Finanzielle Situation der Russen: Was läuft im Staate Russland falsch?

Hier kann alles diskutiert werden, dass in die anderen Unterforen nicht passt. Aber bitte keine politische Diskussion anzetteln, dafür ist das Politikforum da.

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kamensky
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Re: Finanzielle Situation der Russen: Was laeuft im Staate Russland falsch?

Beitrag von kamensky » Sonntag 25. Februar 2018, 10:37

QuotenPole hat geschrieben:
kamensky hat geschrieben:
QuotenPole hat geschrieben:Die Situation in RU ist einfach schlechter und um sich was zu leisten wird viel auf Kredite zurückgegriffen, genau wie hier auch.
Auf deinen obigen Satz bezogen muss ja Etwas schlechter sein in RU nun solltest du auch in der Lage sein Ursachen zu nennen und woher diese Ursachen kommen. Das ist ja eigentlich auch die Frage des Threads!


Um ehrlich zu sein ist der Grundsatz deines Threads nur unsinniges Russland Bashing
Ist natuerlich Ansichtsache, man koennte es auch als ein analysieren einer auf Tatsache beruhenden Situation nennen, denn irgendwo muss ein, oder mehrere Hunde begraben sein, dass die von dir benannte Situation in RU einfach schlechter ist.
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bella_b33
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Re: Finanzielle Situation der Russen: Was laeuft im Staate Russland falsch?

Beitrag von bella_b33 » Sonntag 25. Februar 2018, 17:35

Viel Show ist auf jeden Fall dabei....wir hatten im Elternhaus ne Family, die fuhr LC200 aber lebte mit 6 Leuten in ner Zweiraumwohnung in einem relativ runtergekommenen Arbeiterschliessfach. Nur eins von vielen Beispielen Hauptsache in der Öffentlichkeit einen auf dicke Jacke machen, so meine Meinung bei vielen Menschen hier. Und dafür braucht es natürlich Kredite....koste es, was es wolle. Oder meinst Du man nutzt z.B. relativ teure Apple Telefone, weil sie technisch irgendwo überlegen wären? Es geht einzig und allein um Prestige und Show. Egal, wie wenig bei Eldorado, Mediamarkt, DNS oder Mvideo in der Filiale los ist, es sitzen immer Leute am Kredittisch....und immer schön die Nase hoch, sonst fällt ja das Krönchen runter :lol: :lol: :lol:

Zum Thread ansich, es ist doch eigentlich mit 2 drei Stichpunkten erklärt und ich wunder mich auch, das Kamensky so ne eigenartige Frage stellt, da er ja scheinbar selber schon lange in RU lebt, sowie gesunde Augen und Ohren hat:
gerine Löhne, keine Ersparnisse + hohes Geltungsbedürfnis was allein durch Güter befriedigt werden muss = Kredite en Masse
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Wladimir30
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Re: Finanzielle Situation der Russen: Was laeuft im Staate Russland falsch?

Beitrag von Wladimir30 » Sonntag 25. Februar 2018, 19:42

Nahdem ich 2 Tage mit eingefrorenen Wasserrohren zu kämpfen hatte, die mein komplettes Haus lahmgelegt hatten, komme ich jetzt erst dazu, meinen angekündigten Beitrag zu liefern.

Das Thema als Russlandbashing zu bezeichnen scheint mir ziemlich unangemesen und rein emotional-subjektiv, denn die Logik ist ja wirklich einfach: ein an sich reiches Land, wo es alles gibt. Warum ist der Lebensstandard in RUS so vergleichsweise niedrig? Einfach nur alles auf die Werbung und den sozialen Druck "durch die anderen" zu schieben, ist zu kurz gegriffen, da dieser Druck in anderen Ländern ja genauso da ist.
gerine Löhne, keine Ersparnisse + hohes Geltungsbedürfnis was allein durch Güter befriedigt werden muss = Kredite en Masse
Das ist wie gesagt ja nicht nur in Russland so. Und die Russen sind ja nicht dümmer, so dass man nicht sagen kann, dass sie zu blöd sind und darauf reinfallen. Klar, solche Leute gibt es auch, aber deren prozentualer Anteil ist wohl nicht anders als in anderen Ländern auch.

Meine Vermutung ist, dass das Problem viel tiefer liegt. Nicht nur in der früheren UdSSR, wie kamensky anregte, sondern noch viel früher.

Vorab natürlich stimmt es, gerade bei der jüngeren Generation, dass der Druck z.B.durch die sozialen Netze (insbesondere denke ich mal Instagramm, weil dort hauptsaächlich aktuelle Photos reingestellt werden, wobei die politischen Grenzen bei Instagramm noch viel weniger gefühlt werden als bei Facebook und Konsorten) groß genug ist. Das Gefühl "Wow, cool, so/das will ich auch!!!" spielt hierbei natürlich eine große Rolle.

Viel größer aber ist der Mentalitätsunterschied, der sich aus der Geschichte ergibt. In Russland war und ist der zentrale Begriff, der das Zusammenleben bestimmte und auch heute noch in viel größerem Maße als es den meisten bewußt ist, der Begriff der "община". Die übliche Übersetzung als "Gemeinde" trifft es nur sehr am Rande. Diese община bettete jeden einzelnen in ein System, wo jeder für den anderen verantwortlich war in dem Sinne, das niemand hängen gelassen wird. Es gab einen "Führer" (blödes Wort, aber wir wollen es mal so belassen hier), der die Wertemaßstäbe festsetzte und sehr rigoros durchsetzte, und jeder musste (bzw. anerzogenermaßen auch wollte) sich dem unterwerfen. Es gab keine Diskussion, es wurde einfach gemacht, was der "Boss" sagte. Die andere Seite hiervon war, dass man nicht nachdenken mußte, was der morgige Tag bringt. Dafür war der "Führer" zuständig, dem man blind vertraute. Klar, dessen Aufgabe wurde dadurch natürlich eine geradezu unmenschlich erscheinende Bürde, da er für alle verantwortlich war. Eine Selbst- oder Eigenverantwortlichkeit der einfachen Leute wurde dadurch natürlich nie erreicht und war auch nie das Ziel. Vielleicht war dies eine Überlebenstaktik unter den rauhen Lebensbedingungen, mag sein. Wobei hier die Spekulationen beginnen. Lassen wir mal die Tatsache als solche einfach stehen. Weitläufig bekannte Folge dieser община war die Leibeigenschaft, aber sie war nur eine der Folgen.

Eine andere Folge dieser Grundhaltung war und ist noch heute, dass "die Leute" es erwarten, dass ihnen schon irgendwie geholfen wird. Wie oft hört man Sätze wie "Что-нибудь придумаем" oder "Как нибудь". Diese belegen sehr deutlich, dass nicht über den Tag hinaus gedacht wird. Und in der Tat: irgendwie hilft immer irgendwer. Das fängt in der Familie an, wo immer jemand da ist (meist die Mama) und hilft, auch wenn das "Kind" schon groß, erwachsen ist und eigenverantwortlich handeln sollte. Wie oft wird die Diskussion geführt, dass die Kinder verhätschelt werden und auch erwachsene Kinder oft noch am Rockzipfel hängen. Wenn nun jemand in (finanzieller) Not ist, findet sich immer jemand, der dann doch hilft. Das geht weiter zunächst im Verwandtenkreis, wo die Banden ja noch immer viel stärker sind als in den meisten westlichen Ländern. Das geht weiter im Bekanntenkreis und so weiter. Man läßt eben niemanden in der Patsche sitzen. Deshalb hilft man auch selber, wenn Not am Mann ist, obwohl "man selber" vermutlich selber ausreichend Probleme hat. Bei mir in der Firma merke ich das sehr deutlich. Jeder hat Kredite, jeder hat finanzielle Pobleme, aber alle helfen sich gegenseitig. Selten, dass mal jemand wirklich Nein sagt. Das war in der община nicht nur verpönt, sondern ausgeschlossen. Und ist es auch heute noch.

Diese община gibt es auch heute noch. Wer auf Arbeit "dazu" gehört, der bleibt mit seinen Kollegen irgendwie immer verbunden. Die Beziehungen, die während des Studims geknüpft wurden, halten ewig, nicht wie in DEU, wo sich alles nach dem Studium meist schnell verläuft. All das sind direkte "Nachfolger" dieser genannten община.
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Re: Finanzielle Situation der Russen: Was laeuft im Staate Russland falsch?

Beitrag von bella_b33 » Sonntag 25. Februar 2018, 20:09

Wladimir30 hat geschrieben: die Russen sind ja nicht dümmer, so dass man nicht sagen kann, dass sie zu blöd sind und darauf reinfallen. Klar, solche Leute gibt es auch, aber deren prozentualer Anteil ist wohl nicht anders als in anderen Ländern auch.
Ja und nein, ich bleibe bei meiner "Show'n Shine" Theorie. Kaum einer hinterfragt oder schaut hinter die Kulissen! Wer vordergründig was hat, der ist ersmal was....dickes Auto, der Typ stellt was dar,wow.....und ja, wer sich von sowas blenden lässt, der ist IMHO schon irgendwo nicht die hellste Kerze auf der Torte.

Hauptsache X5, Landcruiser oder sowas, egal wie alt....für den Preis eines VW Polos(übertrieben gesagt) angekauft aber dann stellt man was dar :lol:.

Ich würde das jetzt auch nicht ausschliesslich an der jüngeren Generation und sozialen Medien festmachen. Einige sagen gern, man zeigt in Russland gerne was man hat. Ich sage: Viele versuchen durch dieses Vorführen zu zeigen, wer sie gern sein möchten.
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Re: Finanzielle Situation der Russen: Was laeuft im Staate Russland falsch?

Beitrag von Axel » Montag 26. Februar 2018, 00:40

Gibt's auch in Deutschland, aber ja, ist mir in Moskau auch aufgefallen. Dicke Hose machen, sowohl Frauen als auch Männer, teure Klamotten und vermeintlich mehrkarätiger Goldschmuck um den Hals oder den Armen. Ist einfach die russische Mentalität. Finde sowas auch derbe unnötig, ich für meinen Teil würde mir nicht einmal ein Auto bei einem Jahresgehalt von 100.000 € kaufen, naja, vielleicht einen Lada als Wochenendauto, das reicht mir auch an ``Luxus´´. Erinnert mich an die ganzen BWL-Studenten, die im Anzug zur Vorlesung erscheinen, genauso albern.



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Re: Finanzielle Situation der Russen: Was laeuft im Staate Russland falsch?

Beitrag von QuotenPole » Montag 26. Februar 2018, 00:52

bella_b33 hat geschrieben:
Wladimir30 hat geschrieben: die Russen sind ja nicht dümmer, so dass man nicht sagen kann, dass sie zu blöd sind und darauf reinfallen. Klar, solche Leute gibt es auch, aber deren prozentualer Anteil ist wohl nicht anders als in anderen Ländern auch.
Ja und nein, ich bleibe bei meiner "Show'n Shine" Theorie. Kaum einer hinterfragt oder schaut hinter die Kulissen! Wer vordergründig was hat, der ist ersmal was....dickes Auto, der Typ stellt was dar,wow.....und ja, wer sich von sowas blenden lässt, der ist IMHO schon irgendwo nicht die hellste Kerze auf der Torte.

Hauptsache X5, Landcruiser oder sowas, egal wie alt....für den Preis eines VW Polos(übertrieben gesagt) angekauft aber dann stellt man was dar :lol:.

Ich würde das jetzt auch nicht ausschliesslich an der jüngeren Generation und sozialen Medien festmachen. Einige sagen gern, man zeigt in Russland gerne was man hat. Ich sage: Viele versuchen durch dieses Vorführen zu zeigen, wer sie gern sein möchten.

Man kann gut sagen das ihr beide recht habt, generell ist das aber kein RU spezifisches Problem, klar, die Löhne sind geringer und Arbeit zu bekommen die auch beibehalten werden kann ist schwerer, RU´s Jugend ist vom Westen natürlich sehr beeinflusst.

Um 3 Private Beispiele hier zu nennen:

So hat der ältere Bruder (30) meiner Frau auch ein Dickes Auto, selber aber 2 Geschäfte gegen die Wand gefahren und bezahlt den Kredit des Fetten Statussymbols nun von Mami´s und Papis Geld bei denen er auch wohnt.


Einer meiner jüngeren Arbeitskollegen (21) mit Südländischer Abstammung hat sich einen CL500 gekauft, da sein Gehalt meinem ähnelt wenn auch geringer so wird auch dieser auf Pump sein und nicht viel Geld für anderes da sein.


Der Freund einer bekannten von uns fährt einen BMW X3, beide leben in einer kleinen 40 m² Wohnung.


Durch meine Berufliche Veränderung habe ich auch sehr gut den unterschied zw. wollen und brauchen verstanden, so leben wir nicht über unsere Verhältnisse auch wenn wir auf Luxus nicht verzichten, was wir aber ohne Kredit nicht sofort kaufen können muss einfach warten.

Gut man kann nun sagen das ich nicht mehr in dem Alter bin das ich mich von Medien beeinflussen lasse, dies ist aber nicht das KO Kriterium.

So gab es zb mal eine Statistik aus 2016 welche glaube ich vom BKA veröffentlicht worden ist in der hervorgeht das die Kriminalitätsrate bei Migranten Südstaatlicher Herkunft am höchsten gemessen zum Rest der Bevölkerung ist zw dem 16 und 25 Lebensjahr.

Eine solche Diskussion könnte man genau so ausführen und man würde ein ähnliches Ergebnis wie in dieser uns aktuellen erreichen.

Da wo wenig vorhanden ist, dort will man einfach mehr von dem was andere haben.

RU ist da nur ein weiteres Paradebeispiel.

Klar, die Menschen dort haben dort ein wesentlich geringeres Grundeinkommen was je nach Wohnort unterschiedlich hoch / niedrig ist mit dementsprechenden Bedürfnissen welche befriedigt werden wollen oder eben können.

Du hast überall, in Jedem Land deine Upper 10.000, oder eben welche die, die gerne welche seien wollen / dazugehören möchten.

Jetzt die Steine gen RU zu schmeissen finde ich blödsinnig zumal das auch sehr weit hergeholt ist, wir können genau so gut Namibia und Ukraine , Russland und Türkei. Polen und Brasilien sowie Indien und Peru vergleichen...

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Re: Finanzielle Situation der Russen: Was laeuft im Staate Russland falsch?

Beitrag von Norbert » Montag 26. Februar 2018, 06:40

Ich würde mal einen ganz anderen Aspekt einbringen: In den letzten Jahren gab es mehrere massive Inflationen, in denen einerseits jegliche Guthaben entweder komplett verschwunden sind oder im Wert mindestens halbiert wurden. Wer in diesen Zeiten jedoch einen Kredit hatte, war im Anschluss ohne eigenes Zutun schuldenfrei oder konnte seinen Kredit plötzlich leichter abzahlen.

In unserem Freundeskreis - subjektiv untere Mittelschicht - haben sich nahezu alle Paare in den ersten Berufsjahren mit einer fetten Hypothek eine Wohnung gekauft. Inzwischen sind nicht nur alle Hypotheken vorzeitig abgezahlt sondern vielfach wurde nochmals in eine größere Wohnung gewechselt, mithilfe einer Hypothek, die inzwischen auch abgezahlt ist.

Aus dieser Sicht macht es also absolut Sinn, kein Guthaben anzuhäufen sondern Hypotheken mit zweistelligen Zinssätzen zu akzeptieren.

Ein anderes Thema sind diese Mikrokredite auf Luxusartikel, sei es nun ein Auto oder ein Telefon. Würde mir nie in den Sinn kommen. Und wenn überhaupt, dann weil der Kühlschrank oder die Waschmaschine defekt sind.

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Re: Finanzielle Situation der Russen: Was laeuft im Staate Russland falsch?

Beitrag von kamensky » Montag 26. Februar 2018, 06:42

bella_b33 hat geschrieben:Zum Thread ansich, es ist doch eigentlich mit 2 drei Stichpunkten erklärt und ich wunder mich auch, das Kamensky so ne eigenartige Frage stellt, da er ja scheinbar selber schon lange in RU lebt, sowie gesunde Augen und Ohren hat:

gerine Löhne, keine Ersparnisse + hohes Geltungsbedürfnis was allein durch Güter befriedigt werden muss = Kredite en Masse
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen und exakt das erkenne ich ebenfalls mit meinen gesunden Augen und Ohren. Ich gehe gar noch einen Tick weiter und behaupte, dass der Kreditlobby zu viel (Werbe)Freiheit gewaehrt wird, denn die Kredithaie sitzen ja nicht nur bei den von dir aufgezaehlten und vorgenannten Geschaeften, sondern sie indoktrinieren das bestehende und werben fuer neue Klientel beinahe in jeder Situation vom SMS, TV u. Radio Werbung, mit Plakaten, Aushaengeschilder, U-Bahn Waggon, Trolley, Tram und Autobusse usw. Im Gegensatz, erspaeht man nirgends Infos, welches das Thema "Schulden und Schuldenfalle" sensibilisieren. Sicherlich hat jede Fernbedienung und Telefon eine Moeglichkeit, Werbung wegzudrueck, oder zu blockieren, doch will das jemand, welcher beinahe stetig auf "Kreditnachschub" angewiesen ist? Angeblich wird auch an den Schulen nur ganz oberflaechlich auf diese Problematik hingewiesen. Berechnungsmodelle usw. bleiben da aus.

Ein Faktor der Problematik nanntest du selbst: Geringe Loehne

Wer, oder was kann in Verantwortung gebracht werden, dass die Loehne in RU so gering sind? Was tickt da falsch?
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Re: Finanzielle Situation der Russen: Was laeuft im Staate Russland falsch?

Beitrag von kamensky » Montag 26. Februar 2018, 07:11

@Wladimir30

Danke, dass du dir trotz “Malheur” doch noch die Zeit fuer einen Beitrag genommen hast. “ Duemmer “ sind die Russen sicherlich nicht, doch ich wuerde es teilweise mit “ Naiver “ benennen, denn es fehlt sehr oft an der “ Vernetzten Denkweise “, also sie koennen Zusammenhaenge weniger gut erkennen bzw. evaluieren. Doch weshalb sollten sie auch, denn wie du richtig erwaehntest, existiert bis heute noch die Meinung, dass ein “Vorgesetzter, oder Elternteil “ diese Denkaufgaben uebernimmt. Doch was sollten dann die zwei vorgenannten predigen, wenn sie womoeglich selbst von Kreditschulden betroffen sind? Liest sich paradox, doch unterstreicht sie die von dir erwaehnten Werte einer Gemeinde.
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.

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Re: Finanzielle Situation der Russen: Was laeuft im Staate Russland falsch?

Beitrag von kamensky » Montag 26. Februar 2018, 07:26

QuotenPole hat geschrieben:Man kann gut sagen das ihr beide recht habt, generell ist das aber kein RU spezifisches Problem, klar, die Löhne sind geringer und Arbeit zu bekommen die auch beibehalten werden kann ist schwerer, RU´s Jugend ist vom Westen natürlich sehr beeinflusst.
Ein weiterer Faktor koennte der doch eher spaete Berufseinstieg sein und somit dann auch Selbstverdiener. Obschon oft in Teilzeiterwerb gearbeitet wird, ist dies eben nicht ausreichend um bestimmte " Wunsch " Anschaffungen zu finanzieren. Oft mangelt es aber auch ganz Allgemein an der " Kosten - Nutzung " Ueberlegung.
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