Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

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Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von Berlino10 » Donnerstag 8. Mai 2014, 02:01

Die ZEIT .. NZZ ähnlich

"Putins Menschenrechtsrat bestätigt Wahlfälschung auf der Krim"
"Nach unterschiedlichen Angaben haben 50 bis 60 Prozent der Stimmbürger für den Anschluss gestimmt, bei einer Wahlbeteiligung von 30 bis 50 Prozent"
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014 ... e#comments http://www.nzz.ch/aktuell/international ... 1.18296089

Der Rat selbst schrieb:
Dies ist ein Bericht von Bobrov, "Memorial" und Rechtsanwältin Tseytlina Gannuschkina über ihren Besuch von Simferopol und Sewastopol in der Zeit vom 15. bis 18. April 2014, wo sie sich mit Beamten, Geistlichen, Journalisten, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Anwälten, Menschenrechtsaktivistinnen und Bürger unterhielten. (wie sie jetzt sagten mit 20)
2.757 Worte und 19.000 Zeichen, in diesem Bericht behandeln sie alles, was sie derzeit auf der Krim für problematisch halten:
Wasser, Tourismus, Medien, Justiz, Wirtschaft, Landwirtschaft, krimtateren

Und dann schreiben sie unten irgendwo in 99 Worten und 646 Zeichen nach Meinung fast aller (20) Befragten zum Referendum... ,
hätten nur 50 bis 60 Prozent der Stimmbürger für den Anschluss gestimmt, bei einer Wahlbeteiligung von 30 bis 50 Prozent


Entgegen zahlreicher Presseberichte weist der Rat daraufhin, dass der Bericht "Probleme auf der Krim" kein off. Dokument des Rates ist.

Vielmehr machte ein Mitglied des Rates, Евгений Бобров, einen privaten Besuch auf der Krim, und schilderte auf seiner Website seine Eindrücke.

Der Rat bittet die Medien diesen Bericht nicht zu verfälschen.
http://www.president-sovet.ru/structure ... hp?print=Y



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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von kamensky » Donnerstag 8. Mai 2014, 08:10

Jeder im 20th Jahrhundert geborene und einigermassen gebildete Mensch sollte eigentlich über genügend Wissen verfügen, wie Wahlen, Abstimmungen in den mehrheitlich diktatorisch, oder autokraten Regierungen von sich gehen. Es ist in solchen Staaten mit vorgenannten Regierungssystemen halt Gang und Gäbe, dass wen Etwas (Resultat nach der Ideologie der Machtstrucktur) sein muss, es auch sein wird und ansonsten wird es eben passend gemacht. Ich will hier keine Staaten nennen bis auf die Schweiz und auch da denke ich wird manchmal über gewisse Lobby`s hintenrum noch ein wenig nachgeholfen mit bspw. ich nenne es hier einfach einmal "Quersubvention", doch mir erscheint viel wichtiger, dass die Bevölkerung ein Mitspracherecht hat und zwar auf allen Ebenen und Linien, nicht nur, wenn es um eine Wahl des Präsidenten, Regionalvertreter usw. geht. Es gibt unzählige Situationen, in welchen Bürger ein Anrecht auf Mitbestimmung haben sollten, denn das Recht auf Mitbestimmung (in allen wichtigen Strukturen) =Eigenverantwortung=Erfolg für das Land=Wohlergehen der Bevölkerung=positive Zukunftsprognose.
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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von klaupe » Donnerstag 8. Mai 2014, 09:24

kamensky hat geschrieben:Jeder im 20th Jahrhundert geborene und einigermassen gebildete Mensch sollte eigentlich über genügend Wissen verfügen, wie Wahlen, Abstimmungen in den mehrheitlich diktatorisch, oder autokraten Regierungen von sich gehen. Es ist in solchen Staaten mit vorgenannten Regierungssystemen halt Gang und Gäbe, dass wen Etwas (Resultat nach der Ideologie der Machtstrucktur) sein muss, es auch sein wird und ansonsten wird es eben passend gemacht.....
Die Schlagzeile der NZZ ist sicherlich etwas über das Ziel hinaus geschossen, auch wenn Fakten nicht von der Hand zu weisen sind. Immerhin wurde die Quelle als Link angegeben, nur etwas abwegig zitiert. Oft kommt es vor, dass Meldungen zu Meinungen führen, "Überarbeitet" werden und dann irgendwo als angebliche Fakten auftauchen. Das passiert nicht nur oft in den Medien, auch hier gibt es "Spezialisten", die Meinungen als Fakten präsentieren (nicht wahr 'Berlino10'? Auch mal an die eigene Nase fassen!)
Tatsache bleibt ja, dass es äußerst zweifelhaft ist, dass sich die Ukrainer und Krim-Tataren nahezu vollständig an dem "Referendum" beteiligt haben und dann auch noch einem Anschluss an Russland zustimmten. Selbst wenn einige Ukrainer/Tataren sich von möglicherweise höheren Einkommen/Renten locken ließen und der Trennung von Kiew zustimmten, dann passt es immer noch nicht zum propagierten Ergebnis.

Letztendlich bleibt ja als Tatsache bestehen, dass die Durchführung der Wahl mit erheblicher Rückendeckung aus Moskau, mit "Absicherung" durch angebliche "Selbstverteidigungskräfte", mit 99 % einseitiger Propaganda, ohne ausreichende Vorbereitungs-/Entscheidungsphase und einer unverschämt rasanten Auszählung, die an Hexerei erinnert, zu dem erwünschten Ergebnis führte.
Für klar denkende Menschen bleiben da mehr als genug Zweifel. Manche Systeme bauen aber fest darauf, dass es genügend "Gläubige" gibt, die vorsichtshalber nicht ihr Gehirn mit Denken belasten.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von klaupe » Donnerstag 8. Mai 2014, 10:01

Der Link auf die Kommentare ist nun absolut kein Hinweis auf die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung.

Viel schlimmer ist die Oberflächlichkeit des Bildkommentars:
Bild
Wahlkabinen in Simferopol am 16. März in den Farben der russischen Flagge | © Vasily Fedosenko/Reuters
Das mit den Farben mag ja noch stimmen, aber die Kabinen sind geschmückt mit der Flagge der Autonomen Republik Krim:
Bild
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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von kamensky » Donnerstag 8. Mai 2014, 10:34

klaupe hat geschrieben:
Der Link auf die Kommentare ist nun absolut kein Hinweis auf die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung.

Viel schlimmer ist die Oberflächlichkeit des Bildkommentars:
Bild
Wahlkabinen in Simferopol am 16. März in den Farben der russischen Flagge | © Vasily Fedosenko/Reuters
Das mit den Farben mag ja noch stimmen, aber die Kabinen sind geschmückt mit der Flagge der Autonomen Republik Krim:
Bild

Ähnliche Bilder gab es zuhauf während der Wahl 2012 von WoWa. Irgendwie 90`000 Webcams verfolgten die Stimmabgabe, doch bei der Stimmenauszählung waren dann doch (keine Ahnung in %) wieviele im Offline Modus, also Black Screen. Das mit den Cams war reine putinsche Strategie um der Welt zu beweisen, wie ehrlich und demokratisch RU sein soll. Doch bewies er danach (zuerst wollte er die Opposition noch an einen Gesprächstisch einladen und ca. 2 Mt. später befand er das nicht mehr als Notwendigkeit). Lug und Betrug hüben und drüben!

Mein Vater sagte mir einmal, traue keinem Foto und Film, welches/welcher du nicht selbst geschossen bzw. selbst gedreht hast. Das war vor ca. 30 Jahren und es existierte noch kein Photoshop usw. nach seinem 2ten China Aufenthalt.
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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von Berlino10 » Donnerstag 8. Mai 2014, 11:30

Ihr könnt noch solange versuchen abzulenken. Und über die Krimwahl spekulieren.
Es geht hier um die lächerliche und offensichtlich verfälschende Berichterstattung der ZEIT.
die damit grundlegende journalistische Prinzipien verletzt und sich offen zur Kriegspropaganda bekennt.

Und ich behaupte, das hat System - meine Meinung.
Soros hält sich verschiedene NGOs und Menschenrechtsorganisationen, Memorial wird von ihm bezahlt, Human Rights Watch, ... u.v.m.
*********
Wir haben einige engagierte Streiter für die gerechte Sache

1) Zeit-Herausgeber Josef Joffe, Transtatlantiker, u.a. Münchner Sicherheitskonferenz
2) US-Milliardär George Soros, Transtatlantiker, u.a. Münchner Sicherheitskonferenz

3) Russe als Menschenrechts-Aktivist - bezahlt v.(2) erstellt kritischen Auftrags-Bericht
4) Ukrainian Crisis Media, unter anderem finanziert v. (2), schlachtet das als Propaganda Meldung aus, u.a. für UKR TV, NZZ, ZEIT, ...

(1) bringt in seiner Zeitung Bericht von (3), finanziert durch (2), von und für (4)

*********

Dieses Soros Spiel gab es schon 2008 in Georgien:
Soros hat sich HRW für 100.000.000$ gekauft.
Soros hat die Farb-Revolution in Georgien mit finanziert. Sein Freund Micheil Saakaschwili und das halbe Kabinett studierten mit Soros-Stipendien in den USA
Goergien beginnt Krieg 2008
Menschenrechtsorganisationen, insbesondere Human Rights Watch, warfen der russischen Seite auch den Einsatz von Streubomben vor,[126] zogen dies allerdings später zurück,[127] nachdem Georgiens Verteidigungsministerium seinerseits offiziell den Einsatz von eigenen Streubomben gegen mehrere Ziele in Südossetien zugab.
-wikipedia

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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von klaupe » Donnerstag 8. Mai 2014, 11:41

Berlino10 hat geschrieben:Ihr könnt noch solange versuchen abzulenken. Und über die Krimwahl spekulieren.
Danke, das ist wirklich sehr großzügig.
Es geht hier um die lächerliche und offensichtlich verfälschende Berichterstattung der ZEIT.
die damit grundlegende journalistische Prinzipien verletzt und sich offen zur Kriegspropaganda bekennt.
Dafür haben wir ja Dich, der alles aufklärt und mit 100 % korrekten Zahlen und Fakten alles wieder ins Lot bringt. Propaganda jeglicher Art liegt Dir natürlich absolut fern, da kann man schon jedes Wort auf die Goldwaage legen.
Und ich behaupte, das hat System - meine Meinung.
Meinungsfreiheit ist hier ein Grundprinzip und hoch geschätzt.
Das System bei der Pressefreiheit hat auch System und es sieht ähnlich aus, wie das System in Russland, nur mit umgekehrten Vorzeichen.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von Berlino10 » Donnerstag 8. Mai 2014, 11:50

q.e.d.

Bin ich eine Zeitung?
Ist die ZEIT eine Zeitung mit gew. Anspruch?

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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von kamensky » Donnerstag 8. Mai 2014, 12:27

Berlino10 hat geschrieben:q.e.d.

Bin ich eine Zeitung?
Ist die ZEIT eine Zeitung mit gew. Anspruch?
Möglicherweise wäre Ihrerseits eine berufliche Neuorientierung/Neuausrichtung keine schlechte Wahl um später als privater vor Ort Journalist für RU-Aktuell zu recherchieren, denn es stecken bekanntlich in vielen Menschen versteckte Talente Kontaktieren Sie doch einmal die Redaktion.
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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von klaupe » Donnerstag 8. Mai 2014, 12:36

Berlino10 hat geschrieben:Bin ich eine Zeitung?
Kommt mir fast so vor, allerdings ohne das "hohe Niveau" von BILD und B.Z. oder gar Pravda zu erreichen.
Berlino10 hat geschrieben:Ist die ZEIT eine Zeitung mit gew. Anspruch?
Das entscheiden Leser und Abonnenten und die sind mitunter sehr kritisch, wie man an den Kommentaren erkennen kann. Auch wenn mal eine Schlagzeile in die Hose geht, überwiegen die sachlichen Informationen.
Ich habe damit keine Probleme, denn wie man sieht, finde ich auch immer andere Medien zum Vergleich und meistens dann auch den realen Kern der Ereignisse.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.



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