Fall Skripal

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Re: Fall Skripal

Beitrag von Berlino10 » Dienstag 17. April 2018, 13:26

ok, ok ... ich weiß nur nicht, ob ich mich zurückhalten kann ...

Aus GB gibt es aber nicht nur propaganda, sondern auch seriöse journalistische Arbeit:


Robert Fisk, Independent in Großbritannien als Auslandskorrespondent des Jahres mehrfach ausgezeichnet, reiste nach Douma, recherchierte vor Ort, sprach mit dem Leiter der Klinik vor Ort, Dr. Rahaibani, und konnte keine Beweise für den mutmaßlichen Giftgas-Angriff Assads finden, sah es eher als erneute Propagandalüge der Weißhelme.
“I was with my family in the basement of my home three hundred metres from here on the night but all the doctors know what happened. There was a lot of shelling [by government forces] and aircraft were always over Douma at night – but on this night, there was wind and huge dust clouds began to come into the basements and cellars where people lived. People began to arrive here suffering from hypoxia, oxygen loss. Then someone at the door, a “White Helmet”, shouted “Gas!”, and a panic began. People started throwing water over each other. Yes, the video was filmed here, it is genuine, but what you see are people suffering from hypoxia – not gas poisoning.”
Auch in der dt. Peripherie wurde mehrfach Zweifel an der Echtheit des Giftgasangriff geäussert.
Dennoch schreit der Mainstream, der politisch-mediale Komplex in DEU nach Krieg.



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Re: Fall Skripal

Beitrag von lausi » Dienstag 17. April 2018, 14:08

Dietrich hat geschrieben:Sorry, aber die Nichtnachgedachtseiten tue ich mir nicht an.
Ja, ich weiß.
In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat. (Tucholsky
Falls es jemand aushält, schreiben die auch was über Lawrows neuste Lügen zum Thema Skripal?
Die NZZ tut es: https://www.nzz.ch/international/russla ... -hinein-ld.
Ja, machen sie... man muss es nur lesen :D
https://www.nachdenkseiten.de/?p=43512#h03
„Ich habe überhaupt keine Zweifel, dass wir das nicht hinkriegen.“
(Angela Merkel bei Anne Will)

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Dietrich
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Re: Fall Skripal

Beitrag von Dietrich » Donnerstag 19. April 2018, 16:15

lausi hat geschrieben:Ja, machen sie... man muss es nur lesen :D
https://www.nachdenkseiten.de/?p=43512#h03
Immerhin. Wobei ich "an der Nase herum zu führen" durchaus eher als "frech belügen" bezeichnen würde.

Aber zumindest im letzten Abschnitt zu dem Thema wird ja dann die Welt wieder gerade gerückt:
Schlussendlich führt diese Debatte aber ohnehin in die Sackgasse, da sowohl Porton Down, als auch die OPCW und deren Labore ein und dieselbe Probe analysierten, die sie von den britischen Behörden bekommen haben. Und es ist nicht gerade wahrscheinlich, dass die Briten der OPCW eine Probe aushändigen, die sie selbst belastet. Die OPCW wird übrigens wahrscheinlich nach der Sitzung des Exekutivrats am Mittwoch auch zu diesen Fragen Stellung nehmen. Warten wir also ab.
Passt schon. Erst lauthals fordern, man solle doch gefälligst auf die Ergebnisse des OPCW waren und dann, wenn die einem nicht passen, ist es ja ganz klar und logisch, dass dies nicht vielleicht daran liegt, dass es tatsächlich so war, sondern an den Briten, die dem OPCW gefakte Proben geliefert haben.

Armselig!
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)

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Re: Fall Skripal

Beitrag von kamensky » Donnerstag 19. April 2018, 16:47

Macht damit was ihr wollt!

Irgend Etwas muss Lawrow, wohl falsch verstanden, oder interpretiert haben!

Zitat:

" Wie die Abklärung eines Chemiewaffenverdachts abläuft, ist im Jahresbericht 2013 des Labors Spiez beschrieben. Die OPCW verschickt Proben, die streng gesichert nach Spiez kommen. Niemals, und das ist wichtig, kommen sie allein: Neben den Verdachtsproben sind immer auch Kontrollproben dabei – also von den Auftraggebern selbst mit Kampfstoff gespickte Proben. Das Labor weiss nicht, welche Probe welche ist. Dieses Vorgehen stellt sicher, dass die Labors akkurat und mit sauberen Geräten arbeiten. Jeder Einsatz für die OPCW ist auch ein Test der eigenen Genauigkeit.

Auch im Fall Skripal lief das so ab, wie die OPCW gestern in Den Haag öffentlich machte. Der BZ-Kampfstoff, von dem Lawrow so dunkel geraunt hatte, sei in keiner Probe gewesen. Dagegen «war die BZ-Vorläufersubstanz 3Q in einem Kontrollsample enthalten, dass die OPCW selbst präpariert hat», stellte der OPCW-Generaldirektor Ahmet Üzümcü klar. Es war da, gewollt. Und es hatte «nichts zu tun» mit den bei Skripal entnommenen echten Proben. "

https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/eu ... y/17954525


Zitat:

" Russland kenne die Prozedur rund um die Kontrollproben "ganz genau",

https://www.bluewin.ch/de/news/internat ... 90360.html

Zumindest sollte ein Aussenminister das Verfahren kennen! Ansonsten sollte er sich nicht dazu aeussern.
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Re: Fall Skripal

Beitrag von saransk » Donnerstag 19. April 2018, 17:22

kamensky hat geschrieben:Irgend Etwas muss Lawrow, wohl falsch verstanden, oder interpretiert haben!
er hat sich seine Welt mal wieder selbst zusammengebastelt, wie es der russischen Sicht auf die Welt zu entsprechen hat.
Wenn das jetzt ein westlicher Politiker gemacht hätte, wären die Trolle jetzt wieder am schreien. So ist es aber auf einmal ganz still im Wald.
Powell wird sich freuen, das er endlich einen ebenbürtigen Nachahmer gefunden hat.



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Re: Fall Skripal

Beitrag von Berlino10 » Donnerstag 19. April 2018, 18:44

Ich persönlich beteilige mich nicht an solchen Eigen-Detail-Analysen-Diskussionen, weder bei MH17 noch Skripal noch Giftgas ..noch
Ich gehe nach publizierten Plausibilitäten, Beweisen ... MH17 waren für mich die Rebellen, solange Fals-Flag nicht nachgewiesen ist, Skripal ist noch völlig offen und die westlichen Beweise für einen Giftgasangriff gehen gegen 0 ...
Und auch bei BZ-Skripal ist das keineswegs so eindeutig wie ihr hier tut ...

Die Britischen Behörden haben schon mindestens 10 verschiedene sich gegenseitig ausschließende Versionen zum Tathergang der Öffentlichkeit zugemutet. Der Beschuldigte darf also nicht spekulieren und keine eigene Versionen über den Tathergang entwickeln, aber der Kläger darf spekulieren und es juckt sie nicht die Bohne wenn sich seine Spekulationen gegenseitig widersprechen? Ich meine wo ist zum Beispiel die Empörung darüber, dass die britischen Behörden behauptet haben Nowitchok sei im Buchweizen gewesen? Jetzt sagen sie etwas völlig anderes. Aber was ist mit dem Buchweizen? War das nun eine Lüge oder was? Was ist mit dem Nowitchok, dass man im Ventilationssystem des Autos der Skripals gefunden haben will? Haben die sich einfach geirrt oder wars doch an der Türklinke?

Ihm lag ja sogar der Langbericht vor und trotzdem "vergisst" er, zu erwähnen dass das nur Vergleichsproben waren. Man könnte auf die Idee kommen, dass das Absicht war.

Das Schweizer Labor soll ja selbst nicht gewusst haben ob sie eine echte oder eine Vergleichsprobe vor sich hatten. Woher hätte Lawrow das wissen sollen wenn das Schweizer Labor selbst es nicht wusste?

Und RT und Sputnik posaunen das auch gleich mehrfach raus.

Ja und? Medien im Informationskrieg.

NZZ ist kein Stück besser mit dieser Lüge

Vor einigen Tagen behauptete die russische Regierung, der frühere Agent Skripal sei mit einem westlichen Kampfstoff vergiftet worden; ein Schweizer Labor könne dies belegen.

Die russische Regierung hat nie gesagt Agent Skripal sei mit einem westlichen Kampfstoff vergiftet worden und dass ein Schweizer Labor es belegen könne.

Die russische Regierung hat nur gesagt, dass das Schweizer Labor mitgeteilt hatte, dass in der Probe die ihnen von OPCW im Fall Skripal zugeschickt wurde BZ enthielt.
Was Journalisten dann daraus gemacht haben, bleibt auf dem Gewissen der Journalisten.

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Re: Fall Skripal

Beitrag von kamensky » Donnerstag 19. April 2018, 19:29

@Berlino10

Auch ich spreche das Ergebnis nicht an. Jedoch bin ich der Meinung, dass ein Aussenminister eines Staates, welcher das Abkommen mit der OPCW ratifiziert hat, auch Kenntnisse davon haben sollte, wie die Analyseverfahren ablaufen und gehandhabt werden.

Wen du infolge FIAZ (Fahren im angetrunkenen Zustand) eine Blutentnahme ueber dich ergehen lassen musst, dann werden immer mindestens 2 Reagenzroehrchen mit deinem entnommenen Blut abgefuellt. Eines wird analysiert fuer die Polizei und spaeter das Gericht und das andere wird versiegelt und bleibt verschlossen in einem GMI gelagert. Dieses darf als Beweismaterial, aber nur von einem gerichtsmedizinischen Institut Zwecks moeglichem Gegenbeweis geoeffnet und analysiert werden.
Zuletzt geändert von kamensky am Donnerstag 19. April 2018, 20:16, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Fall Skripal

Beitrag von paramecium » Donnerstag 19. April 2018, 19:31

Berlino10 hat geschrieben:
....
Ihm lag ja sogar der Langbericht vor und trotzdem "vergisst" er, zu erwähnen dass das nur Vergleichsproben waren. Man könnte auf die Idee kommen, dass das Absicht war.

Das Schweizer Labor soll ja selbst nicht gewusst haben ob sie eine echte oder eine Vergleichsprobe vor sich hatten. Woher hätte Lawrow das wissen sollen wenn das Schweizer Labor selbst es nicht wusste?

Und RT und Sputnik posaunen das auch gleich mehrfach raus.

Ja und? Medien im Informationskrieg.

NZZ ist kein Stück besser mit dieser Lüge

Vor einigen Tagen behauptete die russische Regierung, der frühere Agent Skripal sei mit einem westlichen Kampfstoff vergiftet worden; ein Schweizer Labor könne dies belegen.

Die russische Regierung hat nie gesagt Agent Skripal sei mit einem westlichen Kampfstoff vergiftet worden und dass ein Schweizer Labor es belegen könne.

Die russische Regierung hat nur gesagt, dass das Schweizer Labor mitgeteilt hatte, dass in der Probe die ihnen von OPCW im Fall Skripal zugeschickt wurde BZ enthielt.
Was Journalisten dann daraus gemacht haben, bleibt auf dem Gewissen der Journalisten.
Das Schweizer Analyselabor hat aber keine eigene Mitteilung herausgegeben, sondern lediglich Analyseergebnisse der anonymisierten Proben an die OPCW berichtet. Diese Ergebnisse werden von der OPCW den entsprechenden Proben (Negativkontrollen, Positivkontrollen (BZ bzw. Vorläufersubstanzen), Feld-Proben) zugeordnet. Wenn man den offiziellen Analysebericht der OPCW liest, weiß man also ganz genau in welchen Proben welche Substanz gefunden wurde. Zudem ist dort natürlich eine genaue Erläuterung zur Positivkontrolle vorhanden. Entweder hat Lawrow also bewusst versucht Zweifel zu streuen oder (was ich nicht für weniger wahrscheinlich halte) seine Mitarbeiter sind zu blöd den Bericht zu verstehen.

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Re: Fall Skripal

Beitrag von Berlino10 » Donnerstag 19. April 2018, 23:36

Wie gesagt, arbeite ich mich in solche Details NIE ein, für mich ist das Energie- und Zeitverschwendung,
glücklicherweise hängt mein Schicksal an keiner Seite ... ich muss also lawrow auch nicht verteidigen
momentan erscheinen mir die westlichen Propaganda-Lügen aber allemal hirnrissiger und penetranter zu sein ...
und RUS hat im Gegensatz zu USA+ auch nie versucht die Herrschaft über den Nahen-und Mittleren Osten zu gewinnen,
und die Kriege im Irak, Libyien, Syrien ... und die Millionen Toten sind und bleiben Schuld der USA+ andere Kriegsverbrecher

trump, macron, may = 100% Verbrecherpack

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Re: Fall Skripal

Beitrag von Berlino10 » Donnerstag 19. April 2018, 23:49

Der dt. Propaganda halten die Bürger offensichlich immer noch Stand bis auf wenige Ewiggestrige
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