Tempora mutantur

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louise
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Re: Tempora mutantur

Beitrag von louise » Samstag 21. Januar 2017, 01:09

"Wir werden uns bei den Nationen der Welt um Freundschaft und Wohlwollen bemühen, aber wir tun dies in dem Verständnis, dass es das Recht aller Nationen ist, ihre eigenen Interessen vorne anzustellen. Wir streben nicht danach, jemandem unsere Lebensweise aufzuzwingen, sondern, sie als Beispiel leuchten zu lassen. Wir werden leuchten, damit uns alle folgen."
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Ein guter Tag heute, sollte das Gesagte stimmen ..... :D
"[n]o set of mutually inconsistent observations can exist for which some human intellect cannot conceive a coherent explanation, however complicated."



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Re: Tempora mutantur

Beitrag von Berlino10 » Samstag 21. Januar 2017, 04:16

lausi hat geschrieben:
Dietrich hat geschrieben: Außerdem glaubt er eindeutig daran, dass es für ihn besser wäre, wenn die EU geschwächt wird. Anstatt gemeinsam mit der EU zu arbeiten und damit auch die eigene Position gegenüber den USA und China zu stärken.
Das ist aber nur eine Meinung eines Überläufers.
Das ist vor allem die kranke Meinung eines Propaganda-Lemmings, der nichts, aber auch gar nichts begreift, von dem, was in der Welt passiert.
Zuletzt geändert von Berlino10 am Samstag 21. Januar 2017, 15:01, insgesamt 1-mal geändert.

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fugen
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Re: Tempora mutantur

Beitrag von fugen » Samstag 21. Januar 2017, 08:58

louise hat geschrieben:
"Wir werden uns bei den Nationen der Welt um Freundschaft und Wohlwollen bemühen, aber wir tun dies in dem Verständnis, dass es das Recht aller Nationen ist, ihre eigenen Interessen vorne anzustellen. Wir streben nicht danach, jemandem unsere Lebensweise aufzuzwingen, sondern, sie als Beispiel leuchten zu lassen. Wir werden leuchten, damit uns alle folgen."
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Wladimir30
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Re: Tempora mutantur

Beitrag von Wladimir30 » Samstag 21. Januar 2017, 11:01

Dietrich hat geschrieben:Er hat zum Beispiel nicht zugelassen, dass sich die Ukraine handelsmäßig gleicheitig gegenüber Russland und gegenüber der EU öffnet. Das hätte auch für ihn zum Vorteil sein können. Aber für ihn war es eben nur dann ein "win", wenn er die Ukraine exklusiv in seiner eurasischen Wirtschaftsunion hat.
Also Dietrich, eine derart verengte Sicht auf ein wahrlich komplexes Thema ist eigentlich nicht sehr typisch für Dich. Die Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland in einer konkreten Frage (Assoziierung der Ukraine an die EU oder wie das genau hieß) lediglich auf diesen einen Punkt zu beschränken empfinde ich als nicht sehr gelungen. Jede Frage sollte da schon in dem Gesamtzusammenhang gesehen werden, der uns natürlich nicht vollständig bekannt ist, aber schon das, was wir wissen, müsste ja eigentlich ausreichen und zu verstehen, wie komplex das Ganze ist.
Außerdem glaubt er eindeutig daran, dass es für ihn besser wäre, wenn die EU geschwächt wird.
Die Hervorhebung ist von mir.
Nein, eben nicht, zumindest nicht eindeutig. Und was er "glaubt" oder nicht, das können wir nicht wissen. Weiterhin bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich "für ihn" besser wäre (wie Du schreibst), oder ob er nicht doch - was Du ja per definitionem vehement bestreitest - nicht an sein eigenes Wohl denkt, sondern das er evtl. doch das ganze Land im Sinn hat.
Anstatt gemeinsam mit der EU zu arbeiten und damit auch die eigene Position gegenüber den USA und China zu stärken.
Wer sagt, dass er das nicht will? Hat er, um nur mal ein Beispiel zu nennen, die Sanktionen erfunden? Hast Du Dich mit der "russischen Seele" soweit beschäftigt, das Du verstehen kannst, wie Russen reagieren, wenn man ihnen, mal platt gesagt, blöd daher kommt? Dass sie anders reagieren, als es dem deutschen Wesen genehm ist und was Deutsche als richtig empfinden und das auch gleichzeitg als richtig für alle anderen definieren? Hat er das Bashing erfunden, das jeden Tag in deutschen Medien gegen Russland, gegen Putin persönlich gerichtet ist? Klar, man kann die "russische Seele" als Hirngespinst abtun, man kann sagen, dass solche Befindlichkeiten in der großen Politik nichts zu suchen haben. Nur eben die deutschen Befindlichkeiten müssen natürlich schon berücksichtigt werden, da sie ja "richtig" sind.

Sicher, Deine Argumentionskette ist mir bekannt, die Du jetzt zu jedem einzelnen meiner Punkte anbringen kannst. Mir gegenüber brauchst Du es nicht zu wiederholen, die Versuche, Putin als den Unmenschen, der Russland ins Unglück stürzt, darzustellen. Aber ich würde mich sehr freuen, wenn Du andere Standpunkte auch in ihrer Daseinsberechtigung akzeptieren könntest. Aus dem fernen Deutschland klingt alles ja so einfach.
Und diese Aussage konnt auch von anderen Leuten,

Man muss nur suchen, um seinen Kronzeugen zu finden, das zeigt einem fast jeder Hollywoodkrimi. Welcher Renegat würde denn was Gutes über den Machthaber sagen, dessenwegen er das Land verlassen hat?

Ich will beileibe nicht sagen, dass alles, was Du sagst, falsch ist und behaupte nun das Gegenteil. Damit wäre niemandem geholfen. Aber Aussagen wie "eindeutig", was einer "glaubt", verengte Sichtweisen auf äußerst komplexe Probleme, das Außerachtlassen von anderen Situationen, die dem eigenen Bild nicht entsprechen, das Heranziehen von Aussagen von Personen mit zweifelhafter Aussagekraft ob der eigenen Vita, all das hilft bei der Diskussion nicht weiter.
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Re: Tempora mutantur

Beitrag von Kultgrieche » Sonntag 22. Januar 2017, 21:39

Dietrich hat geschrieben:Er hat zum Beispiel nicht zugelassen, dass sich die Ukraine handelsmäßig gleicheitig gegenüber Russland und gegenüber der EU öffnet. Das hätte auch für ihn zum Vorteil sein können. Aber für ihn war es eben nur dann ein "win", wenn er die Ukraine exklusiv in seiner eurasischen Wirtschaftsunion hat.
Das kann man auch anders sehen - die EU hat der Ukraine, einem Land mit in Dekaden, wenn nicht Jahrhunderten gewachsenen Handelsbeziehungen zu Russland einen Assoziierungsvertrag vorgelegt, der eine wirtschaftliche Abkehr von Russland erfordert hätte. Eine Win-Win-Situation ist das nicht. Russland wiederum hat seinerseits ebenfalls enge Handelsbeziehungen zur Ukraine unterhalten, die EU trat als Spaltpilz auf mit einem Vertrag, der die Ukraine exklusiv an die EU gekoppelt hätte statt ihr eine Offenheit gegenüber der EU wie auch Russland gleichermaßen zu ermöglichen. Unter Verkennung der gesellschaftlichen Heterogenität der Ukraine war dies seitens der EU ein gefährliches Zündeln.

Um mal wieder zu Trump zurückzukommen - ich komme aus dem Lachen nicht raus, selbst ehemals USA-devote Gazetten wie Welt oder FAZ haben sich voll auf Trump eingeschossen. Das ich das nochmal erleben darf...
Putin? Wer war das nochmal? Ne, jetzt ist Trump der Oberböse. Herrlich diese Frische, dieses Ausbrechen aus dem alternativlosen Trott, macht es richtig spannend.
"Eines der zentralen Probleme heutzutage ist, dass die Politik so eine Schande ist. Gute Menschen gehen nicht in die Politik." (Donald Trump)



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Re: Tempora mutantur

Beitrag von Berlino10 » Montag 23. Januar 2017, 04:40

Kultgrieche hat geschrieben:Das kann man auch anders sehen - die EU hat der Ukraine, einem Land mit in Dekaden, wenn nicht Jahrhunderten gewachsenen Handelsbeziehungen zu Russland einen Assoziierungsvertrag vorgelegt, der eine wirtschaftliche Abkehr von Russland erfordert hätte. Eine Win-Win-Situation ist das nicht.
Wie bescheuert das Abkommen mit der EU für die UKR wirklich war, das bestätigt mittlerweile ja sogar die New York Times
... von wegen "Öffnung nach dem Westen " zum Vorteil der UKR :lol:

Die NYT beschreibt u.a. den Kollaps der einstmals lukrativen ukrainischen Agrarindustrie, um den Abstieg des Landes zu illustrieren. Dieser Sektor machte rund 40 Prozent der ukrainischen Exporte aus. RUS verärgert - die EU bleibt blockiert. Die zollfreien Quoten für landwirtschaftliche Produkte sind so winzig in diesem Handelsabkommen, die Zuweisungen für Honig waren zum Beispiel so niedrig, dass sie bereits in den ersten sechs Wochen des Jahres erfüllt waren. Die Quoten zum Export von Eiern in die Europäische Union machen lediglich rund 1,5 Prozent der Jahresproduktion von Avangard aus, und das ist nur eine Firma, ganz zu schweigen vom gesamten Sektor. ... u.v.m...
https://www.nytimes.com/2016/12/23/busi ... trade.html

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Re: Tempora mutantur

Beitrag von kamensky » Montag 23. Januar 2017, 10:14

"S"Trump"f" glaubwuerdig, oder nicht?

War nicht Er derjenige, welcher noch kurz vor seiner Vereidigung gegen den CIA wetterte und was finde ich nun zu den zuvor gemachten Aussagen Trumps als Praesident zu der CIA?

Zitat:
" Der neue US-Präsident hat den US-Geheimdiensten sein volles Vertrauen ausgesprochen. «Ich bin zu 1000 Prozent auf eurer Seite», sagte Trump am Samstag bei einem Besuch des Auslandsgeheimdienstes CIA in Langley bei Washington. "

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/ame ... y/19957718
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Re: Tempora mutantur

Beitrag von Wladimir30 » Montag 23. Januar 2017, 10:25

Also warum schauen immer alle so, was der Trump sagt? Wie Fugen richtig anmerkte, dass sind alles nur Worte. An den Taten sollt Ihr sie messen.
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Re: Tempora mutantur

Beitrag von kamensky » Montag 23. Januar 2017, 10:43

Wladimir30 hat geschrieben:Also warum schauen immer alle so, was der Trump sagt? Wie Fugen richtig anmerkte, dass sind alles nur Worte. An den Taten sollt Ihr sie messen.
Aha sorry und natuerlich wie bei Onkel Putin,s und ERs Taten.

2004 wird jeder Einwohner von Russland halb so viel für Heizung und Strom bezahlen, als heute.
2005 wird jeder Einwohner von Russland ein Teil von der Nutzung der Naturressourcen erhalten.
2006 wird jeder Arbeit in seinem Beruf haben.
2008 wird jede Familie eine Eigentumswohnung haben, die würdig des 3.Jahrtausends ist.

Ganz klar, alle heraufbeschwoerten Taten sind eingetroffen, aber in 180 graediger Umkehrform. :lol:

... und

Bis 2017 wird Russland zum Marktführer in Sachen Weltpolitik und -Wirtschaft.

Woww und jetzt noch gegen eine moegliche Konkurrenz " Make America great again " zum Leader der Welt- was auch immer aufsteigen und das in noch knapp 12 Monaten?
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Re: Tempora mutantur

Beitrag von Kultgrieche » Montag 23. Januar 2017, 10:51

Gibt es noch Leute, die das blabla von egal welchem Politiker glauben? Da ist Schneewittchen oder Rapunzel glaubwürdiger.
Bismarck ssgte, am meisten gelogen werde vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.
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