Flüchtlingswelle in Russland

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Berlino10
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von Berlino10 » Mittwoch 11. Juni 2014, 12:15

Dietrich hat geschrieben: Und wenn die Separatisten mit aller Gewalt dagegen vorgehen, dass man die Leute dort überzeugen kann? Was darf und sollte man dann tun?
Wie könnten sie das tun? Das Russische Fernsehen spricht zu den Menschen in der Ost-Ukraine.
Wenn es in Verhandlungen zwischen Kiew, Süd-Ost-Vertretern, (Oligarchen) und Moskau zu Ergebnissen kommt,
die eine ausreichende Autonomie und den Schutz ihrer Russischen Identität sichern, dann werden die Menschen auf Moskaus Zusicherungen vertrauen.
Dietrich hat geschrieben: Glaubst du wirklich, die Separatisten hätten auch nur ein irgendwie geartetes Interesse daran, das Kiew den Ostukrainern ein ordentliches Angebot macht
Nein, das glaube ich auch nicht. Aber wenn Moskau ihnen keines macht, dann bliebe ihnen nur die Rolle eines Groß-Abchasiens. Und das ist für niemanden gut.
Die Menschen der Ost-Ukraine haben durch die Umstürze, die neue Kiew-Regierung mit Todfeinden, deren Provokationen, Konfrontationen und Kriegszügen den Glauben an eine gemeinsame Heimat verloren.
Es liegt jetzt an Kiew, Vertrauen wieder zu ermöglichen. Wenn Moskau das unterstützen kann, werden die radikalen Separatisten isoliert.
Die Menschen wollen Frieden, Sicherheit, Stabilität, ein Auskommen und ihre Identität und Beziehungen zu RUS behalten.
Ohne Moskau können die Separatisten nichts bieten. Ihre Krim-Träume müssen sie begraben. Und dann hatten sie ihre Zeit gehabt, genauso wie die Faschisten in Kiew.
Auch die müssen selbstverständlich weg aus Regierung und allen verantwortlichen Positionen. Die Nationalgarde muss aufgelöst werden.

Dietrich hat geschrieben: Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Waffenstillstand von Seiten Poroschenkos nur weitere Aktionen wie die Besetzung des Flughafens zur Folge hat. Agressive Provokationen die einen normalen Dialog unmöglich machen.
Wir werden es sehen, denn Ende der Woche sollen die Waffen ja angeblich schweigen.
Was bedeutet schon der zeitweilige Verlust eines Flughafens, wenn die Menschen in Süd-Ost wieder dauerhaft für die Ukraine gewonnen werden können?



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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von Berlino10 » Mittwoch 11. Juni 2014, 12:27

Norbert hat geschrieben: Fugen, dummerweise sind in den Verwaltungsgebäuden und waren auf dem Flughafen keine Rentner und Frauen. Sondern Leute in schwarzen Masken, und dann im Nachhinein stellt sich noch heraus, dass es offensichtlich nicht einmal gelang, dafür lokale Männer zu gewinnen, und überschwängliche russische Nationalisten importiert werden mussten. Und da ist doch die Frage: Wie soll man als ukrainische Regierung darauf reagieren?
Und was ist der Unterschied zum Maidan? Fast die Hälfte der in Kiew Getöteten waren laut Euromaidan Westukrainer.
Dass die Mehrheit der Kämpfer Süd-Ost importiert wird, ist eine Lüge.
Und auch dadurch zu kontern, dass sich die Mehrheit der regulären Ukrainischen Armee und Polizei diesem Einsatz verweigert.
Du folgst einer Logik, die keine hat.

Die ukrainische Regierung ist vor allem selbst Schuld an der Eskalation und an dem Hass, dem sie gegenüber steht.

Und bestimmt soll Kiew keine Polizisten- und Zivilisten- mordende Fascho-Bande loshetzen, die noch mehr Hass sät.
Auf beiden Seiten, in Kiew und Süd-Ost müssen alle radikalen Inhalte und Personen weg, die spalten und aufwiegeln.

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Dietrich
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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von Dietrich » Mittwoch 11. Juni 2014, 12:47

Berlino10 hat geschrieben:Wenn es in Verhandlungen zwischen Kiew, Süd-Ost-Vertretern, (Oligarchen) und Moskau zu Ergebnissen kommt,
die eine ausreichende Autonomie und den Schutz ihrer Russischen Identität sichern, dann werden die Menschen auf Moskaus Zusicherungen vertrauen.
Wieso Moskau? Was hat Moskau da zu suchen?
Diese Verhandlungen müssen zwischen Kiew und den ukrainischen Vertretern der Ostukraine (meinetwegen den Oligarchen, wenn es die Leute dort so wollen!) stattfinden. Meinst du, Moskau hätte in den Verhandlungen mit den tschetschenischen Separatisten auch Vertreter aus Pakistan oder sonstwo zugelassen?

Mit welchem "Recht" sollte man Moskau da mitverhandeln lassen? Wenn sich die ostukrainischen Vertreter bei den Verhandlungen zwischendurch mit Russland beraten wollen... meinetwegen. Aber einen Platz am Tisch sehe ich da ehrlich gesagt nicht für Moskau. Genau so wenig wie für Strelkov und seine "Jungs".
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W. Churchill (1940)

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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von kamensky » Mittwoch 11. Juni 2014, 13:07

Dietrich hat geschrieben:
Berlino10 hat geschrieben:Wenn es in Verhandlungen zwischen Kiew, Süd-Ost-Vertretern, (Oligarchen) und Moskau zu Ergebnissen kommt,
die eine ausreichende Autonomie und den Schutz ihrer Russischen Identität sichern, dann werden die Menschen auf Moskaus Zusicherungen vertrauen.
Wieso Moskau? Was hat Moskau da zu suchen?
Diese Verhandlungen müssen zwischen Kiew und den ukrainischen Vertretern der Ostukraine (meinetwegen den Oligarchen, wenn es die Leute dort so wollen!) stattfinden. Meinst du, Moskau hätte in den Verhandlungen mit den tschetschenischen Separatisten auch Vertreter aus Pakistan oder sonstwo zugelassen?

Mit welchem "Recht" sollte man Moskau da mitverhandeln lassen? Wenn sich die ostukrainischen Vertreter bei den Verhandlungen zwischendurch mit Russland beraten wollen... meinetwegen. Aber einen Platz am Tisch sehe ich da ehrlich gesagt nicht für Moskau. Genau so wenig wie für Strelkov und seine "Jungs".
Möglicherweise müsste man noch den frisch wiedergewählten syrische Präsident Baschar Assad in die Verhandlungen mit einbeziehen? ;)
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.

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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von Berlino10 » Mittwoch 11. Juni 2014, 13:08

Dietrich hat geschrieben:
Berlino10 hat geschrieben:Wenn es in Verhandlungen zwischen Kiew, Süd-Ost-Vertretern, (Oligarchen) und Moskau zu Ergebnissen kommt,
die eine ausreichende Autonomie und den Schutz ihrer Russischen Identität sichern, dann werden die Menschen auf Moskaus Zusicherungen vertrauen.
Wieso Moskau? Was hat Moskau da zu suchen?
Diese Verhandlungen müssen zwischen Kiew und den ukrainischen Vertretern der Ostukraine (meinetwegen den Oligarchen, wenn es die Leute dort so wollen!) stattfinden. Meinst du, Moskau hätte in den Verhandlungen mit den tschetschenischen Separatisten auch Vertreter aus Pakistan oder sonstwo zugelassen?

Mit welchem "Recht" sollte man Moskau da mitverhandeln lassen? Wenn sich die ostukrainischen Vertreter bei den Verhandlungen zwischendurch mit Russland beraten wollen... meinetwegen. Aber einen Platz am Tisch sehe ich da ehrlich gesagt nicht für Moskau. Genau so wenig wie für Strelkov und seine "Jungs".
Mit den Separatisten will Kiew nicht verhandeln. Die sind auch nicht auf Kompromisse aus, wie du festgestellt hast.
Politisch akzeptierte Vertreter der Ost-Ukraine gibt es nicht.
Kiew erhält seine Befehle von den USA. Und nur Moskau wird bei den Menschen in Süd-Ost akzeptiert und kann für Versöhnung sorgen.
Klar kann man offiziell und sichtbar Kiew mit irgendwelchen Ostukrainern verhandeln lassen.
Faktisch Wirksames können trotzdem nur Kiew/USA und RUS verhandeln.



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Re: Flüchtlingswelle in Russland

Beitrag von klaupe » Mittwoch 11. Juni 2014, 13:25

Dietrich hat geschrieben:Wieso Moskau? Was hat Moskau da zu suchen?
Diese Verhandlungen müssen zwischen Kiew und den ukrainischen Vertretern der Ostukraine (meinetwegen den Oligarchen, wenn es die Leute dort so wollen!) stattfinden. Meinst du, Moskau hätte in den Verhandlungen mit den tschetschenischen Separatisten auch Vertreter aus Pakistan oder sonstwo zugelassen?
Als Interessenvertreter der Separatisten könnten sie ja in der 2. Reihe als Berater sitzen und die andere Seite zieht paar Berater ihrer Wahl dazu, meinetwegen EU-USA & Co.
kamensky hat geschrieben:Möglicherweise müsste man noch den frisch wiedergewählten syrische Präsident Baschar Assad in die Verhandlungen mit einbeziehen? ;)
Um Gottes Willen, ist der etwa nicht eingeladen worden? Er ist doch der aktuell einsatzfähigste Experte für Völkermord.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.

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