Juni 2012, 00:33

Liebe Leute !

Da ich ein berenteter Landwirt und Schlossermeister bin und mir eine komplette Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln einrichten will, so suche ich Gleichgesinnte in Russland. Auch, zwecks Erfahrungsaustausch. So mancher Mensch belächelt so ein Bestreben heute :) , dass ändert sich aber schlagartig, wenn er einmal durchrechnet, was es heute kostet wenn man sich ausschließlich von reinen Bioprodukten ernähren will. :(

Vor vielen Jahren sah ich im Fernsehen den Chor der 100 Jährigen aus dem damaligen Russland, ich denke das ist ein vorzeigbares Ziel, für einen Rentner im "blühendem" Alter von 58 Jahren.

Viele Grüße von Udo

(auch Kontakte in russischer Sprache sind mit Googeltranslator für mich möglich. :oops: Trotz 4 jährigem Russischunterricht in der Schulzeit)
Wie sagte Konfuzius:
"Eine Beleidigung entehrt nur den, der sie ausspricht!"



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domizil
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Re: Suche Kontakt zu russischen Gartenfreunden.

Beitrag von domizil » Freitag 22. Juni 2012, 08:37

... da das Thema "Garten, Gartenarbeit, Datsha" eigentlich in Russland das Thema Nr. 2 ist, dürften hier doch etliche Zuschriften kommen. In der Selbstversorgung ist der Russe der TopSpezialist. Ich bin mit 58 auch Fast-Russland-Rentner, aber habe für Gartenarbeit kein Händchen. Aber Ihnen viel Glück, werde mit Interesse dieses Thema weiter verfolgen.
Meine Gedanken in Richtung Garten waren mal die Schaffung einer Gartenkolonie in Kaliningrad (so ähnlich wie in Deutschland) und die Vermietung (kurzfristig, nur für ein Wochenende oder für einen Monat, maximal für eine Saison). Hierbei dann aber Gärten ohne "Selbstversorgerbepflanzung", sondern reine Erholung (Wiese, Blumen, Bäume, Sträucher, Grillmöglichkeit). Aber die Betreuung ist doch recht umfangreich und kein wirklicher Selbstläufer ... im geschäftlichen Sinne.
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pippie

Re: Suche Kontakt zu russischen Gartenfreunden.

Beitrag von pippie » Freitag 22. Juni 2012, 11:23

Wenn es nicht jemand in Russland sein muß, sondern auch in der Ukraine, dann kannst du ja mal diesen Blog hier anschauen:
http://www.ukraweb.com/ukraine/709/die- ... hinventur/

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Re: Suche Kontakt zu russischen Gartenfreunden.

Beitrag von manuchka » Samstag 23. Juni 2012, 01:17

Auf den Google-Translator würde ich mich ja nun mal nicht verlassen...
Du erntest, was du säst.

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Re: Suche Kontakt zu russischen Gartenfreunden.

Beitrag von Udo » Samstag 23. Juni 2012, 18:40

Danke für Eure Antworten. Der Erholungswert in Gartenanlagen ist wirklich nicht nur für die Garteninhaber beträchtlich, auch wenn es nicht nur darum geht, gesunde Nahrungsmittel zu ernten. In den letzten 20 Jahren haben sich hier viele Gartenkolonien umgewandelt, als Rückzugsgebiet für die Bewohner der Neubaugebiete. Aber eben auch, als angenehmes Naherholungszentrum für streßgeplagte Spaziergänger.
Manche Gartensparten betreiben sogar gastronomische Anlagen für ihre Mitglieder und Gäste.

Der Superlink aus der Ukraine ist wirklich hochinteressant für mich, auch dafür meinen aufrichtigen Dank, zumal es dort um die gesamte Lebensführung in der dortigen Region geht und die politische Einstellung der dort lebenden Menschen auch nicht außen vor bleibt.

Und ja, :) so ein Googeltranslator hat natürlich seine Tücken, da entstehen schnell Missverständnisse. Aber dann habe ich zur Not meine Frau in Hinterhand, zum Zwecke der Beratung, die hatte zwei Jahre länger Schulrussisch, als ich. Frauen sind im Bezug auf Fremdsprachen doch von der Natur her eindeutig begünstigt, :( , dafür kann ich den Traktor besser reparieren oder den Garten umgraben. 8)

Viele Grüße aus Mecklenburg
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Re: Suche Kontakt zu russischen Gartenfreunden.

Beitrag von Udo » Sonntag 1. Juli 2012, 17:25

Moin Moin !

Oben las ich, dass das Thema Selbstversorger in Russland ganz oben an steht. Auch wenn das teilweise den politischen Umständen und den Währungsbrüchen geschuldet ist, ich persönlich sehe das Datschaprinzip als absolute Kulturleistung der Russen und ihrer Nachbarn.

Die Deutschen waren da weit unvernünftiger, sie haben sich durch das Werbegeflirre in den Konsumtempeln blöd machen lassen und der standardisierten Hollandtomaten und den chemisch und genverändertem Sojamüll in den Regalen, den Vorzug gegeben. Sie haben nur all zu oft den Garten, Garten sein lassen oder "englischen Rasen kultiviert" :lol: Sie denken nicht daran, dass Selbstversorgung Gesundheit, Sicherheit und Freiheit bedeutet.

Das Problem dabei ist aber auch der folgende Zusammenhang, es kostet viel Geld, und für Geld muß man sich in die relative Lohnsklaverei begeben :shock: , auch wenn im bundesdeutschem Durchschnitt nur ca. 14 % der Löhne für Nahrungsmittel ausgegeben wird. Im Preis für ein Bier, stecken ca. 30 % Zinsanteil und in den Mieten teilweise sogar 70 % Zinsanteil, nachzulesen bei Prof Dr. Bern Senf, u. v. Andere. Nur, wer weiß das schon, bzw. denkt daran, wenn er am Monatsende "seinen " Lohn holt ? :lol:

Wo also bitte schön bleibt also das Geld, wir zahlen doch für den "Schutz", den uns der Staat gewährt :lol: , schon Lohnsteuer und Mehrwertsteuer, Energiesteuer, Grundsteuer usw. usw.
Diese fiskalischen Zusammenhänge kannte übrigens schon Jesus Christus :shock: , dass war auch der Grund, warum er die Geldwechsler aus dem Tempel jagte. :lol:

Und in der Bibel sagt Jesus bezüglich der Provokation durch die Pharisäer, also zum Münz-Recht-Geld : "Gib dem Kaiser, was des Kaisers ist". Er meinte damit, benutze nicht das Geld des Kaisers, mach dir dein eigenes Geldsystem(Tauschsystem). Das sieht der berockte unheilige Kriegstreiber(Pius 12. Ermächtigungsgesetz für Adolf Hitler vom 23.3.1933 durch die damalige Zentrumspartei, heute CDU) in Rom natürlich anders. :?

Zu Jesus Zeiten schufen die Chinesen bereits Ihr Geldsystem, genannt Fei Lun. Fei Lun bedeutet, "fliegendes Rad". Man könnte auch sagen, da rollte der Rubel 8) . Das Fei-Lun System besteht aus einem kleinem Büchlein, in dem sich jeder freiwillige Teilnehmer seine Leistungen für seine Mitmenschen eintragen lässt, am Jahresende wird dann abgerechnet, allerdings wieder ohne die Münzen des Kaisers.

Mit dem Geldsystem und seinen Zusammenhängen insgesamt, beschäftige ich mich schon seit Jahren, übrigens betreibe ich zu dem Thema mein eigenes Forum. Und ich bin mit Sicherheit nicht deshalb hier um zu missionieren. Wer sich mit den "Errungenschaften" eines Edward Bernays(Der Vater der Propaganda /-Malboromann-, Neffe von Sigmund Freud) auskennt, der weiß, dass das sinnlos ist. Dieser Mann ist unter anderem dafür verantwortlich, dass die amerikanischen Frauen, der "Freiheit" des Rauchens verfielen. Die starben nur all zu oft, an Lungenkrebs, aber die Kassen der Tabak Mafiosi und ihrer Banker explodierten. Edward Bernays wird auch als Vater der Werbung überhaupt, "gepriesen", der Mann ist wirklich hoch interessant. :?

Vor ca. einem Jahr verstarb meine älteste Tochter(Diplomagrarökologe) an Leberkrebs, sie war keine 35 Jahre alt, sie hat kaum Wein oder Alkohol getrunken und auch seit Jahren nicht mehr geraucht. Wenn ich hier in den umliegenden Dörfern(10km) die Krebstoten zähle, nur allzuoft junge Leute, dann komm ich doppelt ins Grübeln. Ich will den chemischen Genfraß Cocktail nicht mehr fressen. Also maximale Autarkie, beim Geld und beim Essen, ich will selbst erzeugte Mittel zum Leben. Und wenn ich den fiskalischen Tsunamis am Horizont richtig bewerte, dann weiß ich, man sollte sich mit der Autarkie beeilen. Überschüsse kann man an seine Mitmenschen verschenken, sprich, keine Energie für den "Golddukaten des Kaisers". Aber natürlich, "Jeder nach seiner Fasson", sagte der alte Fritz. :lol: (obwohl der kein Demokrat war )

Aber eine letzte Frage sei mir noch erlaubt :? Wer und wie, werden eigendlich die Grenzwerte für die "erlaubten" Lebensmittelbelastungen fest geschrieben. Und, haben die "Mediziner" und die Chemie-Pharmazielobby, wirklich ein Interesse, an einer wirklich gesunden Gesellschaft. Oder gilt auch hier: "Das sind halt die üblichen 10 % "Verschnitt".

Gruß U. (Ende der elektronischen Einsen und Nullen / -mein Buchstaben-Salat- :lol: )
Zuletzt geändert von Udo am Donnerstag 5. Juli 2012, 00:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Suche Kontakt zu russischen Gartenfreunden.

Beitrag von bauplan » Montag 2. Juli 2012, 23:09

Udo hat geschrieben:Moin Moin !

Oben las ich, dass das Thema Selbstversorger in Russland ganz oben an steht.
Hallo Udo,

Mail mich doch mal bitte an. info (et) bauplan.ru .
Ich bin an einem Projekt mit beteiligt, was nun nicht unbedingt ein Gartenprojekt ist, aber für dich vielleicht trotzdem interessant.
Das Projekt ist etwas größer. Es wurden 75% eines alten Dorfes in Russland in der Nähe von Tarusa aufgekauft ( also 3 der 4 Häuser ). Incl. etwa 20 Hektar Ackerland ein kleiner See, eine Quelle und noch etwas drumherum.
Dort entstehen seit ein paar Monaten wieder eine nutzbare Fläche und Häuser. Das Land lag fast 20 Jahre brach.
Im Moment werden Scheunen und andere Funktionsbauten gebaut. Nächste Woche werden wir eine Fotovoltaikanlage installieren und für nächstes Jahr ist eine Holzvergaseranlage für Warmwasser und Strom geplant.
Ziel ist es dort wieder eine Gemeinschaft im Sinne der alten russischen Obschina wiederzuerwecken.
Im Moment arbeiten 2 Ausländer ( D und Schweiz ) und 15 bis 18 Russen an dem Projekt.
Die ersten Tiere sind schon da, später sollen Schweine Kühe, Gänse Hühner etc. dort sein. Alles ökologischer Anbau, keine Hochleistungstiere.
Es soll genug für den Eigenbedarf werden, aber auch noch was für den Verkauf möglich sein.
Viel Obst und Waldbestand ist auch vorhanden.
Ich bin da mehr für die Technik als für das bäuerliche zuständig, denn wir wollen ja nicht wie in der Steinzeit leben. Nur anders und gesünder.

Näheres dann gerne per Mail, denn sonst ufert das hier vielleicht aus und für Andere ist das denke ich auch nicht so interessant.

Udo
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Re: Suche Kontakt zu russischen Gartenfreunden.

Beitrag von Udo » Dienstag 3. Juli 2012, 20:53

Hallo Bauplan !

Das ist wirklich etwas für mich, für solche Projekte geh ich auf die alten Tage, noch glatt sammeln, :)

Vielen Dank für die Info, ich melde mich sofort.

Gruß Udo
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Re: Suche Kontakt zu russischen Gartenfreunden.

Beitrag von Udo » Sonntag 8. Juli 2012, 11:12

Die "essbare" Stadt.

http://www.youtube.com/watch?v=J9aUWsiogsQ

Hier sind die Stadtgärtner der Stadt Andernach dazu übergegangen unsere Gemüsepflanzen in städtische Grünflächen zu integrieren, und, sie bieten die Früchte zur kostenlosen Nutzung an. So lernt das Stadtvolk und vor allem die Kinder, was sie essen. :)

So etwas ähnlich gibt es auch in England.

Todmorden ist eine Kleinstadt auf der britischen Insel und liegt zwischen Yorkshire und Lancashire. In Eigeninitiative haben die Bürger jeden Fleck Erde mit Früchte und Gemüse bepflanzt. Informationen dazu gibt's im Netz.

Gruß vom Udo
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_RGP_

Re: Suche Kontakt zu russischen Gartenfreunden.

Beitrag von _RGP_ » Samstag 14. Juli 2012, 15:30

Udo hat geschrieben:Todmorden ist eine Kleinstadt auf der britischen Insel und liegt zwischen Yorkshire und Lancashire. In Eigeninitiative haben die Bürger jeden Fleck Erde mit Früchte und Gemüse bepflanzt.
In einer Stadt namens "Todmorden" würde ich mich hüten, Früchte von Sträuchern zu klauen. :lol:



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