Einzahlungen auf russische Konten

Hier kann alles diskutiert werden, dass in die anderen Unterforen nicht passt. Aber bitte keine politische Diskussion anzetteln, dafür ist das Politikforum da.

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m1009
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Re: Einzahlungen auf russische Konten

Beitrag von m1009 » Sonntag 31. März 2019, 19:46

Ich versteh die Diskussion nicht....

Wenn der Fragesteller der Meinung ist, es muss auch ohne Uebersetzung gehen....

Warum nicht? Versuch macht klug.

Vielleicht waren wir alle bei der Kontoeroeffnung nicht hartnaeckig genug....

Bei der Alfa-Bank machen die keinen Handschlag (trotz Alfa-Gold Status) ohne Uebersetzung, Registrierung und Migrationskarte.....



Magdeburg-Moskva
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Re: Einzahlungen auf russische Konten

Beitrag von Magdeburg-Moskva » Sonntag 31. März 2019, 21:24

freqtrav hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 19:21
Was ich nicht verstehe: mein (neuer) EU Pass ist teilweise auch in kyrillischen Buchstaben geschrieben und zwar bis auf die Plastikkarte. Aber diese enthält doch nur die Grunddaten wie Name, Geburtstag, Passnr., etc. und selbige sind noch einmal unten für automatische Lesbarkeit hinterlegt, was selbst in Russland an der Grenze in deren Scannern funktioniert. Diesen Bereich kann auch jede Flugesellschaft, jeder Checkin und Security im Airport, am Schiff und bei jeder Passkontrolle weltweit lesen. Warum dann eine Übersetzung. Wie gesagt, ein großer Teil des Passes liegt auch in Kyrillisch vor und die Plastikkarte ist automatisiert lesbar.
https://www.youtube.com/watch?v=Uh9dkHdQOAg

Der Banker kann gaaaa nix automatisiert lesen, ihm fehlt die Technik. Es sollen nur Behörden und Airlines auf auf die MLZ zugreifen können.

Auch Ausländer werden fast überall - Behörden, Banken, Versicherungen, Wohnungswirtschaft, Immobilienregister, Führerscheinstelle, Migrationsbehörde, Standesamt, Gericht, Finanzamt, aber auch Wachbücher, Firmen-Kunden-Datenbanken - in kyrillischer Schrift der russischen Sprache eingetragen. Zur Sinnhaftigkeit siehe mein Beitrag oben. Ich kommentiere das nicht weiter, habe es aufgegeben, mich darüber aufzuregen.

Bring ihnen die Übersetzung, alimentiere das örtliche Übersetzungsbüro und den Notar ein wenig, und alle sind glücklich. Und hoffe, dass man nicht die Übersetzung mit aktuellem Stand nach der letzten Einreise fordert (Übersetzung des letzten Einreisestempels bzw. Angabe des Vermerks "S. 15, Stempel in Fremdsprache, teilweise nicht lesbar", z.B. bei einem Einreisestempel der USA) fordert. (So genau guckt niemand hin.)

Ach ja, keiner will die Verantwortung übernehmen, gerade den Namen selbst in die kyrillische Schrift des Russischen zu übertragen.

Das kann man auch nicht verlangen, denn die Umschrift basiert auf der Aussprache. Und wer beherrscht schon sämtliche Ausspracheregeln oder will sich auf sein Hörverständnis verlassen?

Andere Länder, andere Sitten (und Gesetze, Gebräuche), gibst'e doch selbst andernorts zu verstehen.

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Re: Einzahlungen auf russische Konten

Beitrag von freqtrav » Sonntag 31. März 2019, 21:43

m5bere2 hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 19:39

Das ist aber bulgarisch. Und dein Name steht da nicht auf kyrillisch. Woher sollen also alle wissen, wie deine Name in offiziellen russischen Verträgen und im Schriftverkehr zu schreiben ist?

Darüber hinaus gibt es im Pass angaben, die sogar nur auf deutsch drinstehen. Staatsangehörigkeit steht dort höchstwahrscheinlich "deutsch", müssen alle verstehen, was "deutsch" heißt? Augenfarbe steht wahrscheinlich auch nur "braun".
Ich glaub es bald nicht mehr. Ja, müssen alle verstehen was deutsch heißt. Ein deutscher Pass beinhaltet IMMER deutsche Staatsangehörigkeit. Und dieser ist als solcher von außen auch als deutsch zu erkennen. Da muss nicht erst ein Foto von Merkel und vom Brandenburger Tor auf den Pappumschlag (letzteres ist innen). Bei mir steht Bundesrepublik Deutschland übrigens auf kyrillisch in der Innenseite.
Das klappte selbst in Novosibirsk bei Einreise aus Kasachstan ohne Nachfrage und bei jedem Hotel Checkin in Sibirien. Und bei jeder Registrierung!

In Verträgen und im Schriftverkehr im Zweifel in lateinischen Buchstaben. Denn ist die einzige offizielle Schreibweise meines Namens. Ansonsten wie im Visum geschrieben. Das ist in kyrillisch. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und die Augenfarbe spielt keine Rolle bei der Kontoeröffnung. Sollte zumindest nicht ...
Aber bevor wir weiter streiten: ich widerspreche gar nicht, dass die Banken so handeln. Ich hinterfrage nur die Sinnhaftigkeit dieser Sache, die Du noch vehement zu verteidigen scheinst.
m1009 hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 19:46
Ich versteh die Diskussion nicht....

Wenn der Fragesteller der Meinung ist, es muss auch ohne Uebersetzung gehen....

Warum nicht? Versuch macht klug.

Vielleicht waren wir alle bei der Kontoeroeffnung nicht hartnaeckig genug....

Bei der Alfa-Bank machen die keinen Handschlag (trotz Alfa-Gold Status) ohne Uebersetzung, Registrierung und Migrationskarte.....
Versuch macht klug, sag ich auch immer. Auch was meine Ratschläge bzgl. Verhalten in der UA angeht. Es sind lediglich gutgemeinte Ratschläge. Ein anderer tritt anders auf und sieht anders aus. Andere Situation mit vielleicht unterschiedlichem Ergebnis.
Ansonsten hilft Hartnäckigkeit auch in Russland. Online Ticket der RZD von Irkutsk nach Omsk gekauft. Online Checkin ausgedruckt. Steht groß in Russisch und Englisch drin, dass man damit den Wagon ohne weitere Aktion betreten kann. Trotzdem ein entschiedenes Njet von der Dame an der Wagontür. Umtauschen bitte am Ticketschalter in Bordkarte. Lange lautstarke Diskussion bis die Zugchefin kam. Dann durften wir einsteigen. Die Dame war nachher trotzdem ganz nett zu uns.
Wenn die eine Bank nicht will, geh ich zur nächsten. Die Alfa Bank lass ich dann schon mal weg. Falls keine will, nun gut. So wichtig ist das auch nicht. Dann muss ich zumindest in der Stadt zur Bank, wo ich eine Registrierung hab. Danke schon mal für diese Tipps.

Mir macht im Augenblick mehr Sorgen, ob ich mit einer doppelsprachigen Vollmacht des ADACs überhaupt mein Auto über die Grenze bekomme oder auch auf Notar und Apostille bestanden wird. Aber der ADAC Stempel sieht ja schön amtlich aus. Ansonsten doch wie immer Mietwagen.
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Re: Einzahlungen auf russische Konten

Beitrag von freqtrav » Sonntag 31. März 2019, 22:00

Magdeburg-Moskva hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 21:24
Bring ihnen die Übersetzung, alimentiere das örtliche Übersetzungsbüro und den Notar ein wenig, und alle sind glücklich. Und hoffe, dass man nicht die Übersetzung mit aktuellem Stand nach der letzten Einreise fordert (Übersetzung des letzten Einreisestempels bzw. Angabe des Vermerks "S. 15, Stempel in Fremdsprache, teilweise nicht lesbar", z.B. bei einem Einreisestempel der USA) fordert. (So genau guckt niemand hin.)

Ach ja, keiner will die Verantwortung übernehmen, gerade den Namen selbst in die kyrillische Schrift des Russischen zu übertragen.

Das kann man auch nicht verlangen, denn die Umschrift basiert auf der Aussprache. Und wer beherrscht schon sämtliche Ausspracheregeln oder will sich auf sein Hörverständnis verlassen?
Sie brauchen doch nur vom Visum abzuschreiben. Da steht doch alles amtlich auf kyrillisch. Warum jetzt noch eine Version vom Übersetzer? :cry:
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Re: Einzahlungen auf russische Konten

Beitrag von Wladimir30 » Sonntag 31. März 2019, 22:06

Du kannst Dich ja aufregen wie Du willst. Aber Bulgarisch und Russisch sind unterschiedliche Sprachen, und das Alphabet ist eben nur teilweise identisch. Wie auch zwischen der russischen und der ukrainischen Variante des Kyrillischen. Киев wird eben unterschiedlich transliteriert, je nachdem, ob es die russische oder sie ukrainische Variante ist. Das gibt es in den Sprachen, die sich der lateinischen Schrift bedienen, auch. Polnisch Łódź ist eben nicht dasselbe wie Lodz. Es sind einfach offizielle, faktische Unterschiede. Und bei offiziellen Dokumenten es auf die Art "Na, was wollt ihr denn, sieht für mich doch gleich aus, was wollt ihr denn" zu versuchen halte ich für zumindest naiv.
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Re: Einzahlungen auf russische Konten

Beitrag von m1009 » Sonntag 31. März 2019, 22:26

Sie brauchen doch nur vom Visum abzuschreiben. Da steht doch alles amtlich auf kyrillisch. Warum jetzt noch eine Version vom Übersetzer?
Passnummer
Staatsangehoergkeit
Geschlecht
Geburtsort
Pass Ausstellungsdatum
Pass Geultig bis
Austellende Behoerde
Wohnort
Groesse
Augenfarbe

Das steht alles auf Deinem Russland-Visum?

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Re: Einzahlungen auf russische Konten

Beitrag von freqtrav » Sonntag 31. März 2019, 23:19

Wladimir30 hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 22:06
Du kannst Dich ja aufregen wie Du willst. Aber Bulgarisch und Russisch sind unterschiedliche Sprachen, und das Alphabet ist eben nur teilweise identisch. Wie auch zwischen der russischen und der ukrainischen Variante des Kyrillischen. Киев wird eben unterschiedlich transliteriert, je nachdem, ob es die russische oder sie ukrainische Variante ist. Das gibt es in den Sprachen, die sich der lateinischen Schrift bedienen, auch. Polnisch Łódź ist eben nicht dasselbe wie Lodz. Es sind einfach offizielle, faktische Unterschiede. Und bei offiziellen Dokumenten es auf die Art "Na, was wollt ihr denn, sieht für mich doch gleich aus, was wollt ihr denn" zu versuchen halte ich für zumindest naiv.
Das was sie für einen Kontoantrag wissen müssen, steht im Visum: Name, Geburtsdatum, Geschlecht. Adresse auch nicht im übersetzten Pass. Ich will kein offizielles Dokument beantragen (siehe auch unten).
m1009 hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 22:26

Passnummer
Staatsangehoergkeit
Geschlecht
Geburtsort
Pass Ausstellungsdatum
Pass Geultig bis
Austellende Behoerde
Wohnort
Groesse
Augenfarbe

Das steht alles auf Deinem Russland-Visum?
Das meiste ja. Die Adresse steht auch nicht im Pass; ich denke die ist für die Bank eher interessant als meine Größe und die Augenfarbe.
Die Zahlen (Ausstellungsdatum, Gültigkeit, Geburtsdatum, etc.) sind wohl in Russland auch nicht anders und können wohl kaum verwechselt werden.

Nochmals: meine ursprüngliche Frage war nach Einzahlung auf ein russisches Konto bzw. maximal der Erhalt einer russischen prepaid CC. Ich möchte dort weder heiraten, noch ein Kind auf dem Standesamt anmelden, noch ein Haus oder gar die Bank kaufen. Insofern muss niemand meine Größe oder Augenfarbe übersetzen. Der Rest steht auf (russisch) kyrillisch im Visum; meine Adresse weder dort noch im Pass. Ich wundere mich, dass ihr alle diesen Unsinn noch in Schutz nehmt.
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Re: Einzahlungen auf russische Konten

Beitrag von Bobsie » Sonntag 31. März 2019, 23:25

freqtrav hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 23:14
Ich wundere mich, dass ihr alle diesen Unsinn noch in Schutz nehmt.
Ich nicht. Deshalb ich hab uch kein russisches Konto. :shock:
Dafür aber eine Frau mit russischen Konto (Konten) :lol:

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Re: Einzahlungen auf russische Konten

Beitrag von m1009 » Sonntag 31. März 2019, 23:29

freqtrav hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 23:19

Das meiste ja.
Aha.

Offensichtlich gibt es unterschiedliche Visa fuer Russland. Ja. Das ist mein Pass und Visum.

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Re: Einzahlungen auf russische Konten

Beitrag von m1009 » Sonntag 31. März 2019, 23:33

freqtrav hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 23:19
meine Adresse weder dort noch im Pass.
Adresse in DE wird nicht geprueft. Jedoch wird eine Registrierung in Russland benoetigt.



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