Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

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klaupe
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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von klaupe » Samstag 10. Mai 2014, 08:52

Berlino10 hat geschrieben:ZEIT + NZZ haben das gemacht, den anderen war es zu peinlich.
Wohl dem, der richtig lesen kann und auch die Inhalte versteht!
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.



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m1009
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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von m1009 » Samstag 10. Mai 2014, 08:58

.....
Zuletzt geändert von m1009 am Donnerstag 15. Mai 2014, 18:44, insgesamt 1-mal geändert.
Denken ist wie googeln, nur krasser!

Nikolaus
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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von Nikolaus » Samstag 10. Mai 2014, 10:58

Berlino10 hat geschrieben:1 Mitglied des Rates (oppositioneller Menschenrechtsaktivist) hat die Krim besucht und mit 20 Leuten gesprochen,
20 Seiten Bericht abgegeben über die Probleme und in einem Absatz erwähnt dass, diese 20 Leute fast alle (16,17?) der MEINUNG sind, dass das Referendum gefälscht sei und ihre Zahlen-Schätzungen abgegeben. Mehr gab es nicht. Der Rat hatte diesen Bericht auf der Website, weil er ja Problembeschreibungen enthielt, inkl. der Information, dass da nur mit ein paar Leuten Gespräche geführt wurden.
Genau. Der "Migrationsspezialist" Herr Bobrow hat als Einzelperson eine kurze Privatreise auf die Krim gemacht und dort innerhalb von max. 1-2 Tagen (An-/Abreise muss man wohl beruecksichtigen!?) sich mit einigen wenigen ausgewaehlten Leuten getroffen und sich aus deren Meinungen ein Bild zu durchaus wichtigen aktuellen Problemen auf der Krim gemacht. Zu irgendwelchen eigenstaendigen Untersuchungen hatte er natuerlich gar keine Zeit. Der Rat als solcher hat offenbar weder mit der Reise noch mit dem Bericht zu dieser Reise irgendetwas zu tun, und deshalb dementiert er solche "Zeit", "NZZ", ... -Unterstellungen auch energisch.
Man kann das alles auf der Web-Site des Rates nachlesen, z.B. im Blog des Herrn Bobrow. Freilich muss man dazu ausreichend Russisch verstehen; sonst ist man eben auf die "zielfuehrenden" Nachrichten des Mainstreams und seine eigenen Vorurteile angewiesen, alles wie immer - der Unwissende wird immer weiter verdummt.
http://www.president-sovet.ru/blogi_soveta/bobrov_e_a/
Ich halte die Problemliste von Herrn Bobrow durchaus nicht fuer einfach bloed; mit Problemen von Migranten beim Wechsel ihrer Staatsbuergerschaft, ..., hat er sich ja sozusagen als Menschenrechtler profiliert. Und jedem ist ja sicherlich klar, dass die so schnell getroffenen Regelungen, nach denen jetzt die Krimbewohner die russische Staatsbuergerschaft erhalten koennen, sicherlich noch in Ruhe ueberarbeitet werden muessen.
Genauso klar ist, dass der Kreis der so schnell verfuegbaren Gespraechspartner wohl recht einseitig war; als Umfrage kann man das ja wirklich nicht ansehen; ich habe mich erst gestern mit zwei alten Freunden unterhalten, einem Unternehmer und einem Kuenstler, die auch das Referendum auf der Krim miterlebt haben und auch jetzt auf der Krim sind - die haben in ihrem Kreis die Wahlbeteiligung und das Ergebnis ganz anders als die Bekannten von Herrn Bobrow erlebt.
Uebrigens nennt auch der Herr Bobrow, nicht aber die "Zeit", ganz erheblich hoehere Zahlen fuer die selbstaendige Stadt Sewastopol (Wahlbeteiligung 50-80%, ueberwaeltigende Entscheidung fuer die Angliederung an Russland).

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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von kamensky » Samstag 10. Mai 2014, 12:30

Meines Erachtens ein lesenswerter Artikel

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/eur ... y/16805357
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.

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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von Nikolaus » Samstag 10. Mai 2014, 14:18

kamensky hat geschrieben:Meines Erachtens ein lesenswerter Artikel
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/eur ... y/16805357
Genau - ein Musterbeispiel, wie man arglose Leser unter dem Anschein von Objektivitaet manipuliert; es reichen oft geringe bewusste Verfaelschungen (oder sind es unbewusste Freudsche Versprecher?), z.B.
als die Schlacht von Babyn Jar bei Kiew, wo deutsche Sonder­polizisten 1941 mehr als 30'000 Juden erschossen
wo man das Massaker von Babin Jar zur "Schlacht" heroisiert. Dabei handelte es sich um einfaches Abschlachten mit Maschinengewehren von 100.000-150.000 zusammengetriebener Zivilisten, davon wohl etwa 2/3 Juden. Nur in den KZs wurden spaeter mehr umgebracht.



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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von Berlino10 » Samstag 10. Mai 2014, 15:39

Die Verfälschungen unserer Presse erreichen doch ungeahnte Lügen-Höhen.

"Während Putin feiert, sterben in Mariupol Menschen" titelte etwa N24
"Währenddessen starben im Osten der Ukraine dutzende Menschen bei Unruhen."

Nein, Fakt ist, dass jeden Tag in der Ukraine Separatisten, aber auch Polizisten, die sich weigern auf die eigenen Leute zu schiessen,
und unbewaffnete Zivilisten von der faschistisch dominierten Nationalgarde massakriert werden.

Selbst das Massaker von Odessa wurde von unserer Lügen-Presse als Unfall verfälscht und sie machen so weiter.

Sie stehen im Interesse einer menschenverachtenden Politik, für die der Zweck einer westlichen Gesamt-Ukraine jedes Mittel rechtfertigt - auch das Töten Unschuldiger.

Seit Tagen sterben in der Ost-Ukraine die Menschen im Verhältnis 1:10 - das ist kein Kampf mehr, das wird zum Massenmord am eigenem Volk.

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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von fugen » Samstag 10. Mai 2014, 16:20

m1009 hat geschrieben:... rechten Weg zurueckfuehrt !
Das Wörtchen "Rechten" sollte hervorgehoben werden ;-)

Ich bleibe lieber auf meinem, weder links noch rechts, Weg :-)

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Re: Was bleibt noch von Deutscher Pressequalität?

Beitrag von klaupe » Samstag 10. Mai 2014, 23:03

kamensky hat geschrieben:Meines Erachtens ein lesenswerter Artikel
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/eur ... y/16805357
Insbesondere den letzten Absatz sollte man nicht übersehen. Er würde besser ganz oben stehen.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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