Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Die Krim hat eine Fläche von 26.844 Quadratkilometern und 2.353.100 Einwohner (2014) und wird laut Putin ab sofort zum russischen Staatsgebiet dazugerechnet. Aber vielleicht sieht das ja irgendjemand ganz anders ...
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Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von Jenenser » Donnerstag 26. März 2015, 14:07

Zum Beispiel von Moskau nach Simferopol.

Neben dem Flugzeug gibt es folgende Möglichkeiten mit dem Zug, Linienbus oder mit dem Auto
http://tripsmile.ru/marshruty/259-moskv ... -dobratsja

Variante Zug:
Nach unterschiedlichen Quellen wurde die Direktverbindung unter Umgehung der Ukraine mit Benutzung der Fähre und durchgeführt von der neu gegründeten „Krimer Eisenbahn“, im Zeitraum 1.12.2014 bis 30.4.2015 aufgrund geringer Passagiergastzahlen ausgesetzt.

Die russische Eisenbahn RZD nahm die „Eisenbahn der Krim“ nicht auf in ihren Bestand. Und veröffentlicht auf ihrer Internetseite http://www.rzd.ru eigene geplante Projekte für das Jahr 2015, um ihre Kunden auf die Krim zu bringen. Ziel ist eine einheitliche Fahrkarte, die neben der eigentlichen Zugfahrt auch die Benutzung der Fähre und eine oder mehrere Busfahrten einschließt.
Bild

Im vergangenen Jahr gab es bereits eine RZD-Variante Zug – Bus – Fähre.
Im Netz habe ich folgendes Amateur-Reisevideo gefunden. Es gewährt auch einen Einblick in die neuen Doppelstockwaggons auf der Strecke Moskau – Adler. In Krasnodar wartete dann pünktlich der Bus für die Weiterfahrt (239 km) zum Fährhafen...
[youtube]TUOyikQkl9o[/youtube]



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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von klaupe » Donnerstag 26. März 2015, 16:45

Jenenser hat geschrieben:Zum Beispiel von Moskau nach Simferopol.
Sehr gutes und übersichtliches Beispiel, herzlichen Dank.

Eigentlich sehe ich es eher als Warnung, sich diesem Anreisestress auszusetzen.

Da muss man schon fanatischer Krimfan sein, denn andere lohnende Ziele sind bequemer, schneller und vermutlich auch billiger zu erreichen.
Nach Zustrom von Millionen Gästen auf die Krim sieht es auch nicht gerade aus.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von zimdriver » Donnerstag 26. März 2015, 20:11

Flugzeug. Alles andere ist nicht berechenbar.

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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von klaupe » Freitag 27. März 2015, 00:48

zimdriver hat geschrieben:Flugzeug. Alles andere ist nicht berechenbar.
Wenn ich bei Kurzreisen ab FRA über 10 Stunden komme, geht die Rechnung auch nicht mehr auf.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von m1009 » Freitag 27. März 2015, 05:32

zimdriver hat geschrieben:Flugzeug. Alles andere ist nicht berechenbar.
Rechtzeitige planung voraussetzung. Die flugzeuge sind brechend voll.
„Da leckt man einmal das Messer ab und gleich gucken alle komisch!“ – Jens, 32, Chirurg



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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von louise » Freitag 27. März 2015, 13:49

klaupe hat geschrieben:
Jenenser hat geschrieben:Zum Beispiel von Moskau nach Simferopol.
Sehr gutes und übersichtliches Beispiel, herzlichen Dank.

Eigentlich sehe ich es eher als Warnung, sich diesem Anreisestress auszusetzen.

Da muss man schon fanatischer Krimfan sein, denn andere lohnende Ziele sind bequemer, schneller und vermutlich auch billiger zu erreichen.
Nach Zustrom von Millionen Gästen auf die Krim sieht es auch nicht gerade aus.
z.B. DE Zugreise von Freiburg/Breisgau bis an die Ostsee nach Rostock dauert die Zugreise alleine zwischen 8 und 12 Stunden. Da bin ich doch gerne ein "fanatischer Ostsee-Fan" und habe im Zug noch Spaß.
Keine Warnung von mir vor einer längeren Zugreise! ;)
"[n]o set of mutually inconsistent observations can exist for which some human intellect cannot conceive a coherent explanation, however complicated."

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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von klaupe » Freitag 27. März 2015, 13:49

Da gab es doch mal die Fähren
Istanbul - Jalta: samstags mit MS Omega
Istanbul- Sevastopol: donnerstags mit MS Sevastopol I
Istanbul- Sevastopol: ?? mit MS Adriana

Sind die ersatzlos vom Markt (Meer) verschwunden? Von einigen Verbindungen hörte ich, dass sie jetzt nach Odessa vv. gehen.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von klaupe » Freitag 27. März 2015, 14:00

louise hat geschrieben:z.B. DE Zugreise von Freiburg/Breisgau bis an die Ostsee nach Rostock dauert die Zugreise alleine zwischen 8 und 12 Stunden.
Bei Verbindung fast im Stundentakt und dem Komfort ICE/IC ist der Vergleich unfair. Dagegen ist Moskau-Krim schon eher Train-Hardcore für Masochisten.
Da bin ich doch gerne ein "fanatischer Ostsee-Fan" und habe im Zug noch Spaß.
Keine Warnung von mir vor einer längeren Zugreise! ;)
Früher war ich zum Fliegen gezwungen, jetzt bevorzuge und genieße ich es, mich "chauffieren" zu lassen und aus dem Fenster zu sehen oder mit netten Leuten zu plaudern.

Was aber hier fehlt ist das Imbissangebot der Babuschkas auf dem Bahnsteig. [kochen]
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von Jenenser » Freitag 27. März 2015, 14:45

klaupe hat geschrieben:... andere lohnende Ziele sind bequemer, schneller und vermutlich auch billiger zu erreichen.
Jetzt bin ich aber enttäuscht. Spricht hier ein Pauschalurlauber und Anhänger des Massentourismus?
louise hat geschrieben: Keine Warnung von mir vor einer längeren Zugreise! ;)
Warst Du schon in Russland mit dem Zug unterwegs? ;)
klaupe hat geschrieben:...Früher war ich zum Fliegen gezwungen, jetzt bevorzuge und genieße ich es, mich "chauffieren" zu lassen und aus dem Fenster zu sehen oder mit netten Leuten zu plaudern.

Was aber hier fehlt ist das Imbissangebot der Babuschkas auf dem Bahnsteig. [kochen]
So eine lange Strecke, da gehen Dir mit dem Chauffeur bald die Themen aus... :?

Die netten Leute lernt man tatsächlich im Zug kennen und besonders auf so einer langen Fahrt. Komfort, Geschwindigkeit und Geld sind da erst mal zweitrangig. In Russland (und der Ukraine) setzt das aber ein wenig Sprachkenntnisse voraus. Und keine Angst vor dem Thema Politik! [genau] :alc:

Die Babuschkas werden von Jahr zu Jahr weniger. [frust] Tja, die RZD setzt eben auch ihr Hausrecht um, betreibt selbst Kioske auf dem Bahnsteig und schützt, so offiziell einmal vermeldet, die Reisenden vor unbekannten Risiken bei den angebotenen Speisen. Und nicht zu vergessen ist der Steuerfaktor...

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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von Wladimir30 » Freitag 27. März 2015, 15:11

Jenenser, jetzt bin ich mal dran, Dir vollkommen und rundherum recht zu geben!!! :D
You know nothing Jon Snow.....



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