Verpflichtungserklärung für Bürger aus KZ

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Tonicek
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Verpflichtungserklärung für Bürger aus KZ

Beitrag von Tonicek » Freitag 2. März 2018, 19:09

Hallo,

einen kleinen Schock erlebte ich in der Ausländerbehörde Halle / S., [ = mein Hauptwohnsitz], als ich eine VE für die Schwester meiner Freundin mitsamt ihrer 12-jähr. Tochter beantragen wollte.
Wer mal so einfach zu den normalen Sprechzeiten hingeht, wird abgewiesen, neuerdings muß man einen Termin online oder Tel. vereinbaren, ohne dem geht nichts.

In der Eingangshalle war ein Tumult mit geschätzten 100 Migranten, die alle Probleme mit sich herumschleppten u. am Frage-Schalter unendliche Diskussionen lostraten. Ich schien der einzige Weißhäutige zu sein.
Irgendwie gelang es mir, an den Schalter zu gelangen u. wurde aufgefordert, Platz zu nehmen, bis meine Nr in der Anzeige erscheint.

Im Büro war ein extrem muffliger Beamter mit zur Faust geballtem Gesicht. Sein Ausdruck gab mir zu verstehen, daß jedes Anliegen zwecklos sei u. negativ beschieden wird.

Ich hatte den Antrag online ausgefüllt + ausgedruckt, gab ihm den Ausdruck, er verlangte einen Einkommensbescheid, den gab ich ihm u. er sagte: "Ihre Rente ist zu gering!" Ich fragte, wie hoch die Rente sein müsse, er sagte: 1200 € minimum - war mir alles neu!

Ich sagte, ich bekomme aber nur 1000 €, da sagte er, ich solle mir Geld borgen, das auf ein SPERRKONTO zu Gunsten der Behörden anlegen u. mit Beleg wiederkommen.- Glücklicherweise hatte ich am Abend zuvor Jahreskontoauszüge bekommen, die ebenfalls glücklicherweise im Wohnmobil lagen u. nicht wie gewöhnlich zu Hause im Ordner. Der Beamte sagte, dann holen Sie die mal schnell, der nächste Kunde wartet schon draußen.
Ich rannte zum Mobil, schnappte die Auszüge, rannte zurück u. zeigte sie vor, da war er beruhigt.

"In einer Wo können Sie die VE abholen - aber nicht vergessen: Termin online vorher machen . . .!!!"

Ich sagte "Danke" u. verließ in einer der unterwürfigsten Haltung rückwärts gehend, dabei Richtung Beamter dienernd seinen "Palast".

Warum wird man so von Staatsdienern behandelt?
Wie + wo kann ich überprüfen, daß das mit Rente von 1.200 € stimmt u. nicht eine Willkür des Beamtenkaspers ist?

P.S.: Vor Jahren mußte ich mal in einer Behörde meinen Mietvertrag vorweisen, um eine VE zu bekommen, da sagte der Beamte, 29 qm Wohnfläche sind zu wenig, wo soll denn Ihr eingeladener Besuch schlafen?

Ich sagte: "Schauen Sie mal aus dem Fenster, da steht ein Wohnmobil mit 4 Schlafplätzen lt. Fahrzeugschein - wir werden durch ganz Westeuropa reisen, da brauche ich meine 29 qm Wohnfläche zu Hause gar nicht!"

Er war beruhigt u. stellte mir die VE aus, damals sogar ohne Einkommensnachweis . . . Sachen gibt's . . . tz . . .tz . . . tz . . .



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Re: Verpflichtungserklärung für Bürger aus KZ

Beitrag von bella_b33 » Freitag 2. März 2018, 19:17

Warum googelst Du es nicht einfach... dauerte 3 Sekunden Klock
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Re: Verpflichtungserklärung für Bürger aus KZ

Beitrag von Bluewolf » Freitag 2. März 2018, 19:18

Das war schon immer so, seitdem ich vor 9 Jahren anfing mich damit zu beschäftigen. Da es mir alleine nie gelang VEs für 2 Kids + Frau abzugeben, mussten meine Eltern selbst bei der Übersiedlung noch einspringen ...

Bei uns gibt es auch einen Online Rechner dazu https://web1.karlsruhe.de/Stadt/OA/Verp ... rklaerung/

•Nachweis zur Bonität:
Kann die Bonität nicht durch laufendes Einkommen nachgewiesen werden, so kann auch ein Sparbuch mit Sperrvermerk eingerichtet werden.
Je eingeladene Person sind 2.500 Euro für das Ordnungs- und Bürgeramt nachzuweisen.
Die Ausländerbehörde kann weitere Nachweise einfordern.


P.S.: Vor Jahren mußte ich mal in einer Behörde meinen Mietvertrag vorweisen, um eine VE zu bekommen, da sagte der Beamte, 29 qm Wohnfläche sind zu wenig, wo soll denn Ihr eingeladener Besuch schlafen?

Ich sagte: "Schauen Sie mal aus dem Fenster, da steht ein Wohnmobil mit 4 Schlafplätzen lt. Fahrzeugschein - wir werden durch ganz Westeuropa reisen, da brauche ich meine 29 qm Wohnfläche zu Hause gar nicht!"

Er war beruhigt u. stellte mir die VE aus, damals sogar ohne Einkommensnachweis . . . Sachen gibt's . . . tz . . .tz . . . tz . . .
Ich würde sagen da hast Du aber mal einen richtig netten getroffen, ich musste immer mindestens 100 qm haben ...

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Verpflichtungserklärung für Bürger aus KZ

Beitrag von Tonicek » Freitag 2. März 2018, 19:34

Na, Klasse, Bluewolf, bei Deinem Link habe ich ein Minus von gut 400 € ! Bräuchte in dem Falle > 1.400 € - in Halle nur 1200 € oder der Mufflige hat nicht so schnell gesehen, daß da noch ein kleines, süßes Töchterchen von 12 J dabei ist.

Danke, bella: "Warum googelst Du es nicht einfach ... "
Bedenke jedoch, daß alle Menschen unterschiedlich sind, ebenso die betreffenden IQ`s. - Nicht jeder schafft es so schnell zu denken, und der Schock durch den Muffligen mit dem Gesicht zur Faust geballt, gab mir den Rest.
Übrigens, seine Sekretärin sah auch nicht viel besser aus - Gesicht wie Knautschlack . . . aber lassen wir das.
Bin gespannt, ob ich die Einladung bekomme.

Versteh' aber nicht, daß die Wohnfläche entscheidend ist - die Gäste konnen doch in einem B&B oder Hostel schlafen.

Summa summarum sind wir wieder bei einem der letzten Themen: Ein Hartzer wird also nie + nimmer eine VE bekommen!

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Re: Verpflichtungserklärung für Bürger aus KZ

Beitrag von bella_b33 » Freitag 2. März 2018, 20:53

Tonicek hat geschrieben: Versteh' aber nicht, daß die Wohnfläche entscheidend ist - die Gäste konnen doch in einem B&B oder Hostel schlafen.
Naaaa, es ist eben eine Verpflichtserklärung....da musst Du die Leutchen im Zweifelsfalle auch bei Dir beherbergen können und dafür gibt es halt Richtlinien von wegen der Wohnfläche her ;)

Gruss
Silvio
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Re: Verpflichtungserklärung für Bürger aus KZ

Beitrag von m5bere2 » Samstag 3. März 2018, 09:43

Eben, eine Verpflichtungserklärung ist keine Einladung. Verpflichtungserklärung heißt:

- Wenn die Gäste kein Geld haben für Hotel und Hostel, dann bringst du sie unter.

- Wenn die Gäste freiwillig nicht ausreisen, dann zahlst du für ihre Abschiebung (und die vorangehenden Gerichtsverhandlungen),

- Haben sie keine Krankenkasse und werden krank, zahlst du für ihre Behandlung.

- Werden sie nicht abgeschoben und brauchen Sozialhilfe, dann auf deine Kosten.

- Werden die Straffällig, zahlst du für Knast, Verhandlung und entstandenen Schaden.

Der Beamte möchte nur sicher stellen, dass du deinen Verpflichtungen auch nachkommen können wirst.

Gab jetzt ein paar laute Fälle, in denen ein paar Leute es gut meinten und Verpflichtungserklärungen für Flüchtlinge abgaben. Und dann kriegten sie plötzlich fünfstellige Rechnungen in Euro für Sozialhilfe, Arztrechnungen usw.

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Verpflichtungserklärung für Bürger aus KZ

Beitrag von Tonicek » Samstag 3. März 2018, 12:28

Alles richtig, was Du schreibst, ist mir vollkommen bewußt, was eine VE bedeutet.
Nur ein Punkt betr. Krankenbehandlung: Ohne Versicherung bekommen diese Leute kein Visum.

Mit den VE für Flüchtlinge habe ich vieles gelesen, ein VE-Gebender muß jetzt 30 T € zahlen - in meinen Augen selbst schuld.
Diese Leute, die jetzt zahlen müssen, sind für mich absolut "blauäugig", und sie gehören in die Kategorie:

Gutmensch - Bahnhofsklatscher - Teddybärenwerfer . . . Mehr sag' ich dazu nicht.

P.S.: Diese VE für Bürger KZ's ist nicht die Erste, die ich beantragt habe, bin mir bewußt, was ich mache.
Und die Schwester meiner Freundin u. ihr kleines, niedliches Töchterchen v. 12 J. mag ich sehr. Mama hat tollen Job in Almaty, schöne Eigentumswohnung usw., nur der Ehemann + Papa ist ihr bei Nacht + Nebel weggelaufen.

FOTO:
In den Bergen Kirgisiens
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Re: Verpflichtungserklärung für Bürger aus KZ

Beitrag von m5bere2 » Samstag 3. März 2018, 14:36

Tonicek hat geschrieben:Nur ein Punkt betr. Krankenbehandlung: Ohne Versicherung bekommen diese Leute kein Visum.
Krankenversicherung muss man nur für die Visumsdauer nachweisen, bzw für die erste Einreise. Wenn die Leute nun aber nicht ausreisen oder wiederholt einreisen, die Versicherung abläuft, und sie sich ein Bein brechen, ist man angearscht.

Aber wenn du das alles weißt, dann ist ja gut.
FOTO:[/b] In den Bergen Kirgisiens
Das letzte Foto erinnert mich an die Grenze Georgien-Aserbaidschan. :)

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Verpflichtungserklärung für Bürger aus KZ

Beitrag von Tonicek » Samstag 3. März 2018, 15:40

m5bere2 hat geschrieben: . . . Aber wenn du das alles weißt, dann ist ja gut.
Das letzte Foto erinnert mich an die Grenze Georgien-Aserbaidschan. :)
Naja, ich weiß beileibe nicht alles, wäre schön, wenn es so wäre.
Und ein Mensch mit gesundem Verstand überlegt sich schon, ob + für wen er eine VE macht. Und ganz sicher bleibe ich ja auf den Kosten auch sitzen, ohne Frage, amtl. Gebühr + Porto . . . und . . . und . . . und . . .

Kann mir jemand empfehlen, wie ich die VE nach KZ sende:
- Einschreibebrief?
- " - " - " auch als Wertbrief möglich?
- DHL - Kurierdienst? [hat f. meine Bekannte letztes Mal 40 € gekostet]
Selbstverständlich mache ich vor dem Absenden eine Kopie f. meine Unterlagen.

Ja, die Gegend ist wahrlich schön - unser B&B-Chef von Cholpon Ata hat mit uns Excursionen mit 4x4 Jeep gemacht, incl. Picnic. - Da habe ich diese tollen Pferde-Chefs kennengelernt, die fand ich soooo süß !!!

Das letzte Foto, Nr. 139, ist der Chef vom Ganzen - so hat er sich mir vorgestellt - fand ich wahnsinnig toll!
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Verpflichtungserklärung für Bürger aus KZ

Beitrag von Tonicek » Samstag 3. März 2018, 15:56

m5bere2 hat geschrieben: . . . Das letzte Foto erinnert mich an die Grenze Georgien-Aserbaidschan. :)
Ja, wenn man ehrlich ist, sieht sich doch alles ähnlich, Berge, Schluchten, Täler.

Apropós Aserbaidshan: Habe vor, Richtung Grenze GEO - AZ zu fahren, glaube, da ist das berühmteste Kloster des Kaukasus'. Das ist so dicht an dieser Grenze, daß man leicht mal schnell mit einem Bein in AZ ist, sollen aber überall Grenzer stehen, die aufpassen.

Im nächsten Dorf UDABNO ist ein Camp / B&B, PL / GEO-Management, da würde ich gerne paar Tg bleiben, sicher angenehm zum Rad fahren.
Also, die Pläne nehmen langsam Gestalt an - allerdings hab' ich festgestellt, eine "Logistik" ist gar nicht nötig - lediglich das RUS-Visum sollte geplant sein. was bei 90 Tg Gültigkeit kein Problem darstellt.
Das nette Visa-Agentur-Mädchen sagte, ich muß ja nicht 90 Tg in RUS verharren - ich kann, aber nur wenn ich will.
90 Tg Bier BALTICA 3 + Soljanka in allen Variationen + Sowjetskoje Schampanskoje + RUS-Schokolade - das wäre schon sehr hart für mich . . .



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