Propaganda vs. Volksverhetzung

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Berlino10
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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Berlino10 » Mittwoch 21. Oktober 2015, 16:03

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele einer Diskussion folgen, die ihr von der Propaganda aufgetischt wird.

Nahezu niemand - ausser zB ZDF Anstalt - diskutiert, dass man die USA+ endlich zwingen muss, ihre Kriege und Interventionen in all den Ländern zu beenden, aus denen die Kriegs-Flüchtlinge kommen.

Aber scheinbar überfordert es einige, zu erkennen, dass Kriegs-Flüchtlinge etwas mit Kriegen zu tun haben könnten.



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Jenenser
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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Jenenser » Mittwoch 21. Oktober 2015, 16:30

louise hat geschrieben:........da ist es mir bei meiner "Flucht" besser ergangen. Sie fand im warmen Interzonen-Zug statt und eine fein gekleidete Dame hat mir nach
Überqueren der Zonengrenze bei Uelzen eine BANANE geschenkt! :lol: (das ist tatsächlich wahr)
Wladimir30 hat geschrieben: Das war bestimmt meine Oma. Die wurde in Uelzen geboren! Klar, das war meine Oma. Ganz der Enkel....
„Ich weiß, von Bananen wird mir schlecht. Ich weiß, meine Oma hat immer recht...“
Das stammt aus einem Lied der aus Sachsen stammenden „Prinzen“. Da fühle ich mich immer angesprochen.

Gaby hat uns „Hiergebliebenen“ leid getan, damals 1989.
aus der „Titanic“:
Bild

Ansonsten möchte ich die Diskussion nicht unterbrechen. Wolf machte mal hier den Vorschlag, die Kanzlerschaft zu begrenzen. Das würde ich sofort unterstützen. Ja und was Merkel angeht, die ist in Hamburg geboren und aufgewachsen in der Uckermark. Vielleicht war sie mal mit ihrer FDJ-Leitung in der Lausitz wandern oder klettern. Kann schon sein, dass wir uns dabei mal begegnet sind...Und ja, ich bin auch Anhänger der „Anstalt“ im ZDF.

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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Alex KA » Mittwoch 21. Oktober 2015, 18:33

Die Flüchtlinge nach Hause zu schicken, geht nicht glaube ich, in Syrien alles zerbombt.. Nach Russland vielleicht.
So sieht es im Syrien aus

[youtube]OUbvENqMblA[/youtube]
Zuletzt geändert von Alex KA am Mittwoch 21. Oktober 2015, 19:55, insgesamt 1-mal geändert.

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GIN
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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von GIN » Mittwoch 21. Oktober 2015, 18:45

Bluewolf hat geschrieben:Ok, zurück auf eine sachliche Ebene.
Was ich kritisiere ist, das viele Menschen im Ausland tolle Ideen haben wie Deutschland Probleme angehen soll. Wenn ich dann Ungarn höre "die Flüchtlinge sind ein deutsches Problem" und wir tun alles bis an die Grenze des Machbaren mit hauptsächlich ehrenamtlichen Mitteln das Problem zu lösen, dann kommt die nächste Kritik. Ausser während der Völkerwanderung war glaube ich noch nie ein Staat in einer vergleichbaren Lage. Jetzt könnten wir Seehofer folgen oder unsere Ressourcen sinnvoll einsetzen.

Hey, egal was mir jemand wegen privater Vorsorge erzählt, ich werde nie so von meiner Rente leben können wie meine Eltern. DAS weiss aber jeder mit ein bisschen Verstand. Wo sollen denn die Kinder für die deutsche Sozialsolidarität herkommen? Und wenn wir die Grenzen schliessen würden? Wo gehen die nächsten Wellen hin? Ja,z. B. in die Schweiz. Und dann lass uns mal sehen, ob die gegenwärtige Politik in der Schweiz durchgehalten werden kann. Bisher kann die Schweiz solche Entscheidungen relativ unbehelligt treffen. Irgendwann wird es aber keine Frage der EU mehr sein, sondern der Solidarität. Und die Schweiz ist nun mal inmitten von Europa angesiedelt. Glaubst Du die Flüchtlinge interessiert dann deutsche Politik? Nee, die gehen dahin wo es noch eine Möglichkeit gibt. Und die Schweiz hat dann auf jeden Fall den administrativen Aufwand, egal wie schnell die Abschiebung klappt. Und wenn erst mal die ersten 20.000 vor der Tür stehen, möchte ich mal sehen wie die ohne Schiessbefehl abgewiesen werden.

Darum sollte uns jeder dankbar sein, das wir uns bereit erklären die Ströme zu kanalisieren. Sonst kann nämlich jeder mal über den Untergang Roms nachdenken, unabhängig vom jeweiligen Staat.

Ich (und ich denke Merkel auch) bin aufgeschlossen für jeden konstruktiven Vorschlag.


Ich denke für Deutschland und vielleicht auch für den ganzen ehemaligen Dublin 1 und 2 Raum sollte man sich Gedanken machen wohin man möchte. Möchte man eine Einwanderung mit Selektionierung machen, also gesteuerte Zuwanderung wie in Kanada, Australien und Co oder man macht ein anderes Model. Ich sehe momentan überhaupt kein Model in der ganzen EU und auch nicht in der Schweiz.

Weiter habe ich mir die Zustände zwischen Hong Kong und China, respektive auch Macao-HK-China angeschaut. Macao fällt raus, weil dort absolut willkürlich Menschen ausgeschifft werden und das Volumen an Flüchtlingen sehr gering ist. Jeder kann sich das bei der Anreise mit dem Schiff aus Flughafen HK oder HK, respektive China anschauen.
Ich wollte dann verstehen wie eine Grenze die jeden Tag 1 Millionen Menschen passieren funktioniert (Shenzen-HK). Wollte verstehen wie Hong KONG politische Flüchtlinge bearbeitet. Diese kommen meistens aus China. Rausgekommen sind sehr interessante Verfahrensweisen und rechtstaatliche Vorgehensweisen. Ich weiss das die Bürokratie in der Schweiz vor einigen Jahren ebenfalls diese Reise nach Hong Kong gemacht haben und viele Verfahrensweisen jetzt erfolgreich kopieren. Die 7 Punkte die ich sehr interessant fand.
1. Jeder Mensch hat das Recht auf einen Antrag für Asyl.
2. Jeder Mensch hat das Recht innerhalb einer zumutbaren Zeit ein kostenlosen rechtstaatlichen Prozess zu erhalten (In der Regel 8-16 Wochen von der I zu der II Instanz)
3. Jeder Anspruch verwirkt wenn Kriminalität begangen wird oder der Asylant nicht im Verfahren hilft. Das Wegschmeissen von Pässen und Falschangaben sind ein sofortigen Ausschlussgrund.
4. Jeder Asylant wird registriert und befindet sich in Internierung.
5. Der Zugang zu Geldmitteln muss verwehrt bleiben. Als Lebensmittel dienen nur typische südchinesische Waren. Man nimmt keine Rücksicht auf die Religion oder etwaigen Veganismus.
6. Ausschaffungen (Abschiebungen) müssen gemacht werden. Duldungen sind nur für Personen gedacht denen eweisbar eine Todesstrafe drohen.
7. Ein Familiennachzug ist nur möglich wenn die Personen die finanziellen Mittel bestreiten kann für den selbstständigen Unterhalt des Mitgliedes.


Die wenigsten Personen werden so anerkannt und die Regel ist eine Einwanderung durch den Arbeitsmarkt. Die 3 Grenzzäune sind schwer bewacht, die Chinesen haben Schiessbefehl und die Hong Kong Grenzer dürfen nur mit Gummigeschossen schiessen. Grenzdurchbrüche sind nie erfolgreich. Sie enden meistens schon bei den Chinesen. Mehrere Zehntausend Soldaten bewachen die Grenze. Die ganze Grenze ist eingezäunt und es gibt Wärmebildkameras. Jede Person geht durch eine Grenze und muss das Visum zeigen.

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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von GIN » Mittwoch 21. Oktober 2015, 18:47

Berlino10 hat geschrieben:Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele einer Diskussion folgen, die ihr von der Propaganda aufgetischt wird.

Nahezu niemand - ausser zB ZDF Anstalt - diskutiert, dass man die USA+ endlich zwingen muss, ihre Kriege und Interventionen in all den Ländern zu beenden, aus denen die Kriegs-Flüchtlinge kommen.

Aber scheinbar überfordert es einige, zu erkennen, dass Kriegs-Flüchtlinge etwas mit Kriegen zu tun haben könnten.
Die Ungarn sagen es doch die ganze Zeit. Man muss aufhören die ganze Gegend zu destabilisieren. Denke die meisten in Deutschlan dbekommen nicht wirklich mit was der Orhan sagt.



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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Berlino10 » Mittwoch 21. Oktober 2015, 19:38

GIN hat geschrieben: Die Ungarn sagen es doch die ganze Zeit. Man muss aufhören die ganze Gegend zu destabilisieren. Denke die meisten in Deutschlan dbekommen nicht wirklich mit was der Orhan sagt.
Wie auch? Man muss in diesem Land schon nach 23:00 Uhr TV schauen oder Satire-Sendungen, um überhaupt noch Informationen, Wahrheiten jenseits unserer PENTAGON-Kriegspropaganda zu bekommen.

[youtube]YLr65tP1W44[/youtube]

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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Bluewolf » Mittwoch 21. Oktober 2015, 19:38

Das Wegschmeissen von Pässen und Falschangaben sind ein sofortigen Ausschlussgrund.
Das fehlt allerdings in Deutschland.
Jeder Asylant wird registriert und befindet sich in Internierung
Das war Merkels entscheidender Fehler, der uns evtl. auf die Füße fallen wird. Aber selbst da habe ich Hoffnung. Die meisten deutschen Städte sind nicht wie die amerikanischen Großstädte, wo man sich mal eben Jahre ohne Pass verstecken kann. Obwohl sich das ggfs. mit der zunehmenden Überwachung auch erledigt hat. Dazu habe ich zu wenig aktuelle Informationen. In Deutschland aber existiert ein latenter Neid und ratz fatz ist man angeschwärzt. Außerdem muss man sich ja für jeden Mist registrieren, spätestens wenn es um Geld geht denke ich fallen die Meisten nicht registrierten auf. Viele deutsche Beamten reagieren da sehr strikt wenn jemand vorbei kommt um mal eben für jemand anderen Kindergeld abzuholen (zugegeben ein doofes Beispiel, aber ich glaube ist klar was ich sagen will).
Der Zugang zu Geldmitteln muss verwehrt bleiben. Als Lebensmittel dienen nur typische südchinesische Waren. Man nimmt keine Rücksicht auf die Religion oder etwaigen Veganismus.
Ich glaube das ist einer der Knackpunkte. Dazu würde ich auch noch zählen "Man nimmt keine Rücksicht auf die Wünsche nach einer bestimmten Verortung."
Und bei diesen Punkten bin ich auch heute noch strikt dagegen. Kann ja wohl nicht sein, das jemand der aus einer Zeltstadt in der Türkei kommt als erstes fragt "Where is the money?" Als nächstes ist dann die Behelfsunterkunft zu klein, man würde gern ein Schaf schächten (selbstverständlich frisch von einem Bauernhof) und möglichst bald zur entfernten Verwandtschaft nach München, Hamburg oder Frankfurt. Und dort sollte es für 4 Personen natürlich dann schon eine Wohnung mit mindestens 100 qm sein. Von eigenen Kirchen für jede Religionsgruppe und Ethik mal ganz abgesehen.
Ich verstehe einfach nicht wie bei diesen Punkten unsere Politik so blind sein kann. Wenn wir schon alles tun um zu helfen, dann zu unseren Bedingungen. Wie das verhandelbar sein soll, erschließt sich mir nicht.
6. Ausschaffungen (Abschiebungen) müssen gemacht werden. Duldungen sind nur für Personen gedacht denen eweisbar eine Todesstrafe drohen.
7. Ein Familiennachzug ist nur möglich wenn die Personen die finanziellen Mittel bestreiten kann für den selbstständigen Unterhalt des Mitgliedes.
Das steht auch ungefähr so im deutschen Asylrecht. Das Problem ist nur, das wir 100 Ausnahmen haben, z . B. mit den sicheren Herkunftsländern. Und die Prüfung ob jemand ein solcher Sonderfall ist, das überfordert die Ämter. Hier fehlt einfach klare Kante, auch wenn es dabei Härtefälle geben würde.

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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von CSB_Wolf » Mittwoch 21. Oktober 2015, 20:43

Berlino10 hat geschrieben:
GIN hat geschrieben: Die Ungarn sagen es doch die ganze Zeit. Man muss aufhören die ganze Gegend zu destabilisieren. Denke die meisten in Deutschlan dbekommen nicht wirklich mit was der Orhan sagt.
Wie auch? Man muss in diesem Land schon nach 23:00 Uhr TV schauen oder Satire-Sendungen, um überhaupt noch Informationen, Wahrheiten jenseits unserer PENTAGON-Kriegspropaganda zu bekommen.
Genau so ist es und wenn man eine eigene Meinung hat die nicht konform mit derer der Bundersreguerung/Amis ist, dann ist man entweder ein Nazi oder Pack zudem. Das grosse Problem waren und sind die Amis, die müssen 70 Jahre nach Kriegsende endlich raus aus Deutschland und auch raus aus Europa nur dann kann Europa selbständig werden, aber so nicht. Deutschland muss auch raus aus der Nato. Mit den alteigesessenen Parteien, egal wer, ist das nicht möglich, auch die Afd ist mir persönlich zu stark Ami orientiert. Die haben sich eindeutig für das TTIP abkommen ausgesprochen und das sagt schon alles, das währen dann die nächsten Speichellecker.

Gruss
wolf

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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von Alex KA » Mittwoch 21. Oktober 2015, 20:47

Eigentlich müsste Deutschland die Verantwortung übernehmen für Unterstützung des Krieges im Syrien, es sind doch Flüchtlinge die offiziell vom Assad fliehen. Es sind nun die Folgen diese westliche Politik, war alles nicht gut durchdacht, und die Menschen wurden einfach vergessen. Die haben gegen Assad gut gekämpft und verloren, und nun trotzdem müssten die westliche Lebensart erfahren, deswegen kommen die auch nach Deutschland. In der Zukunft wird noch genug andere Assads geben..

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Re: Propaganda vs. Volksverhetzung

Beitrag von zimdriver » Mittwoch 21. Oktober 2015, 23:16

Bluewolf hat geschrieben:....
Das war Merkels entscheidender Fehler, der uns evtl. auf die Füße fallen wird. Aber selbst da habe ich Hoffnung. Die meisten deutschen Städte sind nicht wie die amerikanischen Großstädte, wo man sich mal eben Jahre ohne Pass verstecken kann. Obwohl sich das ggfs. mit der zunehmenden Überwachung auch erledigt hat. Dazu habe ich zu wenig aktuelle Informationen. In Deutschland aber existiert ein latenter Neid und ratz fatz ist man angeschwärzt. ....
... ich erinnere mich an ein Gespräch vor vielen Jahren in Berlin, so 2003 oder 2004, wo ich sehr viel über die russische Parallelgesellschaft lernte. Viele Leute lebten und arbeiteten ohne jegliche Grundlage. Es geht. Überlegt selbst, wie oft ihr euren Pass zeigen müsst im schönen D. Natürlich ist das komplizierter, wenn man aus Somalia kommt. Aber ein durchschnittlicher Syrer auf den Flüchtlingsbildern sieht optisch aus wie ein Libanese oder Türke, dem man im Zweifelsfall besser nicht zu nahe kommt.



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