Russland: Braune Revolution

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Jurij
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Russland: Braune Revolution

Beitrag von Jurij » Sonntag 11. Dezember 2011, 01:57

Dies ist eine Analyse der russischen außerparlamentarischen Opposition, die teilweise schon seit Jahren gegen Wladimir Putin protestiert und spätestens seit den Wahlen am 04. Dezember durch gemeinsame Aktionen gegen die Partei von Wladimit Putin auffällt. Diese Opposition setzt sich aus Neonazis, Nationalbolschewisten, Liberalen, Monarchisten und Trotzkisten zusammen.


Alexej Nawalny:

Alexej Nawalny began seine politische Lufbahn bei der liberalen Jabloko-Partei. Er studierte Corporate Governance in Yale, wo auch die Farbenrevolutionäre Micheil Saakaschwili (Georgien)und Wiktor Juschtschenko (Ukraine) studierten. Nachdem Nawalny wegen rassistischen Äußerungen bei der Jabloko-Partei rausflog, gründete er mit der Tochter des einstigen Ministerpräsidenten Jegor Gaidar die ebenfalls liberale außerparlamentarische Bewegung "Da!". Später nahm Nawalny seinen Kampf gegen die russische Regierung per Internet auf, indem er über Korruptionsfälle berichtete. Im Internet stieg seine Popularität und er bezog immer wieder offen rassistische Positionen. Er rief mehrmals dazu auf sich auf dem Russischen Marsch zu beteiligen.(1) Dieses Jahr hielt er eine Rede vor mehreren Tausend Neonazis auf dem Russischen Marsch.(2) Nawalny gilt als eine Führungsperson der gegenwärtigen Proteste und als Mobilisierer des rechten Lagers, zu welchem Neonazis, Nationalbolschewisten und Monarchisten gezählt werden..


(1) "Im Jahr 2011 fiel Nawalny dadurch auf, dass er nationalistische Slogans - so zum Beispiel die Losung "Es reicht, den Kaukasus zu füttern" - von "slawischen" Gruppierungen aufnahm, und selbst an Aktionen und Demonstrationen von rechtsextremen Gruppierungen auftratt, bzw. zu der Teilnahme an diesen aufrief. Am 22. Oktober nahm er in Moskau am "Russischen Marsch" teil, zu dem er zuvor selbst aufgerufen und zu dessen Organisationskomittee er gehörte."
http://de.wikipedia.org/wiki/Alexei_Ana ... ppierungen

(2) http://www.youtube.com/watch?v=ezn0A---yk0



Eduard Limonow:

Eduard Limonow ist der Gründer der Nationalbolschewistischen Partei (NBP), die im Jahr 2005 verboten wurde, weil sie zu einem bewaffneten Umsturz der Regierung aufrief.(1) Nach dem Verbot beteiligte sich Limonow in mehreren außerparlamentarischen Bündnissen u.a. mit Liberalen und Trotzkisten. Die Bündnisse änderten mehrmals ihre Bezeichnung: "Vereinigte Bürgerfront", "Anderes Russland" oder "Paragraph 31". Die Zusammensetzung blieb alledings nahezu immer dieselbe. Zweck dieser Vereinigung waren Dauerproteste gegen die Regierung. Die Proteste wurden allerdings nie genehmigt, weil in dem Bündnis die verbotene NBP beteiligt war. So kam es schließlich jedes mal zu nicht genehmigten Demonstrationen, die schnell von der Polizei aufgelöst wurden. Die NBP hat sich von Anfang an auf den Russischen Märschen beteiligt. Auf der Homepage der NBP findet man nazistische, monarchistische und bolschewsitische Symbole.


(1) "Die Partei von Eduard Limonow ist die Nationalbolschewistische Partei Russlands (NBP) sie ist eine neofaschistische und nationalbolschewistische russische politische Partei. Sie wurde 2005 vom Obersten Gerichtshof Russlands verboten. Der neonazistische Kampfbund Deutscher Sozialisten (KDS) wurde von der NBP als Bruderpartei anerkannt. Der KDS wurde am 1. Mai 1999 in Krimnitz/Brandenburg gegründet. Bundesvorsitzende war u.A. Thomas Brehl, ehemaliger Stellvertreter der neonazistischen Symbolfigur Michael Kühnen. Eduard Limonows Nationalbolschewistische Partei Russlands fällt in Russland immer wieder damit auf, dass sie bei Demonstrationen Prügeleien mit den Ordnungskräften provoziert."
http://russlandonline.ru/mainmore.php?t ... item=23217



Garri Kasparow und Boris Nemzow:

Garri Kasparow und Boris Nemzow sind aus dem liberalen Lager, wobei Kasparow schon lange keine Berührungsängste mit den Nationalbolschewisten hat.(1) Kasparow ist ideologisch den amerikanischen Neocons verbunden.(2) Nemzow war in den 90ern Vize-Premier. In der Zeit führte er einige liberale Reformen durch, welche Russland wirtschaftlich und sozial ruinierten. Gegenwärtig leitet Kasparow gemeinsam mit Nemzow die liberale außerparlamentarische Organisation "Solidarnost", welche sich wiederrum in einem Bündnis (Paragraph 31) mit den Nationalbolschewisten (NBP) und den Trotzkisten (Linke Front) befindet. Am 04. November beteiligte sich das liberale Solidarnist auf dem Russischen Marsch.(3)


(1) ""Wir wollen Protestpotential bündeln", erklärte Kasparow wenige Monate nach dem Kiewer Umsturz gegenüber dem "Stern": "Das Ziel muß sein, (Putins) Regime zu demontieren." Zu diesem von der Ukraine abgeschauten Zweck gründete er seine nächste Organisation, die "Vereinigte Bürgerfront". Mit ihr organisierte er am 30. Oktober 2005 den ersten "Marsch der Unzufriedenen" in Moskau, zu dem freilich nur einige hundert Teilnehmer erschienen. Es hatte Ärger gegeben, denn Kasparow war ein umstrittenes Demonstrationsbündnis mit der Nationalbolschewistischen Partei eingegangen, die nicht nur rechtsextreme Positionen vertrat, sondern im Sommer 2005 offiziell als verfassungsfeindlich eingestuft und verboten worden war."
http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.p ... 007&mon=06

(2) "Kasparow ist nicht nur in seiner Gesinnung, sondern auch institutionell mit dem neokonservativen Klüngel verbunden. Kasparow ist Mitglied des Beirats für Fragen der Nationale Sicherheit (National Security Advisory Council - NSAC) des von Frank Gaffney (Protegé Richard Perles) geleiteten militaristischen Think Tanks Center for Security Policy (CSP). Unter den weiteren Mitgliedern des Beirats sind Politiker, neokonservative Intellektuelle, ehemalige Regierungsbeamte, pensionierte Generale und Admirale (die meisten von ihnen dürften durch Beraterverträge mit dem Militärisch-Industriellen Komplex verbunden sein) und Vertreter der Rüstungsindustrie.
http://www.berlinerumschau.com/index.ph ... neoconsneu

(3) "Der 4. November ist der landesweite Großkampftag für sämtliche Nationalist_innen in Russland. Seit 2005 versammeln sich orthodoxe Christ_innen, Monarchist_innen, Patriot_innen, im Anfangsjahr die Eurasische Bewegung, militante und autonome Nazis, nationalistische Paramilitärs und Nazi-Terrorist_innen zu sogenannten „Russischen Märschen“. Aktivist_innen des liberalen Bündnisse Solidarnost’, aus dem Dunstkreis von Garri Kasparov, beteiligten sich offenbar ebenfalls sichtbar und offen an dem Marsch der Nationalist_innen. Sie waren schon bei Veranstaltungen im Rahmen der anti-kaukasischen Kampagne landesweit aufgefallen und scheinen nun den Schulterschluß mit den Nationalist_innen festigen zu wollen. Außerdem ist erwähnenswert, daß, wie „Sova“ berichtet, eine Flagge der NSDAP ebenfalls ohne Intervention der Organisator_innen und der Sicherheitsbehörden gezeigt wurde."
http://diefreiheitsliebe.de/antirassism ... ionalisten


Fazit:

Die rechten und liberalen Kräfte in Russland haben keinerlei Berührungsängste miteinander. Das dürfte damit zu tun haben, dass die russische Gesellschaft auf die Liberalen wegen den Erfahrungen in den 90ern nicht positiv reagiert.(1) Und das rechte Lager kann finanziell nicht viele Möglichkeiten. Daher darf es nicht verwunderlich sein, dass die Farbenrevolutionäre das rechte Lager für sich gewinnen wollen, um aus der Isolation rauszukommen und nicht als Verräter abgestempelt zu werden. Die Rechten brauchen wiederrum die Liberalen, weil sie vom Ausland großzügig finanziert werden.(2) Allein sind beide Lager bisher nicht vorran gekommen. Gemeinsam werden sie der russischen Regierung auf breiter Ebene mehr entgegensetzen können. Boris Nemzow hat es neulich in einem Interview auf den Punkt gebracht. In Russland wird es keine orangene sondern eine braune Revolution geben.(3) Fox News hat bereits gefälschte Bilder gesendet, die auf einen revolutionären Umsturz hindeuten sollten.(4) Aus pro-russischer Sicht wäre es fatal sich mit einer Allianz aus Neonazis und Liberalen zu solidarsieren. Russland darf nicht an die braunen Revolutionäre fallen. Das Beispiel Ukraine hat gezeigt, welche Geister die Liberalen dort hervorgerufen haben.(5) Teilt euren Freunden bitte diese Informationen mit, weil die Mainstream-Medien im Westen die Lage nicht so darstellen, wies sie ist. In diesem Sinne, nieder mit den Faschisten!


(1) "Gerade in der Zeit, als die Liberalen Boris Nemzow und Anatoli Tschubais Vizepremiers waren oder zusammen mit ihren Gesinnungsgenossen andere hohe Posten bekleideten, fielen die Produktion und das Lebensniveau in Russland um mindestens die Hälfte und war eine massenhafte Verarmung zu verzeichnen.
http://www.russland.ru/schlagzeilen/mor ... ditem=5553

(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Otpor#Finanzierung

(3) Ex-Vizepremier Boris Nemzow spricht im Spiegel-Interview davon, dass eine Revolution in Russland nicht "orange", wie 2004 in der Ukraine, wäre, sondern "braun".
http://derstandard.at/1322531670523/Nac ... tins-muede

(4) http://www.youtube.com/watch?v=zacVsn-uYNk

(5) "Nazikollaborateur als neuer Held der Ukraine:
Stepan Bandera (1909–1959), eine der umstrittensten Figuren der ukrainischen Geschichte, war unter kommunistischer Herrschaft jahrzehntelang verpönt. Nun entdecken ihn ukrainische Nationalisten für sich. Kurz vor Ende seiner Amtszeit zu Beginn diesen Jahres verlieh der ehemalige Präsident Wiktor Jusch-tschenko Bandera die höchste Auszeichnung, die die ukrainische Regierung ihren Bürgern zu verleihen hat: den Titel »Held der Ukraine«."
http://www.jg-berlin.org/beitraege/deta ... 04-01.html



pippie

Re: Russland: Braune Revolution

Beitrag von pippie » Sonntag 11. Dezember 2011, 13:24

Umso schlimmer ist es, wenn diesen Leuten durch massive Wahlfälschungen noch in die Hände gearbeitet wird!

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Apollo
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Re: Russland: Braune Revolution

Beitrag von Apollo » Sonntag 11. Dezember 2011, 13:45

Nettes Sammelsurium von Wikipedia, youtube, etc.. - aber Analyse ? Da warte ich doch lieber auf die kommenden Russland Analysen...
Wo ist das Bernsteinzimmer versteckt ?

http://stjgfb.blogspot.de/

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Re: Russland: Braune Revolution

Beitrag von bauplan » Sonntag 11. Dezember 2011, 14:01

Apollo hat geschrieben:Nettes Sammelsurium von Wikipedia, youtube, etc.. - aber Analyse ? Da warte ich doch lieber auf die kommenden Russland Analysen...
Leider wird in den westlichen Medien, dazu gehören übriegens auch die Russland-Analysen, denn die übernehmen das meiste Material von "westlichen Korrespondenten", aus bekannten Gründen am liebsten verschwiegen, wie die Biografien einiger Träger der russischen APO sind.

Auf dem rechten Auge sind nun mal die meisten blind und dann ganz überrascht, dass es doch Neonazis gibt.

Auch wenn es vielleicht keinme Analyse ist, es ist in jedem Fall eine wichtige Zusammenstellung, die man sich bei der Verherrlichung dieser Leute immer vor Augen halten sollte.

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Re: Russland: Braune Revolution

Beitrag von Apollo » Sonntag 11. Dezember 2011, 14:30

Na ja, vielleicht macht sich ja auch jemand die Mühe die Protagonisten von ER zu analysieren. Wie war noch der Slogan ? Putins Plan - Russlands Sieg...
Wo ist das Bernsteinzimmer versteckt ?

http://stjgfb.blogspot.de/



pippie

Re: Russland: Braune Revolution

Beitrag von pippie » Sonntag 11. Dezember 2011, 14:48

Apollo hat geschrieben:Na ja, vielleicht macht sich ja auch jemand die Mühe die Protagonisten von ER zu analysieren. Wie war noch der Slogan ? Putins Plan - Russlands Sieg...
Daran hindert dich Keiner, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass da ähnlicher brauner Sumpf zum Vorschein kommt.

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Re: Russland: Braune Revolution

Beitrag von Apollo » Sonntag 11. Dezember 2011, 16:02

Noch nie einen Blick auf die Naschis geworfen ? Solltest Du mal machen, eindeutig faschistoide Tendenzen im Gedankengut und Verhalten. Und das muss ja irgendwo gekeimt sein...
Wo ist das Bernsteinzimmer versteckt ?

http://stjgfb.blogspot.de/

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Re: Russland: Braune Revolution

Beitrag von andreask020361 » Sonntag 11. Dezember 2011, 16:25

Putin und Co fördern es auch durch Ihren ungezügelten Nationalismus , Wo Nationalismus gefördert wird ist der Nährboden für die braunen Ideen geschaffen
die Vergangenheit ist leichter zu deuten als die Zukunft

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Jurij
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Re: Russland: Braune Revolution

Beitrag von Jurij » Sonntag 11. Dezember 2011, 17:42

Apollo hat geschrieben:Nettes Sammelsurium von Wikipedia, youtube, etc.. - aber Analyse ? Da warte ich doch lieber auf die kommenden Russland Analysen...
Von 11 Quellen sind 2 von Wikipedia und 2 von Youtube. Auf dem ersten Youtube-Video sieht man, wie Nawalny auf einer Nazi-Demo eine Rede hält. Wenn das ihnen nicht authentisch genug ist, dann weiß ich auch nicht. Die erste Wikipedia-Quelle bezieht sich u.a. auch auf Nawalny und seine Verbindungen in das rechte Lager. Das zweite Youtube-Video ist ein Auschnitt von Fox News, der mit Bildern aus Griechenland Lügen über die Lage in Russland verbreitet. Auf Russia Today wurde darüber ebenso berichtet, falls sie einen Verweis auf eine andere Quelle haben möchten. Und in der zweiten Wikipedia-Quelle wird ebenso, wie in der ersten, auf weiterführende Quellen verwiesen. Wenn sie sich also weiter einlesen möchten, dann können sie es über die Wikipedia-Quellen tun. Wenn sie die Analyse inhaltlich falsch finden, können sie ja immer noch mit Quellen das Ganze widerlegen. Ihre Quellenkritik ist ansonsten icht brauchbar.
"Rußland ist ein Rätsel innerhalb eines Geheimnisses, umgeben von einem Mysterium."
-Sir Winston Churchill-

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Jurij
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Re: Russland: Braune Revolution

Beitrag von Jurij » Sonntag 11. Dezember 2011, 17:45

Apollo hat geschrieben:
pippie hat geschrieben:
Apollo hat geschrieben:Na ja, vielleicht macht sich ja auch jemand die Mühe die Protagonisten von ER zu analysieren. Wie war noch der Slogan ? Putins Plan - Russlands Sieg...
Daran hindert dich Keiner, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass da ähnlicher brauner Sumpf zum Vorschein kommt.
Noch nie einen Blick auf die Naschis geworfen ? Solltest Du mal machen, eindeutig faschistoide Tendenzen im Gedankengut und Verhalten. Und das muss ja irgendwo gekeimt sein...
Die Naschi sind ihrem Verständnis nach antifaschistisch.
"Rußland ist ein Rätsel innerhalb eines Geheimnisses, umgeben von einem Mysterium."
-Sir Winston Churchill-



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