Fall Skripal

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Haya
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Fall Skripal

Beitrag von Haya » Donnerstag 29. März 2018, 02:39

Moin Moin,

Ob der Westen (Großbritannien, USA, Deutschland, NATO,..) mit einer erneuten vorschnellen Beschuldigung sich nicht abermals selbst ins Knie geschossen hat?

Bei den Medien läuft derzeit das bekannte Spiel: langsame Verdrängung. Hauptsache es hat sich in den Köpfen der Gesellschaft festgesetzt, dass "Russland" und "Skripal" einen Bezug gefunden hat.
In 2 Wochen wird man es vermutlich vergessen haben und in 2 Jahren wird dann auch Scotland Yard nachziehen und den Fall aufgrund mangelnder Beweise schließen.

Seit über einer Woche arbeitet hingegen auch die OPCW auf Druck Russlands an dem Fall. Leider konnten diese nicht innerhalb 2 Tage, wie die Briten, irgendwelche Erkenntnisse zu "Novichok" (..."Durachok" , "Starichok" ,...) liefern. Vielleicht sucht man ja und fabriziert noch!?

Auch jegliche "Erkenntnisse" der Briten zur Ermordung der beiden russischen Staatsbürger wurden Russland verweigert.

Gibt es eigentlich tatsächlich irgendjemanden mit gesundem Menschen, der diesem Theater noch Glauben schenkt?

Gruß
Haya



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Re: Fall Skripal

Beitrag von Berlino10 » Donnerstag 29. März 2018, 15:05

Die anti-russische Hetzpropaganda der eUSA, unseres hochkorrupten Polit- und Medienkomplexes
wird immer lächerlicher und ekelhafter, sämtliche bisherigen politischen und rchtlichen Grundsätze über Bord werfend ...
ich kann auch nicht verstehen, wer da noch mitgehen kann ...
und wenn man dann noch die olivgrünen US-Kriegstreiber Özdemir, Harms, Gliegold hört ... :twisted:
Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.

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Re: Fall Skripal

Beitrag von Axel » Freitag 30. März 2018, 02:12

Russland hat auch keine nennenswerten Anstrengungen unternommen, die Sanktionen zu verhindern. Das hat man schon bei Litwinenko, Gluschkow, Skripal oder abseits des Themas beim Abschuss von MH-18 gesehen, anstatt seine Hilfe zur Aufklärung der Umstände anzubieten versucht Russland verdächtig oft vom Tatbestand abzulenken und seine Unschuld zu beteuern. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. So macht man sich gewiss keine Freunde...

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Re: Fall Skripal

Beitrag von Berlino10 » Freitag 30. März 2018, 02:37

:shock: :lol:
Dieser Beitrag zeigt, wie verkommen die westliche Propaganda und ihre Lemminge sind.
(MH17 ... nicht 18)
Hauptsache mal ein paar Namen, FakeNews und wilde Verdächtigungen aufgeführt ...
RUS wird ohne jeden Beweis gelyncht, soll aber auch noch die Unschuld nachweisen. :lol:

Die „lange Liste bösartiger Aktivitäten Russlands“ voller unbewiesener Verdächtigungen mit so lächerlichen VT wie Lisa oder die Cyber Angriffe als Beweis für Skripal ist so unterirdisch peinlich und wider jeder Rechtsstaatlichkeit
SALISBURY INCIDENT

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Re: Fall Skripal

Beitrag von Haya » Freitag 30. März 2018, 03:48

Moin Moin,

Lieber Berlino10,
Man lese und staune nur:
Berlin hat eine Vorbildfunktion für viele EU-Staaten. Hätte die Bundesregierung nicht mitgemacht, wäre der Westen auseinandergefallen. Es braucht keine eindeutigen Beweise.
Noch nicht mal einen Hel machen die daraus :shock:
Wer braucht auch schon Beweise? Berlin hat doch keine Wahl als da mitzumachen.
Es braucht keine eindeutigen Beweise. Die konzertierte Reaktion des Westens ist keine Gerichtsentscheidung, kein endgültiges Urteil.
Nach dem Motto:
Hey relax. Wir wollen ja nicht über dich ein Urteil fällen. Wir verbrennen dich nur auf dem Scheiterhaufen. Wenn du wirklich kein Ketzer bist kommst du ins Paradies.
Der überraschende Konsens der meisten Nato-Staaten wurde erst durch die Vielzahl der Herausforderungen aus Russland in der jüngsten Zeit möglich.
Na endlich ist der so dringend benötigte Konsens unter Nato-Staaten möglich geworden! Gerade noch rechtzeitig sozusagen. Denn sonst wäre ja der Westen auseinandergefallen. Die verplappern sich in jeder Zeile.
Ja, aber das ist doch alles nicht bewiesen, lautet eine verständliche erste Reaktion. Doch dann sollte man weiter nachdenken
Es ist zwar nicht bewiesen, dass Verkehrsflugzeuge giftige Chemikalien versprühen um die Weltbevölkerung nachhaltig zu reduzieren. Doch dann sollte man weiter nachdenken. Genau :roll:

Wie abgrundtief manche Journalisten sinken können. Solche Artikel sind echt nur noch zum abgewöhnen. Russland wird in ganzer Linie nur noch als das Böse dargestellt. Immer und Überall muss das Feindbild aufrecht erhalten werden. Heutzutage (egal ob MH17, Irak, Krim,...) braucht man keine Beweise mehr. Das gibt der Autor ganz klar zu verstehen: Primäre Wichtigkeit ist es den "zerfallenden Westen" zu einen. Allein das ist doch der Zweck der Übung. Dass der Westen sich überhaupt auf ein so derart tiefes Propaganda-Niveau begibt, lässt schon mal tief blicken.

Lieber Axel,
Russland hat auch keine nennenswerten Anstrengungen unternommen, die Sanktionen zu verhindern
Russland hat alles mögliche getan, um den Fall sachlich und diplomatisch zu klären.
-Es war Russland, das dessen Hilfe bei der Aufklärung anbot und die Briten dazu angeraten hat den rechtmäßigen Weg über die OPCW zu gehen (stattdessen lief man lieber zur UN)
-Es war auch Russland, das eine Musterprobe anforderte, um seine Hilfe bei der Analyse des Nervengiftes aus der Novichok-Reihe anzubieten (Bereitgestellt hat man ihnen nichts)
-Es war auch nicht Russland, das den Theater mit der Ausweisung von Diplomaten begann

Wie hätten die "nennenswerten Anstrengungen" der Russen eigentlich sein müssen? Auf das lächerliche 24h-Ultimatum der Briten eingehen und deren Beschuldigung entkräften?
Das hat man schon bei Litwinenko, Gluschkow, Skripal oder abseits des Themas beim Abschuss von MH-18 gesehen
Wo auch eben stets die Beweise fehlten, aber man mit Vorverurteilungen ala "Stoppt Putin jetzt" nicht sparsam war
und seine Unschuld zu beteuern. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. So macht man sich gewiss keine Freunde
Das sind aber elementare Rechtsprinzipien, sowohl in Russland, als auch im Westen, dass nun mal die Unschuldsvermutung höhere Priorität hat, als eine Beschuldigung.
Es ist nicht Russlands Pflicht von dessen Unschuld Beweise vorzulegen, sondern eben umgekehrt und somit liegt die Verantwortung hierbei ganz klar bei den Briten.
Ich vermute nur, da es nun abermals (wie MH17) politisiert wurde und es nach dem Prinzip der Massenwaffenvernichtungslüge läuft. Fehlt nur noch ein Glasfläschen im UN Sicherheitsrat.

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Gruß
Haya



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Re: Fall Skripal

Beitrag von Axel » Freitag 30. März 2018, 04:53

Haya hat geschrieben:
Wie hätten die "nennenswerten Anstrengungen" der Russen eigentlich sein müssen? Auf das lächerliche 24h-Ultimatum der Briten eingehen und deren Beschuldigung entkräften?


Ja, zumal es nicht der erste Mordfall ist, schon über zehn Exilrussen sind in Großbritannien umgekommen, kann mir nicht vorstellen, dass der russische Geheimdienst nicht mindestens in Einen dieser Fälle nicht involviert ist.
Haya hat geschrieben: Das sind aber elementare Rechtsprinzipien, sowohl in Russland, als auch im Westen, dass nun mal die Unschuldsvermutung höhere Priorität hat, als eine Beschuldigung.
Es ist nicht Russlands Pflicht von dessen Unschuld Beweise vorzulegen, sondern eben umgekehrt und somit liegt die Verantwortung hierbei ganz klar bei den Briten.


Bis jetzt hat Großbritannien nur russische Diplomaten ausgewiesen, das ist eine diplomatische aber keine juristische Konsequenz. Dafür reichen schon Vermutungen. Erst wenn das Ganze vor einem Gerichtshof neu aufgerollt wird, müssen Beweise folgen.

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Re: Fall Skripal

Beitrag von Berlino10 » Freitag 30. März 2018, 12:45

So krank und verblödet können Propagandaknechte werden...
einfach mal 12 kleine tote russische Mordopfer in die Luft werfen ...
... so wenig geht es bei der Aufzählung der russischen „Vergehen“ um Fakten. Vielmehr geht es hier um die gezielte Anwendung des alten römischen Prinzips ‚semper aliquid haeret‘, ‚irgendetwas bleibt immer hängen‘, anders gesagt, eine politische Rufmordkampagne gegen Russland, bei dem das ganze Instrumentarium der ideologischen Kriegführung bis hin zur konzertierten Ausweisung russischer Diplomaten ausgefahren wird.

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Re: Fall Skripal

Beitrag von Evgenij » Freitag 30. März 2018, 13:20

Hier ist (wie ich finde) ein guter Artikel zu diesem Thema (vom 26. März 2018)

louise
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Re: Fall Skripal

Beitrag von louise » Freitag 30. März 2018, 15:11

Evgenij hat geschrieben:Hier ist (wie ich finde) ein guter Artikel zu diesem Thema (vom 26. März 2018)
Danke für das Posten......der Artikel ist sehr lesenswert!
"[n]o set of mutually inconsistent observations can exist for which some human intellect cannot conceive a coherent explanation, however complicated."

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Re: Fall Skripal

Beitrag von Axel » Freitag 30. März 2018, 21:49

Berlino10 hat geschrieben:So krank und verblödet können Propagandaknechte werden...
Wie selbstkritisch. Das du es mit der Netiquette nicht so ernst nimmst hast du ja schon stolz in Facebook bewiesen. Mach weiter ;)



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