Stimmung in Russland

Die Krim hat eine Fläche von 26.844 Quadratkilometern und 2.353.100 Einwohner (2014) und wird laut Putin ab sofort zum russischen Staatsgebiet dazugerechnet. Aber vielleicht sieht das ja irgendjemand ganz anders ...
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Re: Stimmung in Russland

Beitrag von Dietrich » Mittwoch 23. April 2014, 17:07

Krank!

Hat der wirklich schon so wenige Haare?
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Re: Stimmung in Russland

Beitrag von klaupe » Mittwoch 23. April 2014, 17:10

Dietrich hat geschrieben:Krank! Hat der wirklich schon so wenige Haare?
Ach was, das ist mit Pomade streng geglättet. Bei der Wirtschaft würden ihm doch sonst die Haare zu Berge stehen und regelmäßige Besuche bei Coiffeur Udo Walz belasten zu sehr das Devisenkonto
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Stimmung in Russland

Beitrag von Admix » Mittwoch 23. April 2014, 18:16

Dietrich hat geschrieben:Hat der wirklich schon so wenige Haare?
Ohne Zweifel: Polierte Platte :D

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Re: Stimmung in Russland

Beitrag von klaupe » Mittwoch 23. April 2014, 19:05

Admix hat geschrieben:Ohne Zweifel: Polierte Platte :D
Ja logisch, da hätte ich auch selbst drauf kommen können. Vielen Dank für den Hinweis.

Es gibt übrigens auch echte Krim-Münzen, allerdings etwas älter als Putin; 1 Para und 5 Kopeken. Offensichtlich gab es auch Zeiten, als die Krim noch nicht russisch war.
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Re: Stimmung in Russland

Beitrag von klaupe » Mittwoch 23. April 2014, 19:13

Die Münzen werden übrigens von einer Waffenwerkstatt in Slatoust (Region Tscheljabinsk) hergestellt.
Man sieht es ihnen an, denn mit den gewaltigen Kampfdiskus-Scheiben kann man in den Krieg ziehen.
Sie sollen 1 kg wiegen und die Größe einer Handfläche haben.
Bild
http://klops.ru/news/ekonomika/89670-v- ... tom-putina
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.



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Re: Stimmung in Russland

Beitrag von Великий историк » Donnerstag 23. Februar 2017, 22:25

Nun ja, 3 Jahre später...
Also welche Rolle soll die Meinung der Russlanddeutschen zur Stimmung in Russland und das Thema Krim spielen.
Es leben nur noch um die 150 000 Russische Staatsbürger in Deutschland, die sich somit an der Politik in Russland beteiligen können. Noch muss erwähnt werden, das die Beteiligung an den Wahlen in Russland bei den Botschaften und Konsulaten immer sehr groß ist, so um die 15 %. :lol:
Der Großteil der Bevölkerung in Russland unterstützt die Politik der Regierung bezüglich der Krim, und in diesem Fall spielt die Meinung der schrumpfenden und sich schnell asimilierenden "Russischen" Bevölkerung in Deutschland so gut wie keine Rolle.

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Re: Stimmung in Russland

Beitrag von saransk » Donnerstag 2. März 2017, 14:28

StefanS hat geschrieben:Die Sowjetunion hatte seinerzeit die deutsche Wiedervereinigung unterstützt und so sollten auch wir die Wiedervereinigung der Krim mit Russland begrüßen!
Unter anderen Voraussetzungen wäre dies vielleicht auch der Fall.
Aber nicht so, wie es letztendlich abgelaufen ist.
Russland, als Nachfolgerin der Sowjetunion, hat doch 1994 den Vertrag von Budapest unterschrieben, und damit den Status der Krim als autonome Republik innerhalb der Ukraine akzeptiert.
Im Gegenzug gab die Ukraine doch damals alle dort noch vorhandenen Atomwaffen an Russland zurück.

Eine Vertragsänderung oder -ergänzung wäre bestimmt im Rahmen von Verhandlungen möglich gewesen (auch wenn dies vielleicht Jahre gedauert hätte), und das ganze hätte völkerrechtlich korrekt über die Bühne gehen können.

Jetzt ist dieser Vertrag nichtig, und ganz extreme (oder durchgeknallte) könnten jetzt natürlich fordern, der Ukraine wieder das Recht auf Atomwaffen zu ermöglichen, oder diese damit wieder auszurüsten.

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Re: Stimmung in Russland

Beitrag von m5bere2 » Donnerstag 2. März 2017, 16:20

saransk hat geschrieben: Russland, als Nachfolgerin der Sowjetunion, hat doch 1994 den Vertrag von Budapest unterschrieben, und damit den Status der Krim als autonome Republik innerhalb der Ukraine akzeptiert.
Und die Ukraine hat in einer nachträglichen Verfassungsänderung die Krim ihrer Autonomie beraubt, das muss man auch dazu sagen.
Jetzt ist dieser Vertrag nichtig, und ganz extreme (oder durchgeknallte) könnten jetzt natürlich fordern, der Ukraine wieder das Recht auf Atomwaffen zu ermöglichen, oder diese damit wieder auszurüsten.
Nun, warten wir mal. Trump und Bannon sind ja erst fünf Wochen im Amt, sie hatten einfach noch wichtigeres zu tun. Posten besetzen und räumen usw...

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Re: Stimmung in Russland

Beitrag von Berlino10 » Donnerstag 2. März 2017, 22:31

saransk hat geschrieben: Russland, als Nachfolgerin der Sowjetunion, hat doch 1994 den Vertrag von Budapest unterschrieben, und damit den Status der Krim als autonome Republik innerhalb der Ukraine akzeptiert.
Im Gegenzug gab die Ukraine doch damals alle dort noch vorhandenen Atomwaffen an Russland zurück.

Eine Vertragsänderung oder -ergänzung wäre bestimmt im Rahmen von Verhandlungen möglich gewesen (auch wenn dies vielleicht Jahre gedauert hätte), und das ganze hätte völkerrechtlich korrekt über die Bühne gehen können.

Jetzt ist dieser Vertrag nichtig, und ganz extreme (oder durchgeknallte) könnten jetzt natürlich fordern, der Ukraine wieder das Recht auf Atomwaffen zu ermöglichen, oder diese damit wieder auszurüsten.
Es gab keinen Vertrag von Budapest, sondern lediglich ein - laut US-Botschaft in Kiew 2013 - rechtlich nicht verpflichtendes Memorandum, gegen das die USA auch schon vorher verstossen haben, indem sie die Souveränität der UKR mißachteten und den Umsturz planten, finanzierten und orchestrierten. Von den NATO-Osterweiterungen ganz zu schweigen.
Atomwaffen hatte die UKR auch nie rechtmäßig. Allein die RF war Rechtsnachfolger der UdSSR und die Koffer waren stets in Moskau.
Ich hätte mir auch gewünscht, die RF hätte die Separation der Krim zwar annerkannt und gesichert, diese aber nicht (sofort) in die RF integriert.
Man kann auch international verhandeln, wenn man das Kiewer-Regime nicht als rechtmäßiger Verhandlungspartner ansieht. Mittlerweile geht das ja auch

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Re: Stimmung in Russland

Beitrag von m5bere2 » Freitag 3. März 2017, 05:37

Berlino10 hat geschrieben:
Ich hätte mir auch gewünscht, die RF hätte die Separation der Krim zwar annerkannt und gesichert, diese aber nicht (sofort) in die RF integriert.
Ja, das finde ich auch ... andererseits, wer weiß, ob dann nicht Kiewer Panzer auch auf die Krim gerollt wären. Ich denke, der Fakt, dass Russland die Krim eingegliedert hat und daher jeden Angriff auf die Krim als Angriff auf sein eigenes Territorium werten muss, hat schon ein gewisses Abschreckungspotential gegenüber Kiew.



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