Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Die Krim hat eine Fläche von 26.844 Quadratkilometern und 2.353.100 Einwohner (2014) und wird laut Putin ab sofort zum russischen Staatsgebiet dazugerechnet. Aber vielleicht sieht das ja irgendjemand ganz anders ...
kleinererpel
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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von kleinererpel » Montag 16. Oktober 2017, 21:50

Ich habe von 1997 bis 2003 knapp 6 Jahre in Moskau gelebt und gearbeitet und in der Firma gab es damals insgesamt meist über 10 deutsche Handwerker die nach der Arbeit auch gern mal "auf den Putz" gehauen haben.Es gab zwar mal Haftandrohungen aber es ist niemals zu einer Verhaftung gekommen.

Gruß

Martini



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m1009
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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von m1009 » Montag 16. Oktober 2017, 22:09

Es stellt sich heraus, dass er auf starken Alkoholgeruch reagierte,
Sorry fuer OT...

Gestern... Ein Bier zum Mittag.... ein Bier zum Abendessen (was bereits gegen 17:00 stattfand). Aufgrund einer sich anbahnenden Erkaeltung gegen 20:30 50gr warmen Vodka mit 50gr Honig. Um 21:30 lag ich schwitzend im Bett.

Heut kurz nach NN, Zement bestellen. Nase laeuft, rechtes Auge gelb und blau (vor einer Wochen einen Spatenstiel mit vollem Schwung auf dem Auge gelandet), glaenzende Augen von der Erkaeltung. GAI steht etwa 100m vor dem Baustoffhandel. Rechts rann, der GAIschnik bittet ihn anzuhauchen.

Was ich denn gestern getrunken haette, es riecht nach starkem Alkohol.... man denk ich, eine Nase wie ein Hund... was dann kam, kann sich wohl jeder vorstellen, der jemals wegen Alkoholverdacht austeigen durfte.... Schnelltest brachte eine gruene LED. Eindringliche und nervige Befragungen. Erst nach meinem eindringlichen und hartnaeckigen Verlangen nach einer Blutprobe in der Klinik wurde ich entlassen. Die ganze Aktion hat sich gut 30min hingezogen....

Nun mach ich mir den Abend Gedanken... 2 Bier vor 17:00, danach noch 50gr Vodka. Angehalten wurde ich um 13:00, 16h nach den 50gr. Bei 110kg sind die 50 gr. spaetestens um 3 Uhr frueh raus aus dem Koerper... Warum dann? Hatte der GAIschnik den Geruchssinn eines Hundes?

Nix dergleichen... etwa 2 bis 3 Minuten zuvor hatte ich eine Tasse Kaffee in die freie Natur entlassen. Danach meine Haende mit Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis eingerieben... :lol: ... Und dann kam der Gaischnik ins Spiel.... :roll:

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Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von Tonicek » Dienstag 28. November 2017, 00:41

m1009 hat geschrieben:
Aber wer war schon mal wirklich auf die Hilfe des Konsulats angewiesen?
Einmal.... toitoitoi...Und das war in Makedonien... und die konnten nicht mal ansatzweise helfen...
Glaube ich gerne !!! Bei mir war es in Rumänien, als ich einen Tag im Knast war, aber das Konsulat in Sibiu [Hermannstadt - Hauptstadt Siebenbürgens] hat auch nicht mal ansatzweise geholfen - für mich sind das Seself ...er, die zu nichts Lust haben, was auch nur im Entferntesten nach Arbeit riecht.
Das Einzige, was sie getan haben, war, mir eine Thüringer Bratwaurst in den Knast zu bringen ...
Thüringer Bratwurst in RO.JPG
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Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von Tonicek » Dienstag 28. November 2017, 00:43

m1009 hat geschrieben:Ihr habt Sorgen.... :?
Stimmt! Den gleichen Gedanken hatte ich eben auch . . . O, großer Gott . . . !

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Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von Tonicek » Dienstag 28. November 2017, 00:59

So, ich hänge mich hier mal rein.
Ganz, ganz langsam drehen sich meine Gedanken um die Logistik der nächsten 6-monatigen Reise kommendes Jahres.
Hab' jetzt mal auf der Karte gesehen, daß ich von Grosny gut bis sehr gut nach Sotschi komme - das würde ich mir gerne ansehen + dort entspannen.
Von dort weiter auf die Krim - kenne zwar Yalta, Sewastopol, Simferopol zur Genüge, aber dieses Mal wird wohl meine Bekannte mitkommen + die legt auf solche Ziele höchsten Wert - mir ist es eher egal . . .
Geschlafen hab' ich in Yalta immer vor dem Riesen-Hotel-Klotz "Yalta" - typischer INTOURIST-Bau, ähnlich der INTERHOTELS á la DDR. Aber zum sicheren Nächtigen für 'n paar Grivna war es super!

Von Sotschi zum Fährhafen Kavkas, der sich ja förmlich anbietet, ist es ein Katzensprung. - Gibts zu der Fährverbindung evtll Neuigkeiten?
Oder ist bis dahin evtll schon die Brücke fertig?
Wenn Fähre sein muß, gibt's Infos bzgl. KFZ? Wie groß dürfen die sein - wie schwer?
So teuer können ja die 40 min Überfahrt nicht sein - bin ja eigentlich auch nur 'ne arme Sau!

Die Seite von Gosparom habe ich gelesen - jedoch soooo gut ist mein Russisch auch wieder nicht - und andere Sprache gibt die Seite nicht her.

Wenn wir das so machen mit der Fähre Kavkas - Kertsch, dann fahren wir selbstverständlich auch so wieder zurück - den evtll Ärger bei der Ausreise Richtung Odessa / Cherson tue ich mir auf keinen Fall an - so toll find' ich die Ukrainer auch wieder nicht.

Freue mich auf Neuigkeiten betr. der Fähre. Danke !



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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von zimdriver » Dienstag 28. November 2017, 01:17

... m1009, Alkotester kaufen? In DE, meine ich, nicht an der russischen Tanke.

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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von m1009 » Dienstag 28. November 2017, 07:51

War bisher eigentlich nie Bedarf.... Ich kipp selten so viel in mich rein, das es naechsten Morgen mit ner Fahne ans Steuer geht. Andererseits. man wird aelter....

Die Sache war hoechst nervig. Hab den Beamten mehrmals aufgefordert, meine Zeit nicht zu verschwenden und bei begruendeten Verdacht mit mir in die Klinik zu fahren.... Nur der Blaeser schaltete auf Gruen.... Andererseits, wie das Ergebnis in der Klinik ausgefallen waehre... DAS ist die grosse Frage.

Irgendwann kam das Gespraech auf .... was machst Du eigentlich hier? .... und mein Blutdruck senkte sich....))

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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von Wladimir30 » Dienstag 28. November 2017, 11:34

m1009 hat geschrieben:Irgendwann kam das Gespraech auf .... was machst Du eigentlich hier? .... und mein Blutdruck senkte sich....))
Das ist genau der Punkt. Diese Gespräche retten einen dann, und ich versuche, sie so schnell wie möglich in diese Richting zu drängen. Sonst haste evtl. echt verloren.

Und das Tolle ist: es klappt fast 100%ig. Das macht Russland unter anderem auch so liebenswert.
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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von Okonjima » Dienstag 28. November 2017, 11:47

m1009 hat geschrieben: Irgendwann kam das Gespraech auf .... was machst Du eigentlich hier? .... und mein Blutdruck senkte sich....))
Mal naiv gefragt - was hätte im schlmmsten Fall passieren können, wenn das Gespräch blöd gelaufen wäre?
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Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?

Beitrag von Wladimir30 » Dienstag 28. November 2017, 13:19

m1009 hat es ja schon geschrieben. Erstmal wirst du lange festgehalten. Da wird dann sehr umständlich alles geprüft, ob alle Dokumente in Ordnung sind, da wird evtl. in der allrussischen Datenbank gesucht, was ebenfalls dauert. Wenn es blöd läuft, wird dein Auto auf fahrtüchtigen Zustand geprüft (obwohl ohne ersichtlichen Anlass sowas eigentlich, soweit ich weiß, nicht erlaubt ist). Dauert. Für eine Durchsuchung des Kofferraums müssen zwei außenstehende, unparteiische Zeugen dabei sein. Die müssen erstmal gefunden werden. Protokoll erstellen...... Dann eben doch zur Klinik, Alkoholtest machen. Dauert.

Und obwohl es wohl die offizielle Möglichkeit gibt, sich bei unbegründetem Test zu beschweren und evtl. sogar eine Kompensation zu erwirtken, dauert das natürlich auch und wer hat schon ewig viel Zeit für solch einen Quatsch? m1009 hat es passend beschrieben: Höchst nervig und extrem zeitraubend.
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