Flüchtlingswelle in Russland

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kamensky
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Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von kamensky » Dienstag 3. Juni 2014, 17:26

Was hat RU dann für ein Problem mit 4000 Flüchtlingen? Lächerlich :lol:

http://de.ria.ru/politics/20140603/268667557.html

versus

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/eur ... y/26133322
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von Alex KA » Dienstag 3. Juni 2014, 21:18

Russland ist nicht gewohnt Flüchtlinge anzunehmen, solche Politik wie in Deutschland wenn Flüchtlinge leben so als ob Kommunismus schon gekommen gibt in Russland nicht.. Gastarbeiter gibt es genug, aber die müssen für Hungerlohn schuften. Also ich vermute Flüchtlinge bringen russische Beamten aus Konzept. Denn Flüchtlinge brauchen Unterkünfte, essen, trinken, Schule für Kinder, ärztliche Versorgung, und alles kostenlos. Aber gleichzeitig in Russland nicht genug Unterkünfte für eigene Bürger, warum auch immer.

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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von klaupe » Dienstag 3. Juni 2014, 22:39

kamensky hat geschrieben:Was hat RU dann für ein Problem mit 4000 Flüchtlingen? Lächerlich :lol:
Wurde nicht gerade im gleichen Medium nahe zu stolz verkündet, dass täglich 5000 - 6000 Asylbewerber aus der Ukraine kommen?
RiaNovosti hat geschrieben:Nach Angaben des Migrationsdienstes reichen täglich rund 5000 bis 6000 Bürger der Ukraine Anträge auf das ständige Aufenthaltsrecht in Russland ein ...
(siehe Russischer Migrationsdienst: Zustrom von Asylbewerbern aus Ukraine reißt nicht ab)
Wo bleiben die denn? Oder drehen die gleich wieder um?

Vielleicht zählen die alle Pendler mit oder gar auch noch Besucher, Touristen? Wie definieren die denn Asyl oder Flucht?
Alex KA hat geschrieben:Russland ist nicht gewohnt Flüchtlinge anzunehmen, .....
Vermutlich wissen die nicht mal mehr, wie man Flüchtlinge zählt :roll:
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von kamensky » Mittwoch 4. Juni 2014, 06:23

Alex KA hat geschrieben:Russland ist nicht gewohnt Flüchtlinge anzunehmen, solche Politik wie in Deutschland wenn Flüchtlinge leben so als ob Kommunismus schon gekommen gibt in Russland nicht.. Gastarbeiter gibt es genug, aber die müssen für Hungerlohn schuften. Also ich vermute Flüchtlinge bringen russische Beamten aus Konzept. Denn Flüchtlinge brauchen Unterkünfte, essen, trinken, Schule für Kinder, ärztliche Versorgung, und alles kostenlos. Aber gleichzeitig in Russland nicht genug Unterkünfte für eigene Bürger, warum auch immer.
Wo liegt das Problem bei den Beamten also in der Flexibilität, Finanzen (RU hat doch weltweit die 3grössten Finanzreserven) und genügend Land ist auch vorhanden, wo man Flüchtlingszentren erstellen kann. Also verstehe ich Sie richtig, dass RU mit Veto in UN Flüchtlingswellen unterstützt, diese dann jedoch nicht aufnehmen möchte siehe bspw. Syrien. Im Gegensatz hat Deutschland im Jahre 2012 mehr als 16000 Asylbewerber aus RU aufgenommen.
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von bella_b33 » Mittwoch 4. Juni 2014, 08:05

Alex KA hat geschrieben:Gastarbeiter gibt es genug, aber die müssen für Hungerlohn schuften.
OT:
Hi Alex,
Das müssen sie nicht! Das wollen sie und sie machen das auch mit relativ viel Freude, so zumindest meine Erfahrung von einingen RU-Baustellen. Ich war die letzten 2,5 Mon in Usbekistan, dort verdient man als normaler Arbeiter nochmals ne ganze Ecke weniger als in RU(hatte beim Stahlbau z.B. einmal etwas von 250.000-300.000cym - 60-80€ gehört). Da wundert man sich nicht, wenn die Usbeken in RU für 800-1000rub am Tag die Kuh fliegen lassen und sich über den Lohn freuen!

Gruß
Silvio
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von klaupe » Mittwoch 4. Juni 2014, 10:38

kamensky hat geschrieben: Im Gegensatz hat Deutschland im Jahre 2012 mehr als 16000 Asylbewerber aus RU aufgenommen.
Und das ist eigentlich nur der winzige Rest, wenn man die Zuwandererströme der Vorjahte betrachtet.
Kleiner Unterschied, man verpasste ihnen ein etwas "netteres" Etikett, wie Spätaussiedler, Kontingent-Juden, Russland-Deutsche usw.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von GIN » Donnerstag 5. Juni 2014, 00:29

bella_b33 hat geschrieben:
Alex KA hat geschrieben:Gastarbeiter gibt es genug, aber die müssen für Hungerlohn schuften.
OT:
Hi Alex,
Das müssen sie nicht! Das wollen sie und sie machen das auch mit relativ viel Freude, so zumindest meine Erfahrung von einingen RU-Baustellen. Ich war die letzten 2,5 Mon in Usbekistan, dort verdient man als normaler Arbeiter nochmals ne ganze Ecke weniger als in RU(hatte beim Stahlbau z.B. einmal etwas von 250.000-300.000cym - 60-80€ gehört). Da wundert man sich nicht, wenn die Usbeken in RU für 800-1000rub am Tag die Kuh fliegen lassen und sich über den Lohn freuen!

Gruß
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Für 250'000 und 300'000 Som bekommt man in Tashkent nicht mal eine Putzfrau. Ich denke Du warst da in Kokand, Samarkand oder so. Normale Gehälter sind bei einer Putzfrau die in Tashkent die Strassen putzt 350'000 Som, eine Arbeiterin in einem metallverarbeitenden Betrieb verdient zwischen 400'000 und 500'000 in Tashkent. Teppich-Knöpferin wn werden pro Knoten bezahlt und kommen so zwischen 700'000 und 900'000 Som in Samarkant zbs. Unsere Angestellten haben übrigens 60 bis 100 Euro die Stunde. Leben dann aber auch wie ein Pascha mit dem Gehalt. Die muss man so zahlen oder sie sind schnell man ausgewandert. Viele Firmen mussten das schmerzlich feststellen. Fachkräfte sind wirklich sehr schwer zu finden, müssen teilweise aus Russland zurückgeworben werden.

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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von Dietrich » Donnerstag 5. Juni 2014, 15:18

Astachov hat da wohl so und so etwas übertrieben. Oder war es "phantasiert"?
В правительстве Ростовской области не подтвердили информацию о том, что за сутки на территорию региона прибыли 8 тысяч украинских беженцев
Об этом сегодня утром сообщил в своем Твиттере детский омбудсмен Павел Астахов. За сутки границу области пересекли 8 тысяч 300 украинцев. Однако, это не означает, что все они – беженцы: эти люди могли отправиться к родственникам на отдых или по делам в другие регионы России, - сказал пресс-секретарь одного из заместителей губернатора Александр Титов. По его данным, по состоянию на 5 июня, в отделение ФМС по Ростовской области украинцы подали семь ходатайств о признании статуса беженца и пять – о предоставлении временного убежища.
Quelle
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von kamensky » Donnerstag 5. Juni 2014, 15:35

Dietrich hat geschrieben:Astachov hat da wohl so und so etwas übertrieben. Oder war es "phantasiert"?
В правительстве Ростовской области не подтвердили информацию о том, что за сутки на территорию региона прибыли 8 тысяч украинских беженцев
Об этом сегодня утром сообщил в своем Твиттере детский омбудсмен Павел Астахов. За сутки границу области пересекли 8 тысяч 300 украинцев. Однако, это не означает, что все они – беженцы: эти люди могли отправиться к родственникам на отдых или по делам в другие регионы России, - сказал пресс-секретарь одного из заместителей губернатора Александр Титов. По его данным, по состоянию на 5 июня, в отделение ФМС по Ростовской области украинцы подали семь ходатайств о признании статуса беженца и пять – о предоставлении временного убежища.
Quelle

Ja was nun , wird da mit Propaganda dramatisiert?

http://de.ria.ru/zeitungen/20140605/268688277.html
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von bella_b33 » Donnerstag 5. Juni 2014, 19:07

GIN hat geschrieben: Für 250'000 und 300'000 Som bekommt man in Tashkent nicht mal eine Putzfrau. Ich denke Du warst da in Kokand, Samarkand oder so. Normale Gehälter sind bei einer Putzfrau die in Tashkent die Strassen putzt 350'000 Som, eine Arbeiterin in einem metallverarbeitenden Betrieb verdient zwischen 400'000 und 500'000 in Tashkent. Teppich-Knöpferin wn werden pro Knoten bezahlt und kommen so zwischen 700'000 und 900'000 Som in Samarkant zbs.
Ja genau, ich war nicht in Tashkent. War in Ахангаран. In Ru stellt ja auch keiner Moskau mit dem Rest des Landes auf eine Ebene, wenn es ums Lohnniveau geht.


Gruss
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