Deutschrussen auf die Krim?

Die Krim hat eine Fläche von 26.844 Quadratkilometern und 2.353.100 Einwohner (2014) und wird laut Putin ab sofort zum russischen Staatsgebiet dazugerechnet. Aber vielleicht sieht das ja irgendjemand ganz anders ...
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Alex KA
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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitrag von Alex KA » Donnerstag 25. Februar 2016, 19:46

Plotnik86 hat geschrieben:
Magdeburg-Moskva hat geschrieben:Bei dem Clip von Rossija24 platzt mir Putinversteher der Kragen, aba mal so richtich!

- "Эти варвары" schreit der Vogel auf einem öffentlichen Platz in Deutschland. Mit öffentlicher Anwendung der russischen Sprache ist er nicht besser als ein Syrer, der auf Arabisch herumplärrt.
- Willi Zdor: 'Früher konnte ich am See auf dem Bänkchen sitzen, übernachten, mich kulturvoll erholen.' In verständlichem Deutsch heißt das: Mucke an, Alibi-Angel in den Teich halten, rauchen, saufen, grillen und das Biersubstrat wurde ebenfalls in den See oder die Büsche gekippt. Womit wäre er damit besser als ein Syrer oder sonstiger Flüchtling.
Du kannst dich doch freuen, wenn ein paar ausgebildete Deutschrussen mit gutem Lebensstandart wegzeihen und dafür ein GROßER HAUFEN [shitstorm] Kulturbereicherer zu uns kommt. :lol:
Ich glaube sie verstehen es falsch, warum Deutschrussen nach Deutschland geholt worden, es ist nicht wegen gute Ausbildung.. Denn in ehemaligen UdSSR man könnte jeden mit auch bessere Ausbildung haben, wie Heutzutage auch. Und Lebensstandart hatte man für Deutschrussen geschaffen, auch gute soziale Versorgung.
Die gute Flüchtlinge sind billige Arbeitskraft, denn Deutschland braucht das, sonst gibt es bald kein Geld für alle soziale Schichten und Rentner..
Genau das gleiche Deutschland hatte in Zweiten Weltkrieg gemacht, kostenlose Arbeiter von ganze Europa nach Deutschland geholt



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Dietrich
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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitrag von Dietrich » Donnerstag 25. Februar 2016, 22:03

Geholt...
Warum nicht gleich "verschleppt" oder "versklavt"?
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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitrag von Plotnik86 » Donnerstag 25. Februar 2016, 22:33

Stimmt genau, unser Geldsystem funktioniert ja durch arbeit und nicht durch das Giralgeld oder den Zinseszins.
Und aus diesem Grund können wir keine Renten auszahlen...

Ist das dein Ernst?

aber ein ganz anderes Thema... :roll:

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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitrag von saransk » Mittwoch 2. März 2016, 14:21

Habe ich heute in der FAZ gefunden, welche eigentlich doch für eine eher Russland-freundliche Berichterstattung bekannt ist.

"Gehören Sie auch zu den Deutschen, die auf die Krim ziehen wollen, weil die Lage bei uns so schwierig geworden ist? Nein? Aber Sie kennen in Ihrem Bekanntenkreis sicherlich jemanden, der das gegenwärtig plant. Auch nicht? Das ist eigenartig. Denn die amtliche russische Regierungszeitung „Rossijskaja gazeta“ berichtete auf ihrer Website Ende Januar unter der Schlagzeile „Deutscher Politiker: Immer mehr Bundesbürger denken über eine Auswanderung auf die Krim nach“ über diesen angeblich weitverbreiteten Emigrationswunsch.

Solchen Unsinn kann man schmunzelnd abtun oder es einfach für schlechten Journalismus halten. Doch das wäre falsch. Wer sich mit russischen Medien beschäftigt, kommt zu einem anderen Schluss: Der Kreml setzt durch die von ihm kontrollierten Medien Informationen als Instrument einer aggressiven Außenpolitik ein. „Hybride Kriegsführung“ nennt man das. Die Methoden dieser gezielten Desinformation und Manipulation der öffentlichen Meinung wurden in Russland zunächst eingesetzt, um die Macht des Präsidenten Wladimir Putin zu sichern. Im Konflikt um die Ukraine erreichte die russische Propaganda ein neues Niveau: Durch Verzerrungen, Halbwahrheiten und komplette Lügengeschichten werden „die Ukrainer“ durchgehend als „Faschisten“ verunglimpft."
Alex KA hat geschrieben:Und Lebensstandart hatte man für Deutschrussen geschaffen, auch gute soziale Versorgung.
Ja klar, komisch das die hier alle erzählen, sie hätten in Kasachstan wie die Ratten gelebt, und Ihnen wäre vieles vorenthalten worden, weil sie ja Faschisten wären.

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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitrag von Dietrich » Mittwoch 2. März 2016, 15:27

Alles eine Sache der statistischen Erhebungsmethode:

Letztes Jahr hatte eine Person mal dran gedacht, dieses Jahr sind 4 Leute nicht grundsätzlich dagegen.
Eine Steigerung von 300%!

Der aus dem letzten Jahr hat die Sache übrigens aufgegeben, als er erfuhr, dass man sich sein Hartz IV nicht nach Simferopol überweisen lassen kann und das Amt dort auch keine Wohnung bezahlt.
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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitrag von Alex KA » Mittwoch 2. März 2016, 15:44

saransk hat geschrieben:
Alex KA hat geschrieben:Und Lebensstandart hatte man für Deutschrussen geschaffen, auch gute soziale Versorgung.
Ja klar, komisch das die hier alle erzählen, sie hätten in Kasachstan wie die Ratten gelebt, und Ihnen wäre vieles vorenthalten worden, weil sie ja Faschisten wären.
Ich dachte das Russlanddeutsche gute Ausbildung haben.. woher denn? meistens aus UdSSR.. Und das sind vielleicht wirklich Faschisten, wer weiß.. Wen man sie in Krim reinlässt werden sie dort Sabotage betreiben oder so. Ich weiß das diese Leute Russland feindlich und abwertend betrachten, ich habe selbst mit manche gesprochen. Von mir aus sie bleiben besser in gelobten Land, und lassen uns in Ruhe..

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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitrag von saransk » Dienstag 10. Oktober 2017, 13:59

Ich zitiere mal aus dem Sputnik von heute, weil es irgendwie zu diesem Thema passt.

"Fast 150.000 Russen, die jahrelang im Ausland gelebt hatten, sind im vorigen Jahr heimgekehrt, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Donnerstag.
Diese Informationen veröffentlichte jüngst das russische Innenministerium, sie wurden auch vom Außenministerium bestätigt. Dank des staatlichen Programms zur Förderung der freiwilligen Heimkehr von Landsleuten entscheiden sich immer mehr Russen dafür. Dabei geht es um Menschen, die nicht nur in den GUS-Ländern, sondern auch in der EU lebten. Aus Europa sind etwa 30.000 Russen heimgekehrt
Laut dem russischen Innenministerium sind 2016 insgesamt 146.585 Landsleute heimgekehrt. Die Unfähigkeit der westlichen Behörden zur effizienten Integration der Russen ist einer der wichtigsten Faktoren für ihre Entscheidung."

Das diese 30000 (bei den anderen werden wohl eher die ehemaligen Sowjetrepubliken betroffen sein) nicht alle auf die Krim gehen, ist schon klar. Schließlich wartet bei entsprechender Kinderzahl ja auch ein Stück sibirischer Morast. Auch in Saransk ist mir noch keiner davon über den Weg gelaufen.
Aber die Frage stellt man sich doch, ob es sich nur um die Gruppe handelt, die wir schon beim Thema AfD hatten (nicht integrationswillig oder beruflich und persönlich gescheitert) oder ob es wirklich noch handfeste und nachvollziehbare Gründe (außer den verschwurbelten Begriffen Heimweh und Patriotismus) gibt. Denn 30000 wäre schon eine beachtliche Zahl. Immerhin eine Stadt wie Landsberg oder Bünde.

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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitrag von Wladimir30 » Dienstag 10. Oktober 2017, 14:06

So weit ich einige kenne, die in DEU leben, herrscht bei einigen/vielen Enttäuschung oder nein, besser Ernüchterung vor. "So habe ich mir das aber nicht vorgestellt." Ohne dabei DEU madig machen zu wollen, aber einfach auch die eigene Unfähigkeit, sich zu integrieren. Die Sprache kann nicht (mehr) ordentlich erlernt werden, die Umgangsformen sind fremd, das Verhalten bei Vorstellungsgesprächen wird nicht beherrscht und und und. Sprich "man" findet sich einfach nicht zurecht in DEU. Nochmals: ich persönlich habe nie gehört, dass DEU daran schuld sei. Es passt einfach nicht zusammen. Und eine Verherrlichung der "Alten Heimat" habe ich dabei auch nciht rausgehört. Ein Heimweh ja, aber das halte ich für durchaus normal und verständlich.

Vielleicht etwas platt und auch plakativ gesagt: die Mentaltität ist zu unterschiedlich.
«Поздравляю всех с Новым годом, желаю, чтобы вы не знали горя, удачи, любви, счастья и особенно здоровья». Виталий Кличко.

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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitrag von Saboteur » Mittwoch 11. Oktober 2017, 00:17

Ich finde 30.000 Menschen aus Europa ehrlich gesagt recht wenig. Spannend wäre natürlich auch wieviele Menschen in dem Zeitraum nach Europa eingewandert sind und wie die Gesamtgruppe so ist Dazu habe ich auf die schnelle nix gefunden. So kann man diese Zahl ja kaum einordnen.
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...

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Re: Deutschrussen auf die Krim?

Beitrag von Dietrich » Mittwoch 11. Oktober 2017, 10:50

Ich bekomme es nur immer mit, wie sich meine Frau über einige aufregt, die auf den diversen Foren für russischsprachige in D doofe(*) Fragen stellen.
Laut ihrer Aussage sind da sehr viele Leute die bereits recht lange hier leben, aber durch Desinteresse - oder was auch immer - nicht in der Lage sind, die einfachsten Besonderheiten(?) bzw. Unterschiede des Lebens in D zu erfassen und sich entsprechend darauf einzustellen.

Wir kennen auch einige Russen die hier in Wiesbaden in Klarenthal quasi genau so leben, wie sie es in einer russischen Großstadt tun würden. Mit russischen Geschäften, russischen Freunden, etc.
Bis auf die Arbeitsstelle haben manche dort gar nicht mal so viel Kontakt zu "Deutschland". Und da ist es dann natürlich plötzlich doch eine ganz andere Welt mit anderen Problemen,...

(*) Einschätzung meiner Frau! Nicht meine!
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