Ist auf der Krim jetzt was los?

Die Krim hat eine Fläche von 26.844 Quadratkilometern und 2.353.100 Einwohner (2014) und wird laut Putin ab sofort zum russischen Staatsgebiet dazugerechnet. Aber vielleicht sieht das ja irgendjemand ganz anders ...
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Re: Ist auf der Krim jetzt was los?

Beitrag von Jenenser » Mittwoch 11. März 2015, 00:43

Wladimir30 hat geschrieben:
Jenenser hat geschrieben:Über die Sängerin Sofija Rotaru und ihre Beziehung zur Krim, zur Ukraine und Russland könnte man sich auch heute noch unterhalten:
Ähem, gefällt die Dir? ...
Wenn sie mir durch Zufall einmal über den Weg laufen sollte – gerne auf einen Kaffee!
Ihre Lieder mag ich irgendwie, allein schon aufgrund ihrer markanten Stimme...
Eine Kontrahentin für meine Frau ist sie nicht.



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Re: Ist auf der Krim jetzt was los?

Beitrag von CSB_Wolf » Mittwoch 11. März 2015, 01:01

klaupe hat geschrieben:Ich glaube es auch nördlich von Dubrovnik gesehen zu haben.
Viele Küstenabschnitte sind da nicht geeignet, da die relativ schroffe Felsküste ziemlich steil ins Meer abfällt. Da würde der Sand sofort weggespült werden.
Es war in der Nähe von Dubrovnik aber der genaue Name fällt mir nicht mehr ein. An was ich mich aber noch sehr gut erinnern kann, ich hatte ein Buch von Erich von Däniken dabei, das ich im Urlaub Lesen wollte, das ist mir am Flugplatz beschlagnahme worden, es war "Zurück zu den Sternen" War irgendwie schon eine verrückte, aber sehr schöner Zeit damals :D Als wir in Zürich abgeflogen sind waren wir gerade mal 8 Personen an Bord, nebst dem Personal :D

Gruss
wolf

PS: Die Story von Griechenland bzw. auf Kreta als man mir den Fotoapparat beschlagnerhmen wollte, weil ich eine Alte Kiste von Militärjet zufällig mit meiner damaligen Freundin abgelichtet hatte, erzähle ich jetzt mal nicht :lol:

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Re: Ist auf der Krim jetzt was los?

Beitrag von Haya » Samstag 14. März 2015, 06:42

Moin Moin,

Lieber klaupe,
obwohl die Krim ja eigentlich historischen "Mutterland" der Türkei ist.
Schmarn!
Die Krim war ein Vasallenstaat der Osmanen und diese haben die Unabhängigkeit der Krim anerkannt.
Katharina selbst deklarierte die Krim damals "von nun an und für alle Zeiten" als russisch
Schon vorher hatte die Krim einen Sonderstatus.
Diese wurde ihr bei der Anektion 1996 genommen.
Sie verlor damals jegliche Autonomie. Gekümmert hat es niemanden

Gruß
Haya

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Re: Ist auf der Krim jetzt was los?

Beitrag von klaupe » Samstag 14. März 2015, 14:02

Haya hat geschrieben:Schmarn!
Die Krim war ein Vasallenstaat der Osmanen und diese haben die Unabhängigkeit der Krim anerkannt.
Katharina selbst deklarierte die Krim damals "von nun an und für alle Zeiten" als russisch
Gut, wenns die Katja so sagt, dann ist es Vasall der Russen. Kathrinchen hatte ja nun auch die von Gott gegebene Macht, alles bis in alle Zukunft verbindlich zu regeln.
Daran sollte man mal die Spitze in Moskau erinnern, denn die hat noch viel mehr von sich gegeben -- was heute sicherlich nicht mehr als so verbindlich angesehen wird.
Diese wurde ihr bei der Anektion 1996 genommen.
Die Verfassung der Ukraine von 1996 manifestiert den Status der Krim als „Autonome Republik Krim“. Das verleiht ihr aber nicht die Qualität eines Staates, sondern nur den Status einer regionalen Selbstverwaltungskörperschaft innerhalb des Staates Ukraine.
Sie verlor damals jegliche Autonomie. Gekümmert hat es niemanden
Schmarrn!
Aber sicher weißt Du das als regelmäßiger Krim-Besucher besser. Ich war leider seit 2006 nicht mehr dort. Damals allerdings sah alles noch recht autonom und absolut friedlich aus.
Inzwischen haben die Autonomen ihren Sonderstatus verloren und sind zum "Föderationssubjekt Republik Krim" innerhalb der RF geworden. Ein gewaltiger Fortschritt in der Autonomiefrage. Die Krimtataren dürfen weiterhin frei entscheiden, wann sie aufs Klo gehen wollen.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Ist auf der Krim jetzt was los?

Beitrag von inorcist » Samstag 14. März 2015, 15:27

Ich hab mich mal bei meinen Freunden, Bekannten und Kollegen umgehört, wer denn im letzten Jahr auf der Krim war.

Ergebnis: vier Leute. Zwei davon von ihrem Arbeitgeber 'gezwungen', weil sie entweder für ein russisches Staatsunternehmen arbeiten oder ein Staatsunternehmen einer der wichtigsten Kunden ist. Die anderen beiden sind typische Abenteuertouristen und hatten sowieso schon den Plan, die Krim mal zu besuchen. Keiner will ein zweites Mal hin.

Die anderen meinten, sie wollen alle mal hin, warten aber noch, bis Hotelinfrastruktur und Servicekultur auf europäischem Niveau sind.

Enthusiasmus klingt meiner Meinung nach anders.



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Re: Ist auf der Krim jetzt was los?

Beitrag von klaupe » Samstag 14. März 2015, 16:05

inorcist hat geschrieben:Die anderen meinten, sie wollen alle mal hin, warten aber noch, bis Hotelinfrastruktur und Servicekultur auf europäischem Niveau sind.
Ich will auch wieder einmal hin, aber ohne Visum.
Eine vernünftige Servicekultur und Hotelinfrastruktur entsteht kaum aus dem Nichts. Da muss die Nachfrage boomen und dann wird gebaut, schneller als der Schall. Dann entstehen aber leicht hässliche Hotelbunker für die Massenabfertigung, wie in Spanien oder der Türkei.

Ein allgemein hohes Niveau ohne Massenabfertigung ist nur im Hochpreissegment denkbar. Aber dafür gibt es auch auf der Welt schon genügend Ziele, die sicherlich noch mehr bieten können.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Ist auf der Krim jetzt was los?

Beitrag von Norbert » Montag 16. März 2015, 13:46

Jenenser hat geschrieben:Das Hotel „Jalta-Intourist“ empfanden sie als absoluten Luxus. Anfang der 1990er Jahre habe ich spanische Bettenburgen und Hotelbunker gesehen. Da verstand ich schnell, wie schön es auf der Krim ist...
Und nun meine Wahrnehmung 2003: Nachdem ich schon auf den Kanaren und an der portugiesischen Südküste war, besuchte ich auch Sotschi und Jalta. Und war richtig enttäuscht. Altsowjetische Hotelburgen, denen ich zu dem Zeitpunkt noch maximal 2 Sterne gegeben hätte, zu Preisen von 3-Sterne-Stadthotels, dazu einbetonierte Betonstrände, überall nur Cafés mit Plastikstuhl-Charme, schlechter Service, keinerlei Fremdsprachenkenntnisse und dann auch noch - sicher Pech gehabt - Putzfrauen, die klauten. Für mehr Geld weniger Genuss - dann doch lieber gleich nach Spanien!

Richtig begeistert hat mich auf der Krim ausschließlich das Gebirge um Bakchasarai. Wirklich toll.

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Re: Ist auf der Krim jetzt was los?

Beitrag von klaupe » Montag 16. März 2015, 14:11

Norbert hat geschrieben:Richtig begeistert hat mich auf der Krim ausschließlich das Gebirge um Bakchasarai. Wirklich toll.
Die Beobachtungen kann ich nachvollziehen.

Landschaftliche und historische Highlights gibt es sicherlich genug, aber die kann man im Wesentlichen an einem Tag abhaken.
Das ist das Potential der Kreuzfahrten mit Tagesausflug. Die sind nun, abgesehen von einer Fähr-/Kreuzfahrt ab Istanbul erst einmal von der Liste gestrichen und damit schrumpft der kleine Anteil an Ausländischen Touristen gewaltig.

Sotschi hätte ja wenigstens durch die Olympiade-Investitionen noch etwas mehr zu bieten gehabt. Scheinbar hat man nicht die Idee, wie man es gewinnbringend international nutzen kann.
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Re: Ist auf der Krim jetzt was los?

Beitrag von Saboteur » Montag 16. März 2015, 14:52

Ich kenne nur 3 Leute die auf der Krim waren. Einer meinte, es war eine russische Gopnikparade. Der 2. meinte " Nie wieder, lieber billiger und wesentlich besser in die Türkei" - und der ist Patriot - kann man sagen und die 3. waren bis letztes Jahr ab und mal da. Die würden auch wieder fahren, wenn sich die Lage beruhigt hat denke ich.
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...

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Re: Ist auf der Krim jetzt was los?

Beitrag von klaupe » Montag 16. März 2015, 15:28

Saboteur hat geschrieben:Ich kenne nur 3 Leute die auf der Krim waren. Einer meinte, es war eine russische Gopnikparade. Der 2. meinte " Nie wieder, lieber billiger und wesentlich besser in die Türkei" - und der ist Patriot - kann man sagen und die 3. waren bis letztes Jahr ab und mal da. Die würden auch wieder fahren, wenn sich die Lage beruhigt hat denke ich.
Ich war auch mehrmals da, teilweise Tagesaufenthalte und auch von der Ukraine aus für mehrere Tage. Allerdings bin ich kein typischer Strandurlauber, sondern eher an dem interessiert, was außerhalb der Touristenzentren liegt.

Ohne Zweifel ist die Krim sehr interessant, aber leider nicht für den hier üblichen Massentourismus geeignet.
Da muss man schon sehr bescheiden sein, so wie früher die DDR-Urlauber, für die das schon große, weite Welt war.
Die Russen, Belorussen und Ukrainer sind ja auch in Massen in die Türkei, Ägypten, Spanien usw. abgewandert und dann war es auch auf der Krim nicht mehr so eng.

Wenn die Krim je zum Urlaubshit werden soll, dann kann und muss man dort mehr investieren, als jemals in Sotschi verbraten wurde. Dazu kommen noch die Anfahrtswege, Infrastruktur, Wasserversorgung usw. Die Frage ist, ob es sich jemals rechnet, außer als teures Demo- und Prestigeobjekt.

Für Militärs sinnvoll und rentabel, da von strategisch wichtiger Bedeutung, ist allenfalls der Kriegshafen Sewastopol.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.



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