Wie soll die Krim versorgt werden?

Die Krim hat eine Fläche von 26.844 Quadratkilometern und 2.353.100 Einwohner (2014) und wird laut Putin ab sofort zum russischen Staatsgebiet dazugerechnet. Aber vielleicht sieht das ja irgendjemand ganz anders ...
schebecke
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Re: Wie soll die Krim versorgt werden?

Beitrag von schebecke » Freitag 25. April 2014, 01:27

Ich habe nicht alles in diesem Forum gelesen, aber man sollte bedenken, dass die Landwirtschaft, die Menschen, die Industrie.... Wasser braucht - das Bezahlen scheint auf der Grundlage des Beitrages in 1tv das geringste Problem zu sein (Russische Übertragung).

http://www.1tv.ru/news/social/257101

Weiterhin zu den Gaslieferungen von Russland an die Ukraine hier ein kleiner Beitrag (Russisch mit deutschen Untertiteln).

https://www.youtube.com/watch?v=vdCvT6zQqkY



ThomasKlein
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Re: Wie soll die Krim versorgt werden?

Beitrag von ThomasKlein » Sonntag 11. Mai 2014, 19:46

Also ich sehe das Ganze eher negativ in Bezug auf die Zukunft der Krim.
Fakt ist, dass Putin sich völkerrechtlich voll daneben benimmt,
bzw. sich einen Dreck darum schert, denn im eigenen Land wird darauf auch keine Rücksicht genommen.
Korruption, Gewalt, Rechtsbruch jeglicher Art, Quasidiktatur und Volksverdummung durch die Medien
sind an der Tagesordnung und jeder, der sich kritische äußert, wird weggesperrt.
Putin hat sich geotaktisch die Krim wieder einverleibt, allerdings werden die Leute, die ihn jetzt untertänig
die Füsse küssen bald merken, was sie sich selbst damit angetan haben.
Die Ukraine war auf dem besten Weg, sich Demokratie und Freiheit zu erarbeiten, aber damit ist es nun vorbei.
Armut und politische Unterdrückung werden die Zukunft sein, sowie Zensur auf allen Ebenen.
Fakt ist auch, dass er mit seiner kontrawestlichen Propagandapolitik das Volk in der (östlichen) Ukraine
sehr stark zum negativen beeinflusst und dieses auch weiterhin tun wird, um seinen Einfluss zu vergrößern
und letztlich, wenn die Abspaltung erfolgreich sein wird, dieses Land annektieren und unterjochen.
Sorry für die harsche Ausdrucksweise, aber man muss den Fakten ins Auge sehen.

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Re: Wie soll die Krim versorgt werden?

Beitrag von klaupe » Montag 12. Mai 2014, 12:06

schebecke hat geschrieben:Ich habe nicht alles in diesem Forum gelesen, aber man sollte bedenken, dass die Landwirtschaft, die Menschen, die Industrie.... Wasser braucht - das Bezahlen scheint auf der Grundlage des Beitrages in 1tv das geringste Problem zu sein (Russische Übertragung).
Für die Menschen reicht das Wasser, wenn keine Touristen kommen und die Dusche aufdrehen.
Lndwirtschaft und Industrie funktionieren ohne den Kanal nicht.
Logisch, Russland kann kaufen. Bei den Milliarden, die sie reinstecken müssen, sind das fast Kleinbeträge. Aber der Wasser-Absperrhahn liegt nun mal in der Ukraine und damit bestimmt im Zweifel die Ukraine, was läuft.
Gas ist auch ein relativ geringes Problem, zumal es Gasfelder vor der Küste gibt, die Russland schon kassiert hat.
Strom könnte knapp werden, aber ich denke, ein provisorisches Seekabel ist relativ schnell durch die Straße von Kertsch verlegt. Für den Übergang hilft sicherlich das THW mit mobilen Generatoren aus :lol:
ThomasKlein hat geschrieben:Also ich sehe das Ganze eher negativ in Bezug auf die Zukunft der Krim.
Fakt ist, dass Putin sich völkerrechtlich voll daneben benimmt,
bzw. sich einen Dreck darum schert, denn im eigenen Land wird darauf auch keine Rücksicht genommen.
Nein, nein, keinesfalls! Putin IST das Völkerrecht, nur die Welt will das einfach nicht begreifen!
Korruption, Gewalt, Rechtsbruch jeglicher Art, Quasidiktatur und Volksverdummung durch die Medien
sind an der Tagesordnung und jeder, der sich kritische äußert, wird weggesperrt.
Wer so dumm ist, gehört auch ins Loch. Besser jubeln und den Meister loben. das bringt sogar Orden ein.
Putin hat sich geotaktisch die Krim wieder einverleibt, allerdings werden die Leute, die ihn jetzt untertänig
die Füsse küssen bald merken, was sie sich selbst damit angetan haben.
Die rechnung wird sicherlich geschickt verschleiert und falls es knapp wird in der Staatskasse, gibt es jetzt schon den Buhmann: Eu und USA mit ihren Sanktionen und der Wirtschaftshetze.
Die Ukraine war auf dem besten Weg, sich Demokratie und Freiheit zu erarbeiten, aber damit ist es nun vorbei.
Na na, mal ganz ohne Ironie, aber im Moment haben sie das Konzept gründlich verloren. Ein paar blöde Fehler werden nun mit vereinten Kräften zur Katastrophe verarbeitet.
Fakt ist auch, dass er mit seiner kontrawestlichen Propagandapolitik das Volk in der (östlichen) Ukraine
sehr stark zum negativen beeinflusst und dieses auch weiterhin tun wird, um seinen Einfluss zu vergrößern
und letztlich, wenn die Abspaltung erfolgreich sein wird, dieses Land annektieren und unterjochen.
Diese Politik ist auch wunderbar geeignet, die prowestlichen Kräfte zu radikalisieren. Die am Anfang noch relativ schwache rechtsradikale Minderheit freut sich über eine täglich rapide zuwachsende Anhängerschaft.
Sorry für die harsche Ausdrucksweise, aber man muss den Fakten ins Auge sehen.
Muss man nicht unbedingt, denn es ist ja viel einfacher, die bekannten Parolen nachzuplappern. Außerdem ist man damit brav auf Moskau-Kurs.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Wie soll die Krim versorgt werden?

Beitrag von Estefania » Samstag 24. Mai 2014, 23:43

Die Versorgungsschwierigkeiten der Krim sind für die Ukraine ein gutes Pfand in der Angelegenheit der russischen Gaspreise. - Kurz vor dem "Referendum" habe ich ein Interview mit russisch-patriotischen Krim-Bewohnern gesehen, die gefragt wurden, was denn passieren solle, wenn die Ukraine die Wasserversorgung abstelle. Die haben dann gesagt: Dann trinken wir eben kein Wasser mehr. Hauptsache, wir sind dann offiziell Russen. Okay.

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Re: Wie soll die Krim versorgt werden?

Beitrag von klaupe » Samstag 24. Mai 2014, 23:58

Estefania hat geschrieben:Die haben dann gesagt: Dann trinken wir eben kein Wasser mehr. Hauptsache, wir sind dann offiziell Russen. Okay.
Ich stelle mir gerade vor, wie Dörr-Russen aussehen :lol:
Vielleicht so? Bild



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Re: Wie soll die Krim versorgt werden?

Beitrag von m1009 » Sonntag 25. Mai 2014, 08:32

was denn passieren solle, wenn die Ukraine die Wasserversorgung abstelle
Die Versorgung ist seit April blockiert...

http://www.1tv.ru/news/social/257101

http://de.wikipedia.org/wiki/Nord-Krim-Kanal
Wenn Du nicht aufisst, kommt der Russe.

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Re: Wie soll die Krim versorgt werden?

Beitrag von klaupe » Sonntag 25. Mai 2014, 09:03

m1009 hat geschrieben:Die Versorgung ist seit April blockiert...
Komplett blockiert noch nicht, denn es gibt immer noch einige "Schlupflöcher", aber der Zufluss ist erheblich reduziert.
Die verbliebene Wasserzufuhr aus natürlichen Quellen, Seen, Speichern und dem Rinnsal aus dem Kanal reicht gerade zum Überleben, keinesfalls aber für Touristenströme oder die Industrie.
Der Handel mit importiertem Trinkwasser in Flaschen und Kanistern hat Hochkonjunktur und fürs Militär soll es wohl auch mobile Meerwasserentsalzungsanlagen geben.

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Re: Wie soll die Krim versorgt werden?

Beitrag von m1009 » Sonntag 25. Mai 2014, 09:26

Das Schlupfloch heisst "Regen" ?
Wenn Du nicht aufisst, kommt der Russe.

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Re: Wie soll die Krim versorgt werden?

Beitrag von klaupe » Sonntag 25. Mai 2014, 10:28

m1009 hat geschrieben:Das Schlupfloch heisst "Regen" ?
Nein, die Schleusen sind etwas undicht ;)
Mit Regen hat's die Krim im Sommer nicht so üppig.

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