"Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

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Slavic
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Slavic » Freitag 21. Februar 2014, 01:38

@GIN

Ja is so - wie du es beschreibst 8) da habe ich wirklich nichts entgegen zusagen ^^

Nur der Punkt fehlt noch, dass die EU eben real keine wirkliche Besserung für die Ukraine bringt
(oder irgend einem Osteuropäischen Land)
Ein EU-Beitritt erzeugt nur Flucht der Elite, Ingenieure & Akademiker usw (dadurch 4-16 weitere Arbeitsplätze weniger die so ein Fachmann mitbringt) und wirtschaftlichen Zusammenbruch der einheimischen Unternehmen durch zu starke Konkurrenzprodukte etc etc. - Als Beispiel Rumänien, vergesst die Massen an Armutsflüchtlingen, ich spreche da von Nokia die dort mit EU-Geldern eine Firma gebaut hat, den rumänischen Arbeitern aber ein Gehalt selbst "unter dem rumänischen Minderstlohn" gegeben haben und dann sich aus Rumänien abgesetzt haben ^^ (und die rumänischen Idealisten sagen/TRÄUMEN heute, in 20 Jahren werden wir den gleichen Lebensstandart wie in Deutschland haben *lol*). Das lustige ist, dass Massen von Rumänen heute in Serbien arbeiten, weil sie selbst da mehr verdienen als in ihrem Land - und Serbien träumt auch von einem EU-Beitritt *lol*
Einzig die Baltenstaaten sind in der EU erfolgreich, vor allem da sie billige Rohstoffe aus Russland beziehen und in die Welt verkaufen (darüber machen sie derzeit aggressive Politik, da Russland ihre eigenen Rohstoffe selbst teuer verkaufen - und so die uralten Verträge mit den Baltenstaaten kappen wollen)

Und mal wieder zum Thema Ukraine ^^

Was hätte die Ukraine in der EU gewonnen !?
Außer den Rohstoffen in der Ostukraine (die sie dann billiger verkaufen müssten, und nicht mal Zoll erheben dürften) ...
Die restliche gesamte Wirtschaft der Ukraine ist der West-EU total unterlegen
Und die westliche Wirtschaft würde einen Teufel tun der ukrainischen Konkurrenz auf die Beine zu helfen^^
Ich sehe bei bestem willen NICHTS wo die Ukraine irgendeinen Vorteil (nur Nachteile) in der EU hätte ...

Übrigens es gab mal eine Umfrage im TV in Kroatien,
da wurde die Frage gestellt was besser sei - das heutige EU-Kroatien oder das vorherige Jugoslawien ^^
Natürlich haben die ganz jungen gesagt (die keine Ahnung von Jugoslawien hatten),
dass das heutige unabhängige EU-Kroatien natürlich viel besser sei
Dagegen haben die älteren Kroaten durchweg gesagt, dass das alte Jugoslawien viel besser war^^
(Die junge Moderatorin dieser TV-Sendung hat nach den ganzen Aussagen ein ganz dummes Gesicht gemacht^^)
So was ähnliches habe ich sogar mal in einer deutschen Doku über Polen gesehen
da waren aber nur 2 Polen, ein junger und ein alter denen die Frage gestellt wurde,
und sie sagten auch in dieser unterschiedlichen weise über Sowjetunion und EU^^

Ja ja ...
Der Grossteil der Bevölkerung sind einfach nur Schafe.
und der größte Schäfer ist die USA ^^
Westen finanziert jährlich 685 rus. NGO mit 3-4 Mrd. € für destruktive Politik
Resultat ist die demotivierend Oppositions-Mentalität, die verbissen das "negative propagiert"
was sich allg. enorm selbstzerstörend auf die Gesellschaft auswirkt



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Slavic
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Slavic » Freitag 21. Februar 2014, 05:09

Hallo Leute

Ich wollte mal fragen was das mit den orthodoxen Priestern und dessen Michaelskloster bei den Demos auf sich hat !?
Da macht jetzt die westliche Presse ordentlich Propaganda mit den orthodoxen Priestern :roll: auf der Demonstrantenseite
Soweit ich jetzt gelesen habe gehören sie der Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats an
also einer sehr jungen kleine Kirche (1992 gegründet)
die allerdings von der weltweiten Orthodoxie nicht anerkannten ist
und sie sind im Gegensatz zu der anderen orthodoxen Kirche politisch aktiv (gegen Russland, für Westen)
und streiten enorm mit der anderen anerkannten größeren orthodoxen Kirche um Immobilien usw

und die andere Orthodoxe Kirche in der Ukraine heißt Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats
(nach Wiki ist sie heute eine autonome Kirche)
und sie hält sich soweit ich weiß gänzlich aus der Politik raus

und dann soll es da noch eine 3te orthodoxe Kirche geben (verwirrend die Ukrainer :roll: )

Belehrt mich wenn ich da was falsch verstanden habe ;) 8)
PS: Ich bin eher ein Atheist, aber sehe alle Kirchen nicht negativ an sondern als Kulturgut

Also gut - was habt ihr zu diesem Thema zu sagen?


Ich habe hier 2 Artikel gefunden:
von einer in Vergangenheit sehr Russlandkritischen Seite: http://www.dw.de/ukraine-gespaltenes-la ... a-17296273
und von einer russischen Seite: http://de.ria.ru/culture/20080222/99867221.html

....

Ich hätte gerne gesagt dass die katholische Kirche da aufrechter wäre (sich raus hält aus Politik)
aber wie ich grad gelesen habe ... kein Kommentar
naja zu mindestens verstehen sie es besser sich rhetorisch als Saubermänner dazustellen
Westen finanziert jährlich 685 rus. NGO mit 3-4 Mrd. € für destruktive Politik
Resultat ist die demotivierend Oppositions-Mentalität, die verbissen das "negative propagiert"
was sich allg. enorm selbstzerstörend auf die Gesellschaft auswirkt

_RGP_

Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von _RGP_ » Freitag 21. Februar 2014, 14:15

Alle so schön friedlich, diese Demonstranten...

[youtube]vmWodBIbqqQ[/youtube]

[youtube]MrKz-sFmaT8[/youtube]

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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von GIN » Freitag 21. Februar 2014, 15:03

fugen hat geschrieben:
GIN hat geschrieben:
fugen hat geschrieben:Wie lange wird es noch gehen, wenn die Industrie mal aus China weggeht?
Adidas fängt damit an(erste Versuche bis 2016 hauptsächlich im schuhbereich) die Produktionsstätten wieder dahin zu holen wo die Verbraucher sind und kleinere chargen zu fertigen.
Der Chinese teilt Deine Meinung. Er will bei den Kunden sein möchte und schneller auf Entwicklungen reagieren. Er macht auch nur kleine Chargen für die Uhrenindustrie, die vorher in China gefertigt wurden. Da ist Reaktion wichtiger als billige Löhne oder Energie. Die Preise bleiben sogar fast gleich. Ausserdem denkt er das wegen den zweistelligen Lohnsteigerungen, des Wertanstieges der chinesischen Währung, der steigenden Energiepreise und vor allem Durchsetzung von Umweltauflagen und Arbeitsschutz viel Industrie wieder zu den Verbrauchern in den USA und Europa gehen wird.
Natürlich, ist die nächste logische Konsequenz, denke ich zumindest, wenn man alles so beobachtet :-)

In die Schweiz würde ich auch gerne :-(
Das geht am besten durch den Arbeitsmarkt. Solange die Freizügigkeit für EU Bürger noch besteht.

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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von GIN » Freitag 21. Februar 2014, 16:07

Laut DPA soll Präsident Janukowitsch Vereinbarungen mit den EU-Ministern und dem russischen Gesandten offiziell bestätigt haben.
Dezember Präsidentschaftswahlen, innerhalb 48 Stunden die alte Verfassung in Kraft und innerhalb 10 Tagen eine Allparteienregierung. So DPA
Nach Verkündung auf dem Maidan sollen Demonstranten mit Jagdgewehren und Pistolen Polizisten attackiert haben vor dem Parlament Die reagierten ebenfalls mit Gummischrot und Bleischrot. Es soll mindestens 15 Verletzte geben.



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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von GIN » Freitag 21. Februar 2014, 16:30


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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Dietrich » Freitag 21. Februar 2014, 16:48

GIN hat geschrieben:Laut DPA soll Präsident Janukowitsch Vereinbarungen mit den EU-Ministern und dem russischen Gesandten offiziell bestätigt haben.
Dezember Präsidentschaftswahlen, innerhalb 48 Stunden die alte Verfassung in Kraft und innerhalb 10 Tagen eine Allparteienregierung. So DPA
Das sollte den Demonstranten, die ernsthaft an einer "Lösung" interessiert sind, eigentlich ausreichen. Klar reißt es immer mehr Leute mit, wenn man stets Maximalziele formuliert, aber realistisch ist das nicht unbedingt.
Dann wollen wir hoffen, dass der allergrößte Teil der Demonstranten doch noch so realistisch denken, dass sie verstehen, dass mehr nicht rauszuholen ist.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)

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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Dietrich » Freitag 21. Februar 2014, 19:01

Das Abkommen wurde wohl von beiden Seiten angenommen.

Hier nochmal zum Nachlesen (auf englisch)
http://www.auswaertiges-amt.de/cae/serv ... aerung.pdf
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)

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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von fugen » Freitag 21. Februar 2014, 19:15

Moskau (dpa) - Der russische Ukraine-Vermittler Wladimir Lukin hat sich geweigert, ein Abkommen zur Lösung der Krise in Kiew zu unterzeichnen. Das meldet die russische Agentur Interfax. Zuvor waren Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein polnischer Kollege Radoslaw Sikorski zu neuen Gesprächen mit Regierungsgegnern aufgebrochen. Es habe bislang doch noch keine Einigung auf ein ausgehandeltes vorläufiges Abkommen gegeben, hieß es in Kiew. Zuvor hatte der ukrainische Staatschef Viktor Janukowitsch vorgezogene Präsidentenwahlen sowie eine Übergangsregierung angekündigt.

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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von _RGP_ » Freitag 21. Februar 2014, 19:21

Dietrich hat geschrieben:Das Abkommen wurde wohl von beiden Seiten angenommen.

Die radikale Gruppe "Rechter Sektor" lehnt die Übereinkunft mit der Regierung ab. Sie kritisert, dass Präsident Janukowitsch im Amt bleibt. Bei dem Abkommen handele es sich um "Betrug". Die Gruppe will deshalb die "nationale Revolution" fortsetzen bis zum kompletten Sturz der Regierung.
http://www.tagesschau.de/ukraine-liveticker104.html

Außer bei den Radikalsten in Kiew wird es wohl auch ähnliche Forderungen aus Lemberg und ggf. anderen Westgebieten geben.
Es dürfte also noch etwas weitergehen, bis endlich wieder Ruhe einkehrt.

fugen hat geschrieben:
Moskau (dpa) - Der russische Ukraine-Vermittler Wladimir Lukin hat sich geweigert, ein Abkommen zur Lösung der Krise in Kiew zu unterzeichnen.
Da hatte er wohl aus Moskau keine Befugnisse, den Konditionen zuzustimmen, und wir müssen Moskaus offizielle Position abwarten.
Das wird dann spätestens im Bezug auf die Kredite interessant.
Russland hatte ja zuletzt die weiteren Zahlungen gestoppt, da man nicht wisse, wie die nahe politische Zukunft aussieht. (Jemandem, den man nicht kennt, leiht man ja schließlich kein Geld)
Im Laufe des Tages hatten Medien deshalb schon über einen drohenden Staatsbankrott der Ukraine berichtet.



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